Posts mit dem Label Rückblick werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Rückblick werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

30 Dezember 2008

Juni - September 2008

Gestern waren wir den ganzen Tag Skilaufen - gut, dass ich kein wirklicher Streakrunner mehr bin, denn das war ein Tag an dem ich nicht noch haette laufen wollen - und heute zum Sightseeing in Duesseldorf, deswegen geht es erst jetzt weiter mit dem Jahresrueckblick.

Juni 2008
89 Meilen oder 144 km gelaufen
50 Meilen oder 80 km geritten
677 Meilen oder 1090 km geradelt

Meine Hueftverletzung hat mich nur wenig laufen lassen. Dafuer war ich umso mehr mit dem Rad unterwegs. Es ging gleich mit einem Sprint Triathlon los, dem Pineapple Man, bei dem ich trotz Brustschwimmerei und fuer mich sehr langsamer Laufstrecke immerhin noch den zweiten Platz in meiner Altersgruppe abraeumen konnte.
Jons Vater hat uns besucht und eine Wagenladung Heu aus Iowa mitgebracht. Auch Shelly war aus Seattle auf Heimatbesuch.
Auf einer dreitaegigen Radtour zur Hontoon Island kam Jons neues Rennrad zum ersten Mal so richtig zum Einsatz.
Am Ende des Monats bin ich mit Stephanie zu einem Road Trip aufgebrochen, um ein paar Pferde aus Kalifornien abzuholen. Ich hatte mein Rennrad dabei und waehrend Stephanie in Kalifornien ihre Pferde eingesammelt hat, bin ich zum Yosemite National Park geradelt.

Juli 2008
160 Meilen oder 259 km gelaufen
35 Meilen oder 57 km geritten
401 Meilen oder 645 km geradelt

Langsam ging es mit meiner Lauferei wieder ein bisschen aufwaerts, aber da nun der Sommer so richtig in vollem Gang war, war ich viel auf dem Laufband unterwegs.
Zuerst aber habe ich meine dreitaegige Yosemite-Radtour zu Ende gebracht und wir sind mit den Pferden wieder zurueck nach Florida gefahren.
Ich habe mein Triathlon Training fortgesetzt und bin mit dem Rad zum Sprint Triathlon in Clermont gefahren, bei dem ich in meiner Altersgruppe gewonnen habe.
Mit Brownie habe ich an einem Barrel Race teilgenommen.
Nach dem Triathlon ging es mit dem Halbmarathon Training los, denn noch dachten wir, dass wir im September in Ohio laufen wuerden. Der Wiedereinstieg ins Laufen war sehr langsam und muehsam fuer mich. Um uns auf den Extra Terrestrial Half Marathon in Nevada vorzubereiten, untenahmen Jon und ich einen langen Lauf um Mitternacht.
Ich habe meinen neuen Forerunner 405 bekommen und war, um der Hitze kurz zu entfliehen, sogar einmal Eislaufen.

August 2008
237 Meilen oder 382 km gelaufen
30 Meilen oder 48 km geritten
151 Meilen oder 242 km geradelt

Es ging langsam wieder etwas aufwaerts mit dem Laufen, aber ich kaempfte natuerlich immer noch mit der Hitze.
Mitte August musste Jon fuer eine Woche auf Dienstreise nach Las Vegas und nahm mich mit. Mitten in der Nacht liefen wir den Extraterrestrial Full Moon Midnight 1/2 Marathon in 1 h 46 min 35 sec, bei dem ich trotz meiner furchtbar langsamen Zeit zweite Frau wurde. Eine wunderbare Tageswanderung auf den Charleston Peak rundete die Reise ab.
Waehrend unserer Abwesenheit ueberschwemmte der tropische Sturm Fay grosse Teile der Gegend, verschonte unser Haus aber gluecklicherweise.
Brownie konnte ich wegen der Hitze, auch wenn wir zu Hause waren, nur am fruehen Morgen oder abends reiten.
Ich wurde freiwilliger Helfer im Geschenkeladen des Zoos, wo ich zweimal in der Woche drei Stunden arbeite.
Ende des Monats lief ich mein erstes Cross Country Rennen, das Space Coast Cross Country Jamboree bei ich in 21 min 47 sec dem Platz 4 der Frauen (1. Platz in meiner Altersklasse) erreichte.

September 2008
288 Meilen oder 463 km gelaufen
33 Meilen oder 53 km geritten
86 Meilen oder 138 km geradelt

Endlich war ich wieder fit genug, um mit dem Training fuer den Arizona Rock'n'Roll Marathon im Januar 2009 zu beginnen. Ich benutze diesmal den Advanced Marathoning Plan nach Pete Pfitzinger, der mir Freude und Kopfzerbrechen bereitet hat weil er so ganz anders ist als alles Marathontraining das ich bisher gemacht habe und mich schon ziemlich an meine Grenzen gefuehrt hat.
Hurricane Hannah drohte, unseren Kreis zu verwuesten. Deswegen musste Jon ein paar Tage nach Texas, diesmal aber ohne mich mitnehmen zu koennen. Zum Glueck zog der Sturm weit draussen auf dem Meer an uns vorrueber und richtete keinen Schaden an.
Noch waehrend Jon in Texas war, gewann ich mit 21:26 den Sister Run.
Zum Jack's 25K Trail Race, bei dem ich mit 2 h 13 min 57 sec zweite Frau wurde, fuhren wir nach Flagler Beach und zelteten am Strand. Auch nach dem DeLand Halbmarathon (1 h 38 min, wieder 2. Frau) zelteten wir, diesmal allerdings im Blue Spring State Park.
Mit den Pferden waren wir wieder bei einem Barrel Race.

28 Dezember 2008

März, April und Mai 2008

Der lange Lauf heute war kalt, aber nett und ich bin schon froh, es nun geschafft zu haben. Der naechste wirklich lange Lauf wird nun der Marathon, denn jetzt geht es ans Tapern!
Nun aber erstmal weiter mit dem Jahresrückblick.

März 2008
298 Meilen oder 481 km gelaufen
25 Meilen oder 41 km geritten
34 Meilen oder 56 km geradelt

Der Monat fing gleich gut an meiner einer Florida-Rundreise in den sonnigen Sueden mit meinen Eltern. Auf dieser Reise bin ich in Sarasota mit 1:34:59 einen richtig guten Halbmarathon gelaufen und zweite in meiner Altersgruppe geworden. Ich war richtig fit und immer noch mitten im Marathon Training.
Auch mit Brownie habe ich viel trainiert, auf dem Reitplatz und im Gelaende.
Die Laufsaison war in vollem Schwung und ich bin fast jedes Wochenende gerannt: Beim Brevard Zoo's Dino Dash 3K gab es eine neue Bestzeit von 11 min 48 sec und den zweiten Platz in meiner Alterklasse, beim Eye of the Dragon 10k mit 44 min 33 sec den Sieg in der F30-34 und den Croom Trail 15 Mile Fool Run habe ich mit 1 h 59 min 29 sec sogar gewonnen.
Ende Maerz waren Jon und ich dann noch mit meinen Eltern auf einer weiteren einwöchigen Rundreise durch Nordflorida und Georgia.

April 2008
222 Meilen oder 358 km gelaufen
49 Meilen oder 80 km geritten
148 Meilen oder 238 km geradelt

Man merkt schon an den Zahlen, dass der Boston Marathon näher rückte und das Tapering begann. Jon musste zu einer Konferenz nach Washington, zu der ich ihn wieder begleitete und dadurch die Gelegenheit hatte, die amerikanische Hauptstadt kennen zu lernen.
Zurueck in Florida wurde es Zeit, mich von meinen Eltern zu verabschieden, die sich wieder auf den Weg nach Deutschland machten.
Mit Brownie bin ich mein erstes Turnier in Amerika geritten.
Kurz bevor wir nach Boston aufgebrochen sind, habe ich mich im Fitness-Studio angemeldet und dann kam auch schon der Marathon, bei dem ich mit 3:20:08 eine Punktlandung erzielt habe.
Nach dem Marathon war viel Zeit fuer andere Sachen: Ich hatte meine erste Reitstunde bei Jack Henning, wir waren Kanufahren und Ausreiten in einem Naturpark.

Mai 2008
155 Meilen oder 251 km gelaufen
46 Meilen oder 75 km geritten
582 Meilen oder 937 km geradelt

Laeuferisch fing der Monat gut an. Ich war in Hochform und konnte sowohl beim Two Mile Bulldog Pineapple Run mit 12 min 24 sec als auch beim Run for the Gecko 5K mit 20 min 10 sec meine Altersgruppe gewinnen. Wir waren bei ein paar Gruppentrainings und frohen Mutes, diesen Sommer noch so richtig schnell zu werden.
Mit Brownie habe ich ziemlich erfolglos an einer Working Cow Horse Show teilgenommen und beschlossen, dass das nicht so unser Ding ist.
Dann kam die Verletzung, die fast den Rest des Jahres bestimmen sollte. Eine Art Muskelzerrung in der linken Hüfte legte mich so lahm, dass ich kaum noch laufen konnte. Dafür konzentrierte ich mich voll aufs Triathlon Training und Radfahren. Das Kraulschwimmen wurde zwar ein bisschen besser, aber niemals schneller als Brustschwimmen.
Ein langes Wochenende Ende Mai nutzten wir fuer eine viertaegige Radtour nach Tampa, bei der mein Entschluss reifte, dass Jon ein Rennrad braucht.

Januar und Februar 2008

Bevor ich gleich zu meinem letzten langen Lauf des Jahres aufbreche, fange ich schon mal mit dem Jahresrueckblick an.
Fuer mich war 2008 ja mehr oder weniger zwei- bis dreigeteilt, laeuferisch gesehen.
Aber wir haben auch viele andere Sachen gemacht, sind unheimlich viel verreist und auch mit Brownie gab es einige nette Veranstaltungen, an denen ich teilgenommen habe.

Januar
295 Meilen oder 475 km gelaufen
45 Meilen oder 72 km geritten
57 Meilen oder 92 km geradelt

Das Jahr fing direkt mit dem Training fuer den Boston Marathon an.
Wir waren mit den Pferden in einem Park, in dem Jon und ich schon oft gelaufen sind, und Gwen's Araberstute Endre zog bei uns im Stall ein. Bei einer Cow-Horse-Show in Sarasota entschied ich mich, selber mit Brownie bei so etwas mitzumachen und fing mit dem Training an.
Mitte Januar holten wir meine Eltern vom Flughafen in Orlando ab, die den Winter und fruehen Fruehling mit uns verbrachten.
Gleich ein paar Tage spaeter flogen Jon und ich fuer eine Woche nach New Orleans, wo er an einer Wetterkonferenz teilnahm. Ich lief das erste Rennen des Jahres, The "WALL" Louisiana State 30K Championship in 2 Stunden 23 Minuten und 8 Sekunden und wurde damit langsamster weiblicher Louisiana State Champion seit den 80ern. Egal, State Champion ist State Champion!
Zurueck in Florida ging es gleich wieder zum Ausreiten in einen Naturpark und mit meinen Eltern zum Jungle Adventure, wo sie die ersten Alligatoren "bewundern" konnten.

Februar
283 Meilen oder 456 km gelaufen
36 Meilen oder 58 km geritten
25 Meilen oder 40 km geradelt

Ich war nun mittendrin im Marathontraining und die langen Laeufe kletterten langsam ueber die 30-km-Marke.
Stephanie hat uns zu einem Barrel Race mitgenommen, bei dem ich aber noch nicht mitgemacht habe, und wir waren beim Hospice Trail Ride.
Meine Schwiegereltern besuchten uns fuer eine Woche und ich schleppte beide Familien zum 5-km-Frauenlauf in Orlando, bei dem ich mit 20:32 Siegerin in meiner Altersklasse wurde. Beim 10-km-Lauf in St. Petersburg (44:09) ein paar Wochen spaeter belegte ich den zweiten Altersklassenplatz. Jon konnte nach seinem Zehenbruch endlich wieder mit dem Laufen anfangen und begleitete mich zum ersten Mal bei einem langen Lauf mit dem Rad.
Ich habe meine ersten recht erfolglosen Versuche im Kraulschwimmen unternommen und einige Ausfluege mit den Eltern.

22 Dezember 2008

Nordwind

Ueber Nacht hat es sich wieder abgekuehlt, nur 11 Grad zeigt das Thermometer heute Morgen. Da macht das Laufen natuerlich Spass, selbst nach dem langen Lauf gestern.
Ich hatte wieder einen Einrenk-Termin beim Chiropraktiker und bin gelobt worden, wie gut ich auf die Therapie anspreche. Na, das sind doch mal gute Nachrichten. Mir geht's ja auch viel besser.

Auf dem Rueckweg bin ich zur Belohnung zum Strand gefahren um nicht schon wieder auf hartem Boden laufen zu muessen und weil es die letzte Gelegenheit in diesem Jahr war.
Liess der Wind schon auf dem Festland alle Fahnen kraeftig flattern, so war er am Strand von Melbourne Beach natuerlich noch um einiges staerker. Aber das Tempo spielte heute keine Rolle, also nahm ich die Herausforderung an und warf mich gegen den Nordwind. Leider kam die Flut auch schon heran, sodass ich immer wieder den Wellen ausweichen musste und der Sand teilweise ein bisschen zu tief war.

Egal! Die Luft war durch den starken kalten Wind wunderbar frisch und klar. Mir kam es vor, als gaebe es heute eine Extraportion Sauerstoff. Die Sonne strahlte vom Himmel und ich hatte den Strand zumindest auf der ersten Haelfte fuer mich alleine. Nur ein paar Moewen beobachteten neugierig mein Treiben, waehrend ich ebenso neugierig und kopfschuettelnd zwei Kids beim Baden beobachtete. Das muessen Touristen oder Snowbirds gewesen sein, denn Einheimische wuerden nie auf die Idee kommen, bei der Kaelte ins Meer zu springen.

Ich kaempfte mich mittlerweile immer weiter gegen den Wind, nur darauf bedacht, dass mein Puls nicht zu hoch stieg. Es war wunderbar und mir war es egal, dass ich nur im Schneckentempo voran kam. Ich wusste ja, dass sich das auf dem Rueckweg aendern wuerde. Nach zwei Meilen (3.22 km) war es Zeit umzukehren. Ueber zwanzig Minuten hatte ich gebraucht. So langsam bin ich, glaube ich, noch nie gelaufen.
Ich liess mich nun vom Wind zurueck tragen. Wegen der immer weiter heranrueckenden Flut und des manchmal recht tiefen Sandes war ich auch auf dem Rueckweg etwas langsamer als ich gedacht hatte: 16 1/2 Minuten spaeter war ich wieder am Ausgangspunkt angelangt.

Ab und zu macht es ja doch Spass, den Elementen zu trotzen. Einfach nur laufen, ohne Zeitdruck. Es war wie damals in Kalifornien bei den Pacific Coast Trail Runs. Wir hatten so steile Berge zu bewaeltigen, dass es nur darauf ankam, ueberhaupt anzukommen. Als Belohnung gab es die herrlichsten Ausblicke auf den Pazifik, die Golden Gate Bridge oder die umliegenden Berge. Diese Laeufe vermissen wir immer noch.
Jedenfalls war es ein wunderbarer letzter Strandlauf im Jahr 2008 und ich freue mich schon auf weitere in 2009. Irgendwie ist Florida ja doch ganz schoen...

Aber die Intervalle morgen frueh lasse ich mir nicht durch den Wind versauen. Dann geht's wieder aufs Band!

19 Dezember 2008

Gut gelaufen

Auf dem Programm steht fuer morgen ein 8-15km langes Rennen. Sowas habe ich aber nirgendwo in der Umgebung gefunden, also mache ich es auf meine altbewaehrte Art: aufteilen!

Heute Morgen war auf der Air Force Base wieder ein "5-km-Lauf", der aber wie immer nur drei Meilen (4,8 km) lang war. Diese Laeufe machen immer Spass, sind umsonst, ich gewinne fast immer und mittags war sowieso Betriebs-Weihnachtsfeier. Da war das Dea Running Team mal wieder dabei.
Nach dem missglueckten Halbmarathon wollte ich diesmal keinen Stress machen und habe ganz heldenhaft den Forerunner im Auto gelassen. Ok, eine Uhr hatte ich trotzdem, aber ich habe waehrend des ganzen Laufs wirklich nur zweimal draufgesehen.
Leider hat Jon den Start, der ein paar Minuten zu frueh von Santa Claus mit einer grossen Glocke angekuendigt wurde, verpasst. Ich hielt noch nach ihm Ausschau, aber dann musste ich ja auch mit den anderen los. Es war mit 18 Grad nicht zu warm aber die Luft war feucht und schwer vom Morgennebel. Ich wusste, dass das Atmen eine Herausforderung werden wuerde. Ausserdem wusste ich, dass ich auf dem Rueckweg leichten Gegenwind haben wuerde und ich bin die Strecke schon so gelaufen dass ich auch genau wusste, ab wann ich muede und es weh tun wuerde. Beste Voraussetzungen.

Es ging auch gleich schnell los, aber ich hielt ein Tempo von dem ich wusste, dass ich es wenigstens bis zum Wendepunkt durchhalten koennte. Nicht nach Zahlen, sondern nur nach Gefuehl. Nachdem ich die zu schnell Losgesprinteten ueberholt hatte, haengten sich zwei oder drei Maenner an und nun war es meine Aufgabe, sie wenigstens bis zum Wendepunkt hinter mir zu lassen. Ich hoerte ihren Atem direkt hinter mir, sie liefen genau das Tempo das ich brauchte, um mich von ihnen nur ein kleines Bisschen mehr pushen zu lassen. Wunderbar. Ich hatte auch meine Race Flats an und ganz duenne Laufsocken. Beim Halbmarathon hatte ich zu dicke Socken an, die sich ratzfatz mit Schweiss vollgesaugt und meine Fuesse noch schwerer hatten werden lassen. Aber aus Fehlern wird man klug! Mit den ultraleichten Schuhen flog ich nur so ueber den Asphalt.

Am Wendepunkt sollte es eigentlich Wasser geben, aber der Fitness Center Mitarbeiter dachte wohl, die Schnellen brauchen sowieso nichts und hatte auch noch nichts vorbereitet. Ich bin ja der Meinung, dass man die Zeit, die man beim Trinken vielleicht verliert, ganz schnell wieder aufholt bzw. noch uebertrifft, weil der Herzschlag leicht verlangsamt wird usw. usw. Jedenfalls hab ich mich doch kurz geaergert, aber dann einfach schnell weiter gerannt. Erster Blick auf die Uhr: Es waren gerade mal 10 Minuten vergangen. Selbst wenn ich nun ganz furchtbar absacken sollte, muesste ich es immer noch unter 21 Minuten schaffen.

Nun sah ich auch Jon ankommen. Warum er so weit hinten war, war mir zu dem Zeitpunkt noch ein Raetsel. Erst nach dem Lauf erfuhr ich, dass er nicht mit dem verfruehten Start gerechnet hatte und von seiner Aufwaermrunde kam, als die Uhr schon 40 Sekunden lief. Sehr aergerlich! Nun war er etwas hinter mir, holte aber schnell auf, rief mir noch einen aufmunternden Gruss zu und entschwand am Horizont. Es ist einfach unglaublich, welche Fortschritte er in letzter Zeit gemacht hat! Vor allem, seit ich seinen Trainingsplan "ueberwache". In Arizona wird er wohl einen richtig guten Halbmarathon hinlegen.

Ich selber musste nun auch zwei der Maenner, die mir die ganze Zeit im Nacken gesessen hatten, ueberholen und ziehen lassen. Da ich das aber "geplant" hatte, war ich nicht frustriert und gab auch nicht auf. Ich liess im Tempo nur gerade so viel nach, dass ich immer noch gut laufen konnte, verlangsamte aber niemals zu sehr. Ich lief gerade an meinem Limit, das ich fuer mich selber heute tolerieren konnte. Anders als beim Halbmarathon aber ohne Frustration oder Gedanken ans Aufhoeren oder Nicht-Schaffen. Ich war froh, den Forerunner nicht dabei zu haben.

Bald kam die Stelle, an der ich immer muede werde und so war es auch heute. Aber ich war vorbereitet und konnte mir ausserdem einreden, dass ich ja fast da war. Nur noch eine Kurve, und dann konnte ich das Ziel schon sehen. Alles geben! In der Kurve schaute ich wieder auf die Uhr. 19:09. Unter 20 wuerde ich es also nicht mehr schaffen, denn fuer die letzte Gerade brauche ich immer laenger als eine Minute, aber unter 21 war mir ziemlich sicher. Nun kam es nur noch darauf an, wie weit unter 21. Ich wartete noch ein bisschen mit dem Endspurt, um nicht vor dem Ziel noch mal verlangsamen zu muessen und hatte ihn schliesslich so gut getimed, dass ich mit allerletzter Kraft und so schnell ich konnte ins Ziel gerannt kam. 20:22. Gewonnen! Stark gelaufen, gut gelaufen, mit dem Herzen gelaufen. Geschafft!
Die Zeit war eher nebensaechlich, obwohl mich schon freute, die schnellste Zeit seit meiner Verletzung gelaufen zu sein.

Wichtig war, dass ich mich nicht wieder von meinem Kopf habe runterziehen lassen. Dass ich den Willen, die Kraft und den Ehrgeiz hatte, mein Bestes zu geben, mich nicht unterkriegen zu lassen, Muedigkeit und Schmerzen wahrzunehmen, mein Laufen darauf abzustimmen, aber es nicht diktieren zu lassen. Dieser Wille war mir zwischenzeitlich etwas abhanden gekommen.
Den halben Tag ueber war ich in Hochstimmung und konnte mir kaum das Grinsen vom Gesicht wischen. Gut gelaufen! Gut gelaufen! Nicht die schnellste Zeit der Welt, aber daran kann ich arbeiten. Der Wille ist wieder da, wenigstens fuer kurze Zeit mehr Unbehagen auszuhalten und dafuer eine gute Leistung zu bringen. Ich weiss es nicht, vielleicht haette ich mich nach der Verletyung nicht gleich kopfueber ins Marathontraining stuerzen sollen. Aber ich war so ausgehungert zu laufen, dass ich nicht genug bekommen konnte. Gleichzeitig hatte ich aber auch Angst, gleich wieder in die naechste Verletzung hinein zu laufen. Quantitaet statt Qualitaet.

Ich hoffe, dass ich von diesem Lauf zehren kann. Morgen frueh ist noch ein 5er in Orlando, fuer den ich freien Eintritt habe. Mal sehen, wie das wird. Gewinnen werde ich den ganz sicher nicht, aber unter 21 Minuten wuerde ich schon gerne bleiben, aber das haette ich mit dem heutigen Tempo (4:13er Schnitt) nicht geschafft. Da muesste ich zwei Sekunden pro Kilometer schneller laufen. Was ja auch nicht viel ist.
Jedenfalls werde ich wieder ohne Forerunner laufen, mir keinen Stress machen (!), sondern "einfach nur" so gut laufen wie ich kann. Wenn mir das wieder gelingt, dann hab ich schon ganz schoen was geschafft, egal was am Ende fuer eine Zeit herauskommt.

12 Dezember 2008

Welcher Silvesterlauf?

Nun haben wir die Qual der Wahl.
Sollen es 15 km von Werl nach Soest sein oder lieber 10 km um den Aasee in Muenster?
Herne lockt jetzt nicht so sehr mit seiner Industriekultur. Und Trier ist fuer 5 km doch ein bisschen zu weit weg.
Hach, da muessen Entscheidungen getroffen werden und das auch noch so kurzfristig.
Warum wir nun ploetzlich die Qual der Wahl haben und einen Silvesterlauf in Westfalen auswaehlen muessen?

Im Radio wird man staendig vollgedudelt mit Lieder wie "There's no place like home for the holidays" oder "Driving home for christmas".


Fahren geht ja nicht ueber den Atlantik (auch nicht mit dem Motorrad), aber wofuer haben wir einen internationalen Flughafen gleich um die Ecke? Jedes Mal wenn wir aus Orlando fliegen, sehen wir mindestens eine Familie mit Mickeymaus-Ohren.

Weihnachten und Neujahr werden wir nun also am oestlichen Rand des Ruhrgebiets verbringen. Es wird wahrscheinlich dunkel, nasskalt, ungemuetlich und wir werden froh sein, am 1. Januar wieder nach Florida zurueckkehren zu duerfen. Aber erstmal freuen wir uns riesig auf "Good Old Germany", Familie und Freunde und auf ein schoenes deutsches Weihnachtsfest. Und natuerlich auf unseren zweiten Silvesterlauf. Den ersten haben wir vor zwei Jahren in Berlin mitgemacht, aber so weit koennen wir diesmal nicht reisen.

Schliesslich sind wir ja nur eine Woche da.
Mein Favorit ist ja Muenster, das Jon noch gar nicht kennt: Flach wie in Florida und 10 km sind mir so kurz vor dem Marathon auch lieber als 15.
Dann koennen wir auch mal in den Genuss von Umkleidekabinen und Duschen kommen und eine Urkunde an die Wand haengen statt ein weiteres T-Shirt in den Schrank.
Falls jemand aber einen anderen Vorschlag hat oder sogar irgendwo in der Naehe mitlaeuft, sind wir fuer Vorschlaege immer noch offen.

02 Dezember 2008

7 Wochen bis zum Marathon

Montag Morgen: Regenerationslauf 6 Meilen - Rennradtour 32.75 km in 1:21:10 - Outdoor
Montag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - 11.26 km in 53:02 - Outdoor
Dienstag: Mittellanger Lauf 15 Meilen - 24.19 km in 2:04:45 - Outdoor
Mittwoch Morgen: Regenerationslauf 6 Meilen - 10.96 km in 1:00:00 - Outdoor
Mittwoch Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - Reiten - Platz
Donnerstag Morgen: Tempolauf 12 Meilen mit 7 Meilen @ 15k-Halbmarathon Renntempo - 1.8 km in 9:25 + 9.43 km in 41:38 - Suntree Turkey Trot
Donnerstag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - 9.67 km in 49:50 - Outdoor
Freitag Morgen: Regenerationslauf 6 Meilen - Spaziergang mit Jon 2.85 km - Outdoor
Freitag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - 13 km in 1:06:44 - Outdoor
Samstag: Regenerationslauf 8 Meilen - 13.12 km in 1:12:31 - Outdoor
Sonntag: Langer Lauf 24 Meilen - 42.195 km in 4:13:06 - Space Coast Marathon


Das war letzte Woche. Endlich habe ich gemacht, was ich mir schon vorletzte Woche vorgenommen hatte und die zweiten Laeufe am Tag weggelassen bzw. ersetzt. Das war schon besser so.
Am meisten Spass gemacht hat der Lauf am Montag Abend. Da bin ich mal so richtig schnell losgeflitzt ohne auf die Uhr zu schauen. Bezahlt habe ich dafuer dann am Dienstag, als die 24 km im Wickham Park einfach nicht enden wollten.
Dann stand auch schon wieder das Thanksgiving Wochenende vor der Tuer. Jon durfte am Mittwoch schon mittags nach Hause, also bin ich mit ihm mitgefahren und auf der Base gelaufen, ein Stuendchen ganz locker und gemuetlich.
Vom 10er am Donnerstag Morgen habe ich ja schon erzaehlt. Der war schon mal klasse.
Freitag und Samstag standen dann nur noch Regenerationslaeufe auf dem Plan, die ich aber doch ein bisschen zu schnell gelaufen bin bzw. mit zu hohem Puls.
Die Quittung kam dann am Sonntag beim Space Coast Marathon.

Immerhin hat der keine Nachwirkungen gezeigt. Kein Muskelkater, keine Schmerzen, alles in Butter! Mag auch an dem Eisbad gelegen haben und am Schwimmen am Montag Morgen, aber hauptsaechlich eben daran, dass ich mich eben nicht kaputt gemacht habe. Ich sag's mal so: Besser kein oder nur ein suboptimaler Trainingseffekt als ein negativer. Ausserdem habe ich mir gestern neue Schuhe gekauft, die Asics 2130. Damit gehe ich "back to the roots", denn meine ersten richtigen Laufschuhe waren deren Vorgaenger 2110, in denen ich auch meinen ersten Marathon gelaufen bin. Bei meinen ganzen Verletzung ist nun mal Schluss mit dem Experimentieren und ich bin auch restlos zufrieden. Bei meinem einstuendigen Regenerationslauf gestern Abend ging es mir so richtig gut. Wie auf Wolken mit den neuen Schuhen, keine Probleme mit Huefte, Knie oder Knoechel. Das sind einfach die richtigen Laufschuhe fuer mich!

17 November 2008

9 Wochen bis zum Marathon

Das war die letzte Woche in Zahlen

Montag Morgen: Regenerationslauf 6 Meilen - 9.66 km in 52:25 - Outdoor
Montag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - 6.44 km in 34:47 - Outdoor
Dienstag Morgen: Regenerationslauf 6 Meilen - Krafttraining
Dienstag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - 12.87 km in 1:11:19 - Outdoor
Mittwoch Morgen: Mittellanger Lauf 15 Meilen - 23.95 km in 2:04:43 - Indoor
Mittwoch Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - 6.79 km in 37:12 - Outdoor
Donnerstag Morgen: Regenerationslauf 6 Meilen - 6.84 km in 38:06 - Outdoor
Donnerstag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - 9.45 km in 51:06 - Indoor
Freitag: Mittellanger Lauf 13 Meilen - 21.1 km in 1:45:00 - Indoor
Samstag: Regenerationslauf und Speed 7 Meilen mit 6x100m Steigerungen - 12.25 km in 1:04:41 - Outdoor
Sonntag: Marathonspezifischer Lauf 16 Meilen mit 12 Meilen @ Marathon Renntempo - 25.46 km in 2:02:53 - Outdoor mit Jon auf dem Rad

16 November 2008

Hurra! Geschafft!

Schlaflose Naechte hat er mich gekostet, schon die ganze Woche lang.
Der gefuerchtete lange Lauf mit fast 20 km im Marathontempo.
Wie gesagt, alleine wollte ich auch nicht nach Fort Lauderdale fahren und das waere der naechstgelegene Halbmarathon gewesen an diesem Wochenende. $70 Anmeldegebuehr sind ja nun auch nicht gerade billig und ich hatte nicht das Gefuehl, heute einen einigermassen ordentlichen Halbmarathon laufen zu koennen.
Aufs Laufband wollte ich auch nicht, nachdem ich da am Freitag ziemlich alt ausgesehen habe und ueberhaupt. Also einfach mal schauen, wie's laeuft. Diese Gelassenheit habe ich mir dann mangels besserer Moeglichkeiten Freitag oder gestern angeeignet und mir fuer den Lauf die Strecke des Space Coast Marathons hier im Ort am Indian River entlang ausgeguckt.

Heute sollte es auf die noerdliche Strecke gehen. Dass diese ein paar mehr Huegelchen hat als die im Sueden hatte ich vollkommen verdraengt, aber im Nachhinein war es natuerlich gut, denn der Marathon wird auch nicht flach sein.
Zuerst waren 4 Meilen im normalen Tempo angesagt, die nutzte ich um zum Startpunkt des Marathons zu gelangen und mich dort mit Jon zu treffen. Ohne Fahrradbegleitung waere das ja schon mal gar nicht gegangen, so schnell zu rennen. Ich brauchte doch meine Verpflegung und moralische Unterstuetzung!

Ich hatte tierisches Glueck, dass seit letzter Nacht das Wetter radikal gewechselt hat und es ploetzlich kuehl und trocken ist. Gute Voraussetzungen. Ein bisschen Schiss hatte ich trotzdem, das muss ich schon zugeben.

Also los!
Die ersten 7 km liefen besonders gut und ich war selber ganz erstaunt, dass ich das Tempo, nur 2-4 Sekunden pro Meile langsamer als mein geplantes Marathontempo, doch relativ einfach halten konnte. Wir taten so als waere es ein Rennen und ich waere ganz vorne, am Gewinnen. Die haben ja auch immer einen Fahrradfahrer bei sich.
Alle 2 Meilen gab es eine "Verpflegungsstation", ganz wie beim richtigen Marathon und ich nahm im Wechsel Wasser und Gatorade zu mir. Ich muss unbedingt dieses Sportgetraenk besorgen, dass es in Arizona beim Marathon geben wird. Hoffentlich vertrage ich das auch!

Jedenfalls musste ich dann erstmal wieder kurz in die Buesche und konnte auch schon weiter. Am Umkehrpunkt nach der Haelfte der Strecke hielt ich auch noch mal kurz an zum Trinken, obwohl Jon mir die Flaschen natuerlich auch beim Laufen anreichen konnte. Nun wurde es doch etwas beschwerlicher. Vor allem an Stellen wo es bergauf ging hatte ich ziemlich zu kaempfen, aber bergab war es dafuer natuerlich auch wunderbar, sich einfach "rollen" zu lassen und ein wenig zu entspannen. Mein Beine fuehlten sich doch etwas gummiartig an. Nachwirkungen vom Weisswein? Oder vom Krafttraining, das mir die ganze Woche mit Muskelkater vermiest hat? Oder einfach von den 100 km, die ich fuer diese Woche schon in den Beinen hatte?
Wahrscheinlich eine Kombination aus allem und dafuer lief es ja doch ziemlich gut.
Nach 9 Meilen wieder eine kurze Pause, ein Gel und mit frischer Kraft noch eine letzte Anstrengung. Keine fuenf Kilometer waren mehr zu bewaeltigen. Eine schnellere Meile, eine langsamere und dann die letzte als allerschnellste des Tages ueberhaupt.

Na also, geht doch!
19,4 km in 1:30:28. Das ist ein 4:39er Tempo. Wenn ich im Marathon nur ein bisschen schneller laufen kann, ausgeruht und ohne Alkoholeinfluss, dann sind die 3:15 durchaus machbar.

Hier kommen mal die Meilen-Splits fuer den Tempo-Teil von heute - Pausen rausgestoppt:

1.61km 7:29min 4:39/km 166bpm
1.61km 7:28min 4:38/km 172bpm
1.61km 7:31min 4:40/km 176bpm
1.61km 7:29min 4:39/km 173bpm
1.61km 7:29min 4:39/km 172bpm
1.61km 7:29min 4:39/km 176bpm
1.61km 7:29min 4:39/km 175bpm
1.61km 7:33min 4:38/km 176bpm
1.61km 7:40min 4:40/km 176bpm
1.61km 7:20min 4:39/km 169bpm
1.61km 7:48min 4:38/km 175bpm
1.61km 7:17min 4:40/km 178bpm
84.55m 0:20min 4:05/km 183bpm

Da sieht man, dass ich gerade in der ersten Haelfte doch sehr gleichmaessig gelaufen bin. Die letzte Zahl bezieht sich auf den Durchschnitts-Puls.
Und was ich daraus noch lesen kann: Pete Pfitzinger hat doch recht. Es ist ein anderer Plan als der, nach dem ich sonst trainiert habe. Ich laufe langsamer als fuer Boston, aber die eigentlich irrsinnig hohe Kilometerzahl scheint mich hervorragend auf lange Laeufe vorzubereiten. Es kann einfach kein Zufall sein, dass im Prinzip alle meine langen Laeufe gut waren. Der erste vom Wickham Park nach Hause war herrlich. Danach weiss ich jetzt nicht mehr, aber dann die 16 wunderbaren Meilen auf dem Laufband, die 20 Meilen mit meiner Schwester in den Everglades, die 20 im Naturpark mit Jon, letzte Woche die 22 Meilen, von denen ich die letzten 18 ohne jegliches Anhalten laufen konnte und nun heute. Es scheint, dass Pfintzinger doch weiss was er tut. Ich kann die Tempovorgaben - meist - halten und obwohl es oft ganz schoen anstrengend ist kann ich auch die ganzen Laeufe schaffen, die im Plan stehen.
Mal sehen, wie das beim Marathon wird, aber irgendwie scheint es doch zu funktionieren.

10 November 2008

Denkfehler?

Erstmal die letzte Woche in Zahlen:

10 Wochen bis zum Arizona Rock'n'Roll Marathon
Montag Morgen: Regenerationslauf 6 Meilen - 9.66 km in 54:28 - Outdoor
Montag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - 6.47 km in 34:53 - Outdoor mit Jon
Dienstag Morgen: Regenerationslauf 6 Meilen - 6.44 km in 35:31 - Outdoor
Dienstag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - 9.66 km in 52:39 - Outdoor
Mittwoch: Mittellanger Lauf 15 Meilen - 24.22 km in 1:58:09 - Indoor
Donnerstag Morgen: Regenerationslauf 6 Meilen - 6.44 km in 35:21 - Outdoor
Donnerstag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - 9.67 km in 48:34 - Outdoor mit Jon
Freitag: Regenerationslauf 8 Meilen - 12.87 km in 1:10:00 - Outdoor
Samstag: Space Coast Classic 15k - 15 km in 1:08:20 + 3.73 km in 20:43 - Race
Sonntag: Langer Lauf 22 Meilen - 35.4 km in 3:05:41 - Outdoor mit Jon auf dem Rad


Keine Frage, das Rennen am Samstag war fies. Aber wie kann ich erwarten, mitten im Marathontraining eine Wahnsinnszeit zu laufen? Und das auch noch, wenn ich am Anfang wieder viel zu schnell losrenne? Ich dachte, das haetten wir schon vor einer ganzen Weile geklaert. Aber ich werde ja nur aelter, nicht klueger.

Dann kam der gefuerchtete lange 35-km-Lauf am Sonntag Nachmittag. Och, dachte ich am Anfang, ist ja wunderbar, mal langsamer laufen zu koennen. Richtig angenehm nach dem Rennen gestern. Zweimal musste ich auf den ersten 5-6 km noch mal kurz anhalten, aber dann: Die restlichen 30 km bin ich ohne jeglichen Stopp, ohne Gehpausen, ohne auch nur kurz stehen zu bleiben, in einem durchgelaufen. Das habe ich noch nie geschafft. Und muede geworden bin ich auch erst nach etwa 24 km.

Das ist mir so noch nie passiert.
Ich konnte es selber kaum glauben.
Natuerlich hat es geholfen, dass es relativ kuehl war und im Laufe der Zeit immer kuehler wurde - deswegen mag ich lange Laeufe in den Abend hinein. So kuehl, dass ich mir sogar noch ein T-Shirt ueberziehen musste. Auch das hatte ich noch nie hier in Florida.
Was am meisten geholfen hat, war auch wieder die hervorragende Verpflegung. Jon mit dem Mountain Bike hat mir jederzeit alles angereicht was ich wollte: Wasser, Gatorade, Gel und eben auch mein T-Shirt, das ich im Laufen angezogen habe.

Trotzdem, bisher bin ich auch mit Radbegleitung immer mal wieder stehen geblieben - und habe diese Zeit dann rausgestoppt. Diesmal bin ich durchgelaufen (ausser eben zweimal ganz am Anfang), und zwar habe ich die 35,4 km in respektablen 3:05:41 geschafft. Mein Durchschnittspuls betrug dabei 164 Schlaege pro Minute, auch damit bin ich zufrieden.

Der Plan scheint also doch in irgendeiner Weise aufzugehen.
Wenn ich mir die Theorie dahinter noch mal genau anschaue - und dazu hatte ich gestern drei Stunden lang Zeit - waren die ersten sechs Wochen oder so dazu da, Kondition aufzubauen: Mesocycle 1 Endurance. Jetzt im Moment bin ich im zweiten Zyklus: Mesocycle 2 Lactate Threshold and Endurance, also Laktat-Schwelle und Kondition. Der Sinn dieses zweiten Zyklus ist nicht, kuerzere Rennen so schnell wie moeglich zu laufen, sondern die Schwelle, bei der im Koerper vermehrt Milchsaeure produziert wird, nach oben zu druecken. Der Marathon wird unter dieser Schwelle gelaufen. Fuer den Marathon trainiere ich. Das muss man sich nur ab und zu mal wieder ins Gedaechtnis rufen. 15 km und Halbmarathons laeuft man so ziemlich an dieser Schwelle oder etwas drueber.
Gut, 3:09 sind wohl nicht realistisch. Eher vielleicht 3:15. Aber das ist ja auch in Ordnung.
Was mir nun aufgefallen ist: Ich laufe im Moment Rennen relativ konstant in einem durchschnittlichen Tempo von etwas unter 4:39/km. Wenn ich es geschickt anstelle, kann das mein neues Marathontempo werden, und da laeuft alles auf 3:15 hinaus.

Also, auch wenn ich gestern wieder etwas frustriert war, sooo schlecht ist der Plan gar nicht und im Prinzip scheint er doch genau das zu tun wofuer er im Moment designt ist. Ich habe eine grossartige Kondition entwickelt, die es mir erlaubt, 35 km fast in einem durchzulaufen. Das ist ein grosser Fortschritt. Nun muss es mir noch gelingen, diese Laktatschwelle zu druecken, um im Marathon das Tempo laufen zu koennen. Doch dann werde ich natuerlich auch ausgeruht und frisch an den Start gehen.

Der Weisheit letzten Schluss habe ich damit natuerlich immer noch nicht gefunden. Ich wuenschte, mir koennte da jemand raten und helfen, aber im Prinzip muss ich doch selber wissen, was ich meinem Koerper zumuten kann. Stand der Dinge ist nun, dass ich mit dem Plan flexibler umgehen will, eben auch mal wie geplant einen kuerzeren Lauf in eine Schwimmstunde oder Radeinheit umwandeln oder mal eine Meile weniger laufen als vorgesehen.
Es hat nie jemand gesagt, dass Marathontraining einfach ist oder dass alle Laeufe einfach sind oder das es einfach ist, 130 km pro Woche zu laufen. Es ist auch nicht immer einfach, ueber Monate hinweg den Fokus auf ein einziges Rennen zu richten. Ich muss mich wieder daran erinnern was ich wirklich will.

Ich will den Arizona Rock'n'Roll Marathon am 18. Januar 2009 so gut und schnell wie moeglich laufen.

DAS ist mein Ziel. Und nicht, irgendwelche Lokalmatadoren in Florida zu schlagen. Dafuer trainiere ich.

27 Oktober 2008

Recovery Week

12 Wochen bis zum Marathon, der erste Trainingszyklus ist abgeschlossen und endete mit einer "Erholungswoche", also weniger Strecke als in den vorhergegangenen Wochen.
Der Urlaub ist vorbei und ich bin die mittellangen Laeufe wieder schneller gelaufen, zweimal war ich auf dem Band und ansonsten haben mich kuehlere Temperaturen auch wieder mehr nach draussen getrieben.
Ueberschattet wurde die Woche leider von neuen Hueftschmerzen, wieder links aber zur Abwechslung diesmal eher aussen in der Huefte. Das diese Schmerzen Donnerstag im Laufe des Tages zum ersten Mal aufgetreten sind nehme ich an, dass ich doch haette dehnen sollen nach dem Lauf. Das ist ja immer der Teil, den man bei Zeitmangel als erstes weg laesst.
Zu Beginn jedes Laufes oder eigentlich auch jedes Mal, wenn ich aufstehe und anfange zu gehen tut es besonders weh, wenn ich mich eingelaufen habe wird es immer besser und nach einer Weile merke ich es gar nicht mehr. Beim Halbmarathon am Sonntag waren Hueftschmerzen nach gruendlichem Aufwaermen kein Thema. Das gilt also nicht als Entschuldigung. Wobei ich schon zugeben muss, dass es durch die Rennerei nicht gerade besser geworden ist...
Als Massnahme gibt es jetzt Yoga-Uebungen vor jedem Lauf, ich achte vermehrt auf sorgfaeltiges Auf- und Abwaermen und jeden Tag wieder die Dehnuebungen, die mir damals der Physioterapeut verschrieben hat. Ich merke schon, wie es hilft. Wenn ich dann auch wieder weniger Kilos mit mir rumschleppen muss, werden sich meine Gelenke sicher auf bedanken. Naechstes Wochenende werde ich ausserdem mal kein Rennen laufen, sondern es langsamer angehen lassen. Das sollte wohl auch helfen.

Das war die letzte Woche in Zahlen.

12 Wochen bis zum Arizona Rock'n'Roll Marathon
Montag: Dauerlauf 10 Meilen mit 10x100m Steigerungen - 16.25 km in 1:17:44 - Indoor
Dienstag: Mittellanger Lauf 13 Meilen - 20.92 km in 1:40:07 - Indoor
Mittwoch: Regenerationslauf 6 Meilen - 9.66 km in 53:19 - Outdoor
Donnerstag: Mittellanger Lauf 11 Meilen - 17.7 km in 1:25:33 - Outdoor
Freitag Morgen: Regenerationslauf 6 Meilen - 6.44 km in 34:39 - Outdoor
Freitag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - 9.66 km in 51:37 - Outdoor
Samstag: Regenerationslauf 6 Meilen - 8.05 km in 43:26 - Outdoor
Sonntag: Daytona Beach Halbmarathon - 2.4 km in 13:07 + 21.08 km in 1:37:42 + 2.4 km in 13:16 - Race

08 Oktober 2008

Dea Running Team




Jon und ich nach dem DeLand Halbmarathon

28 September 2008

2nd Annual DeLand Run Club Invitational 13.1

Ganz schoen langer Name fuer einen Lauf mit nur 18 Teilnehmern. Aber wie schon im letzten Jahr ein Lauf, der fuer den sich die 1 1/2 stuendige Anfahrt und damit verbunden Aufstehen um vier Uhr morgens trotzdem wieder gelohnt haben.
Diesmal habe ich mich nicht verlaufen, musste mich aber dafuer einmal in die Buesche schlagen was mich den Anschluss an die Spitzengruppe, bestehend aus Jon und zwei anderen Laeufern gekostet hat. Eine Zeitlang sah es noch so aus als koennte ich die drei vielleicht noch einholen, aber dann forderte doch die erhoehte Kilometerzahl dieser Woche ihren Tribut und ich konnte nicht mehr beschleunigen.
Das Wetter war wunderbar, der bisher kuehlste Morgen dieses Sommers, dazu trocken und sonnig. Einfach herrlich.
Die Route war in diesem Jahr besser, man hatte aus meinem Verlaufen gelernt und sie so einfach wie moeglich gestaltet. Das kam natuerlich allen Laeufern sehr entgegen.
Das Laufen selber war auch ein Genuss und obwohl ich nicht schneller konnte/wollte, habe ich mich doch nicht wirklich kaputt gemacht sondern empfand es die meiste Zeit als sehr angenehm. Ein paar Huegelchen - die z. B. ein Pfaelzer oder Eifler oder so gar nicht gemerkt haette - sorgten fuer Abwechslung. Ich liebe es ja, bergab so richtig Gas zu geben!
Wenn ich die ganze Zeit mit den drei anderen gelaufen waere, haette das Ergebnis vielleicht noch ein bisschen besser ausfallen koennen, aber auch so bin ich zufrieden. Jon kam als zweiter Mann mit 1:36:27, ich als zweite Frau mit 1:38:00 ins Ziel. Obwohl es eigentlich mit der Erleberin anders abgesprochen war, hatte ich mir einfach nur eine Zeit unter 1:40 vorgenommen. Ich hab ja immer noch ein bisschen Schiss, wieder so richtig schnell zu laufen, aber das wird mit jedem Rennen besser.

Nach dem Halbmarathon folgte, ebenfalls wie im letzten Jahr, der entspannte Teil des Wochenendes, bei dem wir im nahgelegenen Blue Spring State Park badeten, grillten, zelteten und es uns einfach nur gut gehen liessen.




Mehr Bilder! KLICK

06 August 2008

Laufen macht Spaß!

Endlich scheint die harte Arbeit, die ich in den letzten Wochen in meine Regeneration gesteckt habe, mehr und mehr anzuschlagen.
Von Woche zu Woche wird mein Laufen ein bisschen besser und gestern Abend hatte ich einen besonders netten Lauf. Für diese Woche habe ich mir als Ziel gesetzt, 6 Meilen unter 50 Minuten zu laufen. Das war vor dem Marathon ja gar kein Thema - ich bin da selten unter 8 Meilen gelaufen - aber in letzter Zeit lag ich immer gut über 50 Minuten:

03 Jul 08 6.34 Miles 58:08
16 Jul 08 6.00 Miles 50:06 (Intervalle)
21 Jul 08 6.05 Miles 52:24
22 Jul 08 6.27 Miles 53:39
23 Jul 08 6.00 Miles 48:42 (Tempolauf)
24 Jul 08 6.00 Miles 51:36
29 Jul 08 6.10 Miles 50:26
31 Jul 08 6.05 Miles 51:07
01 Aug 08 6.27 Miles 53:24

Das war an sich ja nicht weiter tragisch, aber nun wird es - Hitze und Schwüle hin oder her - doch langsam Zeit, wieder "richtig" zu laufen.

Wie es wohl nur in einem Läuferhaushalt möglich ist haben wir das Abendessen gestern aufgeteilt in vor und nach dem Laufen: Gegen halb sechs, als Jon von der Arbeit und ich vom Bauchmuskeltraining kam, gab es leckeres Foccacia-Brot mit gegrilltem Gemüse und einer Scheibe Käse, als Nachtisch eine Banane. Eine ganz leicht verdauliche Mahlzeit also, damit wir später noch gut laufen konnten.
Mit Blogs und Videos von Profiläufern habe ich mich in Stimmung gebracht und motiviert für meinen abendlichen 6-Meilen-Lauf.
Um acht Uhr verließ ich das Haus. Jon wollte noch später am Abend sein Rennrad-Lauf-Koppeltraining erledigen, sodass ich nicht mal einen Schlüssel mitnehmen musste.
Ich glaube ja, er hat extra so lange gewartet bis ich wieder da war, damit er den Forerunner ausleihen konnte...

Jedenfalls fühlte ich schon beim Aufwärmen, dass meine Beine besonders gut in Form waren. Sie brannten förmlich darauf, loszulaufen. Es waren zwar immer noch 29 Grad draußen, aber natürlich brannte die Sonne mir nicht mehr auf den Kopf, sondern machte sich daran, hinter dem Horizont zu verschwinden.
Ich lief also los und es war die reinste Freude. Ich war flott unterwegs, aber nicht zu schnell und fühlte mich einfach herrlich. Wo ich mich in letzter Zeit gequält hatte, ein gewisses Tempo zu halten, lief es an diesem Abend praktisch wie von alleine. So toll!
Es wurde langsam dunkel, als ich meine Runde durch den Ort drehte und dank des Forerunners endlich mal wieder eine neue Strecke ausprobieren konnte.
Wegen der Hitze laufe ich jetzt im Sommer viel auf dem Band, deswegen genoss ich es diesmal wieder ganz besonders, beim Laufen voran zu kommen.
Nach einer Weile wurde es doch wieder anstrengend, aber lange nicht so schlimm wie noch vor ein paar Wochen. Der etwas frischere Wind sorgte für ein bisschen Abkühlung und ich brauchte diesmal nicht zum Trinken anzuhalten.

48 Minuten und 27 Sekunden später hatte ich die 6 Meilen geschafft. Ziel erreicht und dabei auch noch Spaß gehabt. Wunderbar! Damit bin ich einen Schnitt von genau 5min/km gelaufen. Das bedeutet natürlich noch lange keine Hochform, aber es ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.
Abkühlen, Gartendusche und ein in der Mikrowelle aufgewärmtes Fertig-Quesadilla beendeten das erfolgreiche Abendprogramm. Während Jon sich auf sein Rennrad schwang und später noch eine Runde lief war ich schon im Bett und eingeschlafen.

Heute Abend geht es endlich mal wieder auf die Bahn: 4x1600m in 7:13 stehen auf dem Programm. Ich bin ja mal gespannt, wie ich das hinkriege! Beim letzten Mal konnte ich den letzten 1600er nicht zu Ende bringen, aber ich hoffe doch dass ich mittlerweile wieder in besserer Verfassung bin!

10 Juli 2008

Mein Triathlon-Training

... neigt sich dem Ende zu.
Nur noch 10 Tage bis zum Sprint-Triathlon in Clermont und damit geht auch die Zeit mit der YMCA-Triathlon-Gruppe zu Ende.
Das bedeutet auch nur noch zweimal Schwimmen morgens um sechs und danach kann ich die fruehe Zeit und Morgen"kuehle" wieder zum Laufen nutzen. Ich muss ja sagen, dass ich mich in den letzten 10 Wochen schon um einiges verbessert habe im Kraulen, aber schnell ist was anderes.
Auch wenn ich nicht superschnell brustschwimmen kann, ich bin immer noch wesentlich schneller als beim Kraulen, und das mit weniger Anstrengung.
Beispiel gefaellig?

23. 6.
400m Brust: 9:45
400m Kraul: 11:48

26. 6.
100m Kraul: 2:34; 2:31; 2:35; 2:46; 2:44
100m Brust: 2:24; 2:23; 2:18

Dann der Road Trip und damit eine Woche Schwimmpause, bis ich Dienstag wieder "ran" musste.

8. 7.
300m Brust: 7:09; 6:56
50m Kraul: 1:22; 1:14; 1:08
50m Brust: 1:09; 1:06; 1:03

10. 7.
100m Brust: 2:18; 2:21; 2:21
100m Kraul: 2:54; 2:47; 2:49
50m Brust: 1:07; 1:06; 1:08
50m Kraul: 1:22; 1:23; 1:18

Diese Zeiten sind fuer mich ein absolut vernuenftiger Grund, im Rennen auf jegliche Kraulversuche zu verzichten.

Auch beim Radfahren habe ich mich waehrend des Trainings verbessert, was ich vor allem auf die langen, mehrtaegigen Touren zurueckfuehre.
Nur als Beispiel hier die erste Fahrt nach dem Boston Marathon, die erste Fahrt nach der viertaegigen Tampa-Tour, die erste Fahrt nach der dreitaegigen Hontoon-Island-Tour und die erste Fahrt nach der Kalifornien-Tour
25 Apr 08; 9.62 Miles; 40:08; 14.38 Mph
27 May 08; 14.18 Miles; 53:23; 15.94 Mph
24 Jun 08; 20.61 Miles; 1:12:18; 17.10 Mph
9 Jul 08; 12.06 Miles; 45:59; 15.74 Mph

Dazu muss ich sagen, dass ich gestern die letzten 5 Minuten absichtlich ganz langsam gefahren bin, denn schliesslich stand ja direkt im Anschluss noch der Lauf an.
Allein vom Gefuehl her ist das Radfahren leichter und nicht mehr so anstrengend wie zu Beginn des Trainings. Ich bin mal gespannt, was ich da im Rennen fuer einen Schnitt rausholen kann! Clermont besitzt so ziemlich die einzigen Huegel von ganz Florida, aber nach dem Bergtraining in Kalifornien und Tennessee brauche ich mir da wirklich keine Sorgen zu machen.

Uebers Laufen brauchen wir im Moment gar nicht zu sprechen. Ich bin zum Heulen langsam und es ist ziemlich anstrengend. Vor dem Road Trip musste ich mehrere Laeufe, die eigentlich 11 km (7 Meilen) werden sollten, abbrechen, weil ich nicht mehr konnte. Nicht aus Schmerzen von meiner Verletzung, die laesst mich naemlich relativ in Ruhe, sondern weil ich zu kaputt war. Das finde ich besonders traurig, weil im Marathontraining meine einfache Standardrunde 13,5 km lang war, die ich in etwas ueber einer Stunde geschafft habe ohne weiter darueber nachzudenken. So seltsam es klingt, aber bei diesem Triathlon wird wohl das Laufen limitierender Faktor sein. Andererseits sollte ich froh sein, dass meine Kondition so im Keller ist und es als Schutz vor Ueberlastung meiner Verletzung sehen. Frustrierend ist es aber trotzdem!

Geuebt haben wir heute mit der Gruppe noch den Wechsel vom Schwimmen zum Radfahren und anschliessend zum Laufen. Dabei sind wir nur einmal um den Parkplatz gefahren und auch nur ein paar Meter gelaufen, um das Ganze zweimal durchspielen zu koennen. Und siehe da, alle hatten beim zweiten Mal bessere Zeiten. Es lohnt sich also doch, sich ein bisschen mehr auf den Wechsel zu konzentrieren als ich es bisher getan habe.

Insgesamt muss ich sagen, dass ich mir von der Gruppe mehr erhofft hatte. Die meisten Versprechungen, die am Anfang gemacht wurden, sind nicht eingehalten worden. Ernaehrungsseminar? Laufschuhanalyse? Anpassen des Fahrrads? Gruppentreffen alle zwei Wochen? Fehlanzeige.
Die Gruppenfahrten und -laeufe am Wochenende konnte ich selten mitmachen, weil wir staendig unterwegs waren und selbst zum Schwimmtraining dienstags und donnerstags in aller Herrgottsfruehe ist der Trainer oft nicht erschienen, ohne vorher (oder nachher) abzusagen. Da sind wir alle schon recht enttaeuscht. Aber auch die Gruppe selber ist nicht besonders regelmaessig zum Training erschienen, mehr als 5 waren wir aeusserst selten, eher 2 oder 3 Leute. Gruppenlaeufe waehrend der Woche gab es nicht. Wenn der Trainer eine email aussendet und die Leute bittet, einen Gruppenlauf zu organisieren, dann kann das doch eigentlich gar nicht funktionieren.
Sehr schoen waren und sind aber meine Laeufe mit Brittany, die wir etwa einmal pro Woche zusammen durchfuehren. Wir haben schon beschlossen, dies auch nach Beendigung des Trainings beizubehalten.

Schon wieder so ein langer Eintrag. Sieht ganz so aus als haette ich im Moment einfach zu viel Zeit. Aber das wird sich sicher bald auch wieder aendern und so geniesse ich es besonders, mich ganz auf mein Training konzentrieren zu koennen.

09 März 2008

Bilder vom Dino Dash

Die Profi-Fotos von gestern wollte ich dann doch noch mal vorzeigen! Ich wusste gar nicht, dass ich so knapp 9. geworden bin.





27 Februar 2008

Suncoast Classic Bilder




Jetzt gibt es auch die offiziellen Bilder vom 10 km Lauf online.
Da kann man schon sehen, wie kaputt ich am Ende wieder war...

17 Februar 2008

Lady Track Shack Bilder


Diese schönen Profibilder von letztem Sonntag, vor allem vom spannenden Zweikampf am Ende, möchte ich euch geschätzten Lesern natürlich nicht vorenthalten. Besonders gut gefällt mir die - absolut zufällige - Synchronität der Bewegungen. Sehr nett.

21 Januar 2008

Joan Benoit Samuelson


Just read an article about her in January’s Runner’s World, the first woman to win an olympic marathon. This is the kind of stuff that really inspires me in my running. She was also the keynote speaker at the pasta dinner the night before the Space Coast Marathon. Most elite runners seem to be exactly the kind of people I like and I want to be. I miss having running friends close by.
I love running!

31 Dezember 2007

2007

Hier dann also der obligatorische Jahresrueckblick.

  • 4089,18 km oder 2540,90 Meilen gelaufen
  • 4076,29 km oder 2532,89 Meilen mit dem Rad gefahren
  • 48,84 km oder 30,35 Meilen geschwommen

    Meine Bestzeiten und sonstige Statistik findet man HIER!

    Januar
    Wir haben Silvester in Berlin verbracht - natürlich mit Silvester- und Neujahrslauf - und sind von Düsseldorf über München, wo ich auch gelaufen bin, und New York nach San Francisco geflogen. Ich habe zusätzlich zu meinem "normalen" Blog dieses Lauftagebuch im Internet begonnen und damit nette Kontakte zu anderen Läufern in Europa geknüpft. Außerdem haben wir bei zwei wunderbaren Pacific Coast Trail Runs mitgemacht und ich habe mich zum ersten Mal intensiv mit Sportlerernährung auseinander gesetzt und wir haben uns entschieden, im März unseren ersten Marathon zu laufen.

    Februar
    Unsere Reisen haben uns nach L.A. zum Pacific Shoreline Half Marathon und zum Yosemite National Park geführt, wo wir Ski gefahren und unseren ersten 20-Meilen-Lauf hinter uns gebracht haben. Insgesamt stand der Februar ganz im Zeichen der Marathonvorbereitung.

    März
    Am 4. März war es endlich soweit: Jon und ich sind den Napa Valley Marathon gelaufen, ein unvergessliches Erlebnis für uns beide. Die Qualifikation für Boston habe ich nur ganz knapp um fast 4 Minuten verpasst und da stand natürlich fest, dass ich es beim nächsten Marathon schaffen wollte. Ich habe in Kalifornien noch einige wunderbare lange Läufe gemacht, bevor wir Ende März auf die lange Reise gegangen sind. Seit dem 13. März laufe ich außerdem täglich.
    Der Laughlin Halbmarathon am 31. März war das erste Rennen, bei dem ich richtig gut - 2. Frau - abgeschnitten habe.

    April
    Wir sind mit dem Auto von Kalifornien nach Alabama gefahren, haben den Grand Canyon wieder gesehen und fast eine Woche in Texas verbracht. In New Orleans bin ich meinen ersten "richtigen" 5 km Lauf gelaufen (in 22:19) und war danach den ganzen Tag betrunken. In Alabama habe ich das erste Mal ein Rennen gewonnen, nämlich das nur eine Meile lange Court Square Race.

    Mai
    Endlich konnten wir Alabama, wo wir die längsten 5 Wochen unseres Lebens auf einer Air Force Base im Hotelzimmer verbringen mussten, verlassen und nach Florida, unserem neuen Wohnort, fahren. Unterwegs gab es natürlich wieder einige 5- und 10km-Läufe.

    Juni
    Ich habe ein Rennrad bekommen und meinen ersten Mini-Triathlon absolviert. Der Sommer in Florida ist mörderisch heiß und schwül, aber ich bin trotzdem immer schneller geworden und habe sogar einen kleinen 5-km-Lauf gewonnen. Wir haben ein paar Wochen in einer Wohnung am Strand gelebt, bis wir Ende Juni in unser erstes eigenes Haus eingezogen sind.

    Juli
    Florida ist Triathlon-Land und so haben wir an unseren ersten Sprint-Triathlon und einen Mini-Triathlon teilgenommen. Dadurch bin ich natürlich viel mit meinem Rennrad gefahren und viel geschwommen. Meine 5-km-Zeit konnte ich auf 21:10 verbessern. Anfang Juli konnte ich dann auch endlich mein Pferd aus Kalifornien wieder in Empfang nehmen.

    August
    Jons Vater war aus Iowa zu Besuch und ich habe zum ersten Mal mit einem $100 Gutschein von Adidas für meine neue Bestzeit und Sieg beim 10-km-Lauf etwas Wertvolles gewonnen. Unser erster olympischer Triathlon war nicht so der Hit, aber dafür meine neue Bestzeit von 20 Minuten auf 5 km. Wir haben uns nach langem Hin und Her entschlossen, den Space Coast Marathon am 25. November hier bei uns im Ort zu laufen und natürlich auch dafür trainiert.

    September
    Neben dem Marathontraining sind wir zur Feier unseres Hochzeitstags zu Jons Eltern nach Iowa geflogen und den Omaha Halbmarathon gelaufen. Dort konnten wir alte Freunde wieder treffen und beide hervorragende Zeiten (Jon 1:38, ich 1:34) verbuchen. Außerdem fingen wir langsam an uns zu fragen, ob der Sommer je zu Ende geht.

    Oktober
    Zur Vorbereitung auf den Space Coast Marathon bin ich meinen ersten Ultra Trail Run über 50 km gelaufen, der mir sehr gut gefallen hat und den ich auch gewonnen habe. Beim Halbmarathon in Jacksonville dagegen war es furchtbar schwül, so dass wir uns ganz schrecklich quälen mussten.

    November
    Ich war so guten Mutes wegen des kühleren und trockenen Wetters Anfang bis Mitte November, die Peak Phase fiel genau in diesen Zeitraum und ich konnte im Training und bei einem letzten 5-km-Lauf Zeiten einfahren, von denen ich sonst nur geträumt hatte. Eine Woche vor dem Marathon - wir hatten gerade Besuch aus Deutschland - sind endlich die 20 Minuten gefallen und ich bin 5 km in 19:44 gelaufen.
    Beim Marathon war das Wetter leider wieder sehr warm und schwül, sodass ich meine Zielzeit von 3:20 um ganze 15 Minuten verfehlt habe und mit 3:35 ins Ziel gekrochen bin. Immerhin hat es für Boston gereicht und so habe ich mich gleich angemeldet und einen Flug gebucht.

    Dezember
    Der Monat stand ganz im Zeichen der Erholung vom Marathon mit langsamen Läufen und einer herrlichen Radtour nach Key West über Weihnachten. Auf den letzten Drücker bin ich außerdem noch meinen zweiten 50-km-Ultra-Trail-Run gelaufen, der nicht so schön war wie der erste, aber immer noch sehr nett.

    Meine Ziele für 2008 habe ich schon vor einer Weile aufgestellt, aber das ist mir einen neuen Eintrag morgen wert, denn nun wird es langsam Zeit, das Silvestermahl zuzubereiten!

  •