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22 Februar 2010

Draußen Spielen

5 Wochen 6 Tage

Endlich scheint die Kältewelle, die auch über Florida hereingebrochen war, mal ein Ende zu haben oder uns wenigstens für eine Weile zu verschonen. Wozu haben wir uns denn durch den heißen Sommer gequält, wenn wir jetzt frieren und unser Baby in warme Pullover, Wollmützen und Handschuhe einpacken müssen?

Das Wochenende jedenfalls hat uns mal wieder entschädigt und gezeigt, wie das perfekte Winterwetter hier aussieht. Und natürlich haben wir es ausgenutzt.

Am Samstag Morgen mussten wir früh raus, denn mein erster 5-km-Lauf ohne Niklas stand an. Seit Mai hat er mich bei jedem Rennen begleitet, diesmal war er zum ersten Mal "nur" Zuschauer. Jon wollte selber nicht mitlaufen und hat sich bereit erklärt auf das Baby aufzupassen während ich mal sehen wollte, wo ich nach 3-4 Wochen Laufen stehe und was trotz der bisher nur sehr kurzen Strecken und der nicht mal 6 Wochen zurückliegenden Geburt so geht.

Bei perfektem Laufwetter, 11 Grad, bedeckt und so gut wie windstill gab ich mein Bestes. Es war hart, es war anstrengend, 5 km kamen mir sehr weit vor, und es war total klasse! Wie herrlich, nicht mehr schwanger zu sein und ohne dicken Bauch einfach loslaufen zu können.


Die beiden ersten Meilen lief ich auch noch wunderbar gleichmäßig mit jeweils 7:30/Meile (4:39/km), in der dritten reichte die Kondition dann doch nicht ganz aus. Ich hatte damit schon gerechnet und einen Plan im Kopf, also verzweifelte ich nicht, sondern verlangsamte mein Tempo einfach soweit wie nötig mit Kraft für einen ordentlich langen Endspurt, bei dem ich noch auf den letzten Metern einen Herrn vor mir einsammeln konnte. Mit dem Ergebnis von 23:37 (4:43/km, eine Sekunde schneller als mein Tempo in Boston) bin ich auf jeden Fall zufrieden, hatte ich doch mit irgendwas um 25 Minuten gerechnet. Dass ich damit auch noch meine Altersgruppe gewann war auf jeden Fall ein schöner Lohn für die Anstrengung.

Damit fühle ich mich nun fit und bereit, wieder mit dem Training anzufangen. In den nächsten 12 Wochen werde ich mit einem 10-km-Anfängerplan auf die Laufserie in der Pfalz vorbereiten, der auch wieder Speedwork, Tempoläufe und Hügeltraining beinhaltet.

Nach der Siegerehrung mussten wir relativ schnell wieder abfahren, denn mittags wollten wir uns mit Stephanie bei den Pferden treffen. Nächstes Wochenende bringt Jon Brownie in sein Zuhause in Tennessee (das heißt, er trifft sich mit den Leuten auf der Hälfte der Strecke in Georgia) und so war nun die letzte Gelegenheit gekommen mit Brownie noch mal in einen schönen Naturpark zu fahren und einen längeren Ausritt zu machen.
Inzwischen hatte es sich sehr schön aufgewärmt und wir hatten viel Freude an einem flotten Ritt auf dem Lake Lizzie Trail.

Meine Männer blieben ausnahmsweise mal zu Hause.

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Am Sonntag Morgen wurden wir wieder von strahlendem Sonnenschein geweckt und wieder nutzte ich Jon's Anwesenheit schamlos aus und ließ ihn mit Niklas zu Hause. Schon seit einer Weile hatte mich mein Rennrad in der Garage angelacht, aber unter der Woche ist das ein bisschen schwierig mit dem Baby. Jetzt war es endlich soweit. Ich musste noch das Rad austauschen und die Reifen aufpumpen, bevor ich mich auf die etwa einstündige 23 km lange Tour machte. Ich hatte schon fast vergessen wieviel Spaß das Rennradfahren macht und gar nicht gewusst, wie sehr ich es vermisst hatte.


Nach so vielen Alleingängen musste auch endlich mal meine Jungs zu ihrem Recht kommen. Jon war noch aufgeputscht von meinem Lauf und entschloss sich, diesmal den langen Lauf zugunsten von 800-m-Intervallen ausfallen zu lassen. Während er in der Mittagshitze schwitzte, ging ich mit Niklas im Kinderwagen spazieren und feuerte Jon an wenn ich ihn traf.



Mit Niklas abwechselnd im Tragetuch und auf Daddys Bauch liegend konnten wir am Nachmittag mit offenen Türen unser "Wohnzimmer draußen", den Florida Raum, nutzen. Niklas gefällt die Schaukel natürlich gut und ich habe beide Hände für andere Dinge frei.


Abgerundet wurde das Wochenende mit einem kleinen Familienausflug zum Strand. Alle zusammen fuhren wir zum Cocoa Beach Pier, zum ersten Mal für Niklas und spielten Touristen. Lange sind wir schließlich nicht mehr hier, da müssen wir die Nähe zum Meer ausnutzen!



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17 Februar 2010

Familienleben

5 Wochen 1 Tag

So hatte ich mir das vorgestellt: Was wir vorher schon gemacht haben können wir nun (fast) alles auch mit Niklas zusammen machen.
Das Leben mit Baby wird langsam zum Alltag und ich gewöhne mich immer mehr daran, tagsüber mit ihm alleine zu sein. Seit er über 3,5 kg wiegt kann ich ihn auch in der BabyBjörn Tragevorrichtung mit mir rumschleppen und muss nicht ständig den schweren Kinderwagen und Kindersitz inklusive Kind ins und aus dem Auto heben. So haben sich viele alltägliche Erledigungen wie z.B. Einkaufen doch sehr vereinfacht. Außerdem genießen wir so unsere Spaziergänge noch mehr. An Laufruhetagen fahre ich mit Niklas jedes Mal zu einem anderen kleinen Park oder Weg und zeige ihm Florida. Für morgen ist endlich auch mal ein Strandspaziergang geplant.

Noch schöner ist es natürlich, wenn Jon frei hat und auch mit dabei sein kann. Am Valentinstag waren wir alle zusammen mit Stephanie in einem Zoo, den wir noch nicht kannten und einem angeschlossenen Kletterpark, bei dem man sich mit allerlei Balanceakten von Baum zu Baum hangeln musste.

Die Arbeitsteilung war "gerecht": Während wir Mädels unser "Leben riskierten" blieben die Jungs am Boden und dokumentierten das Ganze mit der Kamera.

Na gut, ehrlich gesagt fand ich es super nett von Jon, dass er mir zuliebe auf den Spaß verzichtet und auf Niklas aufgepasst hat. Er meinte, er hätte sowas ja schon in der Grundausbildung bei der Air Force gemacht, nur war es da wohl "etwas" härter.

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Wenn ich ausreite bleibt Jon mit Niklas am Stall und spielt mit den Hunden oder sitzt einfach nur Zeitung lesend im Auto. Satteln kann ich mein Pferd nach langer Zeit endlich wieder selber. In der Schwangerschaft und direkt nach der Geburt war mir der Westernsattel einfach zu schwer, um ihn selbst auf mein 1,46m kleines Pferd zu wuchten. Das geht jetzt auch wieder.


Und dann war da noch das Gruppentraining gestern, das ein bisschen anders aussah als geplant. Als wir zum Sportplatz kamen sahen wir schon Scharen von pubertierenden Jugendlichen bei allerlei leichtathletischen Wettkämpfen: Kein Platz für uns! Auf dem Parkplatz erfuhren wir dann, dass auch die Trainerin heute nicht anwesend war. Einige Läufer waren aber trotzdem gekommen. So fand das Training eben auf der Straße statt. Niklas war im Kinderwagen dabei und da Jon schon am Montag einen erschreckend schnellen Tempolauf gemacht hatte erklärte er sich nach einigem Hin und Her (keiner wusste so ganz genau wie und was los war und was wir machen sollten) zum Schieben bereit. Schließlich ist er viel stärker als ich und ich habe Niklas schon in der Schwangerschaft ständig mit mir rumgeschleppt.
Mit meinem Aufbautraining bin ich inzwischen bei 20 Minuten Laufen angekommen. Das ist ganz klasse und kurz genug, dass ich nicht immer nur so vor mich hintrotten muss, sondern auch endlich mal wieder (fast) mein gewohntes Tempo laufen kann. Jon meinte, er hätte mit Niklas auch nicht schneller gekonnt, also glich sich das ganz gut aus und wir konnten zum ersten Mal seit der Geburt alle drei zusammen laufen. Am Indian River entlang und durch die alte Wohnsiedlung dort mit niedlichen Einfamilienhäuschen. Das war schön! So können wir das gerne öfter machen. Wenn ich wieder stärker werde können wir uns dann ja auch mal mit dem Schieben abwechseln und in so einem Moment träumt man natürlich auch Zukunftsmusik: Vielleicht wird unser kleines Mäuschen später auch mal ein Läufer und wir können tatsächlich alle drei zusammen laufen gehen.

23 Januar 2010

Niklas' erster Fünfer


Jedenfalls seit er auf der Welt ist. In meinem Bauch hatte er ja schon einiges an Rennerfahrung gesammelt, so auch bei den ersten beiden Läufen der Titusville Race Series.
Heute stand nun der dritte an und weil es mir so gut geht und man auch fürs Gehen Punkte bekommt führte unser heutiger Familienausflug mal wieder ins 30 Minuten entfernte Titusville. Laufen soll ich ja noch nicht wieder, aber gegen einen 5 km langen "Spaziergang" mit meiner süßen Maus kann ja keiner was einzuwenden haben. Mit elf Tagen wird es ja auch langsam Zeit, in dieser Richtung erste Erfahrungen zu sammeln.

Natürlich waren wir am Vortag wieder nicht vor elf ins Bett gekommen und Niklas bestand darauf, um fünf Uhr morgens gestillt zu werden (natürlich nicht das einzige Mal in dieser Nacht), sodass wir doch mit einem ordentlichen Schlafdefizit anreisten, das der guten Laune aber keinen Abbruch tat.

Es war ein wunderschöner Morgen, sonnig, trocken und relativ kühl ohne zu kalt zu sein. Gerade richtig für einen Lauf, Spaziergang, Ausfahrt im Kinderwagen. Von meiner üblichen Nervosität war nichts zu spüren und das Aufwärmen konnte ich mir diesmal auch sparen. Stattdessen war ich mal wieder über die getönten Fenster und den vielen Platz im Auto froh der Niklas und mir bei seiner letzten Mahlzeit vor dem Rennen genug Privatsphäre gab. Insgesamt waren wir wieder mal positiv überrascht, wie einfach es ist, unser Baby überall mit hinzunehmen.

Um acht war es schließlich soweit. Ich hatte mich ganz hinten am "Walkers" Hütchen aufgestellt und dann fiel der Startschuss.

Ein großes Glück durchströmte mich als wir uns in Bewegung setzten, zum ersten Mal mit Niklas im Kinderwagen, der übrigens wirklich hervorragend leichtläufig ist. In einem Rennen mit meinem Sohn dabei zu sein war ein großartiges Gefühl.
Dass sich die meisten Läufer direkt mal absetzten und eine immer größer werdende Lücke entstand machte mir sowas von überhaupt nichts aus. Ich ging meinen schnellsten Schritt und Niklas war sowieso von der Bewegung direkt eingeschläfert worden.

Die Strecke eignete sich hervorragend für unsere Zwecke, denn einen 5-km-Rundkurs hat man nicht allzu oft.

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Dazu war sie auch noch besonders schön, an ruhigen Seitenstraßen entlang, im Morgenlicht und Sonnenschein einfach klasse. Ich muss es zugeben: Nach 10 Minuten Gehen joggte ich probeweise ganz langsam eine Minute lang. Ging richtig gut. Fünf Minuten flottes Gehen, eine Minute langsames Joggen, das war ein guter Kompromiss. Es fiel mir ganz leicht und ich glaube nicht, dass ich es damit übertrieben habe. Niklas, der das mit dem Joggen im Kinderwagen noch nicht kannte, machte ab und zu mal ein überraschtes Geräusch, wachte dabei aber nicht mal wirklich auf.


Vielleicht einen Kilometer vor dem Ziel gab es dann noch eine schöne Überraschung: Jon, der natürlich schon ewig vorher angekommen war kam uns entgegen, sodass wir den Rest der Strecke zusammen zurücklegen konnten.

Das war am schönsten: Mit der ganzen Familie im Rennen. Ich bin so froh, dass wir diese ganzen tollen Sachen zusammen machen können.
Jon erzählte mir von seinem eigenen Lauf: Obwohl er nicht wirklich sooo viel trainiert hatte war ihm doch mit 19:31 an diesem perfekten Laufmorgen eine neue (Florida) PB gelungen. Nur als siebzehnjährigem Highschool Läufer in Iowa war er noch schneller. Da war ich natürlich besonders stolz auf ihn.

Im Ziel war einiges an Zuschauern versammelt, die mich begeistert auf den letzten Metern anfeuerten. Ich beschleunigte meinen Laufschritt (Wir LAUFEN ins Ziel, hab ich damals beim Distanzreiten gelernt) noch ein bisschen und kam über beide Ohren grinsend nach 42 Minuten ins Ziel. Das ist eine Minute schneller als meine 10-km-Bestzeit, aber ich möchte trotzdem behaupten, dass dieses erste Mal mit Niklas mein bestes Rennen überhaupt war. Vor allem vom Gefühl her, das mich irgendwelche Zeiten sofort vergessen ließ.

Ich hatte dieses Mal natürlich nichts gewonnen, aber Jons Zeit war gut genug für den dritten Platz in seiner Altersgruppe. Passenderweise gab es diesmal als Preise für alle Platzierten Teddybären. Da kann man sich ja denken, für wen er seinen gewonnen hatte.


Auf der Heimfahrt öffnete Niklas dann schließlich so ziemlich zum ersten Mal an diesem Tag seine Augen für länger und konnte sich seinen neuen Plüschkumpan auch mal anschauen.

03 Januar 2010

Kälteeinbruch

Das Konzept “Langer Lauf” habe ich bis zur Geburt mal zu den Akten gelegt. Schon 50 Minuten kommen mir mit dem ganzen zusätzlichem Gewicht und dem immer größer wachsenden Baby mittlerweile ganz schön lang vor.

Trotzdem will ich nicht ganz aufs Laufen verzichten, auch wenn es von außen wohl eher wie Watscheln aussieht und ich immer langsamer werde, und so war ich auch heute wieder dabei, als Jon sich mit seinem Kollegen zum langen Lauf getroffen hat.
Schließlich will ich ja auch nicht immer nur durch die Siedlung laufen, sondern auch mal was anderes sehen.

Temperaturen um 4 Grad finden wir ganz schön kalt, da hatte ich lieber die lange Laufhose und zwei dünne Langarmshirts an. So war es dann doch ganz angenehm. Während die beiden Männer auf dem Tropical Trail und der Brücke unterwegs waren, habe ich selber 46 Minuten lang meine Runden um einen kleinen See gedreht und dabei 7 km zurückgelegt.
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Mit jeweils ca. 10 Minuten Gehen vorher und nachher und 12 Minuten Dehnen war ich immer noch früher fertig als die “Langläufer”. Um im Auto zu sitzen war es mir zu kalt, aber das ist ja auch kein Problem, denn in der Bäckerei Panera Bread ganz in der Nähe konnte ich bei einem Cappuchino und Kirschteilchen ganz wunderbar im Warmen warten.

01 Januar 2010

Solar Bear Run


Der erste Solar Bear (Sonnenbaer) Run (ein Polar Bear - oder Eisbaer - Run waere in Florida ja nicht so realistisch) lockte auch Jon und mich am Neujahrstag hinaus aus dem Haus, ironischerweise in den stroemenden Regen. 8 km war der Gruppenlauf lang, kein Rennen, sondern einfach ein Zusammenkommen verschiedener Laeufer aus der Gegend, die zusammen zum Strand laufen wollten. Ich nahm mir am Anfang das Sonderrecht heraus, die Strecke in bisschen abzukuerzen und kam insgesamt auf 7,2 km in 45 Minuten.

Zum Glueck hoerte der Regen zum Start des Laufes auf und ein starker Westwind wehte uns ueber den Eau Gallie Causeway zum Strand. Trotzdem fiel mir der Lauf nicht wirklich leicht. So langsam merke ich doch das zusaetzliche Gewicht immer staerker. Da war ich froh, dass Jon auf mich gewartet und mir - im Pinguinwatschelgang - zusammen gelaufen ist. Man konnte das Ziel schon von weitem sehen. Weiter geht es nicht, wenn die Strasse am Strandparkplatz endet.
Viele andere sind dann gleich auch noch in den doch ganz schoen kalten Atlantik (18 Grad) gehuepft, aber das habe ich mir dann doch geschenkt. Kurz mit den Fuessen rein reichte mir schon.

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Vom Strand aus hatte ich Glueck und fand bei einer anderen Laeuferin eine Mitfahrgelegenheit zurueck zum Ausgangspunkt. Jon dagegen trat tapfer auch den Rueckweg zu Fuss an. Diesmal gegen den Wind und starken Regen. Bei dem Sauwetter war es kein Wunder, dass er sich besonders beeilt hat und er diesmal fuer die 7,2 km nur 33 Minuten brauchte, waehrend ich im trockenen Auto auf ihn wartete.
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So hat 2010 wenigstens gleich richtig angefangen. Mit Freunden zum Strand laufen, was kann man Besseres verlangen (ausser das Ganze auch noch bei Sonnenschein)?

31 Dezember 2009

Silvester

Mein letzter Lauf des Jahres 2009 fand auf der Air Force Base statt.
Meine Runde war 6.1 km lang, die ich in 41:45 gelaufen bin.
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Am Nachmittag waren wir noch bei Brownie. Waehrend Jon Pferdeaepfel aufgelesen hat, bin ich eine Stunde lang geritten.

09 Dezember 2009

Mittagessen am Strand

Nate und Michelle sind zu Besuch aus Washington D.C. bei uns. Mittags treffen wir uns mit Jon in Cocoa Beach zum Essen.

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Abends bin ich dann noch ein bisschen durch die Siedlung gelaufen.
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27 November 2009

32. Woche

Es wird langsam eng in der "Einzimmerwohnung". Ihr Baby bewegt sich weniger und beschäftigt sich damit, eine bequeme Lage im Uterus zu finden. Sollte Ihr Kind bereits jetzt auf die Welt kommen, hätte es gute Überlebenschancen. Zwar sind seine Lungen noch nicht ausgereift, aber Dank der medizinischen Möglichkeiten, die Atmung zu unterstützen, besteht diese Chance.

In Vorbereitung auf die Geburt kann sich der Uterus zusammenziehen. Die Kontraktionen dauern etwa 20 Sekunden und es kann sein, dass Sie nichts davon spüren. Dafür spüren Sie vielleicht Ihr Becken, das schmerzt, da es sich gedehnt hat. Ab jetzt finden die Vorsorgeuntersuchungen alle zwei Wochen statt.

28 Dezember 2008

März, April und Mai 2008

Der lange Lauf heute war kalt, aber nett und ich bin schon froh, es nun geschafft zu haben. Der naechste wirklich lange Lauf wird nun der Marathon, denn jetzt geht es ans Tapern!
Nun aber erstmal weiter mit dem Jahresrückblick.

März 2008
298 Meilen oder 481 km gelaufen
25 Meilen oder 41 km geritten
34 Meilen oder 56 km geradelt

Der Monat fing gleich gut an meiner einer Florida-Rundreise in den sonnigen Sueden mit meinen Eltern. Auf dieser Reise bin ich in Sarasota mit 1:34:59 einen richtig guten Halbmarathon gelaufen und zweite in meiner Altersgruppe geworden. Ich war richtig fit und immer noch mitten im Marathon Training.
Auch mit Brownie habe ich viel trainiert, auf dem Reitplatz und im Gelaende.
Die Laufsaison war in vollem Schwung und ich bin fast jedes Wochenende gerannt: Beim Brevard Zoo's Dino Dash 3K gab es eine neue Bestzeit von 11 min 48 sec und den zweiten Platz in meiner Alterklasse, beim Eye of the Dragon 10k mit 44 min 33 sec den Sieg in der F30-34 und den Croom Trail 15 Mile Fool Run habe ich mit 1 h 59 min 29 sec sogar gewonnen.
Ende Maerz waren Jon und ich dann noch mit meinen Eltern auf einer weiteren einwöchigen Rundreise durch Nordflorida und Georgia.

April 2008
222 Meilen oder 358 km gelaufen
49 Meilen oder 80 km geritten
148 Meilen oder 238 km geradelt

Man merkt schon an den Zahlen, dass der Boston Marathon näher rückte und das Tapering begann. Jon musste zu einer Konferenz nach Washington, zu der ich ihn wieder begleitete und dadurch die Gelegenheit hatte, die amerikanische Hauptstadt kennen zu lernen.
Zurueck in Florida wurde es Zeit, mich von meinen Eltern zu verabschieden, die sich wieder auf den Weg nach Deutschland machten.
Mit Brownie bin ich mein erstes Turnier in Amerika geritten.
Kurz bevor wir nach Boston aufgebrochen sind, habe ich mich im Fitness-Studio angemeldet und dann kam auch schon der Marathon, bei dem ich mit 3:20:08 eine Punktlandung erzielt habe.
Nach dem Marathon war viel Zeit fuer andere Sachen: Ich hatte meine erste Reitstunde bei Jack Henning, wir waren Kanufahren und Ausreiten in einem Naturpark.

Mai 2008
155 Meilen oder 251 km gelaufen
46 Meilen oder 75 km geritten
582 Meilen oder 937 km geradelt

Laeuferisch fing der Monat gut an. Ich war in Hochform und konnte sowohl beim Two Mile Bulldog Pineapple Run mit 12 min 24 sec als auch beim Run for the Gecko 5K mit 20 min 10 sec meine Altersgruppe gewinnen. Wir waren bei ein paar Gruppentrainings und frohen Mutes, diesen Sommer noch so richtig schnell zu werden.
Mit Brownie habe ich ziemlich erfolglos an einer Working Cow Horse Show teilgenommen und beschlossen, dass das nicht so unser Ding ist.
Dann kam die Verletzung, die fast den Rest des Jahres bestimmen sollte. Eine Art Muskelzerrung in der linken Hüfte legte mich so lahm, dass ich kaum noch laufen konnte. Dafür konzentrierte ich mich voll aufs Triathlon Training und Radfahren. Das Kraulschwimmen wurde zwar ein bisschen besser, aber niemals schneller als Brustschwimmen.
Ein langes Wochenende Ende Mai nutzten wir fuer eine viertaegige Radtour nach Tampa, bei der mein Entschluss reifte, dass Jon ein Rennrad braucht.

25 Dezember 2008

Weihnachten in Deutschland

Eine lange Flugreise ist nie besonders angenehm oder erholsam, aber es war die Kosten und Muehen auf jeden Fall wert. Weihnachten mit der ganzen Familie, das ist schon was sehr Nettes.
Am Heiligen Morgen sind wir in Frankfurt gelandet, wo uns meine Eltern abgeholt haben. Noch mal zwei Stunden im Auto sitzen und endlich waren wir am Ziel. Ich hatte im Flugzeug wie immer nicht schlafen koennen, sondern hatte mir zwei Filme angeschaut und gelesen. Durch die Zeitverschiebung von sechs Stunden ist fuer uns die Nacht sowieso mehr oder weniger ausgefallen.
Nach so langem Sitzen und Aufenthalt in Flughaefen, Flugzeugen und im Auto waren meine Beine ganz kribbelig nach Bewegung und mein Blut musste unbedingt mit frischer Luft versorgt werden. Wir sprangen also gleich nach unserer Ankunft in meinem Elternhaus in die Laufsachen und drehten eine 10-km-Runde. Danach waren wir noch mueder, aber schoen war es trotzdem.

Ich habe es tatsaechlich noch bis nach zehn ausgehalten bevor ich ins Bett gefallen bin. In der Nacht schlief ich wie ein Stein und konnte schon mal ein bisschen von dem ausgefallenen Schlaf nachholen. Dann stand ein 25-km-Lauf auf dem Plan, den ich am fruehen Nachmittag in Angriff nahm. Ich wohne ja nun schon laenger nicht mehr in Kamen und erinnerte mich nicht mehr an alle Wege, aber mit Hilfe meiner Eltern bekam ich doch noch eine schoene Runde zusammen. Es war ein sehr schoener Lauf, aber ich stellte auch fest, dass es hier ein ganz anderes Laufen ist.
Es mag ein bisschen am Jet-Lag und meiner Restmuedigkeit gelegen haben, aber insgesamt war ich etwas langsamer als in Florida, dafuer ging mein Puls auch nicht so hoch. Ich konnte praktisch muehelos Kilometer um Kilometer laufen, mit denen ich sonst kaempfen muss. Langeweile konnte erst gar nicht aufkommen, weil es im Gegensatz zu meinen Laeufen in Florida nie lange geradeaus ging. Immer wieder gab es Abzweigungen, staendig andere Aussichten, die Landschaft aenderte sich alle paar Minuten geringfuegig und auch die Untergruende wechselten von Asphalt zu Schotter, ein bisschen Matsche dazwischen. Eine sehr abwechslungsreiche Strecke. Ich kam nach Luenen-Beckinghausen, zum Datteln-Hamm-Kanal, an dem mir der Ostwind feste um die Nase blies, bog dann wieder zur alten Zechenhalde ab, die jetzt ein Naherholungsgebiet ist, lief durch das Naturschutzgebiet am Beversee und schliesslich auf die Fahrradtrasse - eine alte Zechenbahn - wieder in Richtung Heimat. Ich hatte Musik und lief froehlich vor mich hin, voellig in Gedanken und Erinnerungen versunken und mal so gar nicht auf Geschwindkeit bedacht. Ausserdem hatte ich viel mehr an, sodass ich den Armschwung doch ziemlich vernachlaessigte. Wahrscheinlich war ich auch deswegen langsamer. Noch ein Unterschied zu Florida: Ich hatte gar keinen Durst unterwegs. In Florida ist es undenkbar, 25 km zu laufen ohne zwischendurch zu trinken, hier war es heute gar kein Problem. Nur als ich dann wieder nach Hause kam, habe ich gleich eine Flasche Iso-Getraenk und Wasser runter geschuettet.
Ich bin jetzt wirklich froh, hier zu sein. Auch wenn es nur fuer eine Woche ist.
Ausserdem bin ich froh, dass der Silvesterlauf erst am letzten Tag ist. Da habe ich noch ein bisschen Zeit, mich einzugewoehnen, ein paar mehr Kaeltelaeufe zu unternehmen und allen Schlaf nachzuholen, der mir noch fehlt.

Allen Lesern wuensche ich Frohe Weihnachten und ein paar schoene Laeufe ueber die Feiertage!

KARTE HIER KLICKEN!

21 Dezember 2008

Im Kreis und nach Hause Laufen

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Fuer den letzten langen Lauf des Jahres in Florida - naechste Woche sind noch mal 22 Meilen in Deutschland dran - sind wir nach Viera gefahren. Jon war mal wieder mit dem Rad dabei und hat mich mit Getraenken versorgt.

Nach zehn Meilen hatte ich keine Lust mehr immer im Kreis zu laufen und habe mich auf den zehn Meilen langen Weg nach Hause gemacht, waehrend Jons Aufgabe darin bestand alle zwei Meilen anzuhalten und mit Getraenken auf mich zu warten. Da ich gleich die erste Abzweigung verpasst habe, hat diese Abmachung nicht ganz geklappt, aber trotzdem bin ich gut nach Hause gekommen.
21 Meilen sind es insgesamt geworden in 2:52:35, davon die letzten drei ein bisschen flotter. Zwar nicht ganz Marathontempo, aber gerade nach den zwei Rennen, die ich diese Woche schon gelaufen bin, bin ich mit diesem langen Lauf doch sehr zufrieden.
Die Termine beim Chiropraktiker scheinen doch wirklich schon anzuschlagen. Wie schoen!
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Jon's Running

He's training for a half marathon and getting faster all the time!
On Friday we did a little 3 mile race on the base that he finished in 19:15.
On Saturday Jon went for a 5.52 mile training run around town. It took him 41 minutes. I rode the bike with him, carrying his cell phone and water and taking pictures and videos.

Today he got up early and ran 12.12 miles in 1:37:21. Jon doesn't believe in stopping the watch when he stops to drink etc. His pace varied from 7:13/mile to 7:45/mile.
He ran along the Indian River Drive while I was still sleeping.

07 Dezember 2008

Canaveral National Seashore Beach Ride


On a cold and windy, but beautifully sunny Sunday morning Stephanie took Laura, Karen, Jon and me with our horses Patti, Mixie, Roy and Brownie up north to the only beach here that allows horseback riding.
She had found out who to call, I had made the reservation and still we almost didn't make it to the beach because everybody had forgot their Coggins papers at home. Luckily Stephanie's neighbors who were called into action were kind enough to run over to her house and fax all the papers over to the Visitor Center that manages beach rides.
There's only a short stretch of one mile on the beach that we can ride on, but it still made us very happy. It was the first time on the beach for all of the horses, but they were all as well behaved as always and we had a great ride.

At first the horses were very scared of the waves rolling towards the shore, but I made a vow to get Brownie into the water before we left. He jumped back from the dangerous monster waves a few times, always getting just a little closer. I let the matter drop for a while and let him run back and forth, which was a lot of fun. He would always stop immediately, but did run pretty fast when I asked him to.

Trying to get him into the water was easier now and after just a little hesitation he walked in. Of course everything got wet: The horse, saddle, my boots and jeans, but it was well worth it. When Stephanie saw that Brownie was in the water she joined us and now Patti walked in, too. We jogged through the waves, splashing salt water all over the horses and ourselves.

Back at the boardwalk Jon got to ride Brownie, too. I think it was the first time he really loped the horse, and he did really good. Brownie was nice enough not to take too much advantage of the situation and just tried to run up the dunes with him a few times where the really deep and soft sand stopped him anyway. Jon was always able to get him back down to the beach and start/stop running again.

After taking all different kinds of group pictures Stephanie offered me to borrow Roy so Jon and I could ride together. Everybody else was cold and had enough, so the two of us took of for another short ride. The horses didn't really like going out again at first, but got used to it soon. Roy needed some encouragement, but was good to ride and responded well.

It was a wonderful experience and just about the best time to spend a Sunday morning. Just loved it!

MY PICTURES KLICK HERE!
STEPHANIE'S PICTURES KLICK HERE!

28 November 2008

Ausritt mit Jon


Letztes Wochenende ist Jon mal wieder auf den Geschmack gekommen, nachdem er Sonntag mit den anderen ausgeritten ist.

Heute Nachmittag wollte er mal ein bisschen flotter reiten als nur Schritt und so habe ich mir Bita ausgeliehen und wir sind zusammen ausgeritten.

Da er sowieso sehr sportlich ist und ueber gute Balance verfuegt, gewoehnte er sich recht flott ans Traben und konnte gar nicht genug bekommen.

Wir hatten beide viel Spass und die Pferde haben auch ganz prima mitgemacht. Sowohl Brownie als auch Bita waren gut zu reiten, kooperativ und - nachdem wir erstmal die weichen Sand- und Wiesenwege erreicht hatten - auch schoen flott, ohne davonrennen zu wollen.

Zum Schluss durften wir auf dem Rueckweg bei Stephanies gemeiner Nachbarin vorbei noch deren neueste Konstruktion bewundern. Die Dame aergert sich furchtbar, dass wir direkt neben ihrem Garten vorbei reiten, kann aber nichts dagegen unternehmen. Damit wir nun aber auch wirklich ja nicht ihren Rasen betreten, hat sie diesen mit wunderschoenem orangefarbenen Flatterband eingezaeunt. Wir konnten nur den Kopf schuetteln und uns wundern, wie jemand freiwillig seinen Garten so verschandeln kann...

HIER KLICKEN um die Strecke zu sehen!

26 November 2008

Auf dem Reitplatz

Jon hatte den Nachmittag frei und ist zum Stall mitgekommen. Er hatte besonders viel Spass daran, Brownie mit Bananen zu fuettern.


Stephanie, die auch schon frueher nach Hause durfte, war schon mit Jade im Roundpen beschaeftigt als wir eintrafen.

Sie ritt Ruby, ich Brownie und Jon schaute ein bisschen zu, bis sie mich bat, ihr mit Jade zu helfen. Es war das erste Mal, dass sie das Jungpferd reiten wollte und da sollte ich lieber erstmal festhalten. Diese machte ihre Sache ganz prima fuers erste Mal, sodass ich sie schon bald alleine reiten liess.


Waehrend wir mit Jade beschaeftigt waren, nutzte Jon die Gelegenheit Brownie zu reiten. Sieht so aus, als wuerde er doch langsam wieder Spass an den Pferden finden.


Mehr Bilder HIER KLICKEN!

23 November 2008

South East B B Fall Camping Trip

Drei Tage lang waren wir mit den Pferden in Nordflorida am Suwannee River.
Wir sind ganz viel geritten, haben am Lagerfeuer gesessen und viel Spass gehabt.
Was fuer ein schoenes Wochenende, wenn auch ganz schoen kalt.
Zum Glueck hatten Jon und ich eine Huette, sodass wir nicht bei Minustemperaturen zelten mussten.
Freitag

Samstag I

Samstag II

Sonntag

15 November 2008

Stalldienst



Es ging darum, Sand in Brownies Paddock zu schaufeln, damit er sich bei Regen unterstellen kann ohne in einer Pfuetze zu stehen.
Ausserdem mussten jede Menge Pferdeaepfel abgesammelt werden. Das war unsere Mission fuer einen warmen Samstagnachmittag im November.
Ich bin ja schwach, also habe ich mir Jon als Hilfe mitgenommen. Der hatte die Aufgabe Sand ranzukarren, waehrend ich mit Abaeppeln beschaeftigt war. Brownie hatte gar keine Aufgabe, der hat nur zugeschaut.

Zugeschaut haben wir nachher auch noch ein bisschen, und zwar Stephanie und Baleigh beim Reiten. Stephanie ist Baleighs Pferd South geritten. South war eine Zeitlang beim Trainer und man sieht schon, wie schoen sie sich nun haelt und wie versammelt sie laeuft.

09 November 2008

Samstag Nachmittag am Stall




Jon war mit, denn wir wollten direkt nach dem Reiten zur Cocoa State Fair. Aber als wir ankamen, mussten wir als erstes Roy davon abhalten, saemtliches Futter aufzufressen, das Stephanie hinten auf ihrem Truck gelagert hatte. Ein grosses Loch hatte er sich schon in den Sack gearbeitet, den Jon nun lieber in der Futterkammer in Sicherheit brachte.

Dann war es an der Zeit, Brownie zu satteln und eine halbe Stunde auf dem Platz zu reiten. Natuerlich bekam er wie immer Leckerlies von Jon, den er wohl fuer seinen persoenlichen Fuetterer haelt. Zwischendurch tauchte noch Laura auf und holte ihr Pferd Mixie ab, die bei Stephanie Manieren lernen sollte. Ueber Stephanies Fortschritte mit Mixie kann man in ihrem Blog nachlesen und Bilder anschauen.

Jon baute mir ein paar Tonnen und Stangen auf, damit ich Barrels ueben konnte. Das macht Spass und Brownie war wieder sehr kooperativ und gut zu reiten.