5 Wochen 6 Tage
Endlich scheint die Kältewelle, die auch über Florida hereingebrochen war, mal ein Ende zu haben oder uns wenigstens für eine Weile zu verschonen. Wozu haben wir uns denn durch den heißen Sommer gequält, wenn wir jetzt frieren und unser Baby in warme Pullover, Wollmützen und Handschuhe einpacken müssen?
Das Wochenende jedenfalls hat uns mal wieder entschädigt und gezeigt, wie das perfekte Winterwetter hier aussieht. Und natürlich haben wir es ausgenutzt.
Am Samstag Morgen mussten wir früh raus, denn mein erster 5-km-Lauf ohne Niklas stand an. Seit Mai hat er mich bei jedem Rennen begleitet, diesmal war er zum ersten Mal "nur" Zuschauer. Jon wollte selber nicht mitlaufen und hat sich bereit erklärt auf das Baby aufzupassen während ich mal sehen wollte, wo ich nach 3-4 Wochen Laufen stehe und was trotz der bisher nur sehr kurzen Strecken und der nicht mal 6 Wochen zurückliegenden Geburt so geht.
Bei perfektem Laufwetter, 11 Grad, bedeckt und so gut wie windstill gab ich mein Bestes. Es war hart, es war anstrengend, 5 km kamen mir sehr weit vor, und es war total klasse! Wie herrlich, nicht mehr schwanger zu sein und ohne dicken Bauch einfach loslaufen zu können.
Die beiden ersten Meilen lief ich auch noch wunderbar gleichmäßig mit jeweils 7:30/Meile (4:39/km), in der dritten reichte die Kondition dann doch nicht ganz aus. Ich hatte damit schon gerechnet und einen Plan im Kopf, also verzweifelte ich nicht, sondern verlangsamte mein Tempo einfach soweit wie nötig mit Kraft für einen ordentlich langen Endspurt, bei dem ich noch auf den letzten Metern einen Herrn vor mir einsammeln konnte. Mit dem Ergebnis von 23:37 (4:43/km, eine Sekunde schneller als mein Tempo in Boston) bin ich auf jeden Fall zufrieden, hatte ich doch mit irgendwas um 25 Minuten gerechnet. Dass ich damit auch noch meine Altersgruppe gewann war auf jeden Fall ein schöner Lohn für die Anstrengung.
Damit fühle ich mich nun fit und bereit, wieder mit dem Training anzufangen. In den nächsten 12 Wochen werde ich mit einem 10-km-Anfängerplan auf die Laufserie in der Pfalz vorbereiten, der auch wieder Speedwork, Tempoläufe und Hügeltraining beinhaltet.
Nach der Siegerehrung mussten wir relativ schnell wieder abfahren, denn mittags wollten wir uns mit Stephanie bei den Pferden treffen. Nächstes Wochenende bringt Jon Brownie in sein Zuhause in Tennessee (das heißt, er trifft sich mit den Leuten auf der Hälfte der Strecke in Georgia) und so war nun die letzte Gelegenheit gekommen mit Brownie noch mal in einen schönen Naturpark zu fahren und einen längeren Ausritt zu machen.
Inzwischen hatte es sich sehr schön aufgewärmt und wir hatten viel Freude an einem flotten Ritt auf dem Lake Lizzie Trail.
Meine Männer blieben ausnahmsweise mal zu Hause.
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Am Sonntag Morgen wurden wir wieder von strahlendem Sonnenschein geweckt und wieder nutzte ich Jon's Anwesenheit schamlos aus und ließ ihn mit Niklas zu Hause. Schon seit einer Weile hatte mich mein Rennrad in der Garage angelacht, aber unter der Woche ist das ein bisschen schwierig mit dem Baby. Jetzt war es endlich soweit. Ich musste noch das Rad austauschen und die Reifen aufpumpen, bevor ich mich auf die etwa einstündige 23 km lange Tour machte. Ich hatte schon fast vergessen wieviel Spaß das Rennradfahren macht und gar nicht gewusst, wie sehr ich es vermisst hatte.
Nach so vielen Alleingängen musste auch endlich mal meine Jungs zu ihrem Recht kommen. Jon war noch aufgeputscht von meinem Lauf und entschloss sich, diesmal den langen Lauf zugunsten von 800-m-Intervallen ausfallen zu lassen. Während er in der Mittagshitze schwitzte, ging ich mit Niklas im Kinderwagen spazieren und feuerte Jon an wenn ich ihn traf.
Mit Niklas abwechselnd im Tragetuch und auf Daddys Bauch liegend konnten wir am Nachmittag mit offenen Türen unser "Wohnzimmer draußen", den Florida Raum, nutzen. Niklas gefällt die Schaukel natürlich gut und ich habe beide Hände für andere Dinge frei.
Abgerundet wurde das Wochenende mit einem kleinen Familienausflug zum Strand. Alle zusammen fuhren wir zum Cocoa Beach Pier, zum ersten Mal für Niklas und spielten Touristen. Lange sind wir schließlich nicht mehr hier, da müssen wir die Nähe zum Meer ausnutzen!
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22 Februar 2010
Draußen Spielen
17 Februar 2010
Familienleben
5 Wochen 1 Tag
So hatte ich mir das vorgestellt: Was wir vorher schon gemacht haben können wir nun (fast) alles auch mit Niklas zusammen machen.
Das Leben mit Baby wird langsam zum Alltag und ich gewöhne mich immer mehr daran, tagsüber mit ihm alleine zu sein. Seit er über 3,5 kg wiegt kann ich ihn auch in der BabyBjörn Tragevorrichtung mit mir rumschleppen und muss nicht ständig den schweren Kinderwagen und Kindersitz inklusive Kind ins und aus dem Auto heben. So haben sich viele alltägliche Erledigungen wie z.B. Einkaufen doch sehr vereinfacht. Außerdem genießen wir so unsere Spaziergänge noch mehr. An Laufruhetagen fahre ich mit Niklas jedes Mal zu einem anderen kleinen Park oder Weg und zeige ihm Florida. Für morgen ist endlich auch mal ein Strandspaziergang geplant.
Noch schöner ist es natürlich, wenn Jon frei hat und auch mit dabei sein kann. Am Valentinstag waren wir alle zusammen mit Stephanie in einem Zoo, den wir noch nicht kannten und einem angeschlossenen Kletterpark, bei dem man sich mit allerlei Balanceakten von Baum zu Baum hangeln musste.
Die Arbeitsteilung war "gerecht": Während wir Mädels unser "Leben riskierten" blieben die Jungs am Boden und dokumentierten das Ganze mit der Kamera.
Na gut, ehrlich gesagt fand ich es super nett von Jon, dass er mir zuliebe auf den Spaß verzichtet und auf Niklas aufgepasst hat. Er meinte, er hätte sowas ja schon in der Grundausbildung bei der Air Force gemacht, nur war es da wohl "etwas" härter.
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Wenn ich ausreite bleibt Jon mit Niklas am Stall und spielt mit den Hunden oder sitzt einfach nur Zeitung lesend im Auto. Satteln kann ich mein Pferd nach langer Zeit endlich wieder selber. In der Schwangerschaft und direkt nach der Geburt war mir der Westernsattel einfach zu schwer, um ihn selbst auf mein 1,46m kleines Pferd zu wuchten. Das geht jetzt auch wieder.
Und dann war da noch das Gruppentraining gestern, das ein bisschen anders aussah als geplant. Als wir zum Sportplatz kamen sahen wir schon Scharen von pubertierenden Jugendlichen bei allerlei leichtathletischen Wettkämpfen: Kein Platz für uns! Auf dem Parkplatz erfuhren wir dann, dass auch die Trainerin heute nicht anwesend war. Einige Läufer waren aber trotzdem gekommen. So fand das Training eben auf der Straße statt. Niklas war im Kinderwagen dabei und da Jon schon am Montag einen erschreckend schnellen Tempolauf gemacht hatte erklärte er sich nach einigem Hin und Her (keiner wusste so ganz genau wie und was los war und was wir machen sollten) zum Schieben bereit. Schließlich ist er viel stärker als ich und ich habe Niklas schon in der Schwangerschaft ständig mit mir rumgeschleppt.
Mit meinem Aufbautraining bin ich inzwischen bei 20 Minuten Laufen angekommen. Das ist ganz klasse und kurz genug, dass ich nicht immer nur so vor mich hintrotten muss, sondern auch endlich mal wieder (fast) mein gewohntes Tempo laufen kann. Jon meinte, er hätte mit Niklas auch nicht schneller gekonnt, also glich sich das ganz gut aus und wir konnten zum ersten Mal seit der Geburt alle drei zusammen laufen. Am Indian River entlang und durch die alte Wohnsiedlung dort mit niedlichen Einfamilienhäuschen. Das war schön! So können wir das gerne öfter machen. Wenn ich wieder stärker werde können wir uns dann ja auch mal mit dem Schieben abwechseln und in so einem Moment träumt man natürlich auch Zukunftsmusik: Vielleicht wird unser kleines Mäuschen später auch mal ein Läufer und wir können tatsächlich alle drei zusammen laufen gehen.
06 Februar 2010
Ja, wo läuft sie denn?
3 Wochen 4 Tage
Das ist mit einem Neugeborenen, den man ja nicht wirklich aus den Augen lassen kann, auch nicht immer so einfach zu beantworten.
Jon geht jetzt schon seit zwei Wochen wieder arbeiten, sodass ich Niklas tagsüber ganz für mich habe. Das war gerade in der ersten Woche ziemlich ungewohnt und anstrengend, aber ich glaube mittlerweile gewöhne ich mich so ein bisschen daran. Dazu kommt, dass wir uns öfter alle drei zum Mittagessen treffen und ich zwischendurch auch mal mit jemandem reden kann, der Antwort geben kann.
Es ist wunderbar, Mutter zu sein und den kleinen Niklas endlich hier bei uns zu haben. Er hat unser ganzes Leben auf den Kopf gestellt und regiert den Haushalt. Dabei wächst er wie Unkraut (schon über 4 kg und 53 cm), wird immer anspruchsvoller und meldet sich lautstark wenn ihm was nicht passt.
Zurück zur Überschrift jedoch: Ja, ich laufe wieder. Es ist vielleicht ein bisschen früh, aber dafür habe ich auch einen sehr konservativen Plan aus meinem "Schwanger Laufen" Buch. Da fing es an mit 10 Minuten gehen, 1 Minute laufen, 5 Minuten gehen, 1 Minute laufen, 5 Minuten gehen usw. bis man 25 Minuten voll hat. Inzwischen bin ich bei 10 Minuten gehen, 15 Minuten laufen, 10 Minuten gehen angekommen und fühle mich richtig gut dabei. Da ich aber noch nicht mit dem Kinderwagen laufen will (dazu ist meine ganze Rumpfmuskulatur noch zu geschwächt von der Schwangerschaft und Geburt) bleibt die schwierige organisatorische Frage: Ja, wo laufe ich denn?
Am einfachsten wäre es natürlich abends, wenn Jon wieder zu Hause ist, aber dann will er meist entweder selber laufen oder wir fahren zu Brownie, der auch Bewegung braucht, geritten werden will und den wir ja nicht mehr lange haben. Mitte/Ende Februar wird er wahrscheinlich in sein neues vorübergehendes Zuhause in Tennessee umsiedeln und bis dahin will ich es schließlich ausnutzen ein Pferd zu haben.
Bleibt meist also nur tagsüber, wenn ich mit Niklas alleine bin. Das Fitnesscenter des YMCA, das am nächsten liegt, hat zwar Kinderbetreuung, aber da müssen die Kleinen mindestens sechs Wochen alt sein und einfach neben das Laufband stellen darf ich den Kinderwagen auch nicht, obwohl das die einfachste Lösung wäre.
Zum Glück ist da noch das Fitness Center auf der Air Force Base. Auch da darf ich mit Niklas zwar nicht in den normalen Raum für alle, aber wenigstens gibt es ein kleines gesondertes Eltern-/Kind-Zimmer mit einem Ergometer, einem Stairclimber, einem Crosstrainer und sogar einem Laufband. In dem Raum ist es eigentlich zu warm zum Laufen, es gibt keine Ventilatoren und wenn schon jemand anderes auf dem Band ist muss man erstmal warten. Auch darf man, wie mir gestern streng mitgeteilt wurde, den Kinderwagen nicht neben das Band stellen. Natürlich funktioniert das am besten, denn das Geräusch an sich ist schon sehr beruhigend und wenn das Baby doch mal anfängt zu meckern kann ich ihn ein bisschen schaukeln ohne meinen Lauf unterbrechen zu müssen. Stattdessen muss er in die abgetrennte Spielecke. Für größere Kinder, die schon krabbeln oder laufen können, sicher sinnvoll wegen der Verletzungsgefahr, aber für mein Mäuschen doch eher eine Schikane.
Aber egal, wenigstens habe ich eine Möglichkeit, meine ersten - vorsichtigen, langsamen - Laufschritte zu wagen. Jon arbeitet ganz in der Nähe und da bietet es sich an, sich tagsüber zum Mittagessen zu treffen.
Es fühlt sich gut an, ohne den dicken Babybauch zu laufen, Yoga zu machen (zu Hause vor dem Fernseher mit Niklas in seiner Babywippe direkt neben mir), auszureiten und mit dem Mountain Bike zu fahren. Auch wenn ich noch 2 kg über meinem Vor-Schwangerschafts- und mindestens 4 über meinem Wunschgewicht liege fühle ich mich doch so leicht wie lange nicht mehr. Meine Beine freuen sich jedenfalls sehr.
Und am Wochenende ist es sowieso am besten, wenn ich endlich draußen laufen darf und Jon solange bei Niklas bleibt. Gerade heute hat es sich endlich mal wieder so richtig wie laufen angefühlt. Das hat richtig gut getan.
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Kerstin
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10 Januar 2010
Proberunden
Jedes Kind braucht einen Kinderwagen, ein Kind von Laeufern braucht einen Babyjogger.
Da haben sich die deutschen Grosseltern, selber Laeufer, bereit erklaert, den Porsche unter den Kinderwaegen zu spenden: Den knallgelben Ironman B.O.B. Exercise Stroller.
Der Ruhetag gestern hat Wunder gewirkt: Ausser ziemliches frustrierendem und bislang nicht erfolgreichem Auto-Kindersitz-Shoppings haben wir gar nichts gemacht, einfach mal den Tag komplett vertroedelt und vor dem Fernseher gesessen. Dabei habe ich ein niedliches Haeschen fertig bekommen und mich wunderbar ausgeruht.
Da war es heute, wieder bei strahlendem Sonnenschein und 8 Grad, ein ganz herrlicher Lauf.
Ich war zuerst dran, 41 Minuten und 6,1 km geschafft, aber vor allem musste ich auf der ersten kurzen Runde mal unseren tollen neuen Ironman-Babyjogger ausprobieren. Natuerlich noch ganz leicht ohne Autositz und Baby, aber vom ersten Gefuehl her schon mal ziemlich klasse. Die grossen, luftgefuellten Raeder, die Jon extra noch aufgepumpt hat, super leichtlaeufig und der Handgriff auch in der richtigen Hoehe.
Ich denke, wenn wir nach der Geburt erstmal regelmaessig mit dem Ding laufen, werden wir schon unsere Freude daran haben. Schon jetzt merkt man, dass sich Qualitaet hier besonders auszahlt.
Auch Jon, der nach mir gelaufen ist (bzw. immer noch unterwegs), hat den Kinderwagen auf die erste kleine Proberunde mitgenommen. Zeigte er, bevor dieser geliefert wurde, so gar kein Interesse daran, so weiss er jetzt doch unser neues Wunder der Technik zu schaetzen und hat sogar schon angekuendigt, vielleicht unser Baby vielleicht auch mal in einem Rennen mitzuschieben.
Da waere es natuerlich doch interessant zu sehen, wie viele Jogger er immer noch ueberholen kann, die dann vielleicht aehnlich beschaemt reagieren, wie wenn ich mit Babybauch locker an ihnen vorbei gezogen bin… (nein, ich bin ja gar nicht fies!)
Wegen des Autositz-Problems (der soll auch in den Kinderwagen passen, denn in den ersten 6 Monaten braucht unser Baby noch mehr Schutz und Stabilitaet vor allem fuer den kleinen Kopf als dieser von sich aus bietet) haben wir uns genauer im Internet informiert und werden noch mal losfahren um den passenden zu finden. Ein Gutes hatte die Odyssee gestern schon mal, denn im Falten des Wagens, den wir zu diesem Zweck dabei hatten, werden wir immer besser und auch in unser neues Auto passt er wunderbar problemlos in den Kofferraum, auch wenn so ein Babyjogger doch wesentlich mehr Platz braucht als ein herkoemmlicher Kinderwagen mit kleinen Raedern.
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Kerstin
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11:47
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07 Januar 2010
Hallo? Motivation? Wo bist du?
Hier passiert ja gar nichts mehr. Ich will nirgends hinfahren zum Laufen. Ich will ueberhaupt nirgendwo hinfahren. Am liebsten das Haus gar nicht verlassen. Raus zum Laufen? Muss das sein? Jetzt? Das Sofa ist doch so schoen bequem, ich bin gerade so schoen faul, ich sitze hier so gut. Bin so schwer. Alles faellt schwer. Jammer, jammer jammer.
Wenn erstmal die Wehen losgehen zaehlen auch keine Ausreden mehr.
Na gut, raffe ich mich doch wieder auf. Vierzig Minuten durch die Siedlung, bei herrlichem Laufwetter und strahlendem Sonnenschein, das soll ja wohl zu schaffen sein. Ist es auch, natuerlich, wie immer.
Trotzdem fuehle ich mich wie ein Anfaenger. Wo ist die Leichtigkeit geblieben, mit der ich sonst Meile um Meile zurueck gelegt habe? Wofuer habe ich eigentlich die ganze Zeit trainiert, wenn mir die Lauferei immer schwerer faellt statt leichter? Das ist doch nicht richtig!
Meine Beine moegen das ganze zusaetzliche Gewicht nicht, dass sie nun rumzuschleppen haben, soviel steht fest. Sie moechten sich eigentlich am liebsten immerzu ausruhen. Wie soll ich ihnen erklaeren, dass sie dadurch nur noch schwaecher werden? Bald ist das alles vorbei. Ein Lichtblick am Horizont, denn der Geburtstermin soll in drei Wochen sein. Wird auch langsam Zeit.
Wenn ich erstmal zehn Minuten oder so unterwegs bin wird es manchmal ein bisschen einfacher, kann ich ein bisschen freier ausschreiten. Aber wenn es dann vorbei ist, bin ich doch wieder froh.
Warum ich ueberhaupt noch laufe, so kurz vor der Geburt?
Auch heute war ich wieder unterwegs und ich muss sagen, dass auch die netten Landkarten, die mein Forerunner und ich so aufzeichnen, meine Motivation steigern, doch immer wieder die Schuhe zu schnueren und laufen zu gehen. Hier ist die von heute.
Eins muss ich hier aber mal ganz klar stellen (auch wenn noch nie jemand was Negatives gesagt hat): Sollte es irgendeinen medizinischen Grund geben der gegen das Laufen spricht, wuerde ich da natuerlich als allererstes auf meine Aerztin hoeren und sofort aufhoeren. Das Baby und seine Gesundheit geht in jedem Fall vor.
Solange aber nichts dagegen spricht bin ich der Meinung, dass eine fitte Mutter immer noch das Beste ist fuer ihr Kind.
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Kerstin
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13:06
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03 Januar 2010
Kälteeinbruch
Das Konzept “Langer Lauf” habe ich bis zur Geburt mal zu den Akten gelegt. Schon 50 Minuten kommen mir mit dem ganzen zusätzlichem Gewicht und dem immer größer wachsenden Baby mittlerweile ganz schön lang vor.
Trotzdem will ich nicht ganz aufs Laufen verzichten, auch wenn es von außen wohl eher wie Watscheln aussieht und ich immer langsamer werde, und so war ich auch heute wieder dabei, als Jon sich mit seinem Kollegen zum langen Lauf getroffen hat.
Schließlich will ich ja auch nicht immer nur durch die Siedlung laufen, sondern auch mal was anderes sehen.
Temperaturen um 4 Grad finden wir ganz schön kalt, da hatte ich lieber die lange Laufhose und zwei dünne Langarmshirts an. So war es dann doch ganz angenehm. Während die beiden Männer auf dem Tropical Trail und der Brücke unterwegs waren, habe ich selber 46 Minuten lang meine Runden um einen kleinen See gedreht und dabei 7 km zurückgelegt.
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Mit jeweils ca. 10 Minuten Gehen vorher und nachher und 12 Minuten Dehnen war ich immer noch früher fertig als die “Langläufer”. Um im Auto zu sitzen war es mir zu kalt, aber das ist ja auch kein Problem, denn in der Bäckerei Panera Bread ganz in der Nähe konnte ich bei einem Cappuchino und Kirschteilchen ganz wunderbar im Warmen warten.
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Kerstin
um
18:52
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01 Januar 2010
Solar Bear Run
Der erste Solar Bear (Sonnenbaer) Run (ein Polar Bear - oder Eisbaer - Run waere in Florida ja nicht so realistisch) lockte auch Jon und mich am Neujahrstag hinaus aus dem Haus, ironischerweise in den stroemenden Regen. 8 km war der Gruppenlauf lang, kein Rennen, sondern einfach ein Zusammenkommen verschiedener Laeufer aus der Gegend, die zusammen zum Strand laufen wollten. Ich nahm mir am Anfang das Sonderrecht heraus, die Strecke in bisschen abzukuerzen und kam insgesamt auf 7,2 km in 45 Minuten.
Zum Glueck hoerte der Regen zum Start des Laufes auf und ein starker Westwind wehte uns ueber den Eau Gallie Causeway zum Strand. Trotzdem fiel mir der Lauf nicht wirklich leicht. So langsam merke ich doch das zusaetzliche Gewicht immer staerker. Da war ich froh, dass Jon auf mich gewartet und mir - im Pinguinwatschelgang - zusammen gelaufen ist. Man konnte das Ziel schon von weitem sehen. Weiter geht es nicht, wenn die Strasse am Strandparkplatz endet.
Viele andere sind dann gleich auch noch in den doch ganz schoen kalten Atlantik (18 Grad) gehuepft, aber das habe ich mir dann doch geschenkt. Kurz mit den Fuessen rein reichte mir schon.
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Vom Strand aus hatte ich Glueck und fand bei einer anderen Laeuferin eine Mitfahrgelegenheit zurueck zum Ausgangspunkt. Jon dagegen trat tapfer auch den Rueckweg zu Fuss an. Diesmal gegen den Wind und starken Regen. Bei dem Sauwetter war es kein Wunder, dass er sich besonders beeilt hat und er diesmal fuer die 7,2 km nur 33 Minuten brauchte, waehrend ich im trockenen Auto auf ihn wartete.
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So hat 2010 wenigstens gleich richtig angefangen. Mit Freunden zum Strand laufen, was kann man Besseres verlangen (ausser das Ganze auch noch bei Sonnenschein)?
31 Dezember 2009
Silvester
Mein letzter Lauf des Jahres 2009 fand auf der Air Force Base statt.
Meine Runde war 6.1 km lang, die ich in 41:45 gelaufen bin.
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Am Nachmittag waren wir noch bei Brownie. Waehrend Jon Pferdeaepfel aufgelesen hat, bin ich eine Stunde lang geritten.
28 Dezember 2009
Laufen in Melbourne
Waehrend Jon und sein Kollege Myron den Kurs des Melbourne Halb-Marathons gelaufen sind, war ich selber auch in der Gegend unterwegs, allerdings nur 8,5 km durch die Innenstadt in 56 Minuten.
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Da ich selber keine Lust hatte, meinen Babybauch laufend ueber die Bruecke zu schleppen, machte ich stattdessen nach dem Lauf bei strahlendem Sonnenschein direkt noch einen kleinen 46-Minuten-Spaziergang ueber den Melbourne Causeway, auf dem wir uns sonst oefter mal mit der Gruppe zum Bergtraining treffen.
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Kurz bevor ich wieder auf dem Parkplatz war, kamen auch die Maenner von ihrem Lauf zurueck und wir konnten nach Hause fahren.
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Kerstin
um
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Labels: Laufen
15 Dezember 2009
Nebel und Sonne
Nebel ist hier in Florida ein seltenes Phänomen. Umso erstaunter waren wir alle, als gestern Nachmittag die dicke Suppe anfing die Sicht zu versperren und bis heute Morgen anhielt.
Losgelaufen bin ich heute also, als es am Indian River noch ganz schön neblig war.
Doch die liebe Sonne leistete ganze Arbeit und brannte den ganzen Nebel schnell weg.
Ich lief auf der Marathonstrecke am Fluss entlang. Wegen der extrem hohen Luftfeuchtigkeit trocknete der Schweiß so gar nicht auf der Haut, aber auf dem Rückweg kam mir eine leichte Brise entgegen, die mich auf Angenehmste kühlte.
Als ich 50 Minuten und 8,5 km später wieder meinen Ausgangspunkt erreichte, waren nur noch über dem Fluss einige Wolken- und Nebelreste zu sehen, ansonsten strahlte wie gewohnt die Sonne vom Himmel.
Beim anschließenden Dehnen im Riverfront Park wurde mir jedenfalls in der Sonne schon wieder ganz schön heiß.
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Kerstin
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Labels: Cocoa, Florida, Foto, Indian River, Landkarte, Laufen, Training, USA
13 Dezember 2009
Sonniger Sonntag
Am Morgen haben wir uns mit Jons neuem Kollegen Myron zum Laufen auf dem Tropical Trail getroffen. Die Männer waren natürlich viel zu schnell für mich, aber immerhin wollten wir alle etwa die gleiche Zeit laufen: Die beiden 10 Meilen, also 16 km, für die sie 1:20 benötigten und ich 70 Minuten, vorher und nachher noch jeweils fünf Minuten gehen. Passt ja perfekt!
Während sie erstmal über die Brücke über den Indian River liefen, um ein bisschen Steigung und Gefälle in ihren Lauf zu bringen, machte ich mich gleich auf zum Tropical Trail.
Es war recht warm und immer wieder kam die Sonne heraus, aber es gab auch Schatten und ich hatte es ja sowieso nicht eilig. Immer am Fluss entlang, eine sehr schöne Strecke. Da war es auch nicht so schlimm, dass mein MP3 Player schon nach etwa 25 Minuten den Geist aufgab, weil ich vergessen hatte die Batterie aufzuladen. Dann eben ohne Musik weiter. Nach ziemlich genau 35 Minuten drehte ich um und lief zurück. Jon und Myron traf ich einmal unterwegs und dann erst wieder, als ich schon wieder beim Abkühl-Gehen war, also fast wieder am Parkplatz, wo wir gleichzeitig wieder ankamen. Wunderbar!
Myron & Jon 10-miler LANDKARTE HIER KLICKEN!
Zurück zu Hause war erstmal Entspannung angesagt. Ich legte mich in den Garten und ließ Jon grillen.
So kann man einen Sonntag im Dezember ja ganz gut aushalten!
Nachmittags waren wir im Krankenhaus und haben schon mal die Geburtsstation besichtigt. Da waren wir froh, dass gestern im Geburtsvorbereitungskurs schon viele Sachen angesprochen wurden, auf die wir achten konnten. So gibt es z.B. ein großes Zimmer mit Badewanne, in der man versuchen kann sich während der Wehen zu entspannen. Wenn wir da nicht genau nachgefragt hätten, hätte man uns das wohl eher nicht gezeigt. Nun können wir, wenn es soweit ist, gezielt fragen ob Raum 616 frei ist.
Die Krankenschwester war sehr nett und nahm sich viel Zeit für uns, erklärte und beantwortete Fragen. Die Station ist schön, hell, mit Einzelzimmern, man muss zur Geburt nicht extra in einen anderen Raum und die Kinder wohnen auf dem Zimmer der Mutter. Man hängt nicht die ganze Zeit am Monitor, sondern darf zwischendurch auch auf dem Gang rumlaufen, sich auf den Ball setzen und braucht auch nicht unbedingt auf dem Rücken liegend zu gebären, sondern die Betten lassen sich mit einer Hockstange (keine Ahnung, ob das in Deutschland so heißt) ausstatten.
Aber nun bin ich trotzdem schon ein bisschen am Überlegen, ob wir ein zweites Kind, falls bei dieser Geburt alles gut und unkompliziert verläuft, nicht lieber im Geburtshaus oder so bekommen sollen, wo man nicht von vorneherein an den Tropf gehängt wird und man mehr alternative Möglichkeiten, wie eine Wassergeburt oder sonstiges, hat.
Erstmal abwarten, wie es diesmal wird!
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Kerstin
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Labels: Florida, Laufen, Rockledge, Schwangerschaft
11 Dezember 2009
Strandlauf
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Kerstin
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Labels: Cocoa Beach, Florida, Foto, Landkarte, Laufen, Strand
10 Dezember 2009
Brückenlauf
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Kerstin
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Labels: Florida, Foto, Indian River, Intervalltraining, Laufen, Training, USA
El Niño
"(span. für „der Junge“, „das Kind“, hier konkret: „das Jesuskind“) nennt man das Auftreten ungewöhnlicher, nicht zyklischer, veränderter Strömungen im ozeanographisch-meteorologischen System des äquatorialen Pazifiks. Der Name ist vom Zeitpunkt des Auftretens abgeleitet, nämlich zur Weihnachtszeit und stammt von peruanischen Fischern, die den Effekt aufgrund der damit ausbleibenden Fischschwärme wirtschaftlich zu spüren bekommen."
Quelle: Wikipedia
Von den Fischschwärmen und Sorgen der peruanischen Fischer bekommen wir ja nun nicht wirklich was mit, aber von dem Wetterphänomen umso mehr. El Niño ist es laut Wetterfrosch Jon nämlich, der uns zwingt im Dezember wieder die Klimaanlage anzuschalten, der uns feuchtwarmes Wetter bringt, Regen und Schweiß und Temperaturen bis 29 Grad. Wenn es sich dann selbst nachts oft nicht wirklich unter 20 Grad abkühlt fragt man sich, ob der Kalender überhaupt noch stimmt. Sicher ist es nicht so schlimm wie im Sommer, aber nach einem vielversprechenden Anfang mit kühlerem Wetter ist es doch eine Enttäuschung, die Fenster und Schiebetüren, die bei uns im Winter meist weit offen stehen, wieder schließen zu müssen damit die Klimaanlage ihre Arbeit tun kann.
Zum Laufen sind solche Bedingungen auch nicht gerade ideal. So musste ich gestern warten bis es stockdunkel war, damit das Thermometer endlich unter 26 Grad fiel. Und selbst dann war es noch so schwül-warm, dass ich mir das Shirt glatt mal geschenkt habe und unter Straßenlaternen meinen nackten Babybauch spazieren getragen habe. War außer mir aber auch kein Mensch draußen.
Das Schöne am Sommer im Winter aber ist definitiv das Schwimmen. Im Geburtsvorbereitungskurs wurden wir wieder darin bestärkt, dass Schwimmen die ideale Bewegung in der Schwangerschaft ist und so war ich diese Woche schon zweimal im Wasser. Im Freibad, um genau zu sein. Montag, an meinem Laufruhetag, eine halbe Stunde auf der Air Force Base, wo das Wasser immer so warm ist, dass man selbst bei kühlem Wetter den Bademeister ärgern kann. Dienstag dann nach dem Laufen noch mal 15 Minuten abkühlen im Pool des Fitness Centers. Das war schon herrlich.
Außerdem wollen wir uns mal nicht beschweren, denn wegen dieser zweiten, außerplanmäßigen Regenzeit sinkt natürlich auch die Feuergefahr ganz rapide. Ein Problem, dass in Florida im Winter nicht unterschätzt werden darf und das uns schon mal zum Evakuieren der Pferde gezwungen hat. Wenn es ständig regnet kann der Dschungel nicht so schnell in Brand geraten.
Und in einem Jahr werden wir wahrscheinlich sowieo wehmütig auf diesen letzten warmen Winter zurück blicken, wenn wir in warme Kleidungsschichten gehüllt durch den tief verschneiten Pfälzer Wald stapfen oder von einer Eiswasserpfütze in die nächste tappen.
09 Dezember 2009
Mittagessen am Strand
Nate und Michelle sind zu Besuch aus Washington D.C. bei uns. Mittags treffen wir uns mit Jon in Cocoa Beach zum Essen.
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Abends bin ich dann noch ein bisschen durch die Siedlung gelaufen.
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08 Dezember 2009
Alligatoren in den Viera Wetlands
Morgens bin ich immer wieder um einen kleinen See, den Clearlake, gelaufen.
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Zusammen mit unseren Gästen Nate und Michelle haben wir am Nachmittag einen Spaziergang in den Viera Wetlands gemacht und dabei viele wilde Tiere gesehen.MEHR BILDER HIER KLICKEN
04 Dezember 2009
33. Woche
40 Zentimeter kann Ihr Kind schon groß sein und etwa 1.700 Gramm schwer. Ein letzter großer Purzelbaum steht in dem immer enger werdenden Zuhause an: Ihr Kind dreht sich in seine Geburtslage. Normalerweise liegt der Kopf unten und kommt als erster Teil des kindlichen Körpers auf die Welt. Das trifft in 95 Prozent der Fälle zu.
Vermeiden Sie es, Ihr zusätzliches Gewicht dadurch auszugleichen, dass Sie sich nach hinten lehnen: Die Perspektive ändert sich und somit auch Ihr Schwerpunkt. So kann es passieren, dass Sie häufig anstoßen oder Dinge aus den Händen verlieren.
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Kerstin
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Labels: Florida, Foto, Landkarte, Laufen, Satellite Beach, Schwangerschaft
21 November 2009
Chain of Lakes 5k
Wer hätte das gedacht? Da hat es gestern beim 5-km-Lauf doch mal wieder für einen Altersgruppensieg gereicht, den dritten seit ich schwanger bin. Zugegeben, mit 25:11 hätte ich bei einem größeren Lauf keinen Blumentopf gewinnen können, aber gefreut habe ich mich doch. Ich hätte gar nicht gedacht, dass ich doch noch so schnell kann.
Geholfen hat auf jeden Fall am Freitag die Teilnahme am 5-km-Vorhersage Lauf, bei dem man vorher schätzen musste, wie lange man braucht und dann ohne Uhr laufen sollte. Ich hatte ganz vorsichtig mal 30 Minuten geschätzt, weil ich schon so lange keine 5 km mehr gelaufen bin. Diese Läufe auf der Air Force Base sind grundsätzlich immer nur 3 Meilen (4,8 km) lang, aber die meisten Teilnehmer laufen nur mit, weil sie sich als Air Men und Women fit halten müssen. Nicht-schwanger bin ich grundsätzlich immer als erste Frau ins Ziel gekommen.
Diesmal sollte aber nicht der Schnellste gewinnen, sondern derjenige, der seine Zeit am besten einschätzen konnte. Das war ganz sicher nicht ich, denn trotz Gegenwind auf dem Rückweg, mit dem alle ganz schön zu kämpfen hatten, hatte ich mich um viereinhalb Minuten verschätzt: 25:33 stand am Ende auf der Uhr.
Das motivierte natürlich für Samstag, den zweiten Lauf der Titusville Race Series. Beim Get Up & Go 10k, dem ersten Lauf im September hatte ich auch schon meine Altersgruppe gewonnen, vor zwei Jahren bei genau diesem Chain of Lakes 5k meine absolute persönliche Bestzeit von 19:44 aufgestellt und damit den Frauenlauf gewonnen. Alle diese Erfolge versetzten mich für dieses Jahr schon mal in eine sehr positive Grundstimmung, dazu relativ bewölktes, gutes Laufwetter (wenn auch nicht ganz so kühl und gut wie vor zwei Jahren) und ein sehr schöner Kurs rund um einige kleine Seen, abwechslungsreich mal auf Asphaltwegen, mal über Gras und feste Sandwege. Da macht das Laufen Spaß. Es waren viele Bekannte aus der Laufgruppe da, mit denen wir uns unterhielten und eine moderate Startzeit von acht Uhr morgens (statt wie im Sommer 7 oder 7:30) machte die ganze Geschichte noch angenehmer.
Direkt nach dem Start wurde mir klar, dass ich mich zu weit hinten aufgestellt hatte, aber bei nur 270 Läufern war das kein wirkliches Problem. Es gab genug Platz zum Überholen und Überholen ist ja auch immer sehr motivierend. Vielleicht nicht für diejenigen, die von einer Schwangeren überholt werden, aber darauf konnte ich jetzt auch keine Rücksicht nehmen.
Vor allem wenn sich viele am Anfang übernehmen, ich aber ein gleichmäßiges Tempo laufe und daher bis zum Ende immer noch Läufer einsammeln kann, ist das ja wirklich nicht meine Schuld!
Wie am Vortag hatte ich keine Uhr, um wieder ganz nach Gefühl laufen zu können. Um wieder bei 25 Minuten zu bleiben musste ich diesmal ein bisschen schneller, aber auch das war noch drin.
Was für ein schöner Lauf! Über beide Ohren strahlend und voll zufrieden mit meiner Leistung überquerten mein Baby und ich fünf Minuten nach seinem Vater die Ziellinie.
Jon, gerade erst von seiner blöden Verletzung geheilt, hatte mit 20:19 den zweiten Platz in seiner Altersgruppe erreicht. Mal wieder ein erfolgreicher Tag für das Dea Running Team!
Das wird wohl einer der letzten Läufe gewesen sein, an dem wir beide zusammen teilnehmen können. Wenn unser Junge erstmal geboren ist - und meine Eltern abgereist - können wir uns abwechseln mit dem Laufen. Ich persönlich kann mir ja kaum was Motivierenderes vorstellen als Jon mit Baby auf dem Arm, die an der Ziellinie auf mich warten. Da werde ich sicher versuchen noch schneller als sonst zu laufen, um so bald wie möglich wieder mit den beiden vereint zu sein. Das wird gut!
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17 Februar 2009
Tanken
Getting gas after running hill repeats with Up & Running.
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Kerstin
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Labels: Laufen, Up And Running
15 Februar 2009
Langer Lauf bei Sonnenaufgang
Sunrise over the Indian River during my Sunday morning long run with Jon on the bike and the running group. That’s why I drag myself out of bed at 5:30 and keep coming back every week…
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Kerstin
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Labels: Laufen