Der lange Lauf heute war kalt, aber nett und ich bin schon froh, es nun geschafft zu haben. Der naechste wirklich lange Lauf wird nun der Marathon, denn jetzt geht es ans Tapern!
Nun aber erstmal weiter mit dem Jahresrückblick.
März 2008
298 Meilen oder 481 km gelaufen
25 Meilen oder 41 km geritten
34 Meilen oder 56 km geradelt
Der Monat fing gleich gut an meiner einer Florida-Rundreise in den sonnigen Sueden mit meinen Eltern. Auf dieser Reise bin ich in Sarasota mit 1:34:59 einen richtig guten Halbmarathon gelaufen und zweite in meiner Altersgruppe geworden. Ich war richtig fit und immer noch mitten im Marathon Training.
Auch mit Brownie habe ich viel trainiert, auf dem Reitplatz und im Gelaende.
Die Laufsaison war in vollem Schwung und ich bin fast jedes Wochenende gerannt: Beim Brevard Zoo's Dino Dash 3K gab es eine neue Bestzeit von 11 min 48 sec und den zweiten Platz in meiner Alterklasse, beim Eye of the Dragon 10k mit 44 min 33 sec den Sieg in der F30-34 und den Croom Trail 15 Mile Fool Run habe ich mit 1 h 59 min 29 sec sogar gewonnen.
Ende Maerz waren Jon und ich dann noch mit meinen Eltern auf einer weiteren einwöchigen Rundreise durch Nordflorida und Georgia.
April 2008
222 Meilen oder 358 km gelaufen
49 Meilen oder 80 km geritten
148 Meilen oder 238 km geradelt
Man merkt schon an den Zahlen, dass der Boston Marathon näher rückte und das Tapering begann. Jon musste zu einer Konferenz nach Washington, zu der ich ihn wieder begleitete und dadurch die Gelegenheit hatte, die amerikanische Hauptstadt kennen zu lernen.
Zurueck in Florida wurde es Zeit, mich von meinen Eltern zu verabschieden, die sich wieder auf den Weg nach Deutschland machten.
Mit Brownie bin ich mein erstes Turnier in Amerika geritten.
Kurz bevor wir nach Boston aufgebrochen sind, habe ich mich im Fitness-Studio angemeldet und dann kam auch schon der Marathon, bei dem ich mit 3:20:08 eine Punktlandung erzielt habe.
Nach dem Marathon war viel Zeit fuer andere Sachen: Ich hatte meine erste Reitstunde bei Jack Henning, wir waren Kanufahren und Ausreiten in einem Naturpark.
Mai 2008
155 Meilen oder 251 km gelaufen
46 Meilen oder 75 km geritten
582 Meilen oder 937 km geradelt
Laeuferisch fing der Monat gut an. Ich war in Hochform und konnte sowohl beim Two Mile Bulldog Pineapple Run mit 12 min 24 sec als auch beim Run for the Gecko 5K mit 20 min 10 sec meine Altersgruppe gewinnen. Wir waren bei ein paar Gruppentrainings und frohen Mutes, diesen Sommer noch so richtig schnell zu werden.
Mit Brownie habe ich ziemlich erfolglos an einer Working Cow Horse Show teilgenommen und beschlossen, dass das nicht so unser Ding ist.
Dann kam die Verletzung, die fast den Rest des Jahres bestimmen sollte. Eine Art Muskelzerrung in der linken Hüfte legte mich so lahm, dass ich kaum noch laufen konnte. Dafür konzentrierte ich mich voll aufs Triathlon Training und Radfahren. Das Kraulschwimmen wurde zwar ein bisschen besser, aber niemals schneller als Brustschwimmen.
Ein langes Wochenende Ende Mai nutzten wir fuer eine viertaegige Radtour nach Tampa, bei der mein Entschluss reifte, dass Jon ein Rennrad braucht.
28 Dezember 2008
März, April und Mai 2008
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Kerstin
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07:15
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Labels: Ausflug, Brownie, Cocoa, Cross Training, Florida, Halbmarathon, Jon, Laufen, Marathon, Rückblick, Schwimmen, Training, Turnier, USA, Wehwehchen, Working Cow Horse
16 Dezember 2008
Des Rätsels Lösung?
Ich habe ein Röntgenbild meiner Hüften gesehen und das war gruselig. Ich bin total schief. Das wirkt sich natürlich vor allem auch aufs Laufen aus. Durch die Schiefstellung hat sich meine Schrittlänge verkürzt und natürlich bin ich dadurch auch anfälliger für Verletzungen, die mich ja schon seit Mai immer wieder plagen.
Kürzere Schritte bedeuten langsameres und anstrengenderes Laufen. Die schiefe Hüfte nimmt mir Hindernisse wie Berge und Wind besonders übel, weil sie sich ja sowieso schon mehr anstrengen muss, auf der Ebene die Schiefe auszugleichen und mich vorwärts zu bewegen. Es hängt alles zusammen. Meine unteren Wirbel sind auch kein Grund zum Freuen. Da habe ich eine Fehlstellung und zwei Wirbel stehen zu nah beieinander. Das wirkt sich auch negativ auf Hüften, Knie und Knöchel aus.
Kein Wunder, dass ich nach der ersten Verletzung nie wieder so richtig schnell geworden bin. Das lag nicht am falschen Training oder zu hohem Umfang, sondern vor allem an dieser Schiefe. Je länger die Strecke desto mehr wirkt sich das auf die Leistung aus, desto mehr verkürzte Schritte muss ich machen. Dass ich das noch nicht besonders lange habe kann der Fachmann auch auf dem Röntgenbild erkennen.
Ich bin zwei Wochen vor Boston vom Pferd gefallen, direkt auf den Popo. Das tat nicht mal so schrecklich weh, aber es könnte sich hier immer noch um Nachwirkungen dieses Sturzes handeln. Wenn nun meine Hüfte ein Dutzend Mal eingerenkt wird - und hier hofft der Chiropraktiker auf einen neuen Patienten! - kann dieser ganze Prozess rückgängig gemacht werden und ich kann wieder richtig laufen, mein altes Tempo und muss nicht mehr ständig mit Wehwehchen kämpfen. Das hört sich verlockend an, wird aber nicht von der Krankenversicherung übernommen. Nun sind wir am Überlegen, wieviel meine Lauferei wert ist und wie groß die Chancen, dass durch diese Einrenkerei wirklich wieder alles gut wird. Schön wäre es ja.
Ich bin jetzt, auch wenn es mich ein bisschen gruselt, erstmal erleichtert zu wissen woran es liegt. Nicht an meinem Kopf (mit dem ist alles in Ordnung, der wollte mich nur warnen), nicht am Übertraining, nicht daran, dass ich nach nur zwei Jahren Lauferei den Höhepunkt meiner Leistungsfähigkeit schon überschritten habe. Es liegt daran, dass meine Hüfte schief ist. Und das kann behandelt werden.
Ich dachte schon, ich sollte die wettkampfmäßige Lauferei ganz an den Nagel hängen, wenn es mir nach so kurzer Zeit nicht mehr gelingt schneller zu werden, sondern immer mehr abzuschwächeln. Aber nun habe ich wieder Hoffnung, dass es doch klappen kann. Ein Glück, denn ich brauche den Geschwindigkeitsrausch!
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Kerstin
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16:59
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25 November 2008
Kaum gelaufen
Montag Morgen: Regenerationslauf 6 Meilen - 9.69 km in 53:17 - Outdoor
Montag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - 6.66 km in 36:21 - Indoor mit Krafttraining
Dienstag: Dauerlauf 9 Meilen - 14.61 km in 1:11:22 - Outdoor
Mittwoch: VO2max 9 Meilen mit 6x600m @ 5km Renntempo
Donnerstag Morgen: Regenerationslauf 6 Meilen - 660 m in 3:43 - Outdoor
Donnerstag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - Krafttraining
Freitag Morgen: Mittellanger Lauf 11 Meilen - Nichts
Freitag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - Ausritt
Samstag: Regenerationslauf 8 Meilen - Ausritt
Sonntag: Mittellanger Lauf 16 Meilen - 16.22 km in 1:26:47
Wie schon erwaehnt hat das Intervalltraining meinem rechten Knie gar nicht gut getan. Ich musste es eine Zeitlang schonen, denn der Schmerz war einfach zu gross. Zum Glueck ist mir das in meiner Regenerationswoche passiert und dann noch genau vor einem langen Camping-Wochenende mit den Pferden im Norden Floridas. Da sind wir so viel geritten, dass mir das Laufen kaum gefehlt hat. Sonntag war ich dann wieder unterwegs, statt 16 Meilen sind es 16 herrliche Kilometer geworden, in einem moderaten Tempo. Ganz frueh am Morgen bin ich bei kaltem, klaren Wetter, keinem Woelkchen am Himmel und einer gerade aufgehenden Sonne durch das laendliche "andere" Florida gelaufen. Ohne Palmen, aber dafuer mit sich verfaerbenden Blaettern an den Baeumen. Ich kam mir vor wie zu Hause. Wunderschoen war's! Danach ein leckeres Pfannekuchen Fruehstueck und - nur keine Zeit verlieren - schon wieder das Pferd gesattelt und einen flotten Ausritt ueber Sandwege am Suwannee River entlang.
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Kerstin
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05:24
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20 November 2008
Killer-Workout? Aber ja doch!
So lange ist das schon her seit ich das letzte Mal auf der Bahn war, dass ich ganz vergessen hatte, wie fies und gemein Intervalltraining ist und wie froh ich immer war, wenn ich es endlich geschafft hatte.
Da waren die 6x600m gestern keine Ausnahme, bzw. reihten sich sozusagen nahtlos in diese "Serie" ein. Kaelte und Wind machten die Sache auch nicht gerade einfacher und so fielen alle Intervalle doch langsamer aus als ich es mir gewuenscht haette.
2:28, 2:30, 2:32, 2:24, 2:36 und 2:26 lautete das Ergebnis. 2:23 hatte ich mir eigentlich vorgenommen.
Ausserdem hat mir dieses Training heute auch noch einen unfreiwilligen Ruhetag beschert, denn nun ist es zur Abwechslung mal mein rechtes Knie, das Mucken macht. Keine 5 Minuten hat mein Lauf heute Morgen gedauert, bevor ich vor Schmerzen abbrechen musste. langsam wird das langweilig!
Aber dafuer habe ich heute auf Wunsch meiner treuen Leser doch mal ein Video von vorne bzw. von der Seite zu bieten, auch wenn darin nicht gelaufen wird. Das Knie tut naemlich nur in der Bewegung weh. Solange es nicht zu sehr gebogen wird, kann ich damit rumspringen soviel ich will.
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Kerstin
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14:13
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03 November 2008
Kältewelle
Ich dachte, ich seh nicht richtig, als ich vor einer Woche aufs Thermometer schaue: 47 Grad Fahrenheit, das sind gerade mal 8 Grad Celsius. Und das im Oktober!
Trotz der kalten, trockenen Luft waren die meisten Läufe der letzten Woche ziemlich anstrengend. Meine Hüfte läuft sich zwar immer wieder ein und schmerzt auch nicht beim Laufen, aber ich merke sie meist doch und es macht das Laufen generell anstrengender. Die Kälte war da natürlich auch nicht das ideale Wetter und der Halbmarathon saß mir noch in den Knochen.
Die Wende kam dann schließlich am Samstag. Es war wieder etwas wärmer - gerade angenehm und nicht zu heiß - und ich entschied mich, bei meinem 8-Meilen-Lauf zu mogeln: Ich lief immer nur eine Meile, hielt dann an, lief einen 20-Sekunden-Sprint, ging zurück dahin wo ich losgesprintet war und lief die nächste Meile. Dadurch war es nicht so anstrengend, ich konnte schneller und hab mich zum ersten Mal in der Woche richtig gut gefühlt. Wenn es dadurch gut läuft, darf man auch mal ein bisschen mogeln, finde ich!
Für den langen Lauf am Sonntag hatte ich wieder Radbegleitung.
Jon und ich sind zum Orlando Wetlands Park bei Christmas gefahren. Eine Runde um den Park ist etwa 10 km lang und es gibt zahlreiche Wege, die sich hin und her kreuzen. Die Wege waren glatt genug für meine Hüfte, sehr gut laufbarer fester Sand. Nur ab und zu ganz kurzes Gras. Ich bin ganz langsam losgelaufen, um alle paar Meilen ein bisschen Tempo zuzulegen. Wir haben alle möglichen Tiere gesehen: Jede Menge Vögel, einige Rehe, zwei oder drei kleine Alligatoren, die leider gleich ins Wasser gesprungen sind, als Jon ein Foto machen wollte, und eine Schildkröte, die gerade dabei war ihre Eier zu legen.
Die 32 km gingen wesentlich besser als gedacht. Wir hatten uns vorher im Waffle House mit Blaubeer-Waffeln und Maisgrütze gestärkt und das erwies sich als genau das richtige Essen. Jon reichte mir immer wieder Wasser- und Gatoradeflaschen an und insgesamt war es ein richtig netter Sonntagsausflug.
Die letzten 3,2 km waren die schnellsten. Ich versetzte Jon und mich selber in Erstaunen, als ich noch mal so richtig losrannte und sie in 15:45 schaffte. Danach war ich aber auch ganz schön kaputt.
Ich habe letzte Woche auch viel für meine arme abgenutzte Hüfte getan: Jeden Tag Yoga und Dehnen, Reiten scheint seltsamerweise auch zu helfen und Freitag habe ich auch noch eine neue, hüftschonende Art des Cool-Downs entdeckt: Wenn ich nach dem Laufen noch eine kurze entspannte Runde auf dem Mountain Bike drehe oder mich eine Viertelstunde aufs Ergometer setze scheint sich das auch sehr positiv auszuwirken. Zwei Läufe habe ich gekürzt und einige bin ich langsamer gelaufen als geplant. Alles Maßnahmen, die mir gut tun.
Es ist noch nicht vorbei, wird aber definitiv besser. Und das ist ja auch schon mal was!
11 Wochen bis zum Arizona Rock'n'Roll Marathon
Montag Morgen: Regenerationslauf 6 Meilen - 9.66 km in 52:39 - Outdoor
Montag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - 6.45 km in 33:23 - Outdoor mit Jon
Dienstag: Tempolauf 11 Meilen mit 5 Meilen @ 15km-Halbmarathon Tempo - 17.7 km in 1:25:09 - Indoor & Outdoor
Mittwoch: Mittellanger Lauf 15 Meilen - 24.14 km in 2:05:06 - Outdoor
Donnerstag Morgen: Regenerationslauf 6 Meilen - 9.66 km in 54:15 - Outdoor
Donnerstag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - 3.51 km in 18:28 - Outdoor
Freitag: Mittellanger Lauf 12 Meilen - 18.12 km in 1:29:49 - Indoor
Samstag: Dauerlauf 8 Meilen mit 10x100m Steigerungen - 12.96 km in 1:02:08 - Outdoor
Sonntag: Langer Lauf 20 Meilen - 32.22 km in 2:47:24 - Outdoor
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Kerstin
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18:15
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27 Oktober 2008
Recovery Week
12 Wochen bis zum Marathon, der erste Trainingszyklus ist abgeschlossen und endete mit einer "Erholungswoche", also weniger Strecke als in den vorhergegangenen Wochen.
Der Urlaub ist vorbei und ich bin die mittellangen Laeufe wieder schneller gelaufen, zweimal war ich auf dem Band und ansonsten haben mich kuehlere Temperaturen auch wieder mehr nach draussen getrieben.
Ueberschattet wurde die Woche leider von neuen Hueftschmerzen, wieder links aber zur Abwechslung diesmal eher aussen in der Huefte. Das diese Schmerzen Donnerstag im Laufe des Tages zum ersten Mal aufgetreten sind nehme ich an, dass ich doch haette dehnen sollen nach dem Lauf. Das ist ja immer der Teil, den man bei Zeitmangel als erstes weg laesst.
Zu Beginn jedes Laufes oder eigentlich auch jedes Mal, wenn ich aufstehe und anfange zu gehen tut es besonders weh, wenn ich mich eingelaufen habe wird es immer besser und nach einer Weile merke ich es gar nicht mehr. Beim Halbmarathon am Sonntag waren Hueftschmerzen nach gruendlichem Aufwaermen kein Thema. Das gilt also nicht als Entschuldigung. Wobei ich schon zugeben muss, dass es durch die Rennerei nicht gerade besser geworden ist...
Als Massnahme gibt es jetzt Yoga-Uebungen vor jedem Lauf, ich achte vermehrt auf sorgfaeltiges Auf- und Abwaermen und jeden Tag wieder die Dehnuebungen, die mir damals der Physioterapeut verschrieben hat. Ich merke schon, wie es hilft. Wenn ich dann auch wieder weniger Kilos mit mir rumschleppen muss, werden sich meine Gelenke sicher auf bedanken. Naechstes Wochenende werde ich ausserdem mal kein Rennen laufen, sondern es langsamer angehen lassen. Das sollte wohl auch helfen.
Das war die letzte Woche in Zahlen.
12 Wochen bis zum Arizona Rock'n'Roll Marathon
Montag: Dauerlauf 10 Meilen mit 10x100m Steigerungen - 16.25 km in 1:17:44 - Indoor
Dienstag: Mittellanger Lauf 13 Meilen - 20.92 km in 1:40:07 - Indoor
Mittwoch: Regenerationslauf 6 Meilen - 9.66 km in 53:19 - Outdoor
Donnerstag: Mittellanger Lauf 11 Meilen - 17.7 km in 1:25:33 - Outdoor
Freitag Morgen: Regenerationslauf 6 Meilen - 6.44 km in 34:39 - Outdoor
Freitag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - 9.66 km in 51:37 - Outdoor
Samstag: Regenerationslauf 6 Meilen - 8.05 km in 43:26 - Outdoor
Sonntag: Daytona Beach Halbmarathon - 2.4 km in 13:07 + 21.08 km in 1:37:42 + 2.4 km in 13:16 - Race
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Kerstin
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08:37
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Labels: Cross Training, Halbmarathon, Rückblick, Training, Wehwehchen
07 August 2008
Hard Questions
“How committed am I? How far am I willing to go?”
- Dean Karnazes, Ultramarathon ManWas bin ich bereit zu geben? Wie weit will ich gehen? Wieviel Schmerz kann ich aushalten?
Ein absolut inspirierendes Buch, das in keiner Laeuferbibliothek fehlen sollte. Margitta hatte es ja schon vor einer Weile vorgestellt und heute habe ich es endlich gekauft.
Um beim Laufen wirklich erfolgreich zu sein muss ich alles geben. Und dann noch mehr.
Der Preis ist hoch. Ich muss ihn freiwillig und mit Freude zahlen. Laufen spielt sich im Kopf ab. Ich muss es wirklich wollen. Im Zweifelsfall gewinnt der, der es am meisten will und bereit ist, den höchsten Preis zu zahlen.
Für Karnazes bedeutet das, unheimlich weite Strecken laufend zurück zu legen. Für mich, eine gegebene Strecke – den Marathon – so schnell wie möglich zu laufen.
Wie schnell ich werden kann hängt sehr von meinem eigenen Willen ab: Dem Willen, vernüftig zu trainieren, sodass ich nicht wieder verletzt werde. Dem Willen, im Rennen schneller zu laufen auch wenn es weh tut.
Die Verletzung hat mich auch mental ziemlich zurückgeworfen.
“If it felt good zou didn’t push hard enough. It’s supposed to hurt like hell.”
Es MUSS höllisch weh tun. Das hatte ich ganz vergessen. Bin wohl schon zu lange kein richtiges Rennen mehr gelaufen, in dem ich alles gegeben habe. Ich muss diese Krieger-Mentalität zurück gewinnen, zusammen mit der körperlichen Kondition. Ich darf mich nicht mitten in einem Rennen fragen, warum ich das mache und mir einreden, dass ich doch langsamer machen sollte. Ich muss wieder gewinnen wollen, also wirklich bereit sein, alles dafür zu geben.
Laufen ist ein sehr ehrlicher Sport: Man bekommt genau das heraus was man hinein steckt.
Ich kann es schaffen, ich muss es nur genug wollen!
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Kerstin
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12:29
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Labels: Foto, Intervalltraining, Marathonplanung, Training, Wehwehchen
13 Juli 2008
Langsam aber sicher
Ich kann es noch! Ich habe das Laufen doch nicht ganz verlernt! Ich komme wieder!
Meinen ersten "langen" Lauf seit der Verletzung werte ich jetzt einfach mal als vollen Erfolg.
Natuerlich spielt das Wetter eine grosse Rolle und das war heute Morgen um 7 fuer Florida-Sommer-Verhaeltnisse wie geschaffen zum Laufen: 22-23 Grad, bewoelkt, so gut wie windstill. Dann hatte ich eine schoene Strecke, die des Space Coast Marathons am Indian River entlang, ausgesucht und nette Begleitung gab es auch noch, zumindest auf den ersten 10 der insgesamt 16 km, denn ich konnte endlich mal wieder mit Jon zusammen laufen.
Nach den missglueckten Laeufen im Juni hatte ich schon ein bisschen Schiss, ob ich die 16 km heute schaffen wuerde, also habe ich mich besonders gut darauf vorbereitet: Samstag Morgen nur die Triathlon-Koppeleinheit 500 m Schwimmen, 19 km Radfahren, 4 km Laufen und danach den ganzen Tag ausser ausgiebigem Dehnen gar nur noch ausgeruht. Samstag Abend frueh ins Bett, damit ich am naechsten Morgen um 6 gut erholt aus dem Bett huepfen konnte. Und vor dem Lauf mein uebliches Power-Fruehstueck: Ein fettarmer Muffin und ein Energie-Riegel.
Jon konnte ich dann auch noch irgendwie aus dem Bett schmeissen und wir standen um sieben am Start der Laufstrecke, wo sich um die Zeit eigentlich immer jede Menge Laeufer treffen. Diesmal sahen wir nur drei, und die waren leider doch ein bisschen zu langsam fuer uns, machten uns aber darauf aufmerksam, dass die Gruppe im Sommer schon um 6:30 loslaeuft. Das ist sinnvoll, hatte ich aber nicht mitbekommen. Naja, kann man nichts machen. Laufen wollten wir natuerlich trotzdem. Besonders warm war es ja sowieso nicht.
Da wir auf der Strecke des Space Coast Marathons liefen war jede Meile auf der Strasse markiert, sehr praktisch da mein Garmin Forerunner 305 wohl endgueltig den Geist aufgegeben hat. Jon hat mir zum Beginn des Marathontrainings einen neuen, den supercoolen, aktuellsten und ueberhaupt auf dem neuesten Stand der Technik 405 versprochen, aber soweit sind wir noch nicht und muessen uns bis dahin anders zu helfen wissen. Mit den Markierungen auf der Strasse klappt das aber schon mal sehr gut.
Wir liefen bei Meile 13 los, ich immer aengstlich darauf bedacht nicht zu schnell zu werden. Damit hab ich Jon sicher schon ein bisschen ausgebremst, aber er nahm es doch recht gelassen. Ich merkte auch bald, dass ich mein altes Laufgefuehl nach und nach wieder hatte. Es "lief" einfach, schoen locker und ohne grosse Anstrengung, so wie es sein soll. Wunderbar.
Wir konnten uns gut unterhalten und die Meilen vergingen wie im Flug. Bei Meile 16 schliesslich drehten wir um, denn auf Jons 10-km-Plan standen nur 7 Meilen. Ausserdem gab es, da sich die Laufgruppe wohl heute in die entgegengesetzte Richtung aufgemacht hatte, kein Wasse auf der Strecke, und ich wollte doch lieber unterwegs was trinken.
Auch der Rueckweg verlief ohne Zwischenfaelle. Wir ueberholten bald die anderen drei Laeufer, die eine kuerzere Strecke gelaufen waren und kamen immer noch nicht muede wieder zum 13-Meilen-Punkt. Die ersten 6 Meilen (9,66 km) legten wir in genau 54 Minuten zurueck. Kein wirklich flottes Tempo, aber
Da die Strecke nicht anders auszumessen ist, legten wir von hier bis zum Wasserbrunnen eine kurze Gehpause ein, tranken etwas Wasser und machten uns wieder auf den Weg, diesmal in Richtung Norden durch den Ortskern von Cocoa Village und weiter am Indian River entlang. Auch hier gibt es Meilenmarkierungen vom Marathon, die uns als Anhaltspunkt dienten.
Fuenf Minuten spaeter ein schneller Abschiedskuss, Jon drehte um und ich musste den Rest der Strecke alleine laufen. War ja zum Glueck nicht mehr weit - Hurra! Vor ein paar Wochen kamen mir 3,5 Meilen noch endlos vor! - und bei Meilmarker 11 konnte ich schon wieder umkehren. Als ich bei Meilmarker 12 (also nach 9 gelaufenen Meilen) immer noch nicht muede war, wollte ich es wissen. Ich war, Pausen abgezogen, seit genau einer Stunde, 20 Minuten und 37 Sekunden unterwegs. Konnte ich die letzte Meile in acht Minuten oder schneller schaffen? Im Marathontraining fuer Boston hatte ich immer darauf geachtet, nicht langsamer als 8 Minuten pro Meile zu laufen. Konnte ich das noch?
Ich legte also einen Zahn zu, was tatsaechlich gut funktionierte, und liess mich nur durch eine rote Ampel aufhalten. Zeit gestoppt, und bei gruen schnell weiter. Das Anlaufen geht mit der Verletzung noch nicht so fix, aber nach ein paar Schritten war ich wieder im Takt, rannte durch Cocoa Village, ueber die Startlinie des Marathons und weiter bis zum Meilmarker 13 des Halbmarathons, der sich praktischerweise im Park gleich beim Trinkbrunnen befindet.
Waehrend der ganzen letzten Meile hatte ich gar nicht auf die Uhr geschaut und war natuerlich nun neugierig, ob ich mein Ziel erreicht hatte.
Ich hatte: Die Uhr war bei genau 1:28:36 gestoppt. Die letzte Meile also in 7:59 gelaufen. Na also, geht doch! Ich kann es noch, auch wenn es nun "etwas" Uebung erfordern wird, wieder zu diesem Durchschnittstempo zurueck zu kommen.
Jon, der auf mich gewartet und sich mit den anderen unterhalten hatte, kam mir schon entgegen. Ich trank, duschte (der Badebrunnen war leider ausgeschaltet, aber gleich daneben gibt es zwei Aussenduschen) und wir gingen langsam zum Auto zurueck. Was fuer ein herrlicher Lauf!
Mein Come-Back mussten wir dann doch auch gleich mit einem zweiten Fruehstueck im Waffle House feiern, unserer schon traditionellen Anlaufstelle nach einem langen Lauf oder Radtour.
Jetzt nur nichts uebertreiben, die Wochenstrecke ganz langsam und vorsichtig erhoehen, nicht zu schnell werden. Dazu die Physiotherapie dreimal woechentlich und zweimal am Tag Dehnuebungen, dann wird das auch wieder was. Endlich habe ich das Gefuehl, so richtig was fuer meine Gesundung zu tun. Langsam aber sicher "laeuft's" wieder!
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Kerstin
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09:25
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10 Juli 2008
Mein Triathlon-Training
... neigt sich dem Ende zu.
Nur noch 10 Tage bis zum Sprint-Triathlon in Clermont und damit geht auch die Zeit mit der YMCA-Triathlon-Gruppe zu Ende.
Das bedeutet auch nur noch zweimal Schwimmen morgens um sechs und danach kann ich die fruehe Zeit und Morgen"kuehle" wieder zum Laufen nutzen. Ich muss ja sagen, dass ich mich in den letzten 10 Wochen schon um einiges verbessert habe im Kraulen, aber schnell ist was anderes.
Auch wenn ich nicht superschnell brustschwimmen kann, ich bin immer noch wesentlich schneller als beim Kraulen, und das mit weniger Anstrengung.
Beispiel gefaellig?
23. 6.
400m Brust: 9:45
400m Kraul: 11:48
26. 6.
100m Kraul: 2:34; 2:31; 2:35; 2:46; 2:44
100m Brust: 2:24; 2:23; 2:18
Dann der Road Trip und damit eine Woche Schwimmpause, bis ich Dienstag wieder "ran" musste.
8. 7.
300m Brust: 7:09; 6:56
50m Kraul: 1:22; 1:14; 1:08
50m Brust: 1:09; 1:06; 1:03
10. 7.
100m Brust: 2:18; 2:21; 2:21
100m Kraul: 2:54; 2:47; 2:49
50m Brust: 1:07; 1:06; 1:08
50m Kraul: 1:22; 1:23; 1:18
Diese Zeiten sind fuer mich ein absolut vernuenftiger Grund, im Rennen auf jegliche Kraulversuche zu verzichten.
Auch beim Radfahren habe ich mich waehrend des Trainings verbessert, was ich vor allem auf die langen, mehrtaegigen Touren zurueckfuehre.
Nur als Beispiel hier die erste Fahrt nach dem Boston Marathon, die erste Fahrt nach der viertaegigen Tampa-Tour, die erste Fahrt nach der dreitaegigen Hontoon-Island-Tour und die erste Fahrt nach der Kalifornien-Tour
25 Apr 08; 9.62 Miles; 40:08; 14.38 Mph
27 May 08; 14.18 Miles; 53:23; 15.94 Mph
24 Jun 08; 20.61 Miles; 1:12:18; 17.10 Mph
9 Jul 08; 12.06 Miles; 45:59; 15.74 Mph
Dazu muss ich sagen, dass ich gestern die letzten 5 Minuten absichtlich ganz langsam gefahren bin, denn schliesslich stand ja direkt im Anschluss noch der Lauf an.
Allein vom Gefuehl her ist das Radfahren leichter und nicht mehr so anstrengend wie zu Beginn des Trainings. Ich bin mal gespannt, was ich da im Rennen fuer einen Schnitt rausholen kann! Clermont besitzt so ziemlich die einzigen Huegel von ganz Florida, aber nach dem Bergtraining in Kalifornien und Tennessee brauche ich mir da wirklich keine Sorgen zu machen.
Uebers Laufen brauchen wir im Moment gar nicht zu sprechen. Ich bin zum Heulen langsam und es ist ziemlich anstrengend. Vor dem Road Trip musste ich mehrere Laeufe, die eigentlich 11 km (7 Meilen) werden sollten, abbrechen, weil ich nicht mehr konnte. Nicht aus Schmerzen von meiner Verletzung, die laesst mich naemlich relativ in Ruhe, sondern weil ich zu kaputt war. Das finde ich besonders traurig, weil im Marathontraining meine einfache Standardrunde 13,5 km lang war, die ich in etwas ueber einer Stunde geschafft habe ohne weiter darueber nachzudenken. So seltsam es klingt, aber bei diesem Triathlon wird wohl das Laufen limitierender Faktor sein. Andererseits sollte ich froh sein, dass meine Kondition so im Keller ist und es als Schutz vor Ueberlastung meiner Verletzung sehen. Frustrierend ist es aber trotzdem!
Geuebt haben wir heute mit der Gruppe noch den Wechsel vom Schwimmen zum Radfahren und anschliessend zum Laufen. Dabei sind wir nur einmal um den Parkplatz gefahren und auch nur ein paar Meter gelaufen, um das Ganze zweimal durchspielen zu koennen. Und siehe da, alle hatten beim zweiten Mal bessere Zeiten. Es lohnt sich also doch, sich ein bisschen mehr auf den Wechsel zu konzentrieren als ich es bisher getan habe.
Insgesamt muss ich sagen, dass ich mir von der Gruppe mehr erhofft hatte. Die meisten Versprechungen, die am Anfang gemacht wurden, sind nicht eingehalten worden. Ernaehrungsseminar? Laufschuhanalyse? Anpassen des Fahrrads? Gruppentreffen alle zwei Wochen? Fehlanzeige.
Die Gruppenfahrten und -laeufe am Wochenende konnte ich selten mitmachen, weil wir staendig unterwegs waren und selbst zum Schwimmtraining dienstags und donnerstags in aller Herrgottsfruehe ist der Trainer oft nicht erschienen, ohne vorher (oder nachher) abzusagen. Da sind wir alle schon recht enttaeuscht. Aber auch die Gruppe selber ist nicht besonders regelmaessig zum Training erschienen, mehr als 5 waren wir aeusserst selten, eher 2 oder 3 Leute. Gruppenlaeufe waehrend der Woche gab es nicht. Wenn der Trainer eine email aussendet und die Leute bittet, einen Gruppenlauf zu organisieren, dann kann das doch eigentlich gar nicht funktionieren.
Sehr schoen waren und sind aber meine Laeufe mit Brittany, die wir etwa einmal pro Woche zusammen durchfuehren. Wir haben schon beschlossen, dies auch nach Beendigung des Trainings beizubehalten.
Schon wieder so ein langer Eintrag. Sieht ganz so aus als haette ich im Moment einfach zu viel Zeit. Aber das wird sich sicher bald auch wieder aendern und so geniesse ich es besonders, mich ganz auf mein Training konzentrieren zu koennen.
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Kerstin
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26 Juni 2008
Tempolauf
Nein, keine Angst, nicht ich.
Ich bin im Moment richtig fit auf dem Rad, aber das Laufen fällt mir schwer.
Auch wenn ich keine richtigen Schmerzen mehr habe, bin ich doch läuferisch ziemlich außer Kondition und schaffe es kaum, mehr als 10 km zu laufen. Langsam.
Die Schwüle macht mir schon sehr zu schaffen, dann bin ich ja auch wegen der Verletzung kaum gelaufen und die ganzen langen Radtouren und das Schwimmtraining sind ja auch recht anstrengend. Heute morgen hatte ich mir eigentlich 7 Meilen vorgenommen, war aber nach 6,5 so kaputt, dass ich aufgegeben habe.
Immerhin gibt es zum Glück ganz in der Nähe eine 5,4 Meilen lange Strecke "Walk the Rock" - wir sagen immer "Run the Rock" - auf der alle 0,5 Meilen Markierungen angebracht sind. So weiß ich auch ohne Forerunner immer, wie weit ich schon bin.
Einen Tempolauf gab es heute trotzdem, denn schließlich muss Jon jetzt richtig planmäßig trainieren, um ins Team aufgenommen zu werden.
Heute standen 3 Meilen in 21:33 auf dem Plan und damit er nicht alleine laufen musste, habe ich ihn auf dem Rad begleitet und dabei gleich auch noch ein Video gedreht.
Das Ganze hat mich doch sehr an meinen 5-km-Tempolauf kurz vor dem Boston Marathon erinnert, als er mit dem Rad dabei war. Irgendwie kriegen wir es doch hin, dass wir uns immer wieder gegenseitig unterstützen können. Wir hatten uns die 400-m-Splits ausrechnen lassen, aufgeschrieben und nun musste er sechsmal um den Block laufen, der praktischerweise auch wieder genau eine halbe Meile im Umfang misst.
Er hat den Lauf nicht nur in der vorgegebenen Zeit geschafft, sondern hatte am Ende sogar noch 17 Sekunden Luft und besonders anstrengend fand er es auch nicht. Das lässt natürlich Gutes hoffen für das weitere Training.
Das muss er allerdings ab morgen eine Woche lang alleine laufen, denn ich mache mich auf den Weg, ein paar Pferde aus Kalifornien abzuholen.
Wie's aussieht passt mein Rennrad auch noch in den Anhänger und in Planung ist eine Radtour zum Yosemite National Park. Darauf freue ich mich schon ganz besonders!
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Kerstin
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18 Juni 2008
In die Röhre gucken...
... muss ich morgen früh.
Ich habe lange nichts von mir hören lassen, wohl vor allem weil es nicht besonders lustig oder unterhaltsam ist, über ungeklärte Verletzungen zu berichten.
Unglaublich wie lange es dauert, bis man nach drei Arztbesuchen bei drei verschiedenen Ärzten (und drei verschiedenen Meinungen, plus einer vierten des Physiotherapeuten) endlich von der Krankenversicherung die Erlaubnis für eine Kernspintomographie (kurz MRI) bekommt.
Vier Wochen alt ist meine Verletzung nun und ich weiß immer noch nicht genau, was ich eigentlich habe. Eine Bursitis ist es wohl doch nicht, der zweite Arzt tippte, meiner Meinung nach völlig daneben, auf eine Zerrung der hinteren Oberschenkelmuskulatur und der dritte im Militärkrankenhaus wollte ohne MRI überhaupt keine richtige Diagnose stellen. Es wäre wohl wahrscheinlich eine Bänderdehnung/-riss oder sonstiges.
Mein längster und bisher effektivster Besuch war der beim Physiotherapeuten, auch im Militärkrankenhaus. Er hatte eine ganze Stunde Zeit, mich auszufragen und an mir herumzuziehen und zu drücken und damit der Sache mal so richtig auf die Spur zu kommen.
Außerdem ist er selbst schon Marathon gelaufen und kennt sich mit Sportverletzungen aus.
Seine Diagnose: Sehnenentzündung. Aha.
Und außerdem meint er, auf dem MRI-Bild wird man wahrscheinlich auch nichts sehen können. Da ich aber nun schon so lange gewartet habe, gehe ich trotzdem hin und lasse das machen.
Was bedeutet das aber alles für die Praxis?
Es heißt nicht, dass ich seit vier Wochen nicht gelaufen bin.
Es heißt aber, dass ich beim Laufen vorsichtig sein muss und es nicht überstürzen darf. Nicht zu schnell laufen und vor allem der Bahn fernbleiben, wenn ich nicht gerade einfach nur langsam meine Runden ziehen will. Aber wer will das schon?
Dabei habe ich so eine schöne nagelneue Tartanbahn entdeckt, nur 7 Meilen von uns entfernt auf Merritt Island. Sonst gibt es hier in der Gegend ja fast nur Asphalt und diese Bahn ist von uns aus die nächste. Aber Geduld!
Seit einer Woche laufe ich wieder täglich und schmerzfrei, achte aber gut darauf, dass ich sofort aufhöre wenn es weh tut. Das war Montag der Fall, als ich dieser verlockenden Tartanbahn einfach nicht widerstehen konnte. Nur diesmal war ich so schlau, nicht durch die Schmerzen zu laufen, sondern direkt die Reissleine zu ziehen und aufzuhören. Ich denke, damit habe ich Schlimmeres verhindert, denn Dienstag und heute konnte ich wieder gut laufen.
Ich bewege mich im Moment viel auf dem Laufband im Fitness Center. Einmal um auch wirklich bei Schmerzen direkt aufhören zu können und nicht wer weiß wie weit von zu Hause entfernt zu stranden. Und zum anderen auch weil es mir draußen langsam doch zu heiß wird. Die relativ kühle Morgenluft nutze ich auch ganz gerne zum Reiten, der einzigen Sportart, die ich draußen ausüben MUSS. Und da bietet es sich auch an, danach direkt am YMCA vorbei zu fahren. Oder wenn ich sowieso im Militärkrankenhaus bin, eben das Fitness Center der Air Force zu nutzen.
Das habe ich gestern getan und im Anschluss gleich noch eine Stunde Krafttraining drangehängt. Meine Güte, jetzt hab ich vielleicht einen Muskelkater, vor allem in den Oberschenkeln.
Der Physiotherapeut hat mir außerdem Dehnübungen gezeigt, die ich nun dreimal täglich machen soll und im Juli habe ich weitere Behandlungen.
Die Termine sind deswegen so lange herausgezögert, weil ich übernächste Woche mit meiner Stallbesitzerin und Freundin Stephanie nach Kalifornien fahre, um dort ein paar ihrer Pferde abzuholen! Während dieser Fahrt mache ich genau das, was alle Ärzte am liebsten hätten: Nichts! Dann wollen wir doch mal sehen, ob ich nachher völlig geheilt wieder nach Hause komme.
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Kerstin
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13:07
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30 Mai 2008
Auf dem Weg zur Besserung
Ach, was tat das gut!
Eine Stunde Stretching heute Morgen - dabei gut aufgepasst, dass ich den gezerrten Muskel nicht reize - und ich war vollkommen entspannt und geloest. Wenn das nicht mal gute Voraussetzungen fuer einen kleinen Testlauf sind. Eigentlich hatte ich ja gedacht, ich besuche noch mal den Crosstrainer, aber vor allem nach dem Dehnen fuehlte ich mich so gut und schmerzfrei, dass ich es doch glatt drauf ankommen lassen habe. Die vom Arzt verordnete Woche Laufpause ist schliesslich rum und die Versuchung einfach zu gross.
Also ab aufs Laufband, damit ich jederzeit abbrechen konnte falls es doch noch weh taete.
Und meiner neuen, verbesserten Laufroutine getreu habe ich auch ganz langsam angefangen, erstmal 5 Minuten gehen, dann 5 Minuten joggen und dann wurde es spannend: Wiederum ganz langsam habe ich die Geschwindigkeit erhoeht, angefangen bei 9.8 km/h und jede Minute ein bisschen schneller, bis ich bei 11.7 km/h war. Das sind fuer mich jetzt nicht wirklich rasende Geschwindigkeiten, aber die Idee war ja auch, den Muskel nicht weiter zu reizen, sondern den Kreislauf anzuregen und mehr sauerstoffreiches Blut durch den Koerper zu schicken um die Heilung zu beschleunigen.
Naja, gut, ich gebe zu, die Idee war eher, dass ich einfach wieder laufen wollte, es aber gleichzeitig nicht uebertreiben, vor allem auch im Hinblick auf den Triathlon am Sonntag. Aber die Theorie mit dem Kreislauf und so hoert sich gut an und ist bestimmt auch nicht ganz verkehrt.
Jedenfalls ging das Ganze erstmal 18 Minuten lang so weiter, ich war bereits wieder dabei die Geschwindigkeit zu reduzieren - immer noch keine nennenswerten Schmerzen - bis die Verdauung soweit angeregt war, dass ich eine kleine Pause einlegen musste. Was mir natuerlich in dem Moment ein besserer Grund war als den Lauf auf Grund von Schmerzen abbrechen zu muessen.
Auch beim zweiten Teil blieb ich furchtbar vernuenftig, fing wieder mit 9.8 km/h an und steigerte mich diesmal alle zwei Minuten, bis hin zu 11.3 km/h. Ich konnte mir das Grinsen nicht verkneifen. Ich lief! Ab und zu zwickte es noch ein bisschen, aber das war nicht der Rede wert.
7,3 km in 39:50 waren es am Ende, nicht mitgerechnet die Aufwaerm- und Abkuehl-Geh- und Jog-Phasen. Damit war ich ja sowas von zufrieden und gluecklich, das glaubt man gar nicht.
Mein weiterer Plan sieht nun so aus, es auch weiterhin langsam angehen zu lassen und erstmal auch nicht jeden Tag zu laufen, sondern weitgehend dem Marathon-Erholungsplan meines neuen schlauen Buches "Advanced Marathoning" zu folgen, bei dem das Laufen schrittweise innerhalb von 5 Wochen wieder auf "Normalstand" gebracht wird. Ein Schritt, denn ich direkt nach Boston haette unternehmen sollen. Aber ich denke mir auch, besser spaet als nie.
Bis auf den Triathlon am Sonntag, zu dem wir schon angemeldet sind und bei dem ich den Laufteil auch gaaaaanz ruhig angehen will habe ich alle Rennen fuer Juni gecancelt und werde mich voellig auf die Genesung konzentrieren. Die Laufbahn muss ich natuerlich auch erstmal meiden und ueberhaupt soll das Tempo 5min/km nicht ueberschreiten. Danach habe ich immer noch genug Gelegenheit, wieder schneller zu laufen. Ich werde auch in der naechsten Zeit weiterhin viel auf dem Laufband laufen oder auf nicht-asphaltierten Wegen, um den Aufprall zu daempfen.
Aber im Prinzip bin ich jetzt einfach nur froh, dass ich wieder laufen kann! Ich hoffe dieser Vorfall hat mich gelehrt, das Ganze nicht mehr zu selbstverstaendlich hinzunehmen, sondern besser auf meinen Koerper zu achten damit solche Verletzungen nicht zur Tagesordnung werden. Schliesslich will ich schneller und besser werden und das bringt nun mal ein groesseres Risiko mit sich. Ich muss lernen, dieses Risiko soweit wie moeglich einzudaemmen und mein Training intelligenter zu gestalten!
Zum Lesen:
So kommt man nach Olympia
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Kerstin
um
11:10
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29 Mai 2008
Wanderung im Moccasin Island Tract
Laufen tut immer noch weh, da verlängere ich meine Pause lieber noch etwas.
Mein Rennrad ist auch zur Reparatur und vom Crosstrainer brauchte ich auch mal eine Pause.
Durch Anjas Blog angeregt war ich also heute zur Abwechslung mal wandern. Da dauert es natürlich wesentlich länger, 13 km zurückzulegen, aber ich hab ja Zeit.
Sehr schön war die fast dreistündige Tour auf jeden Fall. Ich bin keiner Menschenseele begegnet, dafür aber jeder Menge Kühen - kein Wunder, das Gelände gehört zu einer großen Ranch - und allen möglichen Vögeln. Alligatoren habe ich zwar keine gesehen, aber es platschte doch des Öfteren sehr verdächtig im Abflussgraben neben dem Weg. Das können jetzt natürlich auch Schildkröten gewesen sein.
Nach 4,5 km gab es dann auch noch eine Schutzhütte, in der ich eine kleine Rast einlegen konnte. Aufgefallen sind mir jede Menge besonders große, farbenfrohe Heuschrecken. Sowas habe ich vorher auch noch nicht gesehen.
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Kerstin
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18:15
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22 Mai 2008
Left Hip Strain
Doch noch mal Glück im Unglück gehabt: Bei meiner Verletzung handelt es sich laut Arzt um eine einfache Muskelzerrung der linken Hüfte. Bin ich froh! Das Röntgenbild und die Untersuchung ergaben keine Anzeichen eines Bruches. Anja hat vollkommen recht: Googeln bringt nur das Schlimmste!
Eine Woche darf ich nicht laufen und damit kann ich hervorragend leben, zumal ich trotzdem Sport treiben darf. Unserer Radtour nach Tampa steht also nichts mehr im Wege! Das sind vier Tage, danach nur noch drei und ich kann langsam wieder mit dem Laufen anfangen.
Hört sich doch gut an! Und ich dachte schon, ich wäre jetzt monatelang außer Gefecht gesetzt.
Nur wenn ich in einer Woche immer noch Schmerzen haben sollte, muss ich wieder kommen und eine Kernspintomographie machen lassen. Nach dem Ergebnis von heute hoffe ich aber einfach mal das Beste und dass die Medikamente schnell anschlagen!
Bis dahin bleibt mir ja immer noch mein neuer Freund, der elliptische Trainer.
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Kerstin
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13:28
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433 Tage
So lange hat meine Täglich-Lauf-Serie gedauert.
Gestern war dann der erste Tag nach einem Jahr und fast zwei Monaten, an dem ich nicht gelaufen bin.
Aua!
Das hat mir jedenfalls mein Becken am Montag zugerufen, als ich schon beim Auslaufen war. Ich bin dann noch zu Ende gelaufen, aber es war schon recht schmerzhaft, ein stechender Schmerz, der nichts Gutes verheißt.
Geholt habe ich mir das Ganze wahrscheinlich schon am Freitag, beim Endspurt in einem kleinen, vollkommen unbedeutendem Rennen auf der Base. Da hat es zwar nicht geschmerzt, aber ich habe es zum ersten Mal gemerkt.
Samstag und Sonntag war alles ok, selbst der lange Lauf über 25 km am Sonntag ging gut. Am Ende habe ich es zwar ein bisschen gemerkt, aber immer noch keine Schmerzen.
Montag dann wie gesagt der Schock.
Als ich wieder zu Hause war konnte ich kaum gehen, und so habe ich mich den Rest des Tages nur noch ausgeruht.
Die Ruhe, kombiniert mit Ibuprofen, hat die Schmerzen gelindert und am Dienstag konnte ich wieder relativ schmerzfrei gehen, schwimmen, radfahren und auf dem Cross-Trainer habe ich nicht mal gespürt, dass irgendwas nicht in Ordnung war. Ermutigt habe ich versucht, eine Meile zu laufen. Keine gute Idee! Irgendwie habe ich die Strecke hinter mich gebracht, aber spätestens da wusste ich, dass es mit dem Laufen für die nächste Zeit erstmal vorbei sein wird.
Also bin ich gestern zum ersten Mal seit 433 Tagen nicht gelaufen. Das war schon komisch. Beim Arzt war ich noch nicht, aber Jon macht mir heute einen Termin, dann weiß ich mehr.
Aber gegoogelt habe ich: Es könnte sich tatsächlich um eine Stressfraktur des Schambeins handeln. Eine Muskelverletzung, die am schnellsten und einfachsten heilen würde, schließe ich im Moment (leider) aus, das passt zu keiner Beschreibung der Symptome.
Wenn ich Recht habe - und das wird der Arzt durch eine Röntgenaufnahme feststellen können - bedeutet das im günstigsten Fall eine Laufpause von 6 Wochen, andere Seiten sprechen sogar von 3 Monaten oder noch länger.
Wie ich das aushalten soll weiß ich noch nicht, aber ich muss sagen, da wächst doch das Verständnis für andere Verletzte. Bisher konnte ich jedes Wehwehchen ignorieren und trotzdem laufen. Shin Splints oder Muskelkater oder sonstige Zipperlein haben mich ja nicht abgehalten.
Und nun habe ich den Salat: Meine erste ernsthafte Laufverletzung, die mich zum Aufhören zwingt.
Ich hoffe nur, ich kann trotzdem weiterhin wenigstens radfahren und schwimmen, um nicht zuviel Fitness zu verlieren.
Außerdem hoffe ich natürlich, das Ganze ist bis zum Beginn des Marathontrainings wieder verheilt. Aber bis dahin sind es noch 2 1/2 Monate, und selbst wenn es drei Monate dauern sollte, ist es immer noch früh genug, danach mit dem Training zu beginnen.
Hauptsache, diese blöde Verletzung bin ich bald wieder los!
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Kerstin
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04:21
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27 April 2008
Marathon bestätigt Relativitätstheorie
Ich bin schon aufgeregt.
Denn ich mache mich jetzt auf zu meinem ersten langen Lauf nach dem Marathon.
Ui, da will ich mal nicht zu schnell losrennen, denn wer weiß ob ich sonst durchhalte.
Die Oberschenkelmuskeln kann ich zwar immer noch ein bisschen spüren, aber seit der Stretching-Stunde Freitag Morgen im Fitness Center kann ich sogar wieder völlig problemlos treppab laufen. Das ist ja das schönste Geschenk, wenn man sich nicht mehr am Geländer runterhangeln muss.
Jedenfalls ist es lustig, wie sich die Perspektiven verschieben nach so einer Anstrengung.
Mein langer Lauf heute wird nämlich kürzer ausfallen als meine normalen Trainingsläufe vor dem Marathon.
50 Minuten will ich unterwegs sein. Das kommt mir unheimlich lang vor heute, während ich über solche Strecken vorher nur lachen konnte. Da kann man mal sehen. Aber ich freu mich schon. Ich hab von der Regeneration jetzt schon die Nase voll und will endlich wieder richtig laufen. Aber diesmal werde ich alles langsam wieder aufbauen.
Immerhin gibt mir der Sommer nun Zeit für andere Sachen: Ich habe mich zur Triathlon-Trainingsgruppe des YMCA angemeldet, die am 1. Mai losgeht und will auch noch bei einem oder zwei Reitturnieren mitmachen. Der nächste 5km-Lauf steht fest am 10. Mai, der letzte Lauf der Running Zone Race Series. Es wird also nicht langweilig.
Der nächste Marathon ist natürlich auch schon wieder angedacht, und zwar im Winter in Arizona. Da gibt es am 7. Dezember den Tuscon Marathon und am 19. Januar den Rock'n'Roll Marathon in Phoenix. Jon tendiert im Moment mehr zu Tuscon und das hört sich für mich auch ganz gut an.
In Arizona ist es auch im Winter warm, aber dafür ist das trockene Klima in der Wüste viel besser und angenehmer zum Laufen. Außerdem hat der Marathon insgesamt 670m Gefälle und ist daher für schnelle Zeiten bekannt. Meine Oberschenkel werden sich bedanken, aber das ist mir dann auch egal.
Vielleicht wird es dann ja was mit 3:09?
So, jetzt muss ich mich aber mal langsam aufmachen zu meinem langen Lauf. Wir wollen nämlich heute auch noch Kayakfahren und darauf freue ich mich schon seit langem!
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Kerstin
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04 April 2008
Kampf den Shinsplints!
Mal mehr, mal weniger tun mir nun schon seit Monaten die Schienbeine weh. Ich habe das mit Kompressionsstrümpfen und langen Läufen auf weichem Boden auch einigermaßen im Griff, die Schmerzen werden beim Laufen selber nicht schlimmer, waren nie so stark dass ich einen Lauf abbrechen musste und ich konnte immer normal weiter trainieren. Aber ganz weg sind sie eben auch nicht.
Keine drei Wochen vor dem Marathon wird es nun doch langsam Zeit, aktiv dagegen vorzugehen.
Wie ich gelernt habe, ist RICE der Schlüssel zur Bekämpfung aller möglicher kleiner Wehwehchen, die sich beim Laufen melden können.
R – Rest (bedeutet für mich, dass ich mich von nun an die untere Meilenzahl der täglich im Trainingsplan vorgesehenen Strecke halten werde und den Rest durch Radfahren ersetze, also z.B. bei 5-8 Meilen 5 Meilen laufen und 3×3=9 Meilen Radfahren.)
I – Ice (die betroffenen Stellen kühlen!)
C – Compression (so viel wie möglich Kompressionsstrümpfe tragen, wenn schon nicht beim Laufen, dann wenigstens auf der Arbeit und beim Reiten)
E – Elevation (Beine hochlegen, das fällt mir natürlich besonders leicht)
Den größten Einschnitt bedeutet natürlich für mich das Zurückschrauben der täglichen Meilen. Mir ist schon klar, das Radfahren nicht den selben Trainingseffekt hat wie Laufen, aber andererseits wäre es schon nett, in Boston so schmerzfrei wie mölgich laufen zu können.
Ich habe das heute zum ersten Mal ausprobiert und war wirklich begeistert.
Auf dem Plan stand Intervalltraining, 8-11 Meilen insgesamt, 3×2000m im 10km-Renntempo, dazwischen 3 Minuten Trabpause.
Das sind jeweils 5 Bahnen zu 1:45.
2000m Intervalle bin ich vorher noch nie gelaufen und war schon gespannt, wie ich die Zeiten hinkriegen würde. Von Michi inspieriert bin ich also diesmal mit dem Fahrrad zur Bahn gefahren statt wie sonst zu laufen.
Das war schon mal eine gute Idee, denn da brauchte ich nicht mit Flasche in der Hand zu laufen, sondern konnte alles was ich so brauchte (oder zu brauchen meinte) im Rucksack transportieren, Laufschuhe auf den Gepäckträger geklemmt und ab die Post.
Eingelaufen habe ich mich dann auf der Bahn mit einem kurzen Abstecher zur Tankstelle, nur 1,5 Meilen statt der sonst üblichen 2,5 bis 3. Ein bisschen dehnen und dann wurde es ernst.
Ich merkte gleich, wie frisch meine Beine waren, da sie nicht schon meilenweit und stundenlang gelaufen waren. Ich war auf jeder Runde nur ein paar Sekunden schneller als geplant, manchmal auch genau auf dem Punkt und lief das erste Intervall nur deswegen in 8:39, weil ich unterwegs Panik gekriegt und einen Rechenfehler gemacht habe, der besagte, ich müsse die 2000m in 8:15 laufen. Es hat ein bisschen gedauert bis mir aufgegangen ist, dass ich ja nur 8:45 brauchte und so wurde das zweite Intervall mit 8:46 eine Punktlandung.
Beim dritten Mal wurde ich, weil es ja das Letzte war und ich danach ausruhen konnte, zum Ende hin wieder schneller und lief die 5 Runden nochmal in 8:39.
Noch 1,5 Meilen auslaufen und dann wäre ich im Prinzip fertig gewesen, aber ich hängte aus reinem Übermut weil ich schon mal auf der Bahn war und nicht mehr nach Hause LAUFEN musste (und weil es dem Laufstil gut tun soll) noch 4×100m Striders dran.
Auf dem Video sind die ersten beiden zu sehen, und das Zurückjoggen.
Den Rückweg mit dem Rad verlängerte ich soweit, dass ich am Ende nach den gewünschten 9 Meilen glücklich und zufrieden wieder nach Hause kam. So eine gute Trainingseinheit hatte ich schon länger nicht mehr. So werde ich es wieder machen!
Verlängerter Rückweg mit dem Rad
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Kerstin
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13 Januar 2008
Einsamer Langer Lauf
Graesslich war’s heute, meine 29 km in 2:47:23! Ich hatte Sodbrennen und es war schwuel und mein iPod wollte nicht und ich war alleine und die Strecke war doof. Ich hab mich voll gequaelt
Sonst habe ich die langen Laeufe ja immer mit Jon gemacht, aber der hat 1. immer noch den Zeh gebrochen (nicht mehr lange!) und 2. die Qualifikation fuer Boston nicht geschafft. Naechstes Mal muss ich irgendwo hin fahren wo es schoener ist, in einen Naturpark mit Trails oder nach Orlando oder und dann erbitte ich wenigstens Fahrradbegleitung. Sonst wird das nichts mit den langen Laeufen!
Naechsten Sonntag steht aber erstmal das erste Rennen fuer 2008 an, The “WALL” Louisiana State 30K Championship. Da werde ich schon mal auf keinen Fall alleine sein und muss auch keinen bloeden Trinkrucksack mit mir rumschleppen, der mir heute wie Blei am Ruecken hing. Ich will mal versuchen, ob ich die 30 km in 2:20 bis 2:30 schaffe, damit waere ich schon sehr zufrieden! Kommt natuerlich auch immer noch aufs Wetter und auf evt. Steigungen an. Das Ganze findet in New Orleans statt und ich bin ja mal gespannt wie ich mich da machen werde…
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Kerstin
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24 August 2007
Beach Run 5k - In 25 Minuten zum Sieg

Man nehme an einem Rennen des Air Force Fitness Centers teil, das am Strand abgehalten wird. Leider hatten die Veranstalter wohl nicht damit gerechnet, dass die Flut heute Morgen um viertel vor sieben doch recht hoch stehen wuerde und so mussten wir teilweise durch den tiefen Sand rennen.
Ueberhaupt war der Lauf etwas ungluecklich organisiert: Start war an einem Parkplatz ohne Toiletten und auch die Wasserversorgung waehrend des Laufs funktionierte nicht so wirklich. So stand der Verantwortliche untaetig mit einem leeren Becher in der Hand da, den er dann natuerlich nicht mehr so schnell fuellen konnte wie ich an ihm vorbei war.
Dafuer war der Lauf umsonst und wir bekamen sogar noch Obst und ein Handtuch nachher. Preise oder eine Siegerehrung gab es nicht.
Da wir unsere Laufschuhe nicht im Sand und Meerwasser ruinieren wollten, hatte Jon die Idee, barfuss zu laufen (jaja, Hase, wir machen dir alles nach...). Das war dann wohl auch der Grund, warum ausser einem oder zwei pfeilschnellen Laeufern keiner mehr vor uns war. Alle anderen hatten Schuhe an und mussten Haken um die Wellen schlagen, waehrend wir einfach durchs Wasser laufen konnten. Das war natuerlich auch eine nette Abkuehlung. Am Anfang waren noch ziemlich viele Laeufer vor uns, auch zwei andere Frauen, aber nach und nach forderten der tiefe Sand und die vom Wasser schwer gewordenen Schuhe ihren Tribut. Wir ueberholten sie fast alle - mit der zweiten Frau, an die ich beim letzten Rennen nicht mal annaehernd rankommen konnte, lieferte ich mir Minuten lang ein Kopf an Kopf Rennen, bis ich sie endgueltig abhaengen konnte - und irgendwann konnte ich auch mit Jon nicht mehr mithalten. Er war ja auch ausgeruhter und hatte keine 12 Meilen vom Vortag in den Knochen.
Jedenfalls war ich bei einen 5km-Lauf noch nie so langsam (siehste, ich hoere auf euch!), sogar im Training laufe ich schon mal schneller. Die Strecke war auch etwas zu lang, der Garmin zeigte am Ende 3.34 Meilen (5,38 km) an.
Da es aber mehr ein "Fun Run" sein sollte, war das auch alles halb so wild.
Am Schluss inspizierten Jon und ich unsere Fuesse: Bei mir hat nur die Haut unter den grossen Zehen etwas gelitten und ist abgeschrabbt - das hatte ich schon mal, als wir am Strand gewohnt haben und ich staendig dort spazieren gegangen bin. Jon, dessen Fuesse ja ein groesseres Gewicht tragen muessen, hat es schmerzhafter erwischt: Dicke Blasen, mit Wasser bzw. Blut gefuellt unter drei Zehen. Jetzt hat er wenigstens mal wieder eine Ausrede, am Sonntag RLLAEM zu praktizieren. Ich bin ja mal gespannt wie das wird!
Ich bin jedenfalls heute Abend noch mal vom Stall nach Hause gelaufen und dank meiner neuen Brooks Adrenaline und meinem neuen MP3-Player mit etwas eigenwilliger Playlist war das auch alles gar kein Problem. Wer haette das gedacht, dass man zu Johnnie Cash so gut laufen kann?
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Kerstin
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13 August 2007
Run the Rock

Nach einem langen Ruhetag und einem kurzen Besuch bei Brownie waren wir gestern Abend gegen halb acht dann endlich soweit, unseren langen Lauf anzugehen. Es hatte sich schon ein bisschen abgekuehlt und wir hatten unsere Wasser- und Gatoradeflaschen auf der Strecke verteilt. Parken an einer strategischen Stelle, die jederzeit von der Strecke aus unter 2 Meilen zu erreichen ist.
Das war wichtig, denn Jon war immer noch in Bereitschaft und musste mit Pager und Handy laufen, um jederzeit erreichbar zu sein. Zum Glueck kann er das vermaledeite Ding heute an den naechsten Kollegen weitergeben und hat erstmal ein paar Wochen Ruhe.
Eigentlich heisst die Strecke, die wir gelaufen sind, "Walk the Rock" und ist ein 5,4 Meilen langer Rundkurs "um den Block". Es gibt zwei Infotafeln, Halbmeilenmarker, einige Tankstellen auf dem Weg, in denen man auch seine Wasservorraete auffuellen kann und vor allem durchgehend einen etwas von der Strasse abgelegenen Gehweg. Das war wichtig, denn wir liefen ja bei Anbruch der Daemmerung los und es wurde bald stockdunkel. Da will man auch nicht auf der Strasse laufen und von wildwuetigen Autofahrern aufs Korn genommen werden.
Drei Runden mussten wir drehen, um auf die geforderten 16 Meilen zu kommen und die ersten zwei Runden liefen auch sehr gut, besser als ich gedacht hatte. Eine angenehme Brise wehte und es war zwar immer noch schwuel und warm, aber deutlich besser als tagsueber. Der Abend ist einfach mehr unsere Zeit zum Laufen, das haben wir in der letzten Woche schon festgestellt. Am fruehen Morgen laeuft es sich nicht so leicht.
Das groesste Problem gestern war der Durst. Wir hatten zwar vier Flaschen aufgestellt und uns eine weitere in einer Tankstelle gekauft, aber ich war nach zwei Runden trotzdem so durstig, dass wir am Truck anhielten, wo wir eine grosse Vierliterflasche gelagert hatten. Ich konnte gar nicht aufhoeren zu trinken.
Dumme Idee!
Wir liefen langsam weiter und schnell stellte sich Seitenstechen ein. Mein Magen war so voller Wasser, dass er sich (gefuehlt) extrem ausdehnte und mir fast schlecht wurde. Das Laufen wurde immer mehr zur Qual und ging bald gar nicht mehr. Ich versuchte zu gehen, blieb dann aber stehen und setzte mich schliesslich auf den Boden. Sollte das das Ende sein? Da hatte ich noch so schoen und genussvoll ueber Jon gelaestert und ihn zum RLLAEM angemeldet. Musste ich nun selber dahin? Jon ging es gut, aber er war besorgt und bot schon an, zurueck zu laufen und den Truck zu holen (wie ich es ja schon fuer ihn getan hatte). Wir hatten gerade mal 11,5 Meilen geschafft.
Ich stand auf und dachte wirklich, ich wuerde es nicht weiter schaffen, also schlug ich vor, ganz langsam zum Truck zurueck zu laufen, denn dank unserer intelligenten Park-Strategie war er ja nicht weit entfernt. Ich machte die ersten Laufschritte in dessen Richtung und auf einmal merkte ich, dass RLLAEM doch nichts fuer mich ist. Ich fuehlte mich ploetzlich wieder besser, das Wasser in meinem Magen hatte sich wohl etwas verteilt, und dachte nicht mehr daran, den Lauf abzubrechen. Wir hatten ja schon ueber zwei Runden geschafft und wenn ich merken wuerde, dass es nicht mehr geht, waeren jederzeit Rettung schnell in Sicht. Es half auch, dass gerade in dem Moment die Brise noch ein bisschen auffrischte und uns angenehm abkuehlte.
Wir trabten also weiter und beim naechsten Trinkstopp nahm ich nur einen kleinen Schluck. Perfekt war mein Magen natuerlich noch nicht wieder in Ordnung, aber es wurde mit jedem Schritt besser.
Auch weiterhin nahm ich nur kleine Schlucke und als wir nur noch weniger als 3 Meilen vor uns hatten, legte ich an Tempo zu. Reden war nicht moeglich, aber ich wollte endlich ankommen und das Durchschnittstempo unter 9:00/Meile bekommen. Vor meinem Durchhaenger waren wir bei 8:45/Meile, ein gutes Tempo fuer einen langen Lauf.
Wir rannten also ein bisschen schneller und konnten nach 2:23:55 reiner Laufzeit, 16 Meilen oder 25,8 km bei einem Durchschnittstempo von 5:34/km die dritte Runde beenden.
Da war ich aber froh!
Noch eine weitere Runde mit dem Truck, um die ganzen Flaschen einzusammeln und ab ging es zum Waffle House, wo es zwar kein gesundes, aber leckeres Essen gibt. Das hatten wir uns nach der Anstrengung doch verdient und meinem Magen ging es auch wieder gut genug, um Ruehrei mit Kaese, Rosinentoast mit Apfelmarmelade, Grits (dafuer gibt's keine Uebersetzung) und Frikadellen zu sich zu nehmen.
Um Mitternacht fielen wir schliesslich frisch geduscht und schoen kaputt ins Bett.
Vor einem Jahr: 15 Meilen Wanderung auf dem Tahoe Rim Trail zwischen Kalifornien und Nevada mit Jon
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Kerstin
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