... fuer mich mit der neuen persoenlichen Bestzeit, die ich mir erhofft hatte.
Jon dagegen hat sein Ziel genau erreicht und ich bin sehr stolz auf seinen 1:31:38er Halbmarathon. Damit hat es fuer den 246. Platz von 7939 Maennern gereicht.
Jons Ergebnis HIER KLICKEN!
Mein Ergebnis HIER KLICKEN!
Erstmal moechten wir uns bei allen bedanken, die die Daumen gedrueckt und uns Glueck gewuenscht haben. Ihr wart waehrend des Laufens in unseren Gedanken.
Mein eigener Lauf fing eigentlich ganz gut an, aber ich war - mal wieder - am Anfang zu schnell und habe nach der Halbzeit bitter dafuer bezahlen muessen.
Bis zum Halbmarathon war naemlich noch alles in Ordnung, aber dann fing auf einmal wieder die rechte Huefte an, so richtig fies weh zu tun. Ich schiebe es, bis auf die alte Verletzung natuerlich, die da bestimmt eine Rolle spielt, vor allem auch darauf, dass ich die ganze Zeit auf der rechten Strassenseite laufen musste. Links war fuer den Verkehr frei, und so herrschte staendig eine nach rechts abfallene Schiefe. Es tat so weh, dass ich immer langsamer wurde. Zuerst nicht ganz so dramatisch, aber durch die erhoehte Anstrengung brauchte ich wohl auch mehr Energie und so knallte ich zwar nicht vor die Wand, sondern es war eher ein gradueller Kraftverlust.
Ich war froh, dass ich den Forerunner nicht dabei hatte, sodass ich mein Schneckentempo nicht auch noch digital vor mir hatte. So gab ich auch nach ein paar erzwungenen Gehpausen nicht auf, sondern versuchte immer noch mein Bestes zu geben. Ich war nicht die Einzige, die auf den letzten 10 km langsamer wurde. Nur als ich von der 3:20-er Pacegruppe ueberholt wurde, musste ich mal kurz heulen.
Egal, ich habe es geschafft, bin meinen fuenften Marathon gelaufen, und auch wenn ich mit der Zeit von 3:27 nicht zufrieden bin, muss ich auch bedenken, dass das Training alles andere als optimal gelaufen ist und ich ja erst seit Mitte Dezember in chiropraktischer Behandlung bin. Ausserdem bin ich immerhin 105. Frau von 2970 Finisherinnen geworden.
Ich aergere mich jedenfalls nicht (mehr), sondern geniesse unseren Urlaub in Arizona.
Wir haben uns gleich nach dem Marathon auf den Weg nach Tucson gemacht und werden nun in den naechsten Tagen hier die Umgebung erkunden.
Eins steht fuer mich jedenfalls erstmal fest, und Jon hat es mir heute auch wieder vorgeschlagen: Ich werde mich ein Jahr lang auf kuerzere Rennen, 5 km bis zum Halbmarathon konzentrieren und an meinem Tempo arbeiten. Hab auch ehrlich gesagt erstmal genug vom Marathonlaufen...
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18 Januar 2009
War wohl nichts...
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Kerstin
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15:30
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28 Dezember 2008
März, April und Mai 2008
Der lange Lauf heute war kalt, aber nett und ich bin schon froh, es nun geschafft zu haben. Der naechste wirklich lange Lauf wird nun der Marathon, denn jetzt geht es ans Tapern!
Nun aber erstmal weiter mit dem Jahresrückblick.
März 2008
298 Meilen oder 481 km gelaufen
25 Meilen oder 41 km geritten
34 Meilen oder 56 km geradelt
Der Monat fing gleich gut an meiner einer Florida-Rundreise in den sonnigen Sueden mit meinen Eltern. Auf dieser Reise bin ich in Sarasota mit 1:34:59 einen richtig guten Halbmarathon gelaufen und zweite in meiner Altersgruppe geworden. Ich war richtig fit und immer noch mitten im Marathon Training.
Auch mit Brownie habe ich viel trainiert, auf dem Reitplatz und im Gelaende.
Die Laufsaison war in vollem Schwung und ich bin fast jedes Wochenende gerannt: Beim Brevard Zoo's Dino Dash 3K gab es eine neue Bestzeit von 11 min 48 sec und den zweiten Platz in meiner Alterklasse, beim Eye of the Dragon 10k mit 44 min 33 sec den Sieg in der F30-34 und den Croom Trail 15 Mile Fool Run habe ich mit 1 h 59 min 29 sec sogar gewonnen.
Ende Maerz waren Jon und ich dann noch mit meinen Eltern auf einer weiteren einwöchigen Rundreise durch Nordflorida und Georgia.
April 2008
222 Meilen oder 358 km gelaufen
49 Meilen oder 80 km geritten
148 Meilen oder 238 km geradelt
Man merkt schon an den Zahlen, dass der Boston Marathon näher rückte und das Tapering begann. Jon musste zu einer Konferenz nach Washington, zu der ich ihn wieder begleitete und dadurch die Gelegenheit hatte, die amerikanische Hauptstadt kennen zu lernen.
Zurueck in Florida wurde es Zeit, mich von meinen Eltern zu verabschieden, die sich wieder auf den Weg nach Deutschland machten.
Mit Brownie bin ich mein erstes Turnier in Amerika geritten.
Kurz bevor wir nach Boston aufgebrochen sind, habe ich mich im Fitness-Studio angemeldet und dann kam auch schon der Marathon, bei dem ich mit 3:20:08 eine Punktlandung erzielt habe.
Nach dem Marathon war viel Zeit fuer andere Sachen: Ich hatte meine erste Reitstunde bei Jack Henning, wir waren Kanufahren und Ausreiten in einem Naturpark.
Mai 2008
155 Meilen oder 251 km gelaufen
46 Meilen oder 75 km geritten
582 Meilen oder 937 km geradelt
Laeuferisch fing der Monat gut an. Ich war in Hochform und konnte sowohl beim Two Mile Bulldog Pineapple Run mit 12 min 24 sec als auch beim Run for the Gecko 5K mit 20 min 10 sec meine Altersgruppe gewinnen. Wir waren bei ein paar Gruppentrainings und frohen Mutes, diesen Sommer noch so richtig schnell zu werden.
Mit Brownie habe ich ziemlich erfolglos an einer Working Cow Horse Show teilgenommen und beschlossen, dass das nicht so unser Ding ist.
Dann kam die Verletzung, die fast den Rest des Jahres bestimmen sollte. Eine Art Muskelzerrung in der linken Hüfte legte mich so lahm, dass ich kaum noch laufen konnte. Dafür konzentrierte ich mich voll aufs Triathlon Training und Radfahren. Das Kraulschwimmen wurde zwar ein bisschen besser, aber niemals schneller als Brustschwimmen.
Ein langes Wochenende Ende Mai nutzten wir fuer eine viertaegige Radtour nach Tampa, bei der mein Entschluss reifte, dass Jon ein Rennrad braucht.
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Kerstin
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07:15
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Labels: Ausflug, Brownie, Cocoa, Cross Training, Florida, Halbmarathon, Jon, Laufen, Marathon, Rückblick, Schwimmen, Training, Turnier, USA, Wehwehchen, Working Cow Horse
02 Dezember 2008
7 Wochen bis zum Marathon
Montag Morgen: Regenerationslauf 6 Meilen - Rennradtour 32.75 km in 1:21:10 - Outdoor
Montag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - 11.26 km in 53:02 - Outdoor
Dienstag: Mittellanger Lauf 15 Meilen - 24.19 km in 2:04:45 - Outdoor
Mittwoch Morgen: Regenerationslauf 6 Meilen - 10.96 km in 1:00:00 - Outdoor
Mittwoch Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - Reiten - Platz
Donnerstag Morgen: Tempolauf 12 Meilen mit 7 Meilen @ 15k-Halbmarathon Renntempo - 1.8 km in 9:25 + 9.43 km in 41:38 - Suntree Turkey Trot
Donnerstag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - 9.67 km in 49:50 - Outdoor
Freitag Morgen: Regenerationslauf 6 Meilen - Spaziergang mit Jon 2.85 km - Outdoor
Freitag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - 13 km in 1:06:44 - Outdoor
Samstag: Regenerationslauf 8 Meilen - 13.12 km in 1:12:31 - Outdoor
Sonntag: Langer Lauf 24 Meilen - 42.195 km in 4:13:06 - Space Coast Marathon
Das war letzte Woche. Endlich habe ich gemacht, was ich mir schon vorletzte Woche vorgenommen hatte und die zweiten Laeufe am Tag weggelassen bzw. ersetzt. Das war schon besser so.
Am meisten Spass gemacht hat der Lauf am Montag Abend. Da bin ich mal so richtig schnell losgeflitzt ohne auf die Uhr zu schauen. Bezahlt habe ich dafuer dann am Dienstag, als die 24 km im Wickham Park einfach nicht enden wollten.
Dann stand auch schon wieder das Thanksgiving Wochenende vor der Tuer. Jon durfte am Mittwoch schon mittags nach Hause, also bin ich mit ihm mitgefahren und auf der Base gelaufen, ein Stuendchen ganz locker und gemuetlich.
Vom 10er am Donnerstag Morgen habe ich ja schon erzaehlt. Der war schon mal klasse.
Freitag und Samstag standen dann nur noch Regenerationslaeufe auf dem Plan, die ich aber doch ein bisschen zu schnell gelaufen bin bzw. mit zu hohem Puls.
Die Quittung kam dann am Sonntag beim Space Coast Marathon.
Immerhin hat der keine Nachwirkungen gezeigt. Kein Muskelkater, keine Schmerzen, alles in Butter! Mag auch an dem Eisbad gelegen haben und am Schwimmen am Montag Morgen, aber hauptsaechlich eben daran, dass ich mich eben nicht kaputt gemacht habe. Ich sag's mal so: Besser kein oder nur ein suboptimaler Trainingseffekt als ein negativer. Ausserdem habe ich mir gestern neue Schuhe gekauft, die Asics 2130. Damit gehe ich "back to the roots", denn meine ersten richtigen Laufschuhe waren deren Vorgaenger 2110, in denen ich auch meinen ersten Marathon gelaufen bin. Bei meinen ganzen Verletzung ist nun mal Schluss mit dem Experimentieren und ich bin auch restlos zufrieden. Bei meinem einstuendigen Regenerationslauf gestern Abend ging es mir so richtig gut. Wie auf Wolken mit den neuen Schuhen, keine Probleme mit Huefte, Knie oder Knoechel. Das sind einfach die richtigen Laufschuhe fuer mich!
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Kerstin
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03:23
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Labels: Ausrüstung, Cross Training, Marathon, Rennen, Rückblick, Schwimmen, Training
30 November 2008
Space Coast Marathon II

Ich hab's ja letztes Jahr schon mal versucht und hatte mir eigentlich geschworen, keinen Marathon mehr in Florida zu laufen.
Haette ich mich mal dran gehalten!
Aber da war dieser 38,6 km lange Lauf, der heute auf dem Programm stand und ich dachte es waere doch nett, den mit dem Marathon hier im Ort zu verbinden. Die paar extra Kilometer machen dann ja den Kohl auch nicht mehr fett. Ich wollte auch nur mein normales Langer-Lauf-Tempo laufen. Wie sich der geneigte Leser vielleicht erinnert, waren meine langen Laeufe bisher alle ziemlich gut und so war ich zuversichtlich, dass auch dieser ganz gut laufen wuerde.
Die erste Haelfte war dann auch in Ordnung. Ich lief mein geplantes Tempo, nicht zu schnell und nicht zu langsam. Leider war es schwueler als den ganzen November lang und ziemlich windig. Da der Wind aus dem Sueden kam war das erste Viertel, das in Richtung Norden gelaufen wurde, besonders einfach. Dann umkehren und Richtung Sueden. Das war schon nicht mehr ganz so witzig, aber noch ok. Meile 13 widmete ich wie geplant unserem armen, verletzungsgeplagten Hasen. Das war so ziemlich die letzte gute Meile. Gut ausgesucht, Kerstin!
Hier sah ich auch zum ersten Mal Jon, der mich am Start abgeliefert hatte und dann erstmal selber laufen war, bevor er mit der Kamera bewaffnet immer wieder auf der Strecke auftauchte und ganz viele Kuesse bekam.
Dann bogen die Halbmarathonlaeufer rechts ab ins Ziel, aber die Marathonlaeufer mussten weiter nach Norden, eine weitere Stunde gegen den immer staerker werdenden Wind laufen. Die Halbmarathonmarke ueberschritt ich in 1:54:xx. Mein langsamster Halbmarathon bisher, aber noch gut in der Zeit.
Wie gesagt, ich war nun schon fast eine Stunde gegen den Wind gelaufen mit der Aussicht auf eine weitere. Nicht nur meine Kraft, auch meine Motivation liess nun immer mehr nach. Ich hatte gar keine Lust mehr zu laufen und mich hier kaputt zu machen, wo ich doch fuer Arizona fit sein will. Dass es sich um einen geplanten Trainingslauf handelte konnte ich sehr erfolgreich verdraengen.
Schon bald kamen die ersten Gehpausen, und wenn man damit erstmal anfaengt und graessliche Zahlen auf dem Forerunner sieht, ist es ganz vorbei. Ja, ich habe die zweite Haelfte noch durchgezogen und NICHT aufgegeben - das kam ja schon mal gar nicht in Frage - aber wie? Gegangen, gelaufen, gejoggt, wieder gegangen, hingesetzt, stehen geblieben. Das war der schlechteste Lauf des gesamten Trainings. Furchtbar!
Immerhin, ich war doch wirklich froh, dass es nicht mein "Hauptmarathon" war, fuer den ich monatelang trainiert habe, sondern dass ich diesen Lauf einfach unter "schnell vergessen" abhaken kann.
Und die Bilder, die Jon gemacht hat, sind auch noch ziemlich gut geworden. Man sieht schon, dass ich den Lauf nicht ernst genug genommen und mich nicht genug angestrengt habe.
Ins Ziel kam ich schliesslich nach vier Stunden und 13 Minuten. Und ich hatte gedacht, unter vier Stunden waere allemal locker drin. Aber da hatte ich wohl vergessen, dass - zumindest fuer mich - die Woerter "locker" und "Marathon" einfach nicht zusammen passen. Einen Marathon muss ich aus vollem Herzen und hoch motiviert laufen, sonst wird das nichts.
Egal, wenn wir hier ein Muster sehen - jeweils ein guter und ein schlechter Marathon im Wechsel - dann kann ich fuer Arizona ja doch noch hoffen und bin froh, dass ich den schlechten jetzt erst mal weg habe. Das wird schon wieder!
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Kerstin
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10:50
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Labels: Foto, Marathon, Marathonplanung, Rennen
23 April 2008
Ein fast perfektes Rennen

Wie beschreibt man ein fast perfektes Rennen?
Hart trainiert, haarklein strategisch und rationell geplant, auf den Punkt gelaufen. Keine Überraschungen, Abweichungen von höchstens 20 Sekunden oder so pro Meile. Das ist für einen Marathon, wie ich finde, schon ganz schön genau. 26,2 Meilen lang.
Hört sich irgendwie langweilig und viel zu kopfmäßig an. Mit Tabelle in der Hand gelaufen, ja bleibt denn da nicht das Erlebnis auf der Strecke.
Meine definitive Antwort: Nein.
Ich habe gelernt, ich habe mich nicht hinreißen lassen, ich bin mit dem Kopf gelaufen, habe nicht mein Hirn ausgeschaltet und bin einfach losgerannt. Wenn ich wirklich gut laufen will, kann ich nicht mehr dieses intuitive Augen-zu-und-durch-Tempo rennen, sondern muss planen, mich konzentrieren, mit vollem Verstand laufen.
20 Wochen, seit dem 31. Dezember, habe ich trainiert, nach Zahlen zu laufen. Flott zu laufen, lange zu laufen, Berge (bzw. Brücken) rauf und runter. Rennen nach der Uhr zu laufen. Das war nicht immer einfach und nicht immer schön, aber ich habe es immer wieder gut hingekriegt.
Boston war die Krönung. Es war die Krönung harten Trainings, die Krönung genauer Planung, die Belohnung für Disziplin und harte Arbeit und viele, viele Kilometer unter 5 Minuten.
Boston war mein Rennen, ein Wahnsinnserlebnis. Die Tabelle hat mich nicht eingeschränkt, sondern mir Sicherheit gegeben. So eine Tabelle funktioniert nur, wenn man seine Leistung gut einschätzen und genau vorhersagen kann. Das ist mir gelungen.
Meile um Meile konnte ich meine Zeit mit der Tabelle vergleichen und Meile um Meile stimmte die Zeit.
Sicher, beim Start bergab aus der ersten Reihe der zweiten Welle sind alle losgerannt wie angestochen. Da hab ich keine Ausnahme gemacht. Da musste, wie eine Mitläuferin das sehr nett gesagt hat, sich erstmal das ganze Adrenalin ein bisschen setzen. Aber ganz schnell bin ich, vom Space Coast Marathon geläutert, langsamer geworden und schon die erste Meile war eine Punktlandung. 7:22 geplant, 7:17 gelaufen, perfekt!
Um die Abweichungen des Forerunners auszugleichen, habe ich auch brav nach jeder Meile die Lap-Taste gedrückt.
Von Anfang an war die Strecke von Zuschauern gesäumt. Es war einfach überwältigend. Die armen Leute müssen am Abend alle heiser gewesen sein, so wurde jeder angefeuert. Es war teilweise ein ohrenbetäubender Lärm. Kinder standen am Straßenrand und hielten die Hände zum Abklatschen raus, hielten Orangenstückchen, Bonbons, Wasserbecher für die Läufer hin. Neben den unzähligen offiziellen Wasser- und Gatoradestationen gab es noch mal mindestens doppelt oder dreimal so viele privat organisierte.
Ich kam aus dem Grinsen nicht mehr raus.
Dazu gab mir meine Tabelle die Sicherheit, mein Tempo zu laufen. Ich hatte keine Probleme, mich zurückzuhalten und auch als dann die ersten kleinen Bergaufstrecken kamen, lief es wunderbar locker und leicht und plötzlich zahlte sich jede einzelne Trainingsmeile, jeder Brückenlauf, jeder Schweißtropfen, den ich im Training vergossen hatte, aus. Nicht nur half mir das Training jetzt, meinen dritten und bisher besten Marathon zu laufen, es gab mir auch das Selbstvertrauen, es schaffen zu können, eben weil ich genau auf dieses Ereignis, auf genau dieses Tempo, genau diese Zeit hinaus gearbeitet hatte.
Auch die zweite Meile, die ich eigentlich 7:32 laufen sollte, war mit 7:16 noch gut im Rahmen, die dritte mit 7:25 und geplanten 7:29 sogar noch näher dran.
Jetzt hatte ich schon die ersten 5 km hinter mir, lief über die erste Zeitmatte und musste an alle denken, die vielleicht vor dem Computer mitfieberten und nun meinen ersten Split mitgeteilt bekommen würden. Ich sandte laut Grüße aus, denn bei dem Lärm der Zuschauer konnte das sowieso keiner sonst mitbekommen.
Die Strecke führte durch Vororte Bostons und hatte außer unbelaubtem Wald, Einfamilienhäusern und ein paar ganz netten Straßendörfern nichts zu bieten. Jon und ich waren sie Freitag vor dem Lauf abgefahren und ich war ein bisschen enttäuscht, wie unspektakulär sie war, aber zum Einen war ich so aufs Laufen konzentriert, dass ich von der Strecke sowieso nicht besonders viel mitgekriegt habe und zum Anderen machten die vielen Zuschauer das Ganze zu so einem unvergleichlichen Erlebnis, dass es diesmal wirklich nicht auf landschaftliche Schönheit ankam.
Die Straße war schmal, man würde eigentlich denken viel zu schmal für 25000 Läufer, aber ich hatte mit meinem Startplatz einen strategischen Hauptgewinn gezogen. Direkt aus der zweiten Reihe der zweiten Welle zu starten und ein flottes Tempo zu laufen hatte den unschätzbaren Vorteil, dass auf den ersten 20 Meilen immer genug Platz zum Laufen und Überholen war. Die Versorgungsstationen waren nie überlaufen, immer konnte ich direkt vom ersten Helfer mein Wasser oder Gatorade bekommen. Gleichzeitig war ich aber auch niemals auch nur annähernd alleine auf der Strecke, war für mich z.B. beim Space Coast Marathon ein großes motivationales Problem gewesen war.
Hier hatte ich immerzu genug Leben um mich herum.
Ich spulte die Meilen ab, genoss den Lauf, kontrollierte meine Zeit.
Meile 4 7:24, Meile 5 7:40, Meile 6 7:51, Meile 7 7:36, Meile 8 7:37, Meile 9 7:36, Meile 10 7:42, Meile 11 7:43, Meile 12 7:36, Meile 13 7:34.
Den Halbmarathon schaffte ich fast genau in der angegebenen Zeit und nun wusste ich sicher, dass ich den Marathon wie geplant laufen konnte. Ich war von dieser Einsicht überwältigt. Ich konnte einen Marathon in drei Stunden und 20 Minuten laufen. Es war auf einmal möglich.
Mir ging mein eigenes Gegrinse schon auf die Nerven, meine Oberschenkel waren recht hart, taten aber noch gut ihre Dienste, und immer wieder wurde ich von den Zuschauern ermutigt, weiter zu laufen. Es fiel mir leicht mein Tempo zu halten, aber ich hatte ein anderes Problem. Ich wusste, dass ich genug trinken musste, aber jedes Mal wenn ich mir im vollem Lauf aus einem Pappbecher Wasser oder Gatorade in den Hals schüttete, ging unweigerlich auch etwas in meine Nase. Ist ja nicht mein erstes Rennen, aber so genervt hat mich das vorher wirklich noch nie. Je weiter ich kam desto unangenehmer wurde es und ich hatte schon gar keine Lust mehr überhaupt was zu trinken, vor allem weil ich auch eigentlich gar keinen Durst hatte, doch mit jener Disziplin, mit der ich alle Trainingsläufe schneller als im 5er-km-Schnitt absolviert hatte, zwang ich mich auch weiterhin, im Wechsel Wasser und Gatorade zu mir zu nehmen.
Besonders schlimm wurde es, also ich nach 15 oder 16 Meilen meine Handschuhe auszog, fallen ließ und danach nichts mehr zum Mund- und Naseabwischen hatte. Das war eine der unangenehmen Erfahrungen des Marathons und ein Grund mehr so schnell zu werden, dass man als Eliteläufer seine persönliche Wasserflasche angereicht bekommt.
Trotz dieses geringeren Problems lief ich munter weiter meine Splits: Meile 14 7:36, Meile 15 7:42, Meile 16 7:15, Meile 17 7:51.
Mein altbekanntes Problem, der böse Durchfall, machte Meile 18 mit 8:13 leider langsamer als geplant, aber zu Glück gab es direkt an der richtigen Stelle zwei für Läufer reservierte Dixie-Klos, nicht besetzt, sodass sich der Schaden in Grenzen hielt. Ich kam außerdem in die berühmt berüchtigten Newton Hills und überholte immer mehr der in Welle 1 um 10 Uhr gestarteten angeblich schnelleren Läufer, die die Berge hoch gingen. Das war etwas unpraktisch, denn nun wurde es doch etwas eng und die ganzen Geher machten auch nicht unbedingt immer gleich Platz.
Kurz vor dem schlimmsten Anstieg lief ich Meile 19 7:42, Meile 20 7:55 und den bösen Heartbreak Hill auf Meile 21 schließlich in 8:03 (geplant 8:04). Auch hier wurden alle Läufer von den Zuschauer angefeuert was das Zeug hielt. Viele Leute hatten ihren Namen auf die Nummer oder ihr Shirt geschrieben und wurden persönlich angesprochen, aber daran hatte ich ja gar nicht gedacht und so hörte ich, je weiter das Rennen voranschritt, immer öfter meine Nummer. Kein Wunder, ich ging im Gegensatz zu vielen anderen keinen einzigen Schritt, sondern überholte einen Läufer nach dem anderen.
Eigentlich hätte ich auf dem Heartbreak Hill nach 21 Meilen mein drittes Gel einnehmen sollen – die anderen hatte ich wie geplant bei Meile 7 und 14 konsumiert – aber ich hatte das gleiche Problem wie bei anderen langen Läufen und Marathons. Irgendwann kann ich das Zeug einfach nicht mehr sehen und mich selber nicht mehr dazu zwingen, mehr davon zu mir zu nehmen, vor allem wenn ich auch noch viel süßes Gatorade trinke.
Meine Oberschenkelmuskulatur war inzwischen völlig verhärtet und schrie mir zu, doch bitte langsamer zu machen oder am besten gar nicht weiterzulaufen, aber immer wieder gelang es mir mich selber zu weiterlaufen zu überreden, immer wieder wurde ich von diesem Glücksgefühl überwältigt, den Boston Marathon zu laufen und ihn gut zu laufen.
Immer wieder konnte ich mich an meine guten Trainingsläufe erinnern und die Frauen vor meinem inneren Auge sehen, die am Vortag bei den Marathontrials mitgelaufen waren. Ich stellte mir vor, eine von ihnen zu sein, imitierte ihren Laufstil, lief hoch aufgerichtet und schnell. Immer wieder konnte ich mich an die vielen Tipps erinnern, die ich von meinem Coach, rollender Versorgungsstation und Kuss-Stopp Jon auf langen und kurzen Läufen und vor allem zum Bergauf- und –ablaufen bekommen hatte.
Die Newton Hills hatte ich erfolgreich hinter mich gebracht, aber nicht jeder war scheinbar in einer Kondition, weiter rennen zu können. Das Feld verdichtete sich immer mehr, der Platz zum Laufen wurde knapper und das Überholen mühsamer. Das heißt, nicht das Überholen an sich, denn die Läufer die ich überholte joggten oder gingen nur noch.
Dafür wurde der Lärm der Zuschauer immer ohrenbetäubender und bekam sogar fast hypnotisierenden Charakter. Es gab nur noch die Strecke. Den Marathon und mich. Ich schaffte es, den unglaublichen Tunnelblick zu bekommen, bei dem ich außer der Strecke, den zu überholenden Läufern, meinem eigenen Körper und vor allem meinen Beinen nichts mehr mitbekam. Ich war hochkonzentriert und nur wenn mir diese Konzentration teilweise verloren ging, merkte ich, dass ich mich doch ganz schön quälen musste.
Egal, die 3:20 waren immer noch in greifbarer Nähe, auch wenn ich ein paar Sekunden hinter meinen Splits war.
Meile 22 7:30, Meile 23 7:41, Meile 24 7:25, Meile 25 7:43.
Zu diesem Zeitpunkt, bei Meile 25, erreichte ich das berühmte Citgo-Zeichen. Nur noch eine Meile. Ich ließ alles fallen was ich noch in den Händen hatte, drei Gels und meine Tabelle fielen auf den Boden und wurden wahrscheinlich von den nachfolgenden Läufern plattgetrampelt. Ich brauchte diese Sachen jetzt nicht mehr. Ich war fast da. Ich hatte den Boston Marathon fast geschafft. Nun hieß es nur noch, die allerletzte Meile und 385 Yards so schnell wie möglich zu laufen und vielleicht noch ein paar Sekunden aufzuholen, die ich in den letzten Meilen verloren hatte.
Ich hatte keine Ahnung wo ich war, ich rannte nur noch, überholte, rannte, überholte. Kein einziges Mal schaute ich mehr auf den Forerunner, ich lief, versuchte soviele positive Gedanken und Gefühle wie möglich heraufzubeschwören und die Stimme in meinem Kopf abzutöten die mir sagte, dass 3:23 doch auch keine schlechte Zeit wäre. Ich musste mich aktiv daran erinnern, dass die 3:20 mein Ziel war und ich es nicht aus Bequemlichkeit so kurz vor dem Ziel aufgeben konnte.
Sieht so aus, als glaubte ich mir selber, denn als ich schließlich in die Endgerade, Boylston Street, einbog und das Ziel sehen konnte, hörte ich meinen Namen, sammelte noch mal alle Kraft und sprintete los. Ich konnte noch nicht die Uhr sehen, aber rannte trotzdem wie der Teufel. Es war knapp und ich hoffte, vielleicht doch noch die 19 zu sehen.
Naja, was soll ich sagen? Die 8 Sekunden habe ich wohl mal wieder zu lange auf der Toilette gesessen. Als ich ins Ziel lief war ich unsagbar enttäuscht. 8 Sekunden! Ich konnte es kaum glauben. Genauso eine blöde Zeit wie mein 20:00 Minuten 5km-Lauf im letzten Jahr. Dabei hätten sich 3:19:59 doch viel besser angehört. Sowar Gemeines!
Ich war wie betrunken vor Erschöpfung, überwältigt von Gefühlen, außer mir und erzählte erstmal meine Geschichte von den 8 Sekunden einem freiwilligen Helfer, bevor ich mich ein bisschen besser fühlte.
Auf dem langen Weg durch die Gasse der Läufer, während des scheinbar ewig dauernden
Prozess des Deckeumhängens, Medailleabholens, Chipentfernens, usw. usw. bis ich endlich zu Jon durchgedrungen war dämmerte mir immer mehr, was ich gerade geschafft hatte. 8 Sekunden hin oder her, ich habe mein Ziel erreicht und ich hätte es kaum punktgenauer erreichen können. Mein Ziel waren nicht 3:19:59 sondern 3:20. Genau die bin ich gelaufen (vgl. Greif) und ich kann stolz auf meine Leistung sein, zufrieden mit meinem fast perfekten Lauf und dankbar für dieses wunderbare Erlebnis, den Boston Marathon gelaufen zu sein.
Wenn mir jetzt, einen Tag nach dem Marathon, auch das Treppensteigen so schwer fällt wie noch nie und ich wütend auf irgendwelche unbekannten Architekten und Städteplaner werde – und endlich auch wirklich mal die Frustration von Rollstuhlfahrern verstehen kann – die Stufen statt Rampen bauen, so hat sich die ganze Schinderei doch gelohnt. Ich habe endlich eine Idee davon bekommen, wie ich einen guten Marathon laufen kann. Ich weiß jetzt so ungefähr wie es geht und das Allerbeste an der Sache ist, dass noch kein Ende der Fahnenstange in Sicht ist. Ich weiß, dass ich noch viel schneller werden kann und kann es kaum abwarten, den nächsten Marathon zu laufen!
Vielleicht ändern wir unsere Pläne ja doch noch mal und gucken uns einen schönen kleineren Marathon im Oktober oder November aus. Der San Antonio Rock’n’Roll Marathon am 16. November zum Beispiel hört sich im Prinzip schon mal gar nicht sooo schlecht an…
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Kerstin
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18:54
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Labels: Foto, Landkarte, Marathon, Personal Record, Reisen, Rennen, Video
21 April 2008
Boston Marathon
14076 Dea, Kerstin 30 F Rockledge FL USA GER
Checkpoints 5k 10k 15k 20k Half 25k 30k 35k 40k
0:22:46 0:46:35 1:10:15 1:34:02 1:39:10 1:57:42 2:22:01 2:46:18 3:09:48
Finish Pace Projected Time Official Time Overall Gender Division
0:07:38 3:20:08 4306 449 364
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Kerstin
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13:24
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Labels: Marathon, Personal Record, Rennen
31 Dezember 2007
Rennen 2007
30. 12. Kinda-Full-Luna 50k - Platz 3 - 4 h 54 min 57 sec
15. 12. Running Zone Race Series: Jingle Bell 2 Miler - 12 min 56 sec
14. 12. Jingle Bell 5K (3mile) Run - Platz 1 Frauen - 19 min 46 sec
25. 11. Space Coast Marathon - Platz 7 Frauen - 3 h 35 min 10 sec
17. 11. Titusville Racing Series: Chain of Lakes 5X XC - Platz 1 Frauen - 19 min 44 sec
27. 10. Twilight Zone Tower of Terror 13k - Platz 40 von 2591 - 57 min 7 sec
26. 10. Running Zone Race Series: Pumpkins in the Park 5K - Platz 7 Frauen - 20 min 59 sec
20. 10. Fall into Winter 5k - Platz 29 - 22 min 9 sec
13. 10. John Holmes 50K Trail Run - Platz 1 Frauen - 4 h 54 min 2 sec
6. 10. Marine Corps Half Marathon - Platz 12 von 452 Frauen - 1 h 38 min 29 sec
23. 9. Omaha Half Marathon - Platz 41 von 1022 - 1 h 34 min 4 sec
15. 9. RICE AND ROSE TOMOKA FOUR MILER - Platz 2 Frauen - 26 min 54 sec
8. 9. The Inaugural DeLand Run Club Half Marathon - Platz 8 - 1 h 55 min 21 sec (2 Meilen Umweg durch Verlaufen)
31. 8. BEACH FUN RUN 1.5 miles - Platz 1 - 10 min 37 sec
24. 8. 5K BEACH RUN - Platz 1 Frauen - 25 min 3 sec
18. 8. Running Zone Race Series: I Run for Pizza - Platz 4 Frauen - 20 min
4. 8. Moss Park Forest Run 10k - Platz 1 Frauen - 42 min 45 sec
28. 7. Astronaut Family Challenge Triathlon - 31 min 24 sec
20. 7. Red White & Blue 5k Squadron Run - Platz 3 Frauen - 19 min 54 sec
15. 7. Heartland Triathlon - Platz 4 von 111 Frauen - 1 h 18 min 20 sec
4. 7. Watermelon 5K - 21 min 10 sec
1. 7. 5K & 10K Firecracker Challenge - Platz 1 von 19 Frauen - 23 min 13 sec + 45 min 7 sec
16. 6. Adult/Youth Mini Triathlon 300yd-5mile-1.5mile - Platz 2 von 4 - 34 min 6 sec
9. 6. Seaside Scurry 5k - Platz 8 von 115 - 21 min 17 sec
26. 5. 18th Annual Space Coast Sports Festival 5k Race - Platz 24 von 134 - 21 min 59 sec
19. 5. Run for Wakulla Springs 5k - Platz 22 von 204 - 22 min 40 sec
15. 5. Warrior Run 3 Meilen - 20 min 49 sec
12. 5. 16th Annual Pancake Run for Missions 1 Meile - Platz 6 von 108 - 7 min 21 sec
12. 5. 16th Annual Pancake Run for Missions 5 km - Platz 19 von 216 - 21 min 36 sec
5. 5. 33rd Fiesta Run 10k - Platz 91 von 448 - 47 min 17 sec
28. 4. Jubilee CityFest Run 8K - Platz 43 von 258 - 36 min 39 sec
24. 4. Court Square Race 1 Meile - Platz 21 von 117 - 6 min 35 sec
14. 4. United Way of St. Charles Bridge Run 5 km - Platz 8 von 302 Frauen - 22 min 19 sec
31. 3. Laughlin Half Marathon - Platz 2 von 88 Frauen - 1 h 43 min 16 sec
17. 3. Romancing the Island 25 km - Platz 24 von 74 - 2 h 8 min - 12 sec
4. 3. Napa Valley Marathon - Platz 310 von 1236 - 3 h 43 min 43 sec
4. 2. Pacific Shoreline Half Marathon - Platz 1247 von 7386 - 1 h 50 min 35 sec
20. 1. Pacifica Trail Run 30 km - Platz 10 von 47 - 3 h 18 min 59 sec
14.1. Angel Island New Year's Trail Run 25 Km - Platz 30 von 100 - 2 h 18 min 13 sec
1. 1. 36. Berliner Neujahrslauf 4 km
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Kerstin
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Labels: Halbmarathon, Marathon, Rennen, Triathlon
24 Dezember 2007
Marathon - Key West
I rode my bike from Marathon to Key West.
23 Dezember 2007
Homestead - Marathon
I rode my bike from Homestead to Marathon.
01 Dezember 2007
Marathonfotos

Groessere Bilder gibt es leider nicht.
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Kerstin
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25 November 2007
Space Coast Marathon
Das kommt davon wenn man den Mund zu voll nimmt.
Die gute Nachricht: Ich habe mich fuer Boston qualifiziert und werde dort am 21. April 2008 den Marathon laufen.
Die schlechte Nachricht: Alle anderen Ziele habe ich nicht erreichen koennen.
Das lag vor allem mal an dem viel zu schwuelen und warmen Wetter, aber andererseits auch an meiner eigenen Bloedheit. Ich weiss doch, dass ich keinen Marathon im 4.35er Schnitt durchhalten kann. Warum lasse ich mich dann von den anderen schnellen Damen anstecken und renne die ersten 8 Meilen oder so wie ein Bekloppte, nur um den Rest des Rennens als reinste Qual im Schneckentempo durchzustehen?
Mancher Leser wird sich noch an den Berlin Marathon Ende September und die enttaeuschenden Erlebnisse dort erinnern.
Space Coast war mein Berlin und am Ende konnte ich froh sein, dass ich es doch noch nach Boston schaffe.
Meine Zeit von 3:35:10 hat zwar noch fuer den Sieg in meiner Altersgruppe gereicht, aber stolz bin ich darauf nicht.
Dabei hatte ich noch nicht mal Kraempfe oder sowas, ich konnte einfach nicht mehr, weil ich mein Pulver viel zu schnell verschossen hatte.
Das Schoenste an dem Lauf war, dass Freunde an der Ziellinie gewartet haben und wir nach der Siegerehrung noch nett zusammen essen gegangen sind. Ansonsten hake ich diesen Lauf unter "wieder was dazu gelernt" ab und hoffe einfach mal, dass beim naechsten Mal alles besser wird!
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Kerstin
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Labels: Marathon, Personal Record, Video
03 November 2007
Boston, London, Berlin, Chicago, New York
Normalerweise bin ich ja kein Sport-im-Fernsehen-Gucker, aber wenn es um die Olympic Trials der Maenner fuer den Marathon in Peking 2008 geht, mach ich auch schon mal eine Ausnahme und schau mir das Rennen live im Internet an.
Wahnsinn, was die rennen koennen! Einfach genial. Der Sieger Ryan Hall ist mit 2:09:01 ins Ziel gekommen und es sah so einfach aus.
Ein schoenes Rennen!
Ryan Hall, Dathan Ritzenheim und Brian Sell duerfen nun also als die ersten drei Sieger naechstes Jahr nach China.
Vielleicht bin ich ja tatsaechlich in 4 Jahren selbst dabei. Die Frauen sind zum Glueck ja etwas langsamer unterwegs.
Die Trials der Frauen fuer 2008 koennen wir hoffentlich dann auch live anschauen, denn sie finden einen Tag vor dem Boston Marathon in Boston statt. Ich bin ja mal gespannt!
Und nachher gehen wir erstmal selber auf unseren letzten 20-Meilen-Lauf vor dem Space Coast Marathon. Motiviert genug sind wir ja nun nach diesem grossartigen Rennen!
Nachtrag: Dass einer der Teilnehmer, Ryan Shay, bei dem Lauf gestorben ist, habe ich erst nach unserem langen Lauf am Samstag Abend erfahren. Eine tragische Geschichte, die nun die Trials ueberschattet. Ryan Shay war erst 28 Jahre alt und die genaue Todesursache steht noch nicht fest, aber es soll etwas mit dem Herzen zu tun haben. Schrecklich, wenn jemand so jung aus dem Leben gerissen wird!
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Kerstin
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06 März 2007
04 März 2007
Napa Valley Marathon
26.2 Meilen in 3 Stunden 43 Minuten und 43 Sekunden.
Da kann man ja nicht meckern.
Ich habe mein Ziel erreicht! Ich bin ein Marathonlaeufer!
Meine Beine tun weh und meine Zehennaegel sind blauer denn je, aber das spielt ja alles keine Rolle.
Wir haben's geschafft! Hurra! Damit ist mein Ziel, unter 4 Stunden zu bleiben, so locker erreicht, dass ich mir fuers naechste Mal im Herbst lieber mal gleich 3:30 vornehme, damit es nicht zu einfach ist.
Der Marathon war einfach klasse und die Landschaft im Napa Valley hat mich so an Frankreich erinnert, dass mir mehr als eine Parallele zu meiner Pilgerreise aufgefallen ist. So ein Marathon ist ein Pilgerfahrt in ueberaus komprimierter Form, kuerzer und intensiver. Das ganze Erlebnis an einem einzigen Tag (naja, rechnet man das Training mit, ist es doch etwas laenger...).
Wir sind heute noch im Hotel und jetzt habe ich mir aber auch eine Ruhepause verdient und deswegen kommt ein ausfuehrlicherer Bericht und Videos spaeter. Ich wollte nur schon mal Bescheid sagen, dass es geklappt hat. Und haette ich nicht diesen bloeden Durchfall bekommen, waere ich sogar noch 10 Minuten schneller gewesen!
Bilder von vor und nach dem Rennen gibt es hier!
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Kerstin
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Labels: Ernährung, Foto, Marathon, Marathonplanung, Personal Record, Rennen, Wehwehchen
















