Jedenfalls seit er auf der Welt ist. In meinem Bauch hatte er ja schon einiges an Rennerfahrung gesammelt, so auch bei den ersten beiden Läufen der Titusville Race Series.
Heute stand nun der dritte an und weil es mir so gut geht und man auch fürs Gehen Punkte bekommt führte unser heutiger Familienausflug mal wieder ins 30 Minuten entfernte Titusville. Laufen soll ich ja noch nicht wieder, aber gegen einen 5 km langen "Spaziergang" mit meiner süßen Maus kann ja keiner was einzuwenden haben. Mit elf Tagen wird es ja auch langsam Zeit, in dieser Richtung erste Erfahrungen zu sammeln.
Natürlich waren wir am Vortag wieder nicht vor elf ins Bett gekommen und Niklas bestand darauf, um fünf Uhr morgens gestillt zu werden (natürlich nicht das einzige Mal in dieser Nacht), sodass wir doch mit einem ordentlichen Schlafdefizit anreisten, das der guten Laune aber keinen Abbruch tat.
Es war ein wunderschöner Morgen, sonnig, trocken und relativ kühl ohne zu kalt zu sein. Gerade richtig für einen Lauf, Spaziergang, Ausfahrt im Kinderwagen. Von meiner üblichen Nervosität war nichts zu spüren und das Aufwärmen konnte ich mir diesmal auch sparen. Stattdessen war ich mal wieder über die getönten Fenster und den vielen Platz im Auto froh der Niklas und mir bei seiner letzten Mahlzeit vor dem Rennen genug Privatsphäre gab. Insgesamt waren wir wieder mal positiv überrascht, wie einfach es ist, unser Baby überall mit hinzunehmen.
Um acht war es schließlich soweit. Ich hatte mich ganz hinten am "Walkers" Hütchen aufgestellt und dann fiel der Startschuss.
Ein großes Glück durchströmte mich als wir uns in Bewegung setzten, zum ersten Mal mit Niklas im Kinderwagen, der übrigens wirklich hervorragend leichtläufig ist. In einem Rennen mit meinem Sohn dabei zu sein war ein großartiges Gefühl.
Dass sich die meisten Läufer direkt mal absetzten und eine immer größer werdende Lücke entstand machte mir sowas von überhaupt nichts aus. Ich ging meinen schnellsten Schritt und Niklas war sowieso von der Bewegung direkt eingeschläfert worden.
Die Strecke eignete sich hervorragend für unsere Zwecke, denn einen 5-km-Rundkurs hat man nicht allzu oft.
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Dazu war sie auch noch besonders schön, an ruhigen Seitenstraßen entlang, im Morgenlicht und Sonnenschein einfach klasse. Ich muss es zugeben: Nach 10 Minuten Gehen joggte ich probeweise ganz langsam eine Minute lang. Ging richtig gut. Fünf Minuten flottes Gehen, eine Minute langsames Joggen, das war ein guter Kompromiss. Es fiel mir ganz leicht und ich glaube nicht, dass ich es damit übertrieben habe. Niklas, der das mit dem Joggen im Kinderwagen noch nicht kannte, machte ab und zu mal ein überraschtes Geräusch, wachte dabei aber nicht mal wirklich auf.
Vielleicht einen Kilometer vor dem Ziel gab es dann noch eine schöne Überraschung: Jon, der natürlich schon ewig vorher angekommen war kam uns entgegen, sodass wir den Rest der Strecke zusammen zurücklegen konnten.
Das war am schönsten: Mit der ganzen Familie im Rennen. Ich bin so froh, dass wir diese ganzen tollen Sachen zusammen machen können.
Jon erzählte mir von seinem eigenen Lauf: Obwohl er nicht wirklich sooo viel trainiert hatte war ihm doch mit 19:31 an diesem perfekten Laufmorgen eine neue (Florida) PB gelungen. Nur als siebzehnjährigem Highschool Läufer in Iowa war er noch schneller. Da war ich natürlich besonders stolz auf ihn.
Im Ziel war einiges an Zuschauern versammelt, die mich begeistert auf den letzten Metern anfeuerten. Ich beschleunigte meinen Laufschritt (Wir LAUFEN ins Ziel, hab ich damals beim Distanzreiten gelernt) noch ein bisschen und kam über beide Ohren grinsend nach 42 Minuten ins Ziel. Das ist eine Minute schneller als meine 10-km-Bestzeit, aber ich möchte trotzdem behaupten, dass dieses erste Mal mit Niklas mein bestes Rennen überhaupt war. Vor allem vom Gefühl her, das mich irgendwelche Zeiten sofort vergessen ließ.
Ich hatte dieses Mal natürlich nichts gewonnen, aber Jons Zeit war gut genug für den dritten Platz in seiner Altersgruppe. Passenderweise gab es diesmal als Preise für alle Platzierten Teddybären. Da kann man sich ja denken, für wen er seinen gewonnen hatte.
Auf der Heimfahrt öffnete Niklas dann schließlich so ziemlich zum ersten Mal an diesem Tag seine Augen für länger und konnte sich seinen neuen Plüschkumpan auch mal anschauen.
23 Januar 2010
Niklas' erster Fünfer
07 Januar 2010
Hallo? Motivation? Wo bist du?
Hier passiert ja gar nichts mehr. Ich will nirgends hinfahren zum Laufen. Ich will ueberhaupt nirgendwo hinfahren. Am liebsten das Haus gar nicht verlassen. Raus zum Laufen? Muss das sein? Jetzt? Das Sofa ist doch so schoen bequem, ich bin gerade so schoen faul, ich sitze hier so gut. Bin so schwer. Alles faellt schwer. Jammer, jammer jammer.
Wenn erstmal die Wehen losgehen zaehlen auch keine Ausreden mehr.
Na gut, raffe ich mich doch wieder auf. Vierzig Minuten durch die Siedlung, bei herrlichem Laufwetter und strahlendem Sonnenschein, das soll ja wohl zu schaffen sein. Ist es auch, natuerlich, wie immer.
Trotzdem fuehle ich mich wie ein Anfaenger. Wo ist die Leichtigkeit geblieben, mit der ich sonst Meile um Meile zurueck gelegt habe? Wofuer habe ich eigentlich die ganze Zeit trainiert, wenn mir die Lauferei immer schwerer faellt statt leichter? Das ist doch nicht richtig!
Meine Beine moegen das ganze zusaetzliche Gewicht nicht, dass sie nun rumzuschleppen haben, soviel steht fest. Sie moechten sich eigentlich am liebsten immerzu ausruhen. Wie soll ich ihnen erklaeren, dass sie dadurch nur noch schwaecher werden? Bald ist das alles vorbei. Ein Lichtblick am Horizont, denn der Geburtstermin soll in drei Wochen sein. Wird auch langsam Zeit.
Wenn ich erstmal zehn Minuten oder so unterwegs bin wird es manchmal ein bisschen einfacher, kann ich ein bisschen freier ausschreiten. Aber wenn es dann vorbei ist, bin ich doch wieder froh.
Warum ich ueberhaupt noch laufe, so kurz vor der Geburt?
Auch heute war ich wieder unterwegs und ich muss sagen, dass auch die netten Landkarten, die mein Forerunner und ich so aufzeichnen, meine Motivation steigern, doch immer wieder die Schuhe zu schnueren und laufen zu gehen. Hier ist die von heute.
Eins muss ich hier aber mal ganz klar stellen (auch wenn noch nie jemand was Negatives gesagt hat): Sollte es irgendeinen medizinischen Grund geben der gegen das Laufen spricht, wuerde ich da natuerlich als allererstes auf meine Aerztin hoeren und sofort aufhoeren. Das Baby und seine Gesundheit geht in jedem Fall vor.
Solange aber nichts dagegen spricht bin ich der Meinung, dass eine fitte Mutter immer noch das Beste ist fuer ihr Kind.
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Kerstin
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Labels: Landkarte, Laufen, Schwangerschaft
01 Januar 2010
Solar Bear Run
Der erste Solar Bear (Sonnenbaer) Run (ein Polar Bear - oder Eisbaer - Run waere in Florida ja nicht so realistisch) lockte auch Jon und mich am Neujahrstag hinaus aus dem Haus, ironischerweise in den stroemenden Regen. 8 km war der Gruppenlauf lang, kein Rennen, sondern einfach ein Zusammenkommen verschiedener Laeufer aus der Gegend, die zusammen zum Strand laufen wollten. Ich nahm mir am Anfang das Sonderrecht heraus, die Strecke in bisschen abzukuerzen und kam insgesamt auf 7,2 km in 45 Minuten.
Zum Glueck hoerte der Regen zum Start des Laufes auf und ein starker Westwind wehte uns ueber den Eau Gallie Causeway zum Strand. Trotzdem fiel mir der Lauf nicht wirklich leicht. So langsam merke ich doch das zusaetzliche Gewicht immer staerker. Da war ich froh, dass Jon auf mich gewartet und mir - im Pinguinwatschelgang - zusammen gelaufen ist. Man konnte das Ziel schon von weitem sehen. Weiter geht es nicht, wenn die Strasse am Strandparkplatz endet.
Viele andere sind dann gleich auch noch in den doch ganz schoen kalten Atlantik (18 Grad) gehuepft, aber das habe ich mir dann doch geschenkt. Kurz mit den Fuessen rein reichte mir schon.
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Vom Strand aus hatte ich Glueck und fand bei einer anderen Laeuferin eine Mitfahrgelegenheit zurueck zum Ausgangspunkt. Jon dagegen trat tapfer auch den Rueckweg zu Fuss an. Diesmal gegen den Wind und starken Regen. Bei dem Sauwetter war es kein Wunder, dass er sich besonders beeilt hat und er diesmal fuer die 7,2 km nur 33 Minuten brauchte, waehrend ich im trockenen Auto auf ihn wartete.
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So hat 2010 wenigstens gleich richtig angefangen. Mit Freunden zum Strand laufen, was kann man Besseres verlangen (ausser das Ganze auch noch bei Sonnenschein)?
15 Dezember 2009
Nebel und Sonne
Nebel ist hier in Florida ein seltenes Phänomen. Umso erstaunter waren wir alle, als gestern Nachmittag die dicke Suppe anfing die Sicht zu versperren und bis heute Morgen anhielt.
Losgelaufen bin ich heute also, als es am Indian River noch ganz schön neblig war.
Doch die liebe Sonne leistete ganze Arbeit und brannte den ganzen Nebel schnell weg.
Ich lief auf der Marathonstrecke am Fluss entlang. Wegen der extrem hohen Luftfeuchtigkeit trocknete der Schweiß so gar nicht auf der Haut, aber auf dem Rückweg kam mir eine leichte Brise entgegen, die mich auf Angenehmste kühlte.
Als ich 50 Minuten und 8,5 km später wieder meinen Ausgangspunkt erreichte, waren nur noch über dem Fluss einige Wolken- und Nebelreste zu sehen, ansonsten strahlte wie gewohnt die Sonne vom Himmel.
Beim anschließenden Dehnen im Riverfront Park wurde mir jedenfalls in der Sonne schon wieder ganz schön heiß.
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Kerstin
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11 Dezember 2009
Strandlauf
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Kerstin
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09 Dezember 2009
Mittagessen am Strand
Nate und Michelle sind zu Besuch aus Washington D.C. bei uns. Mittags treffen wir uns mit Jon in Cocoa Beach zum Essen.
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Abends bin ich dann noch ein bisschen durch die Siedlung gelaufen.
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04 Dezember 2009
33. Woche
40 Zentimeter kann Ihr Kind schon groß sein und etwa 1.700 Gramm schwer. Ein letzter großer Purzelbaum steht in dem immer enger werdenden Zuhause an: Ihr Kind dreht sich in seine Geburtslage. Normalerweise liegt der Kopf unten und kommt als erster Teil des kindlichen Körpers auf die Welt. Das trifft in 95 Prozent der Fälle zu.
Vermeiden Sie es, Ihr zusätzliches Gewicht dadurch auszugleichen, dass Sie sich nach hinten lehnen: Die Perspektive ändert sich und somit auch Ihr Schwerpunkt. So kann es passieren, dass Sie häufig anstoßen oder Dinge aus den Händen verlieren.
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Kerstin
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03 Dezember 2009
Vorweihnachtszeit in Cocoa Village
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Kerstin
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Labels: Cocoa, Foto, Indian River, Landkarte
25 Dezember 2008
Weihnachten in Deutschland
Eine lange Flugreise ist nie besonders angenehm oder erholsam, aber es war die Kosten und Muehen auf jeden Fall wert. Weihnachten mit der ganzen Familie, das ist schon was sehr Nettes.
Am Heiligen Morgen sind wir in Frankfurt gelandet, wo uns meine Eltern abgeholt haben. Noch mal zwei Stunden im Auto sitzen und endlich waren wir am Ziel. Ich hatte im Flugzeug wie immer nicht schlafen koennen, sondern hatte mir zwei Filme angeschaut und gelesen. Durch die Zeitverschiebung von sechs Stunden ist fuer uns die Nacht sowieso mehr oder weniger ausgefallen.
Nach so langem Sitzen und Aufenthalt in Flughaefen, Flugzeugen und im Auto waren meine Beine ganz kribbelig nach Bewegung und mein Blut musste unbedingt mit frischer Luft versorgt werden. Wir sprangen also gleich nach unserer Ankunft in meinem Elternhaus in die Laufsachen und drehten eine 10-km-Runde. Danach waren wir noch mueder, aber schoen war es trotzdem.
Ich habe es tatsaechlich noch bis nach zehn ausgehalten bevor ich ins Bett gefallen bin. In der Nacht schlief ich wie ein Stein und konnte schon mal ein bisschen von dem ausgefallenen Schlaf nachholen. Dann stand ein 25-km-Lauf auf dem Plan, den ich am fruehen Nachmittag in Angriff nahm. Ich wohne ja nun schon laenger nicht mehr in Kamen und erinnerte mich nicht mehr an alle Wege, aber mit Hilfe meiner Eltern bekam ich doch noch eine schoene Runde zusammen. Es war ein sehr schoener Lauf, aber ich stellte auch fest, dass es hier ein ganz anderes Laufen ist.
Es mag ein bisschen am Jet-Lag und meiner Restmuedigkeit gelegen haben, aber insgesamt war ich etwas langsamer als in Florida, dafuer ging mein Puls auch nicht so hoch. Ich konnte praktisch muehelos Kilometer um Kilometer laufen, mit denen ich sonst kaempfen muss. Langeweile konnte erst gar nicht aufkommen, weil es im Gegensatz zu meinen Laeufen in Florida nie lange geradeaus ging. Immer wieder gab es Abzweigungen, staendig andere Aussichten, die Landschaft aenderte sich alle paar Minuten geringfuegig und auch die Untergruende wechselten von Asphalt zu Schotter, ein bisschen Matsche dazwischen. Eine sehr abwechslungsreiche Strecke. Ich kam nach Luenen-Beckinghausen, zum Datteln-Hamm-Kanal, an dem mir der Ostwind feste um die Nase blies, bog dann wieder zur alten Zechenhalde ab, die jetzt ein Naherholungsgebiet ist, lief durch das Naturschutzgebiet am Beversee und schliesslich auf die Fahrradtrasse - eine alte Zechenbahn - wieder in Richtung Heimat. Ich hatte Musik und lief froehlich vor mich hin, voellig in Gedanken und Erinnerungen versunken und mal so gar nicht auf Geschwindkeit bedacht. Ausserdem hatte ich viel mehr an, sodass ich den Armschwung doch ziemlich vernachlaessigte. Wahrscheinlich war ich auch deswegen langsamer. Noch ein Unterschied zu Florida: Ich hatte gar keinen Durst unterwegs. In Florida ist es undenkbar, 25 km zu laufen ohne zwischendurch zu trinken, hier war es heute gar kein Problem. Nur als ich dann wieder nach Hause kam, habe ich gleich eine Flasche Iso-Getraenk und Wasser runter geschuettet.
Ich bin jetzt wirklich froh, hier zu sein. Auch wenn es nur fuer eine Woche ist.
Ausserdem bin ich froh, dass der Silvesterlauf erst am letzten Tag ist. Da habe ich noch ein bisschen Zeit, mich einzugewoehnen, ein paar mehr Kaeltelaeufe zu unternehmen und allen Schlaf nachzuholen, der mir noch fehlt.
Allen Lesern wuensche ich Frohe Weihnachten und ein paar schoene Laeufe ueber die Feiertage!
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Kerstin
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Labels: Deutschland, Familie, Jon, Landkarte, Laufen, Nordrhein-Westfalen, Reise, Reisen, Training, Weihnachten
21 Dezember 2008
Jon's Running
He's training for a half marathon and getting faster all the time!
On Friday we did a little 3 mile race on the base that he finished in 19:15.
On Saturday Jon went for a 5.52 mile training run around town. It took him 41 minutes. I rode the bike with him, carrying his cell phone and water and taking pictures and videos.
Today he got up early and ran 12.12 miles in 1:37:21. Jon doesn't believe in stopping the watch when he stops to drink etc. His pace varied from 7:13/mile to 7:45/mile.
He ran along the Indian River Drive while I was still sleeping.
15 November 2008
Endeavour und seine Folgen
Gar keine gute Idee, im Marathontraining eine Flasche Wein zu trinken...
Aber gestern war der vielleicht letzte Nachtstart eines Space Shuttles vom Cape Canaveral. Und da Stephanies Eltern ganz strategisch guenstig am Banana River wohnen, von wo aus man den Start besonders gut verfolgen kann, gab es eine kleine "Launch Party".
Eigentlich wollte ich gar nicht so viel trinken, aber andererseits dachte ich auch, dass ich mir so eine Ausschweifung auch ausnahmsweise mal leisten durfte.
Es kam wie es kommen musste: Die Rache folgte heute Morgen auf dem Fuss und ich fuehlte mich den ganzen Tag traege, hatte Kopfschmerzen und ich konnte mich zu nichts aufraffen. Als ich gegen 10 mit dem Gedanken spielte laufen zu gehen waren es bereits 27 Grad. Auch nicht wirklich die passende Temperatur fuer einen Kater-Vertreibungslauf. Ausserdem mussten wir auch noch im Stall Sand schaufeln.
Den ganzen Tag nur faul rumgehangen, bis wir uns am spaeten Nachmittag endlich aufraffen konnten, zum Pferd zu fahren und die Stallarbeit zu verrichten. Aufs Reiten habe ich mal dankend verzichtet. Waere mir doch zu wackelig gewesen.
Nun blieb noch das Laufen. Ach Herrje! Das musste ja auch noch sein.
Da ja nichts motivierender ist, als nach Hause zu laufen - dann hat man tatsaechlich keine andere Wahl und kann nicht abkuerzen - und ich zufaellig von gestern noch ein Paar Laufschuhe im Auto, Shorts und Sport BH sowieso schon anhatte und es sich inzwischen etwas abgekuehlt hatte, schickte ich Jon alleine nach Hause und machte mich laufenderweise auf den Weg, der praktischerweise nur etwas laenger ist als die Strecke, die ich sowieso geplant hatte. Jon lieh mir seine Armbanduhr, weil ich den Forerunner nicht dabei hatte. Ich muss schon sagen, das war auch mal ganz nett, nicht die ganze Zeit mit allen moeglichen Daten, Pulswerten, Meilen, Geschwindigkeit usw. traktiert zu werden, sondern einfach nur zu laufen. Ich hatte die Strecke am Dienstag schon mal gemacht, aber da war es mir viel anstrengender vorgekommen.
Heute war mit den ersten Laufschritten mein Kater wie weggeblasen und zum ersten Mal in dieser Woche stellte sich dieses "automatische Laufen" ein, bei dem man nicht darueber nachdenken oder sich furchtbar konzentrieren muss, sondern einfach nur vor sich hin laeuft mit dem Gefuehl, das noch stundenlang durchhalten zu koennen. Die Meilen flogen nicht gerade, aber ich war auch nicht superlangsam unterwegs. Gerade angenehm eben, ein echter Regenerationslauf. Zwischendurch baute ich die 6x100m Steigerungslaeufe ein, mangels 100-m-Markierungen sollten eben 20 Sekunden reichen. Das ist schon genau genug. Es tat gut, mal so richtig loszusprinten und war wegen der Kuerze dieser "Einwuerfe" auch nicht furchtbar anstrengend.
Ueberhaupt ist es schon seltsam. Da quaelt man sich die ganze Woche einen ab, es laeuft furchtbar muehsam und fast jeder Lauf kostet unheimlich Kraft. Und dann kommt der Samstag und ich laufe ganz locker und entspannt 12.25 km in 1:04:41. Trotz viel zu viel Weisswein und dabei noch zu wenig Schlaf in der Nacht zuvor.
Brauche ich vielleicht auch unter der Woche mehr Erholung und sollte ich besser oefter am Nachmittag laufen? Irgendwie scheint das fuer mich eine bessere Zeit zu sein.
Nun kommt morgen noch der lange Lauf, 25.75 km, von denen ich eigentlich 19.31 im Marathontempo laufen soll. Ich weiss noch nicht, wie das werden soll, aber ich mach mir wohl ausnahmsweise mal keinen Stress. Schliesslich bin ich ja vor 3 Wochen den Daytona Beach Halbmarathon im Marathontempo gelaufen und dann kann ich im Dezember auch noch mal einen Halbmarathon einbauen. Ich wollte eigentlich dieses Wochenende nach Fort Lauderdale fahren und dort einen Halbmarathon laufen, um diesen Lauf besser hinzukriegen. Aber Jon hat Bereitschaft und haette schon wieder nicht mitkommen koennen. Alleine wollte ich auch nicht und so schau mer mal wie das morgen wird. Ich glaube ja nicht, dass ich so eine weite Strecke ohne motivierendes Rennen so schnell laufen kann. Ich mach einfach so gut es geht und fertig!
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Kerstin
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16:52
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Labels: Ernährung, Landkarte, Marathonplanung, Pferde, Training
28 Juli 2008
Nach dem Gewitter
Diese Woche wollte ich mal wieder was anderes ausprobieren und meinen "Stundenplan" ein bisschen umstellen.
Der Mitternachtslauf am Samstag hat ja doch relativ gut geklappt und es auch sehr nett, endlich mal wieder mit Jon zu laufen.
Also bin ich statt morgens frueh zu laufen als allererstes zum Stall gefahren und geritten. Es wurde zwar auch schon heiss, als ich gegen acht aufs Pferd gestiegen bin, aber wenigstens brauchte ich da nicht selber zu laufen, sondern konnte mich tragen lassen und hatte sogar einen Teil der Strecke im schattigen Urwald. Die Sandwege dort sind leider zum Laufen total ungeeignet und scheiden als zu tief aus.
Um halb zehn war Yoga und ich habe es tatsaechlich geschafft, noch rechtzeitig zum Fitness Center zu kommen. Das liegt auf halbem Weg zwischen Reitanlage und zu Hause, also ist es immer sehr praktisch, wenn man beides auf einem Weg erledigen kann.
Nach einer Stunde Dehnen und Kraeftigen konnte ich mich eine Etage tiefer direkt in meinen Bikini schmeissen und ins Freibad springen. Auch wenn die Triathlonsaison fuer mich vorbei ist moechte ich doch auf jeden Fall weiterhin mindestens einmal in der Woche schwimmen gehen. Am liebsten wie auch schon waehrend des Marathontrainings am Montag nach dem langen Lauf am Wochenende. Die 1300m, aufgeteilt in 200m Einschwimmen, 3x300m schnell und 200m Entspannen waren heute genau richtig, nicht zu anstrengend und natuerlich bin ich alles im Bruststil geschwommen. Lustig fand ich es, wie der Pool gesprinkelt wird, um die Wassertemperatur bei 27 Grad einigermassen kuehl zu halten. Bei strahlendem Sonnenschein im "Regen" zu schwimmen hat schon was.
Puenktlich zum Mittagessen war ich wieder zu Hause und konnte mich auch fast direkt schon wieder auf den Weg machen. Ich hatte einen Arzttermin mit Blutabnehmen auf der Base und musste Jons Rennrad zum kostenlosen Check-Up einen Monat nach dem Kauf - eigentlich sind es schon zwei, aber wer will da kleinlich sein? - bringen.
Noch ein bisschen einkaufen fuers Abendessen und ab nach Hause. Der Himmel hatte sich auch schon die ganze Zeit verdunkelt und auf dem Heimweg musste ich dann doch Licht und Scheibenwischer einschalten, denn nun ging der allnachmittaegliche Regen mit Blitz und Donner aufs Land nieder.
Das Gute am Gewitter jeden Tag ist natuerlich, dass sich die Luft abkuehlt und relativ frisch ist. Jedenfalls frischer als den ganzen Tag ueber. Hatte das Thermometer um 14:30 noch 35.1°C angezeigt waren es um 17:40 nur noch 25.7°C.
Die besten Voraussetzungen also zum Laufen.
Ausserdem kam, gerade als ich meine Schuhe aus der Garage holte, Jon nach Hause. Er wollte nur zwei Meilen laufen, also machte ich mich erstmal alleine auf den Weg, denn ich hatte 7 auf dem Plan.
Da ich nicht wusste ob es nochmal gewittern wuerde - jedes Jahr hat Florida Blitztote zu beklagen, mit Gewittern ist hier nicht zu spassen - hatte ich eine 3.2 km lange Route in der Nachbarschaft ausgemessen, die ich dreimal laufen wollte.
Dazu noch eine kuerzere Runde von 2 km und meine Strecke war komplett.
Meine Beine fuehlten sich gut an, das merkte ich gleich. Die 45-Meilen-Radtour von gestern hatte keine Folgen hinterlassen bzw. alle moeglichen Folgen waren durch Yoga und Schwimmen getilgt. Wunderbar!
Und das Beste: Ich wurde immer schneller je laenger ich unterwegs war.
Die erste Runde lief ich in 16:17, die zweite in 16:04 und die dritte Kurzrunde in 9:59.
Inzwischen hatte sich Jon umgezogen und warmgelaufen, ich traf ihn vor unserem Haus und zusammen liefen wir die letzten 2 Meilen. Eigentlich war ich nun schon ein bisschen muede, aber nicht so dass ich es mir zu sehr haette anmerken lassen wollen. Ich konnte tatsaechlichen sein Tempo einigermassen mithalten und so kamen wir nach flotten 15:34 wieder an unserem Briefkasten an.
Wenn man nun bedenkt, dass ich noch vor ein paar Wochen Schwierigkeiten hatte, ueberhaupt sieben Meilen zu laufen, kann man diesen Lauf als vollen Erfolg werten. Ich bin einen 5:01er Schnitt gelaufen und war noch nicht mal voellig kaputt am Ende. Dabei habe ich nur ein einziges Mal zum Trinken angehalten und bin sonst komplett durchgelaufen.
Ausserdem habe ich mein Ziel, sieben Meilen in unter einer Stunde zu schaffen, erreicht und mich die ganze Zeit gut dabei gefuehlt.
Ich glaube, ich bin doch ein "High Mileage Runner". Je mehr Strecke ich in der Woche mache desto leichter faellt mir das Laufen und desto schneller werde ich, auch wenn das erstmal unlogisch klingt. Aber eins freut mich besonders: Ich habe wieder Spass am Laufen! Es werden ganz sicher wieder Laeufe kommen, bei denen ich mich abquaelen muss, aber das heutige Training hat mir wieder neuen Auftrieb gegeben und mir gezeigt, dass ich es doch noch kann. Ich war zwar natuerlich schon mal schneller und konnte mich dabei sogar noch unterhalten, aber ich bin ganz zuversichtlich, dass das auch in Kuerze wiederkommt.
Die Tageszeit, also am spaeten Nachmittag bzw. fruehen Abend ist auch sehr angenehm und ich will versuchen, nun oefter um diese Zeit zu laufen. Dann kann ich naemlich auch wieder oefter mit Jon zusammen!
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Kerstin
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17:29
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Labels: Cross Training, Landkarte, Pferde, Radfahren, Schwimmen, Training
09 Juli 2008
Ein Trainingstag in Florida
So sieht vielleicht in etwa auch der Tag eines Profi-Laeufers aus. Dessen Laeufe sind natuerlich wesentlich weiter und schneller, aber ansonsten koennte ich mir vorstellen, dass es so aehnlich ist wie bei mir heute. Alles darauf ausgelegt, besser zu laufen.
Als erstes hatte ich morgens endlich meinen ersten Termin beim Physioterapeuten. Eigentlich hatte ich den schon am Montag, aber durch die ganze Reiserei hatte ich den vollkommen vergessen. Egal, heute war ich jedenfalls zum ersten Mal da und wurde nach einer langen Aufwaermphase auf dem Ergometer richtig gut durchgedehnt. Alles lief darauf aus, meine schiefen und steifen Hueften schoen geschmeidig und gerade zu bekommen und tatsaechlich war die Therapeutin am Ende der Stunde sehr zufrieden mit mir. Eine Kraeftigungsuebung war auch dabei, bei der ich auf der linken Seite liegend das linke Bein 5 Sekunden lang anheben musste, das ganze 3x20 Mal und mit 2 Pfund Gewicht am Bein.
Ausserdem habe ich Hausaufgaben bekommen und muss die Dehnuebungen jetzt zweimal pro Tag durchturnen.
Ich war also so richtig schoen locker, genau richtig fuer ein nettes Laeufchen. Um halb zehn war ich mit Brittany verabredet. Wir liefen eine halbe Stunde auf dem Cocoa Beach Causeway, der die vorgelagerte Insel mit dem Festland verbindet. Dadurch dass wir auf beiden Seiten vom Wasser umgeben waren, war es zwar natuerlich heiss und schwuel, aber nicht zu schrecklich. Ausserdem hatte sich die Sonne hinter Wolken versteckt. Fuer Florida-Verhaeltnisse gut zu laufen.
Zu zweit laeuft es sich leichter, wir hatten uns viel zu erzaehlen und konnten sogar noch negative Splits rausholen. So soll es sein!
Vorher und nachher gehen wir immer je fuenf Minuten zum Warmwerden. Die Physiotherapie direkt vorher tat ihr uebriges, den Lauf angenehm und schmerzfrei zu gestalten.
Zum Abkuehlen haette ein Profi nun wohl ein Eisbad genommen, aber ich hatte ja den Atlantik direkt vor der Nase. Das muss man ausnutzen, also bin ich statt in eine mit Eiswuerfeln gefuellte Badewanne lieber in den noch einigermassen kuehlen Ozean gesprungen. Wunderbar erfrischend, auch wenn ich schon nach ein paar Minuten am Strand wieder anfing zu schwitzen. Ein kleiner Post-Run-Snack (Muesliriegel und Grapefruit), nochmal ins Wasser und ich machte mich wieder auf den Weg nach Hause.
Unterwegs noch ein paar Lebensmittel fuers Abendessen einkaufen und tanken.
Nach dem Mittagessen (zwei Foccacia-Broetchen mit Calamares und eine rote Paprika) und dem Eintragen meines Laufes ins Trainingslog war ich so muede, dass ich mich erstmal ein Stuendchen hingelegt habe und tatsaechlich tief und fest eingeschlafen bin.
Durch das Mittagsschlaefchen gut ausgeruht und gestaerkt war ich bereit fuer eine Koppeleinheit. Der naechste Triathlon ist nicht mehr weit, am 20. Juli in Clermont, und ich wollte doch vorher noch mal ein bisschen den Wechsel ueben.
Was ich nun absolut nicht verstehe ist ein etwas unpraktisches Phaenomen, das sich seit meinem letzten Sturz an einer roten Ampel immer wieder zeigt. Ich bin mal wieder nicht richtig aus den Pedalen gekommen und einfach zur Seite umgefallen. Normalerweise ja kein Problem und ich selbst war auch nicht verletzt, aber aus dem Vorderreifen war die Luft raus. Kein Loch im Schlauch, nichts was auf einen Platten hinweist. Also aufgepumpt und weitergefahren. Das war schon vor zwei Monaten oder so und seitdem kann der Vorderreifen keine Luft mehr halten. Das heisst, fuer eine Fahrt geht es, auch fuer eine lange Fahrt, sogar die beiden Drei-Tages-Touren in letzter Zeit waren kein Problem. Aber dann ist die Luft wieder komplett raus. In Tennessee und auch heute wieder war keine Luft mehr im Reifen und ich musste ihn komplett neu aufpumpen. Man koennte jetzt mit veraendertem Luftdruck auf der Reise ueber den Kontinent argumentieren, aber damit waere das Raetsel, warum es immer nur das Vorderrad betrifft, auch nicht geloest. Ich habe seitdem immer wieder den Druck im Hinterreifen gemessen und er war immer in Ordnung. Hinten verliere ich keine Luft, nur vorne. Da ich absolut kein Spezialist auf dem Gebiet bin, werde ich das Rad wohl schon wieder zur Reperatur geben muessen.
Immerhin sorgte das Aufpumpen des Rennradreifen, der praller sein muss als ein "normales" Fahrrad, auch heute dafuer, dass ich schon vor Antritt der Fahrt ein bisschen aufgewaermt war. Die Laufschuhe standen in der Garage bereit und nach 45 Minuten unspektakulaerer Fahrt kehrte ich nach Hause zurueck. Ich achtete darauf, die letzten 5 Minuten nicht mehr zu viel Gas zu geben, oeffnete schon mal die Klettverschluesse der Radschuhe und zog die Fuesse nur mal so zum Ausprobieren noch beim Fahren aus den Schuhen, die ich an den Pedalen angeklippt liess. Ich glaube allerdings, dass mich diese Technik doch zu viel Zeit kostet, vor allem weil ich nicht mehr viel Zeit zum Ueben habe. Im Rennen sollte ich dann doch lieber die Schuhe erst in der Wechselzone ausziehen.
Heute Nachmittag schluefte ich flink in die Laufschuhe, die ich dank der Gummi-Schnuersenkel nicht mal mehr schnueren musste und war eine halbe Minute spaeter schon wieder unterwegs.
Da ich ja langsam wieder anfangen muss, heute Morgen schon eine halbe Stunde gelaufen bin und die Radtour doch in den Beinen spuerte hatte ich mir zwei Meilen (3.2 km) vorgenommen, die ich in unter 16 Minuten schaffen wollte. Zur Halbzeit sah es mit 8:11 noch nicht so aus, aber ich hatte mich inzwischen vom Radeln erholt und konnte noch einen Zahn zulegen. Nach 15:52 Minuten kam ich gluecklich und zufrieden wieder zu Hause an. Natuerlich darf man danach die 5 Minuten Joggen und 5 Minuten gehen nicht vergessen, auch wenn das bei dem Wetter nicht wirklich zur Abkuehlung beitraegt. Immerhin geht der Puls runter und das ist ja auch schon mal was.
Das Wasser aus dem Gartenschlauch, mit dem ich mich schliesslich abduschte, war nicht kalt genug um mich wirklich komplett abzukuehlen, aber das war im Prinzip auch gar nicht schlimm, denn so waren meine Muskeln zum anschliessenden Yoga immer noch gut angewaermt. Ich hatte schon gedacht, es nicht mehr bis 5 zum Fitness Center zu schaffen, aber dann hat es doch geklappt und zum zweiten Mal am Tag wurde ich eine Stunde lang so richtig schoen durchgedehnt und entspannt. Eine neue Lehrerin gestaltete die Stunde etwas anstrengender als sonst, aber sehr effektiv. Neben dem Dehnen kam die Kraeftigung nicht zu kurz und ich kam sogar wieder ins Schwitzen. Hier verstand mal wirklich jemand sein "Handwerk".
Wunderbar entspannt kam ich nach Hause, wo Jon schon auf mich wartete und machte mich an die Zubereitung des Abendessens.
Ein Vorteil an dem Road Trip ist, dass ich durch das ganze Fast Food, das wir auf der Reise an Truck Stops und Tankstellen gefuttert haben, wieder sehr motiviert bin, selber zu kochen und gutes, gesundes Essen auf den Tisch zu bringen. Es geht doch nichts ueber frische Zutaten und Porzellangeschirr!
Das Rezept fuer die Fajitas, ein leckeres mexikanisches Gericht, hab ich vor Ewigkeiten aus einer Kaesepackung ausgeschnitten und in Kalifornien ziemlich oft gemacht, weil es eins der wenigen Gerichte ist, die Jon auch mag.
Es geht so:
1 Zwiebel und 2 Paprika in duenne Streifen schneiden
Zwiebel mit 1 Essloeffel Olivenoel bei mittlerer Hitze 4-5 Minuten in der Pfanne braten, bis sie glasig wird. Oft umruehren.
Die Paprika hinzugeben und 2-3 Minuten lang weich kochen.
1 Pfund (0.45 kg) Shrimp (ich habe Krebsimitat genommen) hinzugeben und 3-5 Minuten weiter kochen, bis das Fleisch durchgebraten ist.
Salz, Pfeffer, Chilipulver und 3 Essloeffel Zitronensaft hinzugeben und umruehren.
10-12 Tortillas (wir hatten nur vier Vollkorntortillas) in der Mikrowelle aufwaermen und mit Kaese, kleingeschnittenen Salatblaettern und Tomaten, Salsa, Sauercreme (wir hatten die fettfreie Variante) und Guacamole (habe ich aus einer Avocado und Guacamole Mix frisch gemacht) servieren.
(Dazu gab es bei uns noch schwarze Bohnen und braunen Reis)
Wenn das nicht ein idealer Lauf- und Triathlontag war, dann weiss ich auch nicht. Langweilig war es auf jeden Fall schon mal nicht und dann noch mal nicht zu anstrengend! Morgen frueh muss ich wieder um 6 in den Pool huepfen, deswegen wird dieser Tag wohl sehr bald fuer mich zu Ende sein.
Zwischendurch habe ich noch ein interessantes Video gefunden, in dem der Aufbau der Wechselzone beim Triathlon erklaert wird und worauf man besonders achten muss. Sehr interessant!
<-KLICK->
Eingestellt von
Kerstin
um
17:08
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24 Juni 2008
Erdbeer-Bananen-Joghurt und Eistee
Was brauchen wir nach einer Ausdauerleistung wie z. B. einem Lauf, einer Radfahrt usw.?
Richtig: Fluessigkeit, Kohlenhydrate, Eiweiss, Vitamine und Calcium.
Alles enthalten in meinem wunderbaren Smoothie, der auch noch im Handumdrehen zubereitet ist.
1 Banane
2/3 Tasse gefrorene Erdbeeren
1 Tasse fettfreien Jogurt
in den Mixer stecken, zu einem fluessigen Brei verarbeiten, in ein Glas schuetten.
Fertig!
Nach Belieben kann man das Ganze noch mit Honig und/oder Zitronensaft verfeinern und/oder Eiswuerfel mitverarbeiten.
Sehr erfrischend nach dem Sport!
Immer noch durstig?
Gruenen Tee in der Kaffeemaschine kochen.
Ein grosses Glas bis zum Rand mit Eiswuerfeln und einer Zitronenscheibe fuellen.
Den warmen Tee darueber giessen und heiss-kalt geniessen!
Nach 30 schwuelwarmen Kilometern auf dem Rad ist das fuer mich genau das Richtige!
18 Juni 2008
Back Trails
Hinterm Stall, ein bisschen eingequetscht zwischen Pferdeweiden und Autobahn, gibt es einen kleinen Urwald, in dem wir manchmal reiten. Das Gute an diesem Gelände ist vor allem, dass es direkt von unserem Reitplatz aus zu erreichen ist, man nicht über Straßen reiten muss und natürlich der Schatten im Dschungel, denn mittlerweile ist es schon um neun Uhr morgens drückend heiß und schwül. Die Pferde schwitzen schon, wenn sie nur in der Sonne stehen und ihr Heu fressen.
So bin ich heute morgen eine kleine Erholungsrunde von einer halben Stunde geritten und war nachher - wie immer - doch froh mich aufgerafft zu haben. Denn dieses kleine Stück Wildnis ist doch wirklich besonders schön.
16 Juni 2008
Beim Zahnarzt
Stephanies Stute Bita musste die Zähne geraspelt bekommen und so habe ich noch die letzten Handgriffe dieser Prozedur mitbekommen.
Es dauerte eine Weile, bis sie wieder munter war, aber dann mümmelte sie wieder zufrieden ihr Heu.
Mit Brownie habe ich das relativ kühle Wetter nach dem Gewitter am Nachmittag ausgenutzt und auf dem Reitplatz gearbeitet. Das war das zweite Mal seit dem Turnier, dass wir auf dem Platz waren, aber Brownie hat sehr schön mitgemacht und da war es auch gar nicht schlimm, dass ich vergessen habe die Sporen anzuziehen.
Im schwindenden Tageslicht hat Stephanie dann noch ein paar Galopp-Fotos von Brownie und mir gemacht.
14 Juni 2008
Horse City Trail Ride
Stephanie hat Besuch aus ihrem Internet Forum. Einige der Pferdefrauen kenne ich schon von unserem Suwannee Camping Trip im November, andere Gesichter sind neu.
Insgesamt sind es zehn Reiter und Pferde, die sich auf einen etwa einstündigen Ausritt begeben. Da der Mustang Apache für Nicht- oder Kaum-Reiter Jeremy etwas zu groß und beängstigend temperamentvoll ist, tauschen wir. Brownie kennt und traut er. Schließlich repariert er oft genug die Schäden, die Brownie so anrichtet und ausgeritten ist er mit ihm auch schon. Die Pferde warten auf den Ausritt.
Noch sitze ich auf Brownie.
Es dauert ein wenig länger, bis alle soweit sind.
Wir haben getauscht: Jeremy reitet Brownie
Apaches Besitzerin, die mich freundlicherweise ihr Zweitpferd reiten lässt.
So komme ich dann auch zu meinem allerersten Ritt auf DEM uramerikanischen Pferd überhaupt. Apache ist nett und hat einen flotten Schritt, aber ich (bzw. mein Hintern) vermisse bei dem reinen Schritt Ausritt doch schmerzlich meinen Lammfell-Sattelsitzbezug. Baleigh auf Roy
Wir haben das Grundstück verlassen.
Auf dem Weg in den Dschungel
"Lonesome Rider" Stephanie auf Ruby mit Hund Joey
Wie sieht's da hinten aus?
Mein Leihpferd Apache
Gwen auf Endre, im Hintergrund Jeremy auf Brownie
Shelly auf Bita Bar
Wir sind fast wieder zurück im Stall.
Unsere Strecke
Dann heißt es schnell nach Hause fahren, laufen und duschen, denn am Abend sind noch mehr Pferdefreunde eingeladen. Es gibt eine Party am Lagerfeuer und ausnahmsweise habe ich Jon mal zum "DD" - "Designated Driver" - erklärt. Zu Hähnchen, Bratwurst vom Grill und Chips schmeckt das Bier eben doch besonders gut.
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Kerstin
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11:03
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12 Juni 2008
Reiten am Abend
11 Juni 2008
Ausritt im Dschungel
Ich habe einen neuen Weg gefunden!
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Kerstin
um
11:40
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