Jon and I went on a trail run in the Phoenix South Mountain Park, visited the health and fitness expo and drove the marathon course.
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Jon and I went on a trail run in the Phoenix South Mountain Park, visited the health and fitness expo and drove the marathon course.
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Kerstin
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09:19
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Labels: Arizona, Reisen, Trail Running
Ich hab schon langsam das Gefühl, auf dem Flughafen von Orlando mein zweites Zuhause zu haben, so oft waren wir schon da. Heute Morgen war es leider zu früh, sodass wir niemanden mit Micky-Maus-Ohren gesehen haben. Das nahm der ganzen Reise natürlich gleich den ersten Höhepunkt, aber man kann ja nicht alles haben.
Über Altana Georgia, wo wir eine Stunde Aufenthalt hatten, flogen wir weiter nach Phoenix, Arizona. Schon auf dem Flughafen fiel uns gleich auf, dass wir
1. im Südwesten und
2. in einer Touristenstadt
gelandet waren. Überall Indianerschmuck und Ornamente, ein mexikanisches Restaurant nach dem anderen und überhaupt alles sehr schön zurecht gemacht. Als wir aus dem Fenster auf Palmen, Großstadt und Wüste blickten konnte ich kaum glauben, dass es sich wirklich um mein Leben handelte, dass wir tolle Marathonreisen unternehmen und ständig auf Reisen sind und überhaupt. Ich bin mir schon bewusst, wie toll das ist.
Arizona ist, wie wir gleich erfuhren, ebenso wie Florida ein Rentnerparadies. Alte Leute frieren leicht, aber bei Tagestemperaturen von 24 Grad im Januar lässt es sich gut aushalten. Nachts kühlt es sich ab, aber normalerweise wird es auch nicht kaelter als 4 oder 5 Grad Celsius. Die trockene Luft ist prima für Leute, die die Schwüle in Florida nicht vertragen.
Palmen und riesige, bestimmt 4-5 Meter hohe Kakteen sind allgegenwärtig, Gras dagegen absolute Mangelware. Daran muss man sich auch erstmal gewöhnen.
Gelaufen sind wir natürlich auch noch, und zwar 6 Meilen (ca. 10 km) Regenerationslauf in einen faszinierenden Wüstensonnenuntergang hinein. Wenn man mal an Lucky Luke denkt, der in den Sonnenuntergang reitet, Berge im Hintergrund, Kakteen im Gegenlicht, dann sind diese Bilder nicht übertrieben, sondern spiegeln ganz gut die wirklichen Gegebenheiten wider. Die Übergänge zwischen Tag und Nacht sind glaube ich die schönste Tageszeit, wenn die Wüste golden schimmert.
Ein Problem tauchte beim Laufen auf, an das ich gar nicht gedacht hatte: Obwohl wir relativ gemütlich unterwegs waren, hatten wir ganz schnell einen trockenen Mund und tierischen Durst. Die trockene Luft sind wir einfach nicht gewöhnt. Das kann Sonntag beim Marathon noch interessant werden.
Genossen haben wir dagegen, dass der Schweiß ziemlich direkt einfach vom Körper verdunstet und man nicht so klatschnass geschwitzt ist. Das ist schon sehr angenehm.
Es hat sich dann auch schnell abgekühlt, sobald die Sonne weg war.
Wir sind froh, auf diese Reise gegangen zu sein. Uns gefällt es hier sehr gut und wir freuen uns schon ganz besonders auf das Rennen am Sonntag. Der Marathon startet um 7:40 morgens (15:40 in Deutschland) und der Halbmarathon, den Jon läuft - seine Erkältung ist so gut wie vergessen - um 8:30 (16:30 MEZ). Da müssen wir mal wieder früh aufstehen!
Morgen ist erstmal Marathonmesse und wir wollen die Strecke abfahren. Dann gibt es auch besser Bilder!
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Kerstin
um
18:21
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Eine lange Flugreise ist nie besonders angenehm oder erholsam, aber es war die Kosten und Muehen auf jeden Fall wert. Weihnachten mit der ganzen Familie, das ist schon was sehr Nettes.
Am Heiligen Morgen sind wir in Frankfurt gelandet, wo uns meine Eltern abgeholt haben. Noch mal zwei Stunden im Auto sitzen und endlich waren wir am Ziel. Ich hatte im Flugzeug wie immer nicht schlafen koennen, sondern hatte mir zwei Filme angeschaut und gelesen. Durch die Zeitverschiebung von sechs Stunden ist fuer uns die Nacht sowieso mehr oder weniger ausgefallen.
Nach so langem Sitzen und Aufenthalt in Flughaefen, Flugzeugen und im Auto waren meine Beine ganz kribbelig nach Bewegung und mein Blut musste unbedingt mit frischer Luft versorgt werden. Wir sprangen also gleich nach unserer Ankunft in meinem Elternhaus in die Laufsachen und drehten eine 10-km-Runde. Danach waren wir noch mueder, aber schoen war es trotzdem.
Ich habe es tatsaechlich noch bis nach zehn ausgehalten bevor ich ins Bett gefallen bin. In der Nacht schlief ich wie ein Stein und konnte schon mal ein bisschen von dem ausgefallenen Schlaf nachholen. Dann stand ein 25-km-Lauf auf dem Plan, den ich am fruehen Nachmittag in Angriff nahm. Ich wohne ja nun schon laenger nicht mehr in Kamen und erinnerte mich nicht mehr an alle Wege, aber mit Hilfe meiner Eltern bekam ich doch noch eine schoene Runde zusammen. Es war ein sehr schoener Lauf, aber ich stellte auch fest, dass es hier ein ganz anderes Laufen ist.
Es mag ein bisschen am Jet-Lag und meiner Restmuedigkeit gelegen haben, aber insgesamt war ich etwas langsamer als in Florida, dafuer ging mein Puls auch nicht so hoch. Ich konnte praktisch muehelos Kilometer um Kilometer laufen, mit denen ich sonst kaempfen muss. Langeweile konnte erst gar nicht aufkommen, weil es im Gegensatz zu meinen Laeufen in Florida nie lange geradeaus ging. Immer wieder gab es Abzweigungen, staendig andere Aussichten, die Landschaft aenderte sich alle paar Minuten geringfuegig und auch die Untergruende wechselten von Asphalt zu Schotter, ein bisschen Matsche dazwischen. Eine sehr abwechslungsreiche Strecke. Ich kam nach Luenen-Beckinghausen, zum Datteln-Hamm-Kanal, an dem mir der Ostwind feste um die Nase blies, bog dann wieder zur alten Zechenhalde ab, die jetzt ein Naherholungsgebiet ist, lief durch das Naturschutzgebiet am Beversee und schliesslich auf die Fahrradtrasse - eine alte Zechenbahn - wieder in Richtung Heimat. Ich hatte Musik und lief froehlich vor mich hin, voellig in Gedanken und Erinnerungen versunken und mal so gar nicht auf Geschwindkeit bedacht. Ausserdem hatte ich viel mehr an, sodass ich den Armschwung doch ziemlich vernachlaessigte. Wahrscheinlich war ich auch deswegen langsamer. Noch ein Unterschied zu Florida: Ich hatte gar keinen Durst unterwegs. In Florida ist es undenkbar, 25 km zu laufen ohne zwischendurch zu trinken, hier war es heute gar kein Problem. Nur als ich dann wieder nach Hause kam, habe ich gleich eine Flasche Iso-Getraenk und Wasser runter geschuettet.
Ich bin jetzt wirklich froh, hier zu sein. Auch wenn es nur fuer eine Woche ist.
Ausserdem bin ich froh, dass der Silvesterlauf erst am letzten Tag ist. Da habe ich noch ein bisschen Zeit, mich einzugewoehnen, ein paar mehr Kaeltelaeufe zu unternehmen und allen Schlaf nachzuholen, der mir noch fehlt.
Allen Lesern wuensche ich Frohe Weihnachten und ein paar schoene Laeufe ueber die Feiertage!
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Kerstin
um
09:55
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Labels: Deutschland, Familie, Jon, Landkarte, Laufen, Nordrhein-Westfalen, Reise, Reisen, Training, Weihnachten
Einen Halbmarathon wollte ich vor Arizona noch laufen und da bot sich der Run for Tomorrow heute in der Naehe von Fort Lauderdale an. Fuer nur $30 pro Person waren wir dabei, dafuer kommen da aber noch Sprit fuer fast 700 km, Carbo-Loading bei Cheddar's und das Hotelzimmer in Fort Lauderdale hinzu.
Naja, was macht man nicht alles fuer seine Lauferei und so fuhren wir schon Samstag in den nicht ganz so sonnigen Sueden. Warm ja, schwuel ja, windig ja, aber keine Sonne.
Obwohl der Lauf schon ins elfte Jahr ging schien die ganze Organisation nicht so 100% zu klappen. Das erste "Problem" war, dass es beim Startnummer Abholen kein Shirt mehr in meiner Groesse gab. Dabei waren wir schon lange angemeldet und wollten eigentlich nur unseren Kram am Tag vorher abholen. Na gut, nehme ich eben ein groesseres. Ist ja nicht so schlimm.
Am naechsten Morgen startete der Lauf wie geplant um sieben. Jon hatte versprochen die ganze Strecke mit mir zu laufen. Das fand ich prima, denn er haette auch viel schneller sein koennen. Andererseits ist er natuerlich schon lange keine solche Strecke mehr gelaufen und konnte auch nicht wirklich einschaetzen welches Tempo er durchhalten wuerde. Die Strasse, auf der gelaufen wurde, war vierspurig, heute fuer den Verkehr gesperrt, leicht gewunden und fuehrte durch Golfplaetze und ein paar Haeuser. Der Mittelstreifen und beide Seiten waren mit gruenem Gras - das wahrscheinlich jeden Tag exzessiv bewaessert wird - und Palmen bepflanzt. Insgesamt eine schoene, teure Gegend, aber leider vollkommen tot. Keine Zuschauer, keine Anwohner, nur ein paar Geier entdeckte ich, die auf den Strassenlaternen Platz genommen hatten und auf vor Erschoepfung liegengebliebene Laeufer warteten. Irgendwie unheimlich.
Die erste Haelfte lief prima. Jon und ich immer zusammen, gut in der Zeit, und ueberhaupt. Ich war an fuenfter Stelle bei den Frauen, wie ich von einem Helfer erfuhr. Sehr schoen.
Was ich nun aber nicht bedacht hatte war der Wind. Nach der Haelfte gab es eine 180 Grad Wendung und man lief die gleiche Strecke wieder zurueck. Direkt nach der Wendung traf mich der Wind wie eine Faust und ich lief wie vor eine Wand. Mein Gehirn schlug Alarm: "Das schaffst du nie! Das Tempo kannst du niemals halten! Gib auf! Gib auf! Gib auf!" Ich verlor die Kontrolle ueber meine Atmung und geriet fast ins Hyperventilieren. Meine Guete, was war das denn jetzt? Die Frau hinter mir nutzte den Moment zum Ueberholen. Ich musste sie ziehen lassen.
Jon schaffte es mich zu beruhigen und wir liefen weiter. Das ging eine Zeitlang gut, aber schon bald kamen diese Stimmen wieder: "Ich kann das nicht schaffen! Der Wind ist zu stark! Es ist zu schwuel! Ich schaff das nicht! Ich bin zu langsam!" Ich bekam es mit der Angst und musste fast stehen bleiben, kriegte mich aber doch wieder einigermassen ein, wenn ich auch deutlich langsamer laufen musste. Meine Beine schienen mir ploetzlich nicht mehr zu gehorchen. Die Zahlen auf dem Forerunner schrien mir die bittere Wahrheit ins Gesicht, dass ich deutlich ueber dem Tempo lag das ich mir vorgenommen hatte. Ich versuchte mit allen Mitteln gegen mein Gehirn anzukaempfen, aber es klappte kaum. "Relaxed and strong" klappte nicht, "I won't back down" klappte nicht und die Gewissheit, dass es nicht mehr weit war half mir auch nicht weiter. Jon versuchte ebenfalls sein Bestes, aber ich glaubte einfach nicht mehr an mich. Mit einem 5:06er Schnitt war die elfte von dreizehn Meilen deutlich die langsamste. Dabei tat nichts weh, ich war einfach nur schwach. "Relax! Relax!". Das half ein bisschen, wenn ich es ganz laut sagte.
Dann kam die letzte Meile. Bald vorbei! Noch mal anstrengen!
Eine halbe Meile im 4:45er Schnitt. Nicht gut, aber besser. Endlich gelang es mir ansatzweise mich davon zu ueberzeugen dass es fast geschafft war. Um mich nicht wieder von den Zahlen runterziehen zu lassen drueckte ich die Runden-Taste. 650 m im 4:40er Schnitt. Es wurde Zeit, noch mal so richtig anzuziehen, denn nun wurde eine Dreiviertel Runde ueber den Sportplatz gelaufen. Eine schoene schwarze Tartanbahn, wunderbar zum Laufen. Schaffen wir es trotzdem noch unter 1:40? 320 m in 1:21 (4:15er Schnitt). Geschafft! Ins Ziel stolpern, Wasserflasche nehmen, auf den Rasen fallen lassen. Meine Guete, was fuer ein Lauf. Woher kamen nur diese Angstzustaende? Das war ja schrecklich! Ich haette es geschafft, wenn nur mein Kopf mitgespielt haette. Das war nun gar nicht schoen und mit 1:39:36 bin ich auch nicht wirklich zufrieden. Hab ich mir zu viel Stress gemacht?
Ich war nur froh, dass Jon dabei war. Sonst haette ich sicher aufgegeben und waere einfach gegangen oder noch langsamer gelaufen.
Das Beste war nun, den Halbmarathon abzuhaken und mir zu sagen, dass ich einfach vorher zu viel gelaufen bin, nicht wirklich ausgeruht war, der Wind doch zu stark war und die recht schwuele Luft Suedfloridas doch nicht so wirklich gut zum Laufen geeignet. Und dass ich zusehen muss, meinen Kopf unter Kontrolle zu kriegen. Ihn bis zum Rand anfuellen mit positiven Gedanken von denen ich zehren kann wenn es hart wird. Jawoll, das mache ich!
Bei der Siegerehrung dann das naechste Problem: Erster Platz in der Altersgruppe 30-34 sollte auf einmal eine Dame gewesen sein, die mit 1:55:03 ins Ziel kam. Moment mal, das kann ja wohl nicht stimmen! Wir beschwerten uns beim Zeitnehmer und es stellte sich heraus, dass mein Chip falsch programmiert war und fuer den gleichzeitig mitlaufenden 5-km-Lauf gewertet wurde. Toll! Zum Glueck war Jons Chip richtig gelesen worden, sodass meine Zeit wenigstens direkt in der Ergebnisliste korrigiert werden konnte. Wir waren ja genau zur gleichen Zeit ins Ziel gelaufen. Nun wollte ich gerne meinen Pokal, aber der war schon weg. Nach weiterem Beschweren wird mir nun ein Neuer graviert und zugeschickt. Trotzdem, ich glaube nicht, dass wir den Lauf noch mal mitmachen. War schon ein ganz schoen weite Fahrt und dann sowas!
Wenigstens sind wir auf dem Rueckweg noch in Fort Lauderdale vorbeigefahren und dann am Strand entlang wieder Richtung Norden. Das Meer war von dem Wind, der hier natuerlich noch staerker war, aufgewuehlt und Surfer freuten sich ueber die hohen Wellen, waehrend sich die Palmen am Strand im Wind bogen. Das war schon ein tolles Bild!
Die letzte Woche in Zahlen:
5 Wochen bis zum Marathon
Montag Morgen: Regenerationslauf 6 Meilen - 1646m Schwimmen - Indoor + 5.26km in 30:00 - Outdoor
Montag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - 6.53km in 35:23 - Outdoor
Dienstag: VO2max 12 Meilen mit 6x1000m @ 5k Renntempo, 2 min. Trabpause - 19.59km in 1:34:57 - Indoor
Mittwoch: Mittellanger Lauf 15 Meilen - 24.22 km in 2:04:05 - Outdoor
Donnerstag Morgen: Regenerationslauf 6 Meilen - 8.11 km in 47:25 - Outdoor
Donnerstag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - 7.8 km in 43:33 - Outdoor
Freitag Morgen: Mittellanger Lauf 12 Meilen - 19.44 km in 1:35:57 - Indoor
Freitag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - 5.57 km in 30:00 - Outdoor
Samstag: Regenerationlauf 7 Meilen - 5.5 km in 27:15 - Outdoor
Sonntag: Marathonspezifischer Lauf 18 Meilen mit 15 Meilen @ Marathon Renntempo - 21,0975 km in 1:39:36 + 2.41 km in 13:20 - Run for Tomorrow Half Marathon mit Jon
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Kerstin
um
17:22
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Labels: Cross Training, Ernährung, Foto, Halbmarathon, Reisen, Rennen, Training, Trainingskurve
Nun haben wir die Qual der Wahl.
Sollen es 15 km von Werl nach Soest sein oder lieber 10 km um den Aasee in Muenster?
Herne lockt jetzt nicht so sehr mit seiner Industriekultur. Und Trier ist fuer 5 km doch ein bisschen zu weit weg.
Hach, da muessen Entscheidungen getroffen werden und das auch noch so kurzfristig.
Warum wir nun ploetzlich die Qual der Wahl haben und einen Silvesterlauf in Westfalen auswaehlen muessen?
Im Radio wird man staendig vollgedudelt mit Lieder wie "There's no place like home for the holidays" oder "Driving home for christmas".
Fahren geht ja nicht ueber den Atlantik (auch nicht mit dem Motorrad), aber wofuer haben wir einen internationalen Flughafen gleich um die Ecke? Jedes Mal wenn wir aus Orlando fliegen, sehen wir mindestens eine Familie mit Mickeymaus-Ohren.
Weihnachten und Neujahr werden wir nun also am oestlichen Rand des Ruhrgebiets verbringen. Es wird wahrscheinlich dunkel, nasskalt, ungemuetlich und wir werden froh sein, am 1. Januar wieder nach Florida zurueckkehren zu duerfen. Aber erstmal freuen wir uns riesig auf "Good Old Germany", Familie und Freunde und auf ein schoenes deutsches Weihnachtsfest. Und natuerlich auf unseren zweiten Silvesterlauf. Den ersten haben wir vor zwei Jahren in Berlin mitgemacht, aber so weit koennen wir diesmal nicht reisen.2336%3D6%3B4%3D3+9%3DXROQDF)23235(3%3B449(7ot1lsi.jpg)
Schliesslich sind wir ja nur eine Woche da.
Mein Favorit ist ja Muenster, das Jon noch gar nicht kennt: Flach wie in Florida und 10 km sind mir so kurz vor dem Marathon auch lieber als 15.
Dann koennen wir auch mal in den Genuss von Umkleidekabinen und Duschen kommen und eine Urkunde an die Wand haengen statt ein weiteres T-Shirt in den Schrank.
Falls jemand aber einen anderen Vorschlag hat oder sogar irgendwo in der Naehe mitlaeuft, sind wir fuer Vorschlaege immer noch offen.
Montag Morgen: Regenerationslauf 6 Meilen - 9.69 km in 53:17 - Outdoor
Montag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - 6.66 km in 36:21 - Indoor mit Krafttraining
Dienstag: Dauerlauf 9 Meilen - 14.61 km in 1:11:22 - Outdoor
Mittwoch: VO2max 9 Meilen mit 6x600m @ 5km Renntempo
Donnerstag Morgen: Regenerationslauf 6 Meilen - 660 m in 3:43 - Outdoor
Donnerstag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - Krafttraining
Freitag Morgen: Mittellanger Lauf 11 Meilen - Nichts
Freitag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - Ausritt
Samstag: Regenerationslauf 8 Meilen - Ausritt
Sonntag: Mittellanger Lauf 16 Meilen - 16.22 km in 1:26:47
Wie schon erwaehnt hat das Intervalltraining meinem rechten Knie gar nicht gut getan. Ich musste es eine Zeitlang schonen, denn der Schmerz war einfach zu gross. Zum Glueck ist mir das in meiner Regenerationswoche passiert und dann noch genau vor einem langen Camping-Wochenende mit den Pferden im Norden Floridas. Da sind wir so viel geritten, dass mir das Laufen kaum gefehlt hat. Sonntag war ich dann wieder unterwegs, statt 16 Meilen sind es 16 herrliche Kilometer geworden, in einem moderaten Tempo. Ganz frueh am Morgen bin ich bei kaltem, klaren Wetter, keinem Woelkchen am Himmel und einer gerade aufgehenden Sonne durch das laendliche "andere" Florida gelaufen. Ohne Palmen, aber dafuer mit sich verfaerbenden Blaettern an den Baeumen. Ich kam mir vor wie zu Hause. Wunderschoen war's! Danach ein leckeres Pfannekuchen Fruehstueck und - nur keine Zeit verlieren - schon wieder das Pferd gesattelt und einen flotten Ausritt ueber Sandwege am Suwannee River entlang.
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Kerstin
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05:24
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Labels: Cross Training, Foto, Pferde, Reisen, Training, Trainingskurve, Wehwehchen
Als wir Kinder waren haben unsere Eltern uns fast jedes Wochenende zum Wandern ins Sauerland mitgenommen. Wenn wir dann muede wurden und keine Lust mehr hatten, mussten sie sich etwas einfallen lassen um uns abzulenken und so entstanden die Geschichten vom Minizwerg und seinen Abenteuern. Meine Mutter erzaehlte von einem kleinen Zwerg und was er so auf seinen Reisen erlebte und wir merkten gar nicht, dass unsere Beine schwerer wurden.
Auf Sugarloaf Key, nur noch 20 Meilen von Key West entfernt, erinnerte ich mich ploetzlich wieder an Minizwerg, denn dort haben wir am Samstag, dem Tag meines langen Laufes, gezeltet. Der erste 20-Meiler eines Trainingsprogramms hat fuer mich schon etwas Respekteinfloessendes und auch ein bisschen Unheimliches. Der laengste Lauf seit Boston und damit auch der laengste Lauf seit der Verletzung. Die "2" vorne, als ich die Streckenlaenge in den Forerunner eingab, zum ersten Mal wieder.
Zum Glueck sprach so ziemlich alles fuer ein gutes Gelingen des Laufes.
Ich hatte gut gegessen - immer sehr wichtig!
Es war bedeckt, wenn auch alles andere als kuehl, und ertraeglich schon gegen vier Uhr nachmittags, sodass ich nicht im Dunkeln laufen musste.
Ich hatte als Fahrradbegleitung meine Schwester dabei - auch ein besonders wichtiger Faktor!
Wir fanden eine Strecke abseits der Hauptstrasse, die sich sehr gut laufen und radeln liess - auf den Keys auch nicht immer einfach.
Jon war schon ein bisschen erleichtert, dass er seine Fahrradpflichten mal abgeben konnte und Annika und ich hatten die Gelegenheit, drei Stunden lang ununterbrochen zu quasseln. Wenn man sich fast zwei Jahre nicht gesehen hat, hat man sich viel zu erzaehlen. Obwohl, wir hatten uns eigentlich sowieso schon immer viel zu erzaehlen.
Jedenfalls verging die Zeit wie im Fluge, auch wenn ich anfangs gar keine richtige Lust zum Laufen hatte.
Nach zwei Meilen mussten wir zum ersten Mal umkehren, denn leider war die Bruecke nicht mehr vorhanden.
Doch wie gesagt, wir fanden noch eine andere verkehrsfreie Strasse durch die Suempfe des Sugarloaf Keys. Wir erzaehlten uns was und ich lief ein besonders gleichmaessiges Tempo, nur ab und zu unterbrochen von einer kurzen Pause fuer einen Schluck Cola. Wasser gab es auch zwischendurch, aber das bekam ich beim Laufen angereicht und musste nicht anhalten. Sehr praktisch.
Minizwerg, an den ich mich nach etwa der Halbmarathonstrecke erinnerte, wollten wir uns fuer den letzten Notfall aufheben. Ich wurde nun doch muede, aber Annika bestaetigte mir, dass es nicht mehr weit war und machte ihre Aufgabe sehr gut, auch wenn ihr auf dem Mountain Bike langsam die Haende und der Popo einschliefen.
Auf der letzten Meile war es dann soweit. Es daemmerte schon so langsam und ich war schon kaputt. Die letzte Meile finde ich bei fast jedem Lauf am schlimmsten. Da kam die Geschichte von Minizwerg in Florida natuerlich gerade recht. Ich konnte meine Luft sparen, brauchte nur noch zuzuhoeren, wie Minizwerg seine Reise nach Florida vorbereitete und war abgelenkt. Noch bevor er in Miami aus dem Flugzeug stieg, um in den Everglades zu surfen - fuer Zwerge sind die Wellen im Meer ja viel zu hoch - war es geschafft. 20 Meilen oder 32 km lagen hinter uns, die ich in zwei Stunden, 48 Minuten und 7 Sekunden gelaufen war.
Wir gingen langsam zum Campingplatz zurueck, wo ich gleich in den Pool sprang und mir beide Knie aufschlug, weil das Wasser nicht tief genug war.
Die Maenner warteten schon ganz hungrig mit dem Abendessen auf uns und nachdem ich meine freundlicherweise von Jon geschmierten Butterbrote aufgegessen hatte, verkroch ich mich auch gleich ins Zelt zum Schlafen.
Es war eine wunderbare Reise zu viert, auf der wir uns vor allem erholt haben, an vielen verschiedenen Straenden gelegen und einiges von Florida gesehen haben. Unser absoluter Favorit war Grayton Beach im aeussersten Nordwesten Floridas, wo wir zwei Naechte in einem besonders schoenen Ferienhaus verbracht haben.
Mehr Fotos:
1. Tag: Brooksville - Pensacola
2. Tag: Pensacola - Grayton Beach
3. Tag: Grayton Beach
4. Tag: Grayton Beach - New Port Ritchie
5. Tag: New Port Ritchie - Fort de Soto
6. Tag: Fort de Soto - Sanibel Island
7. Tag: Sanibel Island - Florida City
8. Tag: Florida City - Sugarloaf Key
9. Tag: Sugarloaf Key - Rockledge
13 Wochen bis zum Arizona Rock'n'Roll Marathon
Montag: Dauerlauf 10 Meilen mit 4 Meilen @ 15km-Halbmarathon Renntempo - 16.19 km in 1:16:50 - Outdoor
Dienstag: Mittellanger Lauf 15 Meilen - 24.14 km in 2:04:27 - Outdoor
Mittwoch: Regenerationslauf 6 Meilen - 9.66 km in 52:02 - Outdoor
Donnerstag: Mittellanger Lauf 13 Meilen - 20.92 km in 1:45:22 - Outdoor
Freitag: Regenerationslauf 6 Meilen - 9.66 km in 53:58 - Outdoor
Samstag: Langer Lauf 20 Meilen - 32.19 km in 2:48:07 - Outdoor
Sonntag Morgen: Regenerationslauf 4 Meilen - 6.44 km in 35:50 - Outdoor
Sonntag Abend: Regenerationslauf 6 Meilen - 9.66 km in 52:50 - Outdoor
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Kerstin
um
04:07
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Gleich geht's los! Wir fahren in den Urlaub!
Meine Schwester und ihr Freund, die schon seit einer Woche in Florida sind und das Wochenende bei uns verbracht haben, sind schon seit Dienstag unterwegs und machen den Norden Floridas unsicher.
Jon und ich fahren gleich los, laufen morgen frueh den 16 Meilen langen John Holmes Trail Run und fahren dann direkt weiter nach Pensacola, wo wir auf mein liebes kleines Schwesterlein treffen werden. Zusammen wollen wir innerhalb der naechsten Woche langsam bis nach Key West runter gondeln.
Ich freu mich ja schon, auf den Urlaub mit der Familie und auch auf die Moeglichkeit, meinen neuen Heimatstaat laufend zu erkunden. Den 20-Meilen-Lauf naechsten Samstag will ich, mit Fahrradbegleitung, in den Everglades machen.
Leider passt das Laptop nicht mehr mit ins Auto, da wir auch zelten wollen und das wiederum jede Menge Kram erfordert. Dann auch noch die ganzen Laufsachen fuer eine Woche und natuerlich viele Bikinis, da muss die Technik mal zurueck stecken. Deswegen gibt es Montag auch keine Wochenaktualisierung. Ich kann schon mal sagen, dass es bisher eine relativ durchwachsene Woche war mit einem guten, einem furchtbar anstrengenden und drei seltsam neutralen Laeufen. Sieht so aus, als wuerde ich mich langsam wieder ans Marathontraining gewoehnen. Es wird wieder zum Alltag und da kann auch nicht jeder Lauf etwas Besonderes sein. Dazu habe ich jetzt auch meinen Garten wiederentdeckt, an dem ich immer mehr Freude habe und in dem ich bei etwas kuehleren Temperaturen auch wieder arbeiten kann, meinen Job als freiwilliger Helfer im Geschenkeladen des Zoos, Mann und Pferd und gerade jetzt auch den Besuch aus Deutschland. Ich bin ganz froh, dass das Laufen, das einen grossen Teil meiner Zeit beansprucht, trotzdem nicht alles ist.
Jetzt muss ich nur noch warten, dass Jon von der Arbeit kommt und dann geht's los! Der Truck ist gepackt.
Ich bin dann mal weg...
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Kerstin
um
13:26
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Ganz schoen langer Name fuer einen Lauf mit nur 18 Teilnehmern. Aber wie schon im letzten Jahr ein Lauf, der fuer den sich die 1 1/2 stuendige Anfahrt und damit verbunden Aufstehen um vier Uhr morgens trotzdem wieder gelohnt haben.
Diesmal habe ich mich nicht verlaufen, musste mich aber dafuer einmal in die Buesche schlagen was mich den Anschluss an die Spitzengruppe, bestehend aus Jon und zwei anderen Laeufern gekostet hat. Eine Zeitlang sah es noch so aus als koennte ich die drei vielleicht noch einholen, aber dann forderte doch die erhoehte Kilometerzahl dieser Woche ihren Tribut und ich konnte nicht mehr beschleunigen.
Das Wetter war wunderbar, der bisher kuehlste Morgen dieses Sommers, dazu trocken und sonnig. Einfach herrlich.
Die Route war in diesem Jahr besser, man hatte aus meinem Verlaufen gelernt und sie so einfach wie moeglich gestaltet. Das kam natuerlich allen Laeufern sehr entgegen.
Das Laufen selber war auch ein Genuss und obwohl ich nicht schneller konnte/wollte, habe ich mich doch nicht wirklich kaputt gemacht sondern empfand es die meiste Zeit als sehr angenehm. Ein paar Huegelchen - die z. B. ein Pfaelzer oder Eifler oder so gar nicht gemerkt haette - sorgten fuer Abwechslung. Ich liebe es ja, bergab so richtig Gas zu geben!
Wenn ich die ganze Zeit mit den drei anderen gelaufen waere, haette das Ergebnis vielleicht noch ein bisschen besser ausfallen koennen, aber auch so bin ich zufrieden. Jon kam als zweiter Mann mit 1:36:27, ich als zweite Frau mit 1:38:00 ins Ziel. Obwohl es eigentlich mit der Erleberin anders abgesprochen war, hatte ich mir einfach nur eine Zeit unter 1:40 vorgenommen. Ich hab ja immer noch ein bisschen Schiss, wieder so richtig schnell zu laufen, aber das wird mit jedem Rennen besser.
Nach dem Halbmarathon folgte, ebenfalls wie im letzten Jahr, der entspannte Teil des Wochenendes, bei dem wir im nahgelegenen Blue Spring State Park badeten, grillten, zelteten und es uns einfach nur gut gehen liessen.
Mehr Bilder! KLICK
Eingestellt von
Kerstin
um
13:35
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Labels: Foto, Halbmarathon, Reisen, Rennen, Rückblick
Auch wenn es am Samstag Morgen keinen Trail Run gegeben haette, allein der Campingplatz direkt am Strand von Flagler Beach war absolut eine Reise wert.
Hinter uns liegt ein wunderbares Wochenende und der eigentliche Grund fuer die Fahrt nach Norden war Jack's Trail Race, ein 25-km-Lauf im Gamble Rogers State Park.
Doch schon als wir am Freitag Abend unser Zelt aufbauten waren wir sehr positiv ueberrascht von der herrlichen Lage des Platzes. Ohne es zu wissen hatte ich einen Stellplatz direkt gegenueber des Duenenuebergangs zum Strand reserviert und da die untergehende Sonne die leichten Wolken ueber dem Meer rosa zu faerben begann, dazu das blaue Meer und der eigenartig gelb-orangefarbene Sand hinter den Duenen, bot sich uns gleich zu Beginn ein atemberaubendes Schauspiel. Fehlte nur noch eine im Meer untergehende Sonne, aber das kriegt man hier am Atlantik natuerlich nicht geboten.
Durch den Seewind waren die Temperaturen angenehm und da machte es auch nichts aus, dass sich weder Salat noch Spaghetti in Manny's Restaurant in Flager Beach als kulinarische Delikatesse erwiesen. Danach brauchte ich jedenfalls erstmal einen Verdauungsschnaps...
Auf den Liegestuhlauflagen und dicken Schlafsaecken, die wir von zu Hause mitgebracht hatten schliefen wir hart, aber wesentlich besser als auf unserer bloeden Luftmatratze und haetten nicht Wolken den Horizont verdeckt, so haette ich am naechsten Morgen einen noch strahlenderen Sonnenaufgang ueber dem Meer geniessen koennen. Auch so war es ein schoener Morgen, doch er versprach heiss zu werden.
Normalerweise kann ich 25 km in einem Rennen relativ locker in unter zwei Stunden schaffen. In Boston habe ich fuer die ersten 25 km auch nur 1:57 gebraucht.
Jacks Trail Race bestand aus einer etwa 1.5 Meilen (2,4 km) langen Runde im Gamble Roger State Park auf der anderen Seite der Kuestenstrasse. Ich hatte also 10 Runden zu laufen und noch ein Stueck weiter bis zum Ziel. Ausgerechnet hatte ich mir, dass ich eine Runde in unter 12 Minuten schaffen sollte, aber da hatte ich die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Das Terrain bestand aus Sand- und Wiesenwegen, einem Stueck Asphalt und schliesslich einem schmalen, sich wild schlaengelnden, mit Wurzeln uebersaehten Weg durch den Dschungel. Der Lauf fing erst um acht Uhr an. Viel zu spaet um der Hitze zu entgehen, wie man auf der Tabelle unten erkennen kann. Eine einzige Runde schaffte ich unter 12 Minuten, danach ging es immer weiter abwaerts.
Schon bald behandelte ich den Lauf absolut nicht mehr als Rennen, sondern war einfach nur froh es irgendwie hinter mich zu bringen. Mehrfach hielt ich an um zu trinken - sonst mache ich das waehrend des Laufens - und mir Wasser ueber den Kopf zu schuetten. Das einzig Gute war der Wind, doch leider war es im Dschungel windstill. Dafuer gab es dort Schatten, waehrend ein Grossteil der Strecke in der prallen Sonne lag.
Immerhin, nach zwei Stunden, 13 Minuten und 57 Sekunden kam ich dann doch endlich ins Ziel. Wie langsam das Rennen war sieht man daran, dass nur ein Mann und ein Maedchen vor mir waren. Niemand hatte die zwei Stunden geknackt und der naechste Mann war auch noch mal wieder 5 Minuten langsamer als ich.
08:02 27.6°C SE 3.2km/h 17.7km/h 80% 8:04 Runde 1 11:55 min
08:07 27.7°C SE 1.6km/h 9.7km/h 80%
08:12 27.8°C SE 3.2km/h 9.7km/h 80%
08:17 27.9°C ESE 8.0km/h 9.7km/h 80% 8:17 Runde 3 12:29 min (2 war 1 min verlaufen)
08:22 27.9°C ESE 3.2km/h 9.7km/h 80%
08:27 27.8°C SE 1.6km/h 14.5km/h 80%
08:32 27.8°C SE 6.4km/h 16.1km/h 80% 8:30 Runde 4 12:29 min
08:37 27.8°C SSE 8.0km/h 16.1km/h 80%
08:42 27.9°C SE 1.6km/h 16.1km/h 79% 8:42 Runde 5 12:49 min
08:47 28.0°C ESE 1.6km/h 16.1km/h 79%
08:52 28.1°C Calm 16.1km/h 78%
08:57 28.2°C Calm 16.1km/h 77% 8:55 Runde 6 12:44 min
09:02 28.2°C SSE 4.8km/h 8.0km/h 77%
09:07 28.3°C SSE 1.6km/h 11.3km/h 77% 9:08 Runde 7 12:51 min
09:12 28.3°C SE 6.4km/h 14.5km/h 77%
09:17 28.3°C SE 6.4km/h 14.5km/h 77%
09:22 28.3°C SSE 11.3km/h 14.5km/h 77% 9:21 Runde 8 13:20 min
09:32 28.2°C SSE 8.0km/h 16.1km/h 76% 9:34 Runde 9 14:31 min
09:37 28.2°C SE 14.5km/h 16.1km/h 77%
09:42 28.2°C SSE 12.9km/h 16.1km/h 77%
09:47 28.2°C SSE 6.4km/h 16.1km/h 76% 9:48 Runde 10 14:32
09:52 28.2°C SSE 16.1km/h 17.7km/h 76%
09:57 28.2°C SSE 16.1km/h 17.7km/h 76%
10:02 28.2°C SSE 16.1km/h 16.1km/h 76% 10:03 Runde 11 13:34 (Letzte Runde!)
10:07 28.2°C SSE 9.7km/h 17.7km/h 76%
10:12 28.2°C SSE 11.3km/h 17.7km/h 76%
10:17 28.3°C SSE 11.3km/h 17.7km/h 77% 10:17 Runde 12 1:35 (letztes Stueck ins Ziel!)
Jon hatte die ganze Zeit ueber Fotos gemacht, mir Wasser gereicht und mich unterstuetzt und nun wartete er im Ziel auf mich.
War ich froh, dass er da war! Und froh war ich auch, dass ich mich nicht fuer die 50-km-Variante angemeldet hatte, die gleichzeitig statt fand.
Wir verbrachten einen sehr schoenen erholsamen Ferientag am Strand, sprangen nur kurz in den Atlantik wenn es uns zu warm wurde und grillten am Abend unsere Truthahn Burger.
Sonntag Morgen gingen wir noch mal in den Park zum Laufen und machten noch eine schoene 37 km lange Radtour in Ormond Beach, bevor wir wieder nach Hause fuhren.
Ich glaube, ich muss meine Meinung uebers Zelten doch noch mal wieder aendern. Solange ich nicht auf einer Luftmatratze schlafen soll kann es doch sehr gut sein, allemal besser als die Nacht in einem schaebigen Motel an der Autobahnauffahrt oder in einem Gewerbegebiet zu verbringen, kilometerweit vom Strand entfernt.
Ich sag nur: Location, location, location! Und die ist meist am besten, wenn man campt oder in einem Hostel uebernachtet. Gut, dass ich daran mal wieder erinnert worden bin!
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Kerstin
um
08:46
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Labels: Ernährung, Foto, Radfahren, Reisen, Rennen, Trail Running
Der achthoechste Berg Nevadas ist 3600m hoch und nur 50 km von Las Vegas entfernt und da ich nach einer Woche dann doch langsam genug von der kuenstlichen Glitzerwelt der Kasinos und Shopping Centers hatte, habe ich ein Auto gemietet und bin in die Spring Mountains gefahren.
Die Wanderung in ungewohnten Hoehen war schon anstrengend, denn immerhin waren ueber 1500 Meter Hoehenunterschied zu ueberwinden, um den Gipfel zu erklimmen. Da haben meine Beine doch teilweise nach Sauerstoff geschrien.
Jeder Schritt hat sich mehr als gelohnt. Die Berglandschaft ist wunderschoen und hat mich doch sehr an die Sierra Nevada erinnert. Kiefernwaelder, Bergwiesen, Felsen, Schluchten, Wildblumen: Eine herrliche Natur, angenehme Temperaturen und trockene klare Luft entschaedigten mich fuer alle Strapazen.
Vom Gipfel aus hatte ich einen weiten Rundblick bis nach Kalifornien zum Death Valley, Las Vegas tief unten im Tal, und Arizona auf der anderen Seite des Lake Mead und Colorado River.
Atemberaubend!
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Kerstin
um
14:51
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Labels: 43 Dinge, Cross Training, Foto, Reisen
Ich bin in Las Vegas auch auf dem "Strip", der beruehmten Vergnuegungsmeile mit den Kasinos, gelaufen, auf dem Campus der Universitaet von Las Vegas und ganz kurz auch auf einem sehr schoenen Golfplatz (von dem ich schnell wieder vertrieben wurde), aber ab und zu wollte ich auch der Hitze entfliehen und bin aufs Laufband ausgewichen.
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Kerstin
um
14:11
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Unseren zweiten Wuestenhalbmarathon in Nevada haben wir letzte Nacht hinter uns gebracht.
Nach einem langen Flug mit stressigem Umsteigen in Phoenix, Arizona sind wir am spaeten Vormittag in Las Vegas gelandet. Der Extraterrestrial Marathon, Half Marathon & 10k fand mitten in der Nacht auf der Strasse der meisten UFO-Sichtungen der USA statt. Die ist 240 km von Las Vegas entfernt, aber der Veranstalter hatte Busse organisiert, die uns zum Start bringen sollten.
Der Marathon fing genau um Mitternacht an, die Halbmarathon-Teilnehmer wurden noch 12 km weiter gefahren und starteten um 0:30. Da war leider keine Zeit mehr zum Aufwaermen, aber nach der Reise, in der duennen Hoehenluft und bei der ungewohnten Steigung waren sowieso keine Bestleistungen zu erwarten. Wir sind ja im Prinzip auch noch gar nicht richtig fuer einen Halbmarathon trainiert.
Egal, uns ging es diesmal einfach um das unvergessliche Erlebnis, mitten in der Nacht durch die Wueste zu rennen. Und es war unvergesslich. Leider hatte ich mit dem Carbo Loading mal wieder uebertrieben und dann habe ich auch das Iso-Getraenk nicht vertragen. Die staendigen Stopps am Strassenrand - zum Glueck war es dunkel - trugen natuerlich auch nicht zu einer schnellen Zeit bei.
Die ersten 10 km ging es bergauf. Wir mussten Taschenlampen mit uns tragen, aber die konnte man auch ausgeschaltet lassen, denn der Mond erleuchtete die Landschaft so hell, dass man alles sehen konnte. Die Luft war trocken und nicht zu heiss, gerade richtig zum Laufen. Auch wenn mein Hals innerhalb kuerzester Zeit ganz schoen ausgetrocknet war.
Jon lief am Anfang zu schnell fuer mich und ich wollte auch nicht, dass er waehrend meiner staendigen Stopps auf mich warten musste, so schickte ich ihn voran und lief alleine weiter.
Der Berg war nicht so schlimm wie gedacht. Im Gegenteil, ich fand die Herausforderung richtig klasse und trotz der Muedigkeit konnte ich mich die ganze Zeit aufs Laufen konzentrieren. Hier merkte ich, wie das Yoga und Bauchmuskeltraining der letzten Zeit halfen. Nach kurzer Zeit konnte ich mich entspannen, die Wuestennacht geniessen und mich auf die vor mir liegende Aufgabe konzentrieren. Vor allem wusste ich aber auch, dass es nach der Haelfte der Strecke nur noch bergab gehen wuerde.
Immer wieder horchte ich in mich hinein, kontrollierte Angstrengung, Atmung, Beine, alles was wichtig war und merkte, dass ich noch gut weiterlaufen konnte. Den Forerunner liess ich dabei mal ganz aussen vor und kontrollierte nur ab und zu wie weit ich schon war.
Als ich schliesslich oben auf dem Berg angekommen war haette ich sogar lieber noch weiter bergauf laufen koennen. Sowas kennen wir in Florida ja gar nicht mehr.
Es ging nun mit leichtem Gefaelle abwaerts, zuerst ganz sacht und dann etwas steiler. Nach etwa 15 km, als ich doch schon etwas muede wurde und die Meilen bis zum Ende zaehlte, dann eine freudige Ueberraschung. Der Laeufer, der vor mir auftauchte und zu dem ich nun immer weiter aufschloss, kam mir doch bekannt vor!
Ich naeherte mich langsam und tatsaechlich, ich hatte mich nicht getaeuscht!
Auch Jon hatte das Sportgetraenk nicht vertragen und in die Buesche springen muessen und so kam es, dass ich ihn doch noch einholen konnte. So ein Glueck!
Wir blieben zusammen und rannten in flottem Tempo den Berg hinunter.
Ich kenne das schon von mir, dass mir die letzten 1-2 Meilen am laengsten vorkommen und ich auf dem letzten Stueck mit erheblichen Motivationstiefs zu kaempfen habe. Da kam es nicht ueberraschend, dass ich auf einmal ueberhaupt keine Lust mehr hatte zu laufen. Waere Jon nicht gewesen haette ich meinen Lauf vielleicht verlagsamt, aber ich ermahnte mich immer wieder, nicht nachzulassen. Wir haetten die 1:45 vielleicht noch schaffen koennen, also mussten wir uns doch auch bis zum Ende anstrengen.
Kurz vor dem Ziel ergriff ich seine Hand und wir liefen gemeinsam dem hell erleuchteten Platz zu. Leider war nicht gleich ersichtlich wo die Matten fuer die Zeitnahme waren, sodass wir auf den allerletzten Metern noch einen kleinen Umweg machen mussten. Das war schon ziemlich aergerlich, vor allem weil wir den Leuten die Frage zuriefen, wo wir hin muessten, aber erstmal keine Reaktion kam.
Egal, wir fanden die Ziellinie doch noch und liefen mit 1:46:25 (oder so, die offizielle Ergebnisliste ist noch nicht online) ins Ziel.
Das bedeutete fuer mich den zweiten Platz bei den Frauen und fuer Jon den vierten in seiner Altersklasse.
Nach dem kostenlosen Fruehstueck im A"Le"Inn, einer etwas schaebigen Kneipe, und nachdem ich ganz formlos meine haessliche 2. Siegerplakette abgeholt hatte, fuhren wir mit dem Bus wieder nach Las Vegas zurueck, wo wir gegen halb sieben morgens wieder am Hotel ankamen.
Der Lauf war klasse und auf jeden Fall alle Strapazen wert. Die Organisation haette aber doch weit weniger chaotisch sein koennen, dann waere es noch besser gewesen.
Wir sind froh, mitgemacht zu haben! So ein Halbmarathon in der naechtlichen Wueste ist doch was anderes, als ein 5-km-Lauf in Florida, wie wir ihn jedes Wochenende haben koennten.
Bis Samstag bleiben wir noch in Las Vegas. Es ist so dermassen heiss hier - ueber 40 Grad im Schatten - dass das Laufen wohl noch interessant wird.
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Kerstin
um
15:48
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Labels: Ernährung, Halbmarathon, Reisen, Rennen
Schon wieder so ein irrefuehrender Titel!
Nein, ich bin keinen Marathon gelaufen. Dazu waere ich im Moment ja gar nicht in der Lage.
Ich rede von der 42 km langen Strasse durch Wildnis und Kuhweiden, jede der 26 unsagbar langen Meilen gross und gelb auf den Asphalt gepinselt, die man mit dem Fahrrad nehmen muss um nach St. Cloud zu kommen.
Sie ist so lang, dass man einen Marathon auf ihr veranstalten koennte und so einsam, dass ausser ein paar Kuehen und Rancharbeitern keiner zum Zuschauen und Anfeuern anwesend waere.
Leider muessten die Laeufer ausserdem unterwegs verdursten - was mir gestern fast passiert waere - denn auf den kompletten 42 km gibt es keinerlei Moeglichkeit, seine Wasserflasche aufzufuellen. Wenn man nicht gerade an wildfremde Wohnwagentueren oder einsamen Farmhaeusern mit grimmigen Bewohnern anklopfen moechte. Aber sooo schlimm war mein Durst dann auch wieder nicht als dass ich es mit Rottweilern, Pitbulls und Schrotflinten haette aufnehmen wollen. Ich sollte nur naechstes Mal dran denken, 2 oder mehr volle Wasserflaschen mit auf die Reise zu nehmen.
Was hatte ich nun auf dieser Strasse zu suchen?
Zuerst mal: Ich war auf dem Rad und nicht laufend unterwegs. Da bin ich zum Glueck auf der Marathondistanz doch ein wenig schneller als der gelaufene Weltrekord. Und ich bin natuerlich auch noch weiter gefahren als nur auf der unsaeglichen Nova Road, vor der ich mich durch frueher Erfahrung gepraegt schon vor Antritt der Fahrt gegruselt habe. Sie ist einfach zu lang, zu geradeaus, zu einsam und zu eintoenig. Bei Gegenwind kommt sie einem noch mal doppelt so lang vor.
Also, am Sonntag ist Triathlon und damit fuer mich so ziemlich das Ende meiner Rennradsaison. Ab Montag muss ich mich endlich wieder mehr aufs Laufen konzentrieren, um mich fuer den Halbmarathon in Ohio im September fit zu machen und dann endlich ins Marathontraining einzusteigen. Eine gute Gelegenheit gestern also fuer eine letzte Ueberlandfahrt, denn die Strecke ist einfach zu finden und mit 69 Meilen (111 km) gerade richtig fuer eine Tagestour. Ich bin auch extra Freitag schon gefahren, um mich Samstag fuer den Triathlon noch ein bisschen ausruhen zu koennen.
Um 12 Uhr mittags bin ich also losgefahren, nach 800m hat mein Tacho den Geist aufgegeben, aber davon habe ich mich dann auch nicht weiter beeindrucken lassen. Der erste Stop nach einer halben Stunde wie immer an der County (= Kreis) Grenze am St. Johns River. Als Weggefaehrten hatte ich wie immer meinen kleinen Waschbaeren aus Provincetown (Cape Cod) dabei, den ich von Jon zum Geburtstag bekommen hatte.
Vor der Nova Road haette ich noch mal meine Trinkflasche auffuellen und mir eine zweite Flasche Wasser besorgen sollen, denn es war auch ganz schoen warm (wenn auch bewoelkt), aber ich dachte ich komme schon hin.
Das war ein Fehler!
Die Strasse zog sich in die Laenge wie immer und ich brauchte alle meine Ablenkungsspielchen um durchzuhalten. Zum Glueck hatte ich mein iPod mit Laufpodcasts mit, die ich anhoeren konnte. Nach jeder Meile rechnete ich mir aus, wie lange ich bei einem bestimmten Schnitt a) bis zur naechsten Meile und b) bis zum Ende der Strasse brauchen wuerde.
Ab und zu verzweifelte ich, denn natuerlich hatte der Wind, der die ganze Woche lang fleissig aus Osten geweht hatte gedreht und kam nun aus Suedwesten, also genau daher wo ich hinwollte.
Aber immerhin: Wenn man diesen Marathon dann endlich geschafft hat kommt einem eine einfache Shell-Tankstelle am Ende der Strasse vor wie eine Oase in der Wueste.
Eine Flasche Wasser und eine Flasche Coke Zero waren schnell geleert und schon ging es mir wieder viel besser. Nach einer Kaffeepause mit zwei Donuts etwas spaeter fuehlte ich mich schon wieder ganz frisch und wohl und als ich wieder eine Stunde spaeter endlich ein Starbucks fand war die Welt wieder komplett in Ordnung und nicht mal der Platten, den ich mir 10 km vor Ende der Tour noch einhandelte konnte mich noch sonderlich aufregen.
Im Hotel angekommen sprang ich als erstes in den Pool, auch wenn es mittlerweile regnerisch und frisch war, und legte mich dann fernsehend ins Bett um auf Jon zu warten, der mit dem Truck, zwei weiteren Fahrraedern und unserer kompletten Triathlon-Wochenendausruestung gegen acht Uhr abends endlich auch angereist kam.
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Kerstin
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05:56
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Labels: Cross Training, Ernährung, Foto, Radfahren, Reisen, Training, Triathlonplanung
... neigt sich dem Ende zu.
Nur noch 10 Tage bis zum Sprint-Triathlon in Clermont und damit geht auch die Zeit mit der YMCA-Triathlon-Gruppe zu Ende.
Das bedeutet auch nur noch zweimal Schwimmen morgens um sechs und danach kann ich die fruehe Zeit und Morgen"kuehle" wieder zum Laufen nutzen. Ich muss ja sagen, dass ich mich in den letzten 10 Wochen schon um einiges verbessert habe im Kraulen, aber schnell ist was anderes.
Auch wenn ich nicht superschnell brustschwimmen kann, ich bin immer noch wesentlich schneller als beim Kraulen, und das mit weniger Anstrengung.
Beispiel gefaellig?
23. 6.
400m Brust: 9:45
400m Kraul: 11:48
26. 6.
100m Kraul: 2:34; 2:31; 2:35; 2:46; 2:44
100m Brust: 2:24; 2:23; 2:18
Dann der Road Trip und damit eine Woche Schwimmpause, bis ich Dienstag wieder "ran" musste.
8. 7.
300m Brust: 7:09; 6:56
50m Kraul: 1:22; 1:14; 1:08
50m Brust: 1:09; 1:06; 1:03
10. 7.
100m Brust: 2:18; 2:21; 2:21
100m Kraul: 2:54; 2:47; 2:49
50m Brust: 1:07; 1:06; 1:08
50m Kraul: 1:22; 1:23; 1:18
Diese Zeiten sind fuer mich ein absolut vernuenftiger Grund, im Rennen auf jegliche Kraulversuche zu verzichten.
Auch beim Radfahren habe ich mich waehrend des Trainings verbessert, was ich vor allem auf die langen, mehrtaegigen Touren zurueckfuehre.
Nur als Beispiel hier die erste Fahrt nach dem Boston Marathon, die erste Fahrt nach der viertaegigen Tampa-Tour, die erste Fahrt nach der dreitaegigen Hontoon-Island-Tour und die erste Fahrt nach der Kalifornien-Tour
25 Apr 08; 9.62 Miles; 40:08; 14.38 Mph
27 May 08; 14.18 Miles; 53:23; 15.94 Mph
24 Jun 08; 20.61 Miles; 1:12:18; 17.10 Mph
9 Jul 08; 12.06 Miles; 45:59; 15.74 Mph
Dazu muss ich sagen, dass ich gestern die letzten 5 Minuten absichtlich ganz langsam gefahren bin, denn schliesslich stand ja direkt im Anschluss noch der Lauf an.
Allein vom Gefuehl her ist das Radfahren leichter und nicht mehr so anstrengend wie zu Beginn des Trainings. Ich bin mal gespannt, was ich da im Rennen fuer einen Schnitt rausholen kann! Clermont besitzt so ziemlich die einzigen Huegel von ganz Florida, aber nach dem Bergtraining in Kalifornien und Tennessee brauche ich mir da wirklich keine Sorgen zu machen.
Uebers Laufen brauchen wir im Moment gar nicht zu sprechen. Ich bin zum Heulen langsam und es ist ziemlich anstrengend. Vor dem Road Trip musste ich mehrere Laeufe, die eigentlich 11 km (7 Meilen) werden sollten, abbrechen, weil ich nicht mehr konnte. Nicht aus Schmerzen von meiner Verletzung, die laesst mich naemlich relativ in Ruhe, sondern weil ich zu kaputt war. Das finde ich besonders traurig, weil im Marathontraining meine einfache Standardrunde 13,5 km lang war, die ich in etwas ueber einer Stunde geschafft habe ohne weiter darueber nachzudenken. So seltsam es klingt, aber bei diesem Triathlon wird wohl das Laufen limitierender Faktor sein. Andererseits sollte ich froh sein, dass meine Kondition so im Keller ist und es als Schutz vor Ueberlastung meiner Verletzung sehen. Frustrierend ist es aber trotzdem!
Geuebt haben wir heute mit der Gruppe noch den Wechsel vom Schwimmen zum Radfahren und anschliessend zum Laufen. Dabei sind wir nur einmal um den Parkplatz gefahren und auch nur ein paar Meter gelaufen, um das Ganze zweimal durchspielen zu koennen. Und siehe da, alle hatten beim zweiten Mal bessere Zeiten. Es lohnt sich also doch, sich ein bisschen mehr auf den Wechsel zu konzentrieren als ich es bisher getan habe.
Insgesamt muss ich sagen, dass ich mir von der Gruppe mehr erhofft hatte. Die meisten Versprechungen, die am Anfang gemacht wurden, sind nicht eingehalten worden. Ernaehrungsseminar? Laufschuhanalyse? Anpassen des Fahrrads? Gruppentreffen alle zwei Wochen? Fehlanzeige.
Die Gruppenfahrten und -laeufe am Wochenende konnte ich selten mitmachen, weil wir staendig unterwegs waren und selbst zum Schwimmtraining dienstags und donnerstags in aller Herrgottsfruehe ist der Trainer oft nicht erschienen, ohne vorher (oder nachher) abzusagen. Da sind wir alle schon recht enttaeuscht. Aber auch die Gruppe selber ist nicht besonders regelmaessig zum Training erschienen, mehr als 5 waren wir aeusserst selten, eher 2 oder 3 Leute. Gruppenlaeufe waehrend der Woche gab es nicht. Wenn der Trainer eine email aussendet und die Leute bittet, einen Gruppenlauf zu organisieren, dann kann das doch eigentlich gar nicht funktionieren.
Sehr schoen waren und sind aber meine Laeufe mit Brittany, die wir etwa einmal pro Woche zusammen durchfuehren. Wir haben schon beschlossen, dies auch nach Beendigung des Trainings beizubehalten.
Schon wieder so ein langer Eintrag. Sieht ganz so aus als haette ich im Moment einfach zu viel Zeit. Aber das wird sich sicher bald auch wieder aendern und so geniesse ich es besonders, mich ganz auf mein Training konzentrieren zu koennen.
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Kerstin
um
10:07
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Labels: Ausrüstung, Cross Training, Radfahren, Reisen, Rückblick, Schwimmen, Training, Triathlonplanung, Wehwehchen
10000 km in 10 Tagen, da sitzt man doch recht viel im Auto rum.
Dann noch die Radtour zum Yosemite National Park in Kalifornien, durch die das Laufen an diesen Tagen auch flach fiel und schon bin ich doch ein bisschen erleichtert, zumindest im Moment kein Streak-Runner mehr zu sein.
Ein bisschen gelaufen bin ich aber doch auf der Reise, immer wenn Zeit war, und das war genau zwei Mal.
Donnerstag haben wir uns erst gegen Nachmittag wieder auf die Reise gemacht und ich konnte am fruehen Morgen eine Stunde an einem Bewaesserungskanal entlang laufen. Ganz langsam nach den vielen bergigen Radkilometern der drei vorhergehenden Tage, aber trotzdem war es ein herrlicher Lauf von etwas ueber 10 km.
Auf der Rueckfahrt hatte ich wieder bis Tennessee absolut keine Gelegenheit zum Laufen. Freitag Morgen haben wir drei Stunden Pause bei Stephanies Vater, einem Missionar in einer Indianerreservation, gemacht. Die gingen natuerlich komplett fuer Schlafen, Fruehstuecken und Pferde Versorgen drauf. Nach einer langen Fahrt nach Oklahoma, wo wir um 11 Uhr nachts unser Hotel erreichten, konnte ich noch fuer ein paar Minuten in den Pool springen bevor wir wieder wie tot ins Bett fielen und vor dem Aufbruch um 5 war auch keine Zeit mehr fuer irgendwelche sportlichen Aktivitaeten.
Ganz anders sah es dann in Tennessee aus. Stephanies Ex-Mann, mit dem sie immer noch gut befreundet ist, hatte sich bereit erklaert, uns ueber Nacht aufzunehmen und da sie auch noch ein bisschen Zeit mit ihm verbringen wollte, hatten wir schon um kurz nach sechs die Pferde in einem Mietstall untergebracht und in seiner Wohnung angekommen. Ein etwas flotterer Lauf von einer halben Stunde war da fuer mich drin, waehrend sie sich nach der langen Fahrt die verspannte Rueckenmuskulatur massieren liess.
Am Sonntag Morgen trennten sich unsere Wege dann erstmal. Ich stieg um 6 Uhr auf mein Rennrad, waehrend sie noch ein bisschen weiter schlief, die Pferde versorgte und in den Haenger lud und sich dann ebenfalls auf die Reise machte. Wie verabredet trafen wir uns an der Ausfahrt 78B der Autobahn I-24. So konnte ich noch ein bisschen Huegeltraining bekommen, meine Beine bewegen und ein kleines Stueck Tennessee kennenlernen. Fuer die 43 km habe ich eine Stunde und 48 Minuten gebraucht und sage und schreibe DREI Aldi-Laeden gesehen, die leider noch geschlossen waren. Das einzige Aldi, das ich bisher in Amerika gesehen habe, war in Omaha, Nebraska. Normalerweise sind die hier also nicht so furchtbar dicht gesaeht. Aber wie's aussieht soll hier im Ort auch bald einer gebaut werden. Ich bin mal gespannt!
Hier noch eine Kurzbilanz der Reise
10000 km im Auto
376 km auf dem Rennrad
16 km gelaufen
Benzin insgesamt $3000 (musste ich zum Glueck nicht bezahlen...)
Insgesamt 2 Frauen, 6 Pferde und 2 Hunde unterwegs
Zu wenig Schlaf
Zu wenig Bewegung
Zu viel Fast Food, Studentenfutter, Chips und Schokolade (Wir mussten Schlaf durch Fett, Zucker und Koffein ersetzen...)
Zu viele Tankstellen (nach einer Weile sehen alle gleich aus)
3 kg zugenommen
Florida, Georgia, Tennessee, Arkansas, Oklahoma, Texas, New Mexico, Arizona und Kalifornien gesehen
Stephanies Familie und Freunde kennen gelernt
Unheimlich viel erlebt
Unzaehlige Vegetations- und Klimazonen durchfahren
Zum ALLERERSTEN Mal in meinem Leben einen Vierpferdeanhaenger mit lebender Last bewegt
Jon vermisst
Eine wunderbare, herrliche, einzigartige Reise und ich bin froh, dass sie zu Ende ist!
Eine einmalige Erfahrung und ich bin froh, sie gemacht zu haben!
Fotos von den Radtouren gibt's hier:
Vierter Tag: Radtour nach Midpines
Fuenfter Tag, Teil 1 und Teil 2: Radtour zum Yosemite National Park
Sechster Tag: Radtour zurueck nach Turlock
Zehnter Tag: Radtour in Tenessee, weiter nach Florida
Fotos vom Rest der Reise in Brownies Blog
Stephanies Sicht der Dinge in Spotted T's Riding Blog
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Kerstin
um
11:11
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... war die dreitaegige Radtour zum Yosemite National Park.
Nicht gerade einfach fuer meine bergentwoehnten Beine, aber Kalifornien ist einfach so wunderschoen - die Schoenheit springt einem foermlich ins Gesicht und schreit einem ins Ohr - dass man die ganzen Strapazen dafuer gerne auf sich nimmt. 205 Meilen oder 330 km, ungezaehlte Hoehenmeter rauf und runter habe ich seit Montag mit dem Rennrad zurueck gelegt.
Dem Triathlon in den laecherlichen Huegelchen von Florida in ein paar Wochen kann ich nach diesem Bergtraining in der Sierra Nevada jedenfalls nun recht gelassen entgegen sehen. Turlock liegt etwa auf Meereshoehe, waehrend der hoechste Punkt im Yosemite Valley bei 1220 Hoehenmetern liegt. Teilweise habe ich Steigungen von 8% und steiler bewaeltigt. Natuerlich war ich da nicht mehr besonders schnell und haette mich selber vielleicht sogar laufend ueberholt, aber dafuer waren auch die Abfahrten einfach nur klasse. Mit ueber 50 km/h die Berge hinunter zu sausen hat schon was! Die Strassen waren dabei nie so steil und die Kurven nie so eng, dass ich Angst haben musste aus der Kurve zu fliegen.
Ich bin immer noch in Kalifornien, aber morgen Nachmittag werden wir vier Pferde verladen und uns wieder aufmachen auf den Weg nach Florida. 5000 km liegen vor uns, die wir bis Sonntag Abend schaffen muessen. Mit dem Auto natuerlich. Und danach brauch ich erstmal Ferien!
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Kerstin
um
17:10
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Labels: Cross Training, Foto, Pferde, Radfahren, Reisen, Triathlonplanung
... mussten wir ja auch noch am Sonntag.
Und irgendwie war es auch "nur noch" ein "Rückweg-Gefühl", eine Strecke, die eben zurückgelegt werden musste.
Wir nahmen diesmal einen anderen, ein paar Meilen kürzeren Weg, konnten aber auch erst mit der ersten Fähre um acht Uhr abfahren.
Wieder legten wir einige Erholungs- und Versorgungspausen ein, machten kurz am Fluss halt und fuhren ansonsten ziemlich direkt durch.
Der Garmin hatte leider inzwischen komplett den Geist aufgegeben, aber dank Jons Tacho erfuhren wir, dass wir die fast 132 km in 5 Stunden und 25 Minuten zurück legten.
Nicht so schön waren die zwei Platten, die wir ganz am Ende der Reise, keine 10 km von zu Hause, noch innerhalb von zehn Minuten hatten. Das vermieste uns doch ein bisschen die Stimmung.
Mein erster Gang zu Hause hatte dann auch gleich die Dusche als Ziel.
Das Wochenende war wunderbar, wir haben viel erlebt und hatten viel Spaß zusammen, aber ich muss doch sagen: Ich werde langsam zu alt zum Camping bzw. zum Schlafen unter absolut primitiven Verhältnissen, besonders wenn ich am Tag danach noch athletische Ausdauerleistungen erbringen muss.
Auf unserer nächste Tour (und die ist auch schon geplant!) werden wir lieber wieder in Hotels und Hostels übernachten mit richtiger Bettwäsche und Kissen. Soviel Luxus muss inzwischen doch sein!
Eingestellt von
Kerstin
um
16:00
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Labels: Ausrüstung, Cross Training, Ernährung, Foto, Radfahren, Reisen