Rund 2.700 Gramm bringt Ihr Sprössling auf die Waage, er ist etwa 47 Zentimeter groß und hat einen Kopfdurchmesser von ca. 9,3 Zentimetern.
Ihr Baby produziert Kortison, ein Hormon, das die Lungen auf den ersten Atemzug vorbereitet. Denn sofort nach der Geburt ist der Blutkreislauf des Kindes ein anderer und nicht mehr mit dem Ihren verbunden. Eigenständig wird das gesamte Blut des Babys durch die Lunge strömen müssen, um den Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid zu gewährleisten. Falls jetzt geboren, zählt Ihr Kind nicht mehr zu den Frühgeburten.
Interessanterweise stellt man fest, dass viele Schwangere kurz vor der Geburt ungeheuer aktiv werden. Es werden der Boden gewienert, die Fenster geputzt, die Schränke ausgewischt, kurz: das "Nest" wird für den Neuankömmling herausgeputzt. Unterdrücken Sie nicht unbedingt diesen "Nestbau-Instinkt". Wer weiß, ob der nicht tiefere Gründe hat.
08 Januar 2010
38. Woche
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Kerstin
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06:16
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07 Januar 2010
Hallo? Motivation? Wo bist du?
Hier passiert ja gar nichts mehr. Ich will nirgends hinfahren zum Laufen. Ich will ueberhaupt nirgendwo hinfahren. Am liebsten das Haus gar nicht verlassen. Raus zum Laufen? Muss das sein? Jetzt? Das Sofa ist doch so schoen bequem, ich bin gerade so schoen faul, ich sitze hier so gut. Bin so schwer. Alles faellt schwer. Jammer, jammer jammer.
Wenn erstmal die Wehen losgehen zaehlen auch keine Ausreden mehr.
Na gut, raffe ich mich doch wieder auf. Vierzig Minuten durch die Siedlung, bei herrlichem Laufwetter und strahlendem Sonnenschein, das soll ja wohl zu schaffen sein. Ist es auch, natuerlich, wie immer.
Trotzdem fuehle ich mich wie ein Anfaenger. Wo ist die Leichtigkeit geblieben, mit der ich sonst Meile um Meile zurueck gelegt habe? Wofuer habe ich eigentlich die ganze Zeit trainiert, wenn mir die Lauferei immer schwerer faellt statt leichter? Das ist doch nicht richtig!
Meine Beine moegen das ganze zusaetzliche Gewicht nicht, dass sie nun rumzuschleppen haben, soviel steht fest. Sie moechten sich eigentlich am liebsten immerzu ausruhen. Wie soll ich ihnen erklaeren, dass sie dadurch nur noch schwaecher werden? Bald ist das alles vorbei. Ein Lichtblick am Horizont, denn der Geburtstermin soll in drei Wochen sein. Wird auch langsam Zeit.
Wenn ich erstmal zehn Minuten oder so unterwegs bin wird es manchmal ein bisschen einfacher, kann ich ein bisschen freier ausschreiten. Aber wenn es dann vorbei ist, bin ich doch wieder froh.
Warum ich ueberhaupt noch laufe, so kurz vor der Geburt?
Auch heute war ich wieder unterwegs und ich muss sagen, dass auch die netten Landkarten, die mein Forerunner und ich so aufzeichnen, meine Motivation steigern, doch immer wieder die Schuhe zu schnueren und laufen zu gehen. Hier ist die von heute.
Eins muss ich hier aber mal ganz klar stellen (auch wenn noch nie jemand was Negatives gesagt hat): Sollte es irgendeinen medizinischen Grund geben der gegen das Laufen spricht, wuerde ich da natuerlich als allererstes auf meine Aerztin hoeren und sofort aufhoeren. Das Baby und seine Gesundheit geht in jedem Fall vor.
Solange aber nichts dagegen spricht bin ich der Meinung, dass eine fitte Mutter immer noch das Beste ist fuer ihr Kind.
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Kerstin
um
13:06
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05 Januar 2010
Schoen, schnell und pink...
... das sind meine neuen Laufschuhe.
Es ist immer noch ganz schoen kalt und ich werde immer noch langsamer. Und das, obwohl ich doch zum ersten Mal meine neuen schnellen Mizuno Wave Inspire 6 ausfuehren konnte. Manche Schuhe kauft man eben immer wieder, denn meine “offiziellen” Marathonschuhe haben sich bewaehrt. Leicht genug, um fuer Intervall-, Tempolaeufe und lange Rennen genutzt zu werden aber auch mit ordentlicher Pronationsstuetze fuer meine “krummen” Fuesse.
Diesmal half das allerdings alles nichts. Fuer 6 km in der Siedlung habe ich diesmal 42 Minuten gebraucht. Nicht mitgerechnet die beiden Pipipausen zu Hause…
Abends wurden wir dann wieder daran erinnert, warum das so ist. Es war endlich Zeit zum Kinderpflegekurs im Krankenhaus. Nun koennen wir Windeln wechseln, ein Baby ordentlich einpacken, (hoffentlich) beruhigen wenn es schreit, baden und halten. Bleibt nur zu hoffen, dass unser eigenes Kind nicht immer so grimmig guckt wie die Uebungspuppe im Kurs…
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Kerstin
um
12:58
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01 Januar 2010
37. Woche
Ihre Plazenta hat mittlerweile eine Größe von 20 bis 25 Zentimetern erreicht, ist drei Zentimeter dick und etwa 500 Gramm schwer. Genügend Fläche also, um den Austausch von Nährstoffen und Abfallstoffen zwischen Ihnen und Ihrem Kind zu gewährleisten. Die Plazenta produziert Hormone, die Ihre Brüste weiter anschwellen lassen. Aber nicht nur Ihre: Auch die Ihres Kindes, egal, ob Junge oder Mädchen, schwellen an. Die Schwellung geht nach der Geburt zurück (falls Sie Ihr Kind stillen, so auch erst beim Abstillen). Sollten Sie ein Mädchen bekommen, können diese Hormone einige Tage nach der Geburt eine leichte Vaginalblutung auslösen. Also: Kein Grund zur Sorge!
Haben Sie Schmerzen im unteren Teil Ihres Bauches? Das sind Ihre Gelenke im Becken, die langsam nachgeben, um dem Baby eine "freie Fahrt" zu ermöglichen. Das Nachgeben zieht an den Bändern, den sog. Mutterbändern und das schmerzt. Ihre Hüften werden breiter werden. Erst in etwa einem Jahr werden Sie voraussichtlich Ihre ursprüngliche Form wieder gefunden haben.
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Kerstin
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05:00
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25 Dezember 2009
36. Woche
Der feine Flaum, die Lanugohaare, die den gesamten Körper bedecken, fallen aus. Vereinzelt können aber noch Haarpartien an Beinen, Armen, Schultern und den Hautfalten zurück bleiben.
Ihr Baby hat noch kein eigenes Immunsystem. Es bekommt seine Antikörper über Sie und ist damit gegen alles geschützt, wogegen auch Sie Abwehrstoffe aufgebaut haben, zum Beispiel gegen Röteln oder Mumps.
Ihr Kind wächst immer weiter. Rund 43 Zentimeter ist es schon groß und wiegt etwa 2.200 Gramm.
Es kann zu unregelmäßigen Vorwehen kommen. Einige von diesen Kontraktionen können recht stark und schmerzhaft werden. Doch Sie kommen nicht oft vor und vor allen Dingen nicht in regelmäßigen Abständen. Das ist der feine Unterschied zu den richtigen Wehen, die in regelmäßigen Abständen auftreten. Packen Sie ihren Klinikkoffer! Zum Geburtstermin ist es nicht mehr lang, und vielleicht ist Ihr Baby neugierig und möchte schon früher auf die Welt!
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Kerstin
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16:11
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18 Dezember 2009
35. Woche
Eine grün-schwarze, klebrige Masse füllt die Gedärme Ihres Kindes, das Mekonium, auch Kindspech genannt. Es besteht aus Rückständen von Zellen und Fett aus dem Fruchtwasser, Lanugohaaren, Schleim und Gallenflüssigkeit. Nach der Geburt wird die Masse vom Kind ausgeschieden. Die meisten Kinder drehen sich spätestens jetzt in ihre endgültige Geburtslage.
Ihre Gedanken richten sich immer mehr auf die Geburt und das erwartete Kind. Wie wird es wohl aussehen? Haben Sie in Ihrer Wohnung schon einen gemütlichen Platz für Ihr Baby geschaffen?
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Kerstin
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14:45
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13 Dezember 2009
Sonniger Sonntag
Am Morgen haben wir uns mit Jons neuem Kollegen Myron zum Laufen auf dem Tropical Trail getroffen. Die Männer waren natürlich viel zu schnell für mich, aber immerhin wollten wir alle etwa die gleiche Zeit laufen: Die beiden 10 Meilen, also 16 km, für die sie 1:20 benötigten und ich 70 Minuten, vorher und nachher noch jeweils fünf Minuten gehen. Passt ja perfekt!
Während sie erstmal über die Brücke über den Indian River liefen, um ein bisschen Steigung und Gefälle in ihren Lauf zu bringen, machte ich mich gleich auf zum Tropical Trail.
Es war recht warm und immer wieder kam die Sonne heraus, aber es gab auch Schatten und ich hatte es ja sowieso nicht eilig. Immer am Fluss entlang, eine sehr schöne Strecke. Da war es auch nicht so schlimm, dass mein MP3 Player schon nach etwa 25 Minuten den Geist aufgab, weil ich vergessen hatte die Batterie aufzuladen. Dann eben ohne Musik weiter. Nach ziemlich genau 35 Minuten drehte ich um und lief zurück. Jon und Myron traf ich einmal unterwegs und dann erst wieder, als ich schon wieder beim Abkühl-Gehen war, also fast wieder am Parkplatz, wo wir gleichzeitig wieder ankamen. Wunderbar!
Myron & Jon 10-miler LANDKARTE HIER KLICKEN!
Zurück zu Hause war erstmal Entspannung angesagt. Ich legte mich in den Garten und ließ Jon grillen.
So kann man einen Sonntag im Dezember ja ganz gut aushalten!
Nachmittags waren wir im Krankenhaus und haben schon mal die Geburtsstation besichtigt. Da waren wir froh, dass gestern im Geburtsvorbereitungskurs schon viele Sachen angesprochen wurden, auf die wir achten konnten. So gibt es z.B. ein großes Zimmer mit Badewanne, in der man versuchen kann sich während der Wehen zu entspannen. Wenn wir da nicht genau nachgefragt hätten, hätte man uns das wohl eher nicht gezeigt. Nun können wir, wenn es soweit ist, gezielt fragen ob Raum 616 frei ist.
Die Krankenschwester war sehr nett und nahm sich viel Zeit für uns, erklärte und beantwortete Fragen. Die Station ist schön, hell, mit Einzelzimmern, man muss zur Geburt nicht extra in einen anderen Raum und die Kinder wohnen auf dem Zimmer der Mutter. Man hängt nicht die ganze Zeit am Monitor, sondern darf zwischendurch auch auf dem Gang rumlaufen, sich auf den Ball setzen und braucht auch nicht unbedingt auf dem Rücken liegend zu gebären, sondern die Betten lassen sich mit einer Hockstange (keine Ahnung, ob das in Deutschland so heißt) ausstatten.
Aber nun bin ich trotzdem schon ein bisschen am Überlegen, ob wir ein zweites Kind, falls bei dieser Geburt alles gut und unkompliziert verläuft, nicht lieber im Geburtshaus oder so bekommen sollen, wo man nicht von vorneherein an den Tropf gehängt wird und man mehr alternative Möglichkeiten, wie eine Wassergeburt oder sonstiges, hat.
Erstmal abwarten, wie es diesmal wird!
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Kerstin
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17:34
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11 Dezember 2009
34. Woche
Kalzium, Kalzium, Kalzium - Ihr Baby hat einen höheren Kalziumspiegel im Blut als Sie selbst! Es benötigt diese Unmengen zum Wachstum seiner Knochen. Die Plazenta schafft das Kalzium heran, indem sie die Reserven der Mutter anzapft. Das Baby wiegt nun rund 2.000 Gramm und ist etwa 41 Zentimeter lang. Die Fingernägel sind auch gewachsen und reichen bis an die Fingerspitzen.
Ende dieser Woche beginnt der Mutterschutz!
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Kerstin
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12:42
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06 Dezember 2009
Winter in Florida
So langsam wird's was mit den kühleren Temperaturen und die Straßen, Häuser und Geschäfte sind auch schon weihnachtlich dekoriert. Floridas angenehmste Jahreszeit ist da. Wir werden wieder daran erinnert, warum so viele "Snowbirds" den "Sunshine State" als Winterquartier nutzen.
Für meine Lauferei bedeutet das nur Gutes. Ich hab gehört, dass man im achten Monat NOCH langsamer wird und kaum noch voran kommt. Das gilt aber wohl nicht für Schwangere, die den ganzen Sommer über gelaufen sind und nun endlich aufatmen können. Fehlende Berge machen es natürlich auch möglich.
Ich hatte mit dem Aufwärmen - Abkühlen - Dehnen vor und nach dem Laufen in letzter Zeit ziemlich geschludert, mich letzten Sonntag nach einem längeren Lauf gar direkt aufs Sofa und danach ins Bett begeben und dann am Montag fast den ganzen Tag einfach nur rumgesessen, ebenso am Dienstag, bis ich mich dann am Nachmittag endlich zum Laufen aufraffen konnte. Das hat sich doch gerächt und meine Unterschenkel haben mir ganz deutlich zu spüren gegeben, dass das so nicht geht.
Aus Fehlern wird man klug! Gleich nach diesem doch ziemlich missglückten Lauf erstmal wieder meine kleine Runde um den Block gegangen und nach der warmen Dusche mein altes Dehnprogramm wieder aufgenommen. Und was soll ich sagen? Den Rest der Woche konnte ich den Unterschied spüren. Am Mittwoch doch noch mal auf dem Laufband, weil es mir so mitten am Tag zu schwül-warm und windig war um draußen zu laufen, am Donnerstag am Indian River entlang - kühler und bedeckt - als ich ohne mich besonders anzustrengen sogar eine andere Joggerin überholt habe, am Freitag auf dem Tropical Trail, als ich auf dem Rückweg mit eingebauten 30-sec-Beschleunigungen deutlich flotter war als sonst und auch am Samstag bei uns im Ort, als bei einem kurzen Lauf und trockenem und kühlen Wetter wieder ohne große Anstrengung jede Meile schneller war als die vorhergegangene und am Ende auf einmal ein 5:52er Schnitt auf dem "Tacho" stand. Ich war ja mittlerweile schon so an den 6:30er Schnitt oder langsamer gewöhnt, dass mir alles unter 6 Minuten ganz furchtbar schnell und dynamisch vorkommt. Spaß macht es auf jeden Fall! Ich habe aber auch jedes Mal darauf geachtet, vor und nach dem Laufen mindestens 5 Minuten zu gehen und danach noch ordentlich zu dehnen. Da merke ich sowieso immer, wie gut mir das tut.
Was mir beim Laufen und Reiten besonders hilft ist ein spezieller Bauchgurt, der alles so ein bisschen an seinem Platz hält. Ohne diesen gehe ich mittlerweile schon gar nicht mehr los. Ich muss nur darauf achten, mich vorher komplett anzuziehen und fertig zu machen, denn sonst komme ich weder in meine Reitstiefel noch kriege ich meine Laufschuhe geschnürt. Da musste Jon schon mal mithelfen und Hand anlegen.
Ich merke schon, dass viele Tätigkeiten jetzt beschwerlicher werden und werde auch ziemlich schnell müde. Wenn ich nachts aufstehen muss, komme ich die ersten Schritte gar nicht voran und auch das Ein- und Aussteigen ins Auto ist nicht mehr so einfach. Mit dem Pick-Up Truck geht es zum Glück, weil man ziemlich hoch sitzt und mit Jons Sportwagen fahre ich deswegen schon gar nicht mehr mit. Aber insgesamt muss ich schon sagen, dass es mir ziemlich gut geht, vor allem den Umständen entsprechend. Ich bin froh, dass ich die ganze Zeit so aktiv war und nun der Winter kommt. Da ist vieles einfacher als bei anderen Schwangeren.
Vor allem freue ich mich auf unseren Nachwuchs und kann es kaum noch abwarten, ihn endlich in den Arm nehmen zu können! Das wird gut!
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Kerstin
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04 Dezember 2009
33. Woche
40 Zentimeter kann Ihr Kind schon groß sein und etwa 1.700 Gramm schwer. Ein letzter großer Purzelbaum steht in dem immer enger werdenden Zuhause an: Ihr Kind dreht sich in seine Geburtslage. Normalerweise liegt der Kopf unten und kommt als erster Teil des kindlichen Körpers auf die Welt. Das trifft in 95 Prozent der Fälle zu.
Vermeiden Sie es, Ihr zusätzliches Gewicht dadurch auszugleichen, dass Sie sich nach hinten lehnen: Die Perspektive ändert sich und somit auch Ihr Schwerpunkt. So kann es passieren, dass Sie häufig anstoßen oder Dinge aus den Händen verlieren.
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Kerstin
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27 November 2009
32. Woche
Es wird langsam eng in der "Einzimmerwohnung". Ihr Baby bewegt sich weniger und beschäftigt sich damit, eine bequeme Lage im Uterus zu finden. Sollte Ihr Kind bereits jetzt auf die Welt kommen, hätte es gute Überlebenschancen. Zwar sind seine Lungen noch nicht ausgereift, aber Dank der medizinischen Möglichkeiten, die Atmung zu unterstützen, besteht diese Chance.
In Vorbereitung auf die Geburt kann sich der Uterus zusammenziehen. Die Kontraktionen dauern etwa 20 Sekunden und es kann sein, dass Sie nichts davon spüren. Dafür spüren Sie vielleicht Ihr Becken, das schmerzt, da es sich gedehnt hat. Ab jetzt finden die Vorsorgeuntersuchungen alle zwei Wochen statt.
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Kerstin
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07:10
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20 November 2009
31. Woche
Vielleicht hat Ihr Baby schon einen tollen Haarschopf! Auf jeden Fall schluckt es weiter viel Fruchtwasser, das von Nieren, Darm und Magen verarbeitet wird. Es wird angenommen, dass das Fruchtwasser seinen Geschmack je nach Ernährung der Mutter ändert. Vielleicht mag Ihr Sprössling heute schon besonders gern Spaghetti?
Wie auch immer: Es entdeckt zumindest seinen Geschmackssinn. Etwa zwei Zentimeter hat Ihr Baby in dieser Woche an Größe gewonnen, sein Gewicht liegt bei rund 1.300 Gramm.
Die erste Milch, die für Ihr Baby bestimmt ist, heißt Kolostrum. Sie enthält zahlreiche Antikörper und ist daher extrem wichtig für Ihr Baby. Wenn Sie Ihre Brüste zusammenpressen, können Sie die Milch eventuell schon ein wenig austreten sehen.
Vorsicht vor Infektionskrankheiten! Bakterien und Viren können in diesem Stadium die Plazenta-Schranke passieren, da die Zottenwand dünner geworden ist, um größere Mengen Nährstoff passieren zu lassen. Für das Kind kann das sehr ernst werden. Also: Achten Sie auf Ihre Gesundheit und kontaktieren Sie Ihren Arzt, falls Sie unerklärlich Fieber bekommen, Kopfschmerzen, Halsschmerzen oder Schwellungen im Gesicht auftreten oder eine Blasen- bzw. Scheideninfektion Sie plagt.
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Kerstin
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05:17
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19 November 2009
Laufen im siebten Monat
Soviel steht fest: Ich werde langsamer. Ich laufe weniger. Ich werde nachts von Sodbrennen geplagt.
Es ist anders, jetzt im letzten Drittel der Schwangerschaft. Das heisst, ich fuehle mich beim Laufen eigentlich gar nicht anders, aber wehe ich komme an einem Spiegel, Schaufenster oder so vorbei, wo ich mich selber sehen kann. Mit Hohlkreuz einen riesigen Bauch vor mir hertragend im Schneckentempo von 6:30/km, das sich anfuehlt wie frueher 5:15/km. Kaum die Fuesse vom Boden hebend im Schlurfschritt drehe ich meine Runden. 15 km fuehlen sich an wie frueher 30 und jede Viertelstunde muss ich mich in irgendwelche Buesche schlagen oder oeffentliche Toiletten aufsuchen. Da dauert so ein Lauf natuerlich schon eine Weile.
Seltsam ist aber auch, dass mir das alles gar nichts ausmacht. Ich kriege ein Baby! Trainieren auf Bestzeiten kann ich immer noch. Viele Laeufe sind sehr schoen, gerade jetzt wo es sich zumindest teilweise etwas abgekuehlt hat. Wir gehen immer noch ab und zu auf die Bahn, nur dass meine Intervalle jetzt natuerlich viel langsamer sind. Immerhin vertreiben sie aber gut die Monotonie des einfach nur Vor-mich-Hintrottens. Dienstags laufen wir mit der Gruppe, was mir immer gut gefaellt. Da bin ich mittlerweile die Langsamste, aber auch das macht mir nichts aus. Ich bekomme, im Gegensatz zu allen anderen, keine Zeitvorgaben, sondern laufe streng nach Gefuehl. Das heisst, wenn mir danach ist, lege ich auch schon mal einen 100-m-Spurt ein. Wenn mir nicht danach ist, wird einfach gejoggt.
Das Baby macht sich immer breiter und kaempft des Oefteren in meinem Bauch mit Huehnchen oder Butterbroten oder Pizza. Verlierer bin dabei ich, da beide ihren Platz beanspruchen und mir keinen mehr lassen in meinem eigenen Koerper. Ich fuehle mich manchmal auch eingezwaengt.
In Jons niedrigem BMW fahre ich seit ein paar Wochen nicht mehr mit. Zu beschwerlich ist das Ein- und Aussteigen. Es faellt mir schwer, Hosen und Schuhe an- und auszuziehen. Beim Essen muss ich mich zuruecklehnen, um Platz im Magen zu machen.
Ich beschwer mich ja gar nicht. Alle diese kleinen Unannehmlichkeiten haben ihren guten Grund. Es ist ja kein uebler Fremdkoerper, der sich da in mir breitmacht, sondern mein eigenes Baby. Mein kleiner Junge! Das ist so schoen, dass ich laut juchzen koennte. Ich freu mich schon so wenn er endlich geboren wird und ich ihn kennen lernen kann.
Jon ist ganz der stolze Vater und gibt vor Kollegen und Bekannten mit meinem Bauch an, erzaehlt Fremden Details, die ich eigentlich lieber fuer mich behalten wuerde und streichelt immer wieder meinen Bauch. Nach anfaenglicher Skepsis freut er sich genauso wie ich auf unser Kind. Ich bin mir sicher, dass die beiden viel Spass miteinander haben werden (ich natuerlich auch mit ihnen) und ich sie, wenn unser Minizwerg erst mal alt genug ist, nicht mehr aus dem Wasser raus- oder vom Spielplatz runter kriegen werde.
Am 29. Januar soll er geboren werden. Unser Kind!
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Kerstin
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10:38
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13 November 2009
30. Woche
Die Haut des Ungeborenen wandelt ihre Farbe von rot zu rosa. Der kleine Körper wird runder, dank der Fettablagerungen, die nun bis zu acht Prozent seines Gewichtes ausmachen können. Nach der Geburt regulieren diese Energiepolster die Körpertemperatur des Neugeborenen. Zur Zeit misst Ihr Baby vom Scheitel bis zur Sohle etwa 34 Zentimeter und wiegt mittlerweile über ein Kilogramm.
Erscheint in der Mitte Ihres großen Bauches nun zu allem Überfluss auch noch eine gerade dunkle Linie? Das ist die so genannte linea nigra, die dank der zunehmenden Pigmentierung ihrer Haut auftreten kann. Keine Angst, einige Zeit nach der Geburt verschwindet auch sie wieder.
Höchste Zeit, sich für den Geburtsvorbereitungskurs anzumelden! Idealerweise gleich in der Entbindungseinrichtung, die Sie für die Geburt ausgesucht haben. Jetzt steht auch die dritte Ultraschalluntersuchung an. Bei dieser wird insbesondere darauf geachtet, ob das Kind sich zeitgerecht entwickelt hat und die Plazenta den Weg "nach draußen" nicht versperrt.
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Kerstin
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06:12
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08 November 2009
Baby Shower
Hierbei handelt es sich nicht um eine Dusche, sondern eine Party.
Der Hauptzweck der Veranstaltung ist, dem mit Spannung erwarteten neuen Erdenbuerger so viele Geschenke zukommen zu lassen wie moeglich.
Zu dem Zweck veranstaltet eine Freundin oder weibliche Verwandte eine Feier, bei der normalerweise nur Frauen eingeladen sind, ein paar alberne Spielchen gespielt, Kuchen gegessen und vor allem Geschenke ausgepackt werden.
Ich war vorher noch nie auf einem Baby Shower, aber Stephanie versicherte mir, dass ich unbedingt einen will. Na gut, immer lernbegierig und neugierig freute ich mich natuerlich, dass sie einen fuer mein Baby und mich veranstalten wollte. Ich musste ihr nur ein paar Namen und Adressen von Laufkolleginnen hinterlassen die ich gerne dabei haette und sie kuemmerte sich um den Rest. Das Ganze war strategisch so geplant, dass auch meine Schwester mit dabei sein konnte und fand im Haus ihrer Eltern statt.
Sonntag um halb zwei fanden wir irgendwie eine komische Zeit, aber man macht ja alles mit. Es gab kleine Gurken- und Schinkenbrote, Cranberry-Frischkaese-Roellchen, frisches Gemuese und Cracker zum Dippen und nach und nach trudelten Lauf- und Pferdefreundinnen ein. Mit viel Liebe zum Detail hatte Stephanie passende Pappteller, Becher, niedliche kleine Doeschen mit Bonbons fuer die Gaeste zum Mitnehmen bereitgestellt, passend zum Kuchen und es gab auch noch eine "Windeltorte", nicht essbar, aber sehr dekorativ und bald wohl auch sehr nuetzlich, denn ich durfte natuerlich alle "Zutaten" mit nach Hause nehmen.
Die Spiele: Die Gaeste sollten erraten, wie viele Bonbons in einer vorbereiteten Babyflasche steckten. Jeder bekam beim Reinkommen eine Baby-Waescheklammer angesteckt und wenn sie das Wort "Baby" sagte, durfte diejenige der es auffiel, sich die Klammer selbst anstecken. Ein Korb mit Babyzubehoer wurde herumgereicht und am Ende musste jede aufschreiben, woran sie sich erinnern konnte. Die Gewinnerin bekam jeweils ein kleines Geschenk. Dass ich bei allen Spielen klaeglich versagte machte gar nichts, denn als werdende Mutter bekam ich automatisch jedes Mal trotzdem etwas.
Dann ging es ans Geschenke Auspacken. Auch hier hatte Stephanie an alles gedacht und Thank-You-Cards vorbereitet, auf die jeder Gast beim Eintreffen schon mal seine Adresse geschrieben hatte. Nun wurde Dawns Mutter damit beauftragt, auf jeder Karte die jeweiligen Geschenke aufzulisten, damit ich mich hinterher bedanken konnte. Sehr praktisch.
Ich war auch vorbereitet und hatte einen Vormittag mit Jon in der Babyabteilung eines Kaufhauses verbracht um ein Babyregister anzulegen nach dem die Gaeste einkaufen konnten. So wurde sichergestellt, dass wir bekamen was wir brauchten. Besonders nett waren aber auch die Ueberraschungen, die nicht auf der Liste standen: Niedliche kleine Cowboystiefel und Wrangler Jeans, dazu ein Body wie ein kariertes Hemd. Ein Steckenpferd und deutsche Kinderbuecher. Die bewundernden "Ooooohs" und "Aaaaahs" der versammelten oestrogengeladenen Gesellschaft liessen erahnen, warum Maenner an solchen Veranstaltungen normalerweise nicht teilnehmen. Jon war in der Zeit mit Annikas Verlobtem im Kennedy Space Center.
Nach dem anschliessenden Kuchenessen und noch ein bisschen Quatschen war die Feier auch schon wieder vorbei. Was fuer eine schoene Tradition! Nicht nur ueber die Geschenke, vor allem ueber die Gesellschaft und die Freundschaft, mit der ich ueberschuettet wurde, habe ich mich noch Tage spaeter gefreut. Das war schoen!
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Kerstin
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Labels: Schwangerschaft, USA
06 November 2009
29. Woche
Das Gehirn Ihres Kindes bildet sich weiter aus. Ein kompliziertes Netz entsteht, welches für die Reizleitung der Nerven benötigt wird. Jeder "Strang" des Netzes (die Neuriten) wird zur schnelleren Übertragung der Reize mit einer Schutzhülle isoliert - die Nervenfasern entstehen.
Es ist ein langer Prozess, der erst mit etwa 20 Jahren abgeschlossen sein wird. Wenn Ihr Baby Geburtstag feiert, ist dieser Reifeprozess erst am Anfang. Der Grund dafür, dass der Sprössling nicht laufen oder sprechen kann. In den nächsten drei Jahren geht die Ummantelung rasch voran: Ihr Kind lernt laufen, sprechen, geht auf das Klo, und beginnt zusammenhängend zu denken.
Ein halbes Kilo mehr auf der Waage sind allein in dieser Woche keine Seltenheit! Ihr Bauch dehnt sich mehr und mehr, Ihr Nabel fängt langsam an, sich nach außen zu wölben. Treten Sie kürzer, vermeiden Sie größere Anstrengungen - auch im Sport! Konzentrieren Sie sich lieber auf die Schwangerschaftsgymnastik. In den folgenden Wochen sollten Sie Ihre sportlichen Aktivitäten dem Kind zuliebe vielleicht einschränken.
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Kerstin
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Labels: Foto, Schwangerschaft
30 Oktober 2009
28. Woche
Ihr Baby öffnet die Augen und ist in der Lage, hell und dunkel zu unterscheiden! Frisch auf die Welt gekommen, wird es als Erstes lernen, Bilder, die sich oft wiederholen, wieder zu erkennen. Das sind meist Mutter und Vater!
Das Kind trinkt mehr und mehr Fruchtwasser. Fast die gesamte Flüssigkeit durchläuft den Verdauungsapparat, wird von den Nieren gefiltert und wieder ausgeschieden - bis zu einem halben Liter Urin landet so täglich im Fruchtwasser!
Sie nehmen schnell zu. Nicht nur das Kind wächst, sondern auch die Plazenta und die Fruchtblase drücken auf die Waage. Fettpolster nisten sich bei Ihnen ein - ein natürliches Reservedepot, dem Sie nicht entrinnen können. Achten Sie auf Ihre Ernährung und - leichter gesagt als getan - versuchen Sie, Süßes zu vermeiden oder zumindest einzuschränken.
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Kerstin
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