Walking on the beach.
23 Februar 2009
Strandspaziergang
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Kerstin
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28 Dezember 2008
März, April und Mai 2008
Der lange Lauf heute war kalt, aber nett und ich bin schon froh, es nun geschafft zu haben. Der naechste wirklich lange Lauf wird nun der Marathon, denn jetzt geht es ans Tapern!
Nun aber erstmal weiter mit dem Jahresrückblick.
März 2008
298 Meilen oder 481 km gelaufen
25 Meilen oder 41 km geritten
34 Meilen oder 56 km geradelt
Der Monat fing gleich gut an meiner einer Florida-Rundreise in den sonnigen Sueden mit meinen Eltern. Auf dieser Reise bin ich in Sarasota mit 1:34:59 einen richtig guten Halbmarathon gelaufen und zweite in meiner Altersgruppe geworden. Ich war richtig fit und immer noch mitten im Marathon Training.
Auch mit Brownie habe ich viel trainiert, auf dem Reitplatz und im Gelaende.
Die Laufsaison war in vollem Schwung und ich bin fast jedes Wochenende gerannt: Beim Brevard Zoo's Dino Dash 3K gab es eine neue Bestzeit von 11 min 48 sec und den zweiten Platz in meiner Alterklasse, beim Eye of the Dragon 10k mit 44 min 33 sec den Sieg in der F30-34 und den Croom Trail 15 Mile Fool Run habe ich mit 1 h 59 min 29 sec sogar gewonnen.
Ende Maerz waren Jon und ich dann noch mit meinen Eltern auf einer weiteren einwöchigen Rundreise durch Nordflorida und Georgia.
April 2008
222 Meilen oder 358 km gelaufen
49 Meilen oder 80 km geritten
148 Meilen oder 238 km geradelt
Man merkt schon an den Zahlen, dass der Boston Marathon näher rückte und das Tapering begann. Jon musste zu einer Konferenz nach Washington, zu der ich ihn wieder begleitete und dadurch die Gelegenheit hatte, die amerikanische Hauptstadt kennen zu lernen.
Zurueck in Florida wurde es Zeit, mich von meinen Eltern zu verabschieden, die sich wieder auf den Weg nach Deutschland machten.
Mit Brownie bin ich mein erstes Turnier in Amerika geritten.
Kurz bevor wir nach Boston aufgebrochen sind, habe ich mich im Fitness-Studio angemeldet und dann kam auch schon der Marathon, bei dem ich mit 3:20:08 eine Punktlandung erzielt habe.
Nach dem Marathon war viel Zeit fuer andere Sachen: Ich hatte meine erste Reitstunde bei Jack Henning, wir waren Kanufahren und Ausreiten in einem Naturpark.
Mai 2008
155 Meilen oder 251 km gelaufen
46 Meilen oder 75 km geritten
582 Meilen oder 937 km geradelt
Laeuferisch fing der Monat gut an. Ich war in Hochform und konnte sowohl beim Two Mile Bulldog Pineapple Run mit 12 min 24 sec als auch beim Run for the Gecko 5K mit 20 min 10 sec meine Altersgruppe gewinnen. Wir waren bei ein paar Gruppentrainings und frohen Mutes, diesen Sommer noch so richtig schnell zu werden.
Mit Brownie habe ich ziemlich erfolglos an einer Working Cow Horse Show teilgenommen und beschlossen, dass das nicht so unser Ding ist.
Dann kam die Verletzung, die fast den Rest des Jahres bestimmen sollte. Eine Art Muskelzerrung in der linken Hüfte legte mich so lahm, dass ich kaum noch laufen konnte. Dafür konzentrierte ich mich voll aufs Triathlon Training und Radfahren. Das Kraulschwimmen wurde zwar ein bisschen besser, aber niemals schneller als Brustschwimmen.
Ein langes Wochenende Ende Mai nutzten wir fuer eine viertaegige Radtour nach Tampa, bei der mein Entschluss reifte, dass Jon ein Rennrad braucht.
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Kerstin
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14 Dezember 2008
Run for Tomorrow
Einen Halbmarathon wollte ich vor Arizona noch laufen und da bot sich der Run for Tomorrow heute in der Naehe von Fort Lauderdale an. Fuer nur $30 pro Person waren wir dabei, dafuer kommen da aber noch Sprit fuer fast 700 km, Carbo-Loading bei Cheddar's und das Hotelzimmer in Fort Lauderdale hinzu.
Naja, was macht man nicht alles fuer seine Lauferei und so fuhren wir schon Samstag in den nicht ganz so sonnigen Sueden. Warm ja, schwuel ja, windig ja, aber keine Sonne.
Obwohl der Lauf schon ins elfte Jahr ging schien die ganze Organisation nicht so 100% zu klappen. Das erste "Problem" war, dass es beim Startnummer Abholen kein Shirt mehr in meiner Groesse gab. Dabei waren wir schon lange angemeldet und wollten eigentlich nur unseren Kram am Tag vorher abholen. Na gut, nehme ich eben ein groesseres. Ist ja nicht so schlimm.
Am naechsten Morgen startete der Lauf wie geplant um sieben. Jon hatte versprochen die ganze Strecke mit mir zu laufen. Das fand ich prima, denn er haette auch viel schneller sein koennen. Andererseits ist er natuerlich schon lange keine solche Strecke mehr gelaufen und konnte auch nicht wirklich einschaetzen welches Tempo er durchhalten wuerde. Die Strasse, auf der gelaufen wurde, war vierspurig, heute fuer den Verkehr gesperrt, leicht gewunden und fuehrte durch Golfplaetze und ein paar Haeuser. Der Mittelstreifen und beide Seiten waren mit gruenem Gras - das wahrscheinlich jeden Tag exzessiv bewaessert wird - und Palmen bepflanzt. Insgesamt eine schoene, teure Gegend, aber leider vollkommen tot. Keine Zuschauer, keine Anwohner, nur ein paar Geier entdeckte ich, die auf den Strassenlaternen Platz genommen hatten und auf vor Erschoepfung liegengebliebene Laeufer warteten. Irgendwie unheimlich.
Die erste Haelfte lief prima. Jon und ich immer zusammen, gut in der Zeit, und ueberhaupt. Ich war an fuenfter Stelle bei den Frauen, wie ich von einem Helfer erfuhr. Sehr schoen.
Was ich nun aber nicht bedacht hatte war der Wind. Nach der Haelfte gab es eine 180 Grad Wendung und man lief die gleiche Strecke wieder zurueck. Direkt nach der Wendung traf mich der Wind wie eine Faust und ich lief wie vor eine Wand. Mein Gehirn schlug Alarm: "Das schaffst du nie! Das Tempo kannst du niemals halten! Gib auf! Gib auf! Gib auf!" Ich verlor die Kontrolle ueber meine Atmung und geriet fast ins Hyperventilieren. Meine Guete, was war das denn jetzt? Die Frau hinter mir nutzte den Moment zum Ueberholen. Ich musste sie ziehen lassen.
Jon schaffte es mich zu beruhigen und wir liefen weiter. Das ging eine Zeitlang gut, aber schon bald kamen diese Stimmen wieder: "Ich kann das nicht schaffen! Der Wind ist zu stark! Es ist zu schwuel! Ich schaff das nicht! Ich bin zu langsam!" Ich bekam es mit der Angst und musste fast stehen bleiben, kriegte mich aber doch wieder einigermassen ein, wenn ich auch deutlich langsamer laufen musste. Meine Beine schienen mir ploetzlich nicht mehr zu gehorchen. Die Zahlen auf dem Forerunner schrien mir die bittere Wahrheit ins Gesicht, dass ich deutlich ueber dem Tempo lag das ich mir vorgenommen hatte. Ich versuchte mit allen Mitteln gegen mein Gehirn anzukaempfen, aber es klappte kaum. "Relaxed and strong" klappte nicht, "I won't back down" klappte nicht und die Gewissheit, dass es nicht mehr weit war half mir auch nicht weiter. Jon versuchte ebenfalls sein Bestes, aber ich glaubte einfach nicht mehr an mich. Mit einem 5:06er Schnitt war die elfte von dreizehn Meilen deutlich die langsamste. Dabei tat nichts weh, ich war einfach nur schwach. "Relax! Relax!". Das half ein bisschen, wenn ich es ganz laut sagte.
Dann kam die letzte Meile. Bald vorbei! Noch mal anstrengen!
Eine halbe Meile im 4:45er Schnitt. Nicht gut, aber besser. Endlich gelang es mir ansatzweise mich davon zu ueberzeugen dass es fast geschafft war. Um mich nicht wieder von den Zahlen runterziehen zu lassen drueckte ich die Runden-Taste. 650 m im 4:40er Schnitt. Es wurde Zeit, noch mal so richtig anzuziehen, denn nun wurde eine Dreiviertel Runde ueber den Sportplatz gelaufen. Eine schoene schwarze Tartanbahn, wunderbar zum Laufen. Schaffen wir es trotzdem noch unter 1:40? 320 m in 1:21 (4:15er Schnitt). Geschafft! Ins Ziel stolpern, Wasserflasche nehmen, auf den Rasen fallen lassen. Meine Guete, was fuer ein Lauf. Woher kamen nur diese Angstzustaende? Das war ja schrecklich! Ich haette es geschafft, wenn nur mein Kopf mitgespielt haette. Das war nun gar nicht schoen und mit 1:39:36 bin ich auch nicht wirklich zufrieden. Hab ich mir zu viel Stress gemacht?
Ich war nur froh, dass Jon dabei war. Sonst haette ich sicher aufgegeben und waere einfach gegangen oder noch langsamer gelaufen.
Das Beste war nun, den Halbmarathon abzuhaken und mir zu sagen, dass ich einfach vorher zu viel gelaufen bin, nicht wirklich ausgeruht war, der Wind doch zu stark war und die recht schwuele Luft Suedfloridas doch nicht so wirklich gut zum Laufen geeignet. Und dass ich zusehen muss, meinen Kopf unter Kontrolle zu kriegen. Ihn bis zum Rand anfuellen mit positiven Gedanken von denen ich zehren kann wenn es hart wird. Jawoll, das mache ich!
Bei der Siegerehrung dann das naechste Problem: Erster Platz in der Altersgruppe 30-34 sollte auf einmal eine Dame gewesen sein, die mit 1:55:03 ins Ziel kam. Moment mal, das kann ja wohl nicht stimmen! Wir beschwerten uns beim Zeitnehmer und es stellte sich heraus, dass mein Chip falsch programmiert war und fuer den gleichzeitig mitlaufenden 5-km-Lauf gewertet wurde. Toll! Zum Glueck war Jons Chip richtig gelesen worden, sodass meine Zeit wenigstens direkt in der Ergebnisliste korrigiert werden konnte. Wir waren ja genau zur gleichen Zeit ins Ziel gelaufen. Nun wollte ich gerne meinen Pokal, aber der war schon weg. Nach weiterem Beschweren wird mir nun ein Neuer graviert und zugeschickt. Trotzdem, ich glaube nicht, dass wir den Lauf noch mal mitmachen. War schon ein ganz schoen weite Fahrt und dann sowas!
Wenigstens sind wir auf dem Rueckweg noch in Fort Lauderdale vorbeigefahren und dann am Strand entlang wieder Richtung Norden. Das Meer war von dem Wind, der hier natuerlich noch staerker war, aufgewuehlt und Surfer freuten sich ueber die hohen Wellen, waehrend sich die Palmen am Strand im Wind bogen. Das war schon ein tolles Bild!
Die letzte Woche in Zahlen:
5 Wochen bis zum Marathon
Montag Morgen: Regenerationslauf 6 Meilen - 1646m Schwimmen - Indoor + 5.26km in 30:00 - Outdoor
Montag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - 6.53km in 35:23 - Outdoor
Dienstag: VO2max 12 Meilen mit 6x1000m @ 5k Renntempo, 2 min. Trabpause - 19.59km in 1:34:57 - Indoor
Mittwoch: Mittellanger Lauf 15 Meilen - 24.22 km in 2:04:05 - Outdoor
Donnerstag Morgen: Regenerationslauf 6 Meilen - 8.11 km in 47:25 - Outdoor
Donnerstag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - 7.8 km in 43:33 - Outdoor
Freitag Morgen: Mittellanger Lauf 12 Meilen - 19.44 km in 1:35:57 - Indoor
Freitag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - 5.57 km in 30:00 - Outdoor
Samstag: Regenerationlauf 7 Meilen - 5.5 km in 27:15 - Outdoor
Sonntag: Marathonspezifischer Lauf 18 Meilen mit 15 Meilen @ Marathon Renntempo - 21,0975 km in 1:39:36 + 2.41 km in 13:20 - Run for Tomorrow Half Marathon mit Jon
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Kerstin
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17:22
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07 Dezember 2008
Zum Stall laufen
Ich geb's zu: Ich hab mal wieder gemogelt bei meinem langen Lauf heute.
Aber das hatte einen guten Grund. Wir sind naemlich mit den Pferden zum Meer gefahren (Bericht und Fotos HIER klicken) und haben einen herrlichen Strandritt gemacht. Da wollte ich nicht unbedingt hinterher noch die vollen 18 Meilen auf einmal laufen.
Also bin ich morgens frueh einfach die acht Meilen (12,7 km) zum Stall gelaufen. Trotz Gegenwind war das wunderbar und ich war dann auch tatsaechlich puenktlich um 8 da. Jon ist mit dem Auto gefahren und hatte meine Reitsachen dabei.
Der Lauf ging langsam los und wurde nach und nach immer schneller. Wenn schon mogeln, so wollte ich doch wenigstens ein ordentliches Tempo laufen, was mir auch gelungen ist. Eine Stunde, zwei Minuten und 35 Sekunden sind schon ganz in Ordnung fuer so einen Lauf, vor allem wenn man bedenkt, dass ich fuer die ersten 3,22 km fast 17 Minuten gebraucht habe.
Dann Pferde verladen, eine Stunde Fahrt zum einzigen Strandabschnitt, an dem Reiten erlaubt ist.
Das war natuerlich der absolute Hoehepunkt des Tages und mein erster Strandritt auf dieser Seite des Atlantiks.
In der Hochstimmung, nach furchtbar viel frischer Luft und einem nahrhaften Mittagessen - Chili in einer Brotschuessel - waren die restlichen zehn Meilen (16.4 Meilen) zu laufen natuerlich ein "Klacks" und in 1:20:47 geschafft. Meist auch noch Rueckenwind und wieder schoen progressiv, langsam angefangen und immer schneller geworden. Hier mal die 2-Meilen-Splits:
3.22 km in 16:50 (5:14/km)
3.22 km in 16:23 (5:05/km)
3.22 km in 15:53 (4:56/km)
3.22 km in 15:29 (4:48/km)
2.57 km in 11:51 (4:36/km)
0.97 km in 4:18 (4:27/km)
Bei kuehlen, trockenen Wetter und Sonnenschein ein wunderschoener Tag, ein herrlicher Strandritt und zwei gute Laeufe, beide im 4:55er Schnitt. Da darf man schon mal ein bisschen mogeln! Fuers Gemuet war es jedenfalls schon mal richtig gut, und das zaehlt ja auch ein bisschen mit.
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Kerstin
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15:31
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02 Dezember 2008
7 Wochen bis zum Marathon
Montag Morgen: Regenerationslauf 6 Meilen - Rennradtour 32.75 km in 1:21:10 - Outdoor
Montag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - 11.26 km in 53:02 - Outdoor
Dienstag: Mittellanger Lauf 15 Meilen - 24.19 km in 2:04:45 - Outdoor
Mittwoch Morgen: Regenerationslauf 6 Meilen - 10.96 km in 1:00:00 - Outdoor
Mittwoch Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - Reiten - Platz
Donnerstag Morgen: Tempolauf 12 Meilen mit 7 Meilen @ 15k-Halbmarathon Renntempo - 1.8 km in 9:25 + 9.43 km in 41:38 - Suntree Turkey Trot
Donnerstag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - 9.67 km in 49:50 - Outdoor
Freitag Morgen: Regenerationslauf 6 Meilen - Spaziergang mit Jon 2.85 km - Outdoor
Freitag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - 13 km in 1:06:44 - Outdoor
Samstag: Regenerationslauf 8 Meilen - 13.12 km in 1:12:31 - Outdoor
Sonntag: Langer Lauf 24 Meilen - 42.195 km in 4:13:06 - Space Coast Marathon
Das war letzte Woche. Endlich habe ich gemacht, was ich mir schon vorletzte Woche vorgenommen hatte und die zweiten Laeufe am Tag weggelassen bzw. ersetzt. Das war schon besser so.
Am meisten Spass gemacht hat der Lauf am Montag Abend. Da bin ich mal so richtig schnell losgeflitzt ohne auf die Uhr zu schauen. Bezahlt habe ich dafuer dann am Dienstag, als die 24 km im Wickham Park einfach nicht enden wollten.
Dann stand auch schon wieder das Thanksgiving Wochenende vor der Tuer. Jon durfte am Mittwoch schon mittags nach Hause, also bin ich mit ihm mitgefahren und auf der Base gelaufen, ein Stuendchen ganz locker und gemuetlich.
Vom 10er am Donnerstag Morgen habe ich ja schon erzaehlt. Der war schon mal klasse.
Freitag und Samstag standen dann nur noch Regenerationslaeufe auf dem Plan, die ich aber doch ein bisschen zu schnell gelaufen bin bzw. mit zu hohem Puls.
Die Quittung kam dann am Sonntag beim Space Coast Marathon.
Immerhin hat der keine Nachwirkungen gezeigt. Kein Muskelkater, keine Schmerzen, alles in Butter! Mag auch an dem Eisbad gelegen haben und am Schwimmen am Montag Morgen, aber hauptsaechlich eben daran, dass ich mich eben nicht kaputt gemacht habe. Ich sag's mal so: Besser kein oder nur ein suboptimaler Trainingseffekt als ein negativer. Ausserdem habe ich mir gestern neue Schuhe gekauft, die Asics 2130. Damit gehe ich "back to the roots", denn meine ersten richtigen Laufschuhe waren deren Vorgaenger 2110, in denen ich auch meinen ersten Marathon gelaufen bin. Bei meinen ganzen Verletzung ist nun mal Schluss mit dem Experimentieren und ich bin auch restlos zufrieden. Bei meinem einstuendigen Regenerationslauf gestern Abend ging es mir so richtig gut. Wie auf Wolken mit den neuen Schuhen, keine Probleme mit Huefte, Knie oder Knoechel. Das sind einfach die richtigen Laufschuhe fuer mich!
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Kerstin
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03:23
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25 November 2008
Kaum gelaufen
Montag Morgen: Regenerationslauf 6 Meilen - 9.69 km in 53:17 - Outdoor
Montag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - 6.66 km in 36:21 - Indoor mit Krafttraining
Dienstag: Dauerlauf 9 Meilen - 14.61 km in 1:11:22 - Outdoor
Mittwoch: VO2max 9 Meilen mit 6x600m @ 5km Renntempo
Donnerstag Morgen: Regenerationslauf 6 Meilen - 660 m in 3:43 - Outdoor
Donnerstag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - Krafttraining
Freitag Morgen: Mittellanger Lauf 11 Meilen - Nichts
Freitag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - Ausritt
Samstag: Regenerationslauf 8 Meilen - Ausritt
Sonntag: Mittellanger Lauf 16 Meilen - 16.22 km in 1:26:47
Wie schon erwaehnt hat das Intervalltraining meinem rechten Knie gar nicht gut getan. Ich musste es eine Zeitlang schonen, denn der Schmerz war einfach zu gross. Zum Glueck ist mir das in meiner Regenerationswoche passiert und dann noch genau vor einem langen Camping-Wochenende mit den Pferden im Norden Floridas. Da sind wir so viel geritten, dass mir das Laufen kaum gefehlt hat. Sonntag war ich dann wieder unterwegs, statt 16 Meilen sind es 16 herrliche Kilometer geworden, in einem moderaten Tempo. Ganz frueh am Morgen bin ich bei kaltem, klaren Wetter, keinem Woelkchen am Himmel und einer gerade aufgehenden Sonne durch das laendliche "andere" Florida gelaufen. Ohne Palmen, aber dafuer mit sich verfaerbenden Blaettern an den Baeumen. Ich kam mir vor wie zu Hause. Wunderschoen war's! Danach ein leckeres Pfannekuchen Fruehstueck und - nur keine Zeit verlieren - schon wieder das Pferd gesattelt und einen flotten Ausritt ueber Sandwege am Suwannee River entlang.
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Kerstin
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20 November 2008
Killer-Workout? Aber ja doch!
So lange ist das schon her seit ich das letzte Mal auf der Bahn war, dass ich ganz vergessen hatte, wie fies und gemein Intervalltraining ist und wie froh ich immer war, wenn ich es endlich geschafft hatte.
Da waren die 6x600m gestern keine Ausnahme, bzw. reihten sich sozusagen nahtlos in diese "Serie" ein. Kaelte und Wind machten die Sache auch nicht gerade einfacher und so fielen alle Intervalle doch langsamer aus als ich es mir gewuenscht haette.
2:28, 2:30, 2:32, 2:24, 2:36 und 2:26 lautete das Ergebnis. 2:23 hatte ich mir eigentlich vorgenommen.
Ausserdem hat mir dieses Training heute auch noch einen unfreiwilligen Ruhetag beschert, denn nun ist es zur Abwechslung mal mein rechtes Knie, das Mucken macht. Keine 5 Minuten hat mein Lauf heute Morgen gedauert, bevor ich vor Schmerzen abbrechen musste. langsam wird das langweilig!
Aber dafuer habe ich heute auf Wunsch meiner treuen Leser doch mal ein Video von vorne bzw. von der Seite zu bieten, auch wenn darin nicht gelaufen wird. Das Knie tut naemlich nur in der Bewegung weh. Solange es nicht zu sehr gebogen wird, kann ich damit rumspringen soviel ich will.
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Kerstin
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14:13
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27 Oktober 2008
Recovery Week
12 Wochen bis zum Marathon, der erste Trainingszyklus ist abgeschlossen und endete mit einer "Erholungswoche", also weniger Strecke als in den vorhergegangenen Wochen.
Der Urlaub ist vorbei und ich bin die mittellangen Laeufe wieder schneller gelaufen, zweimal war ich auf dem Band und ansonsten haben mich kuehlere Temperaturen auch wieder mehr nach draussen getrieben.
Ueberschattet wurde die Woche leider von neuen Hueftschmerzen, wieder links aber zur Abwechslung diesmal eher aussen in der Huefte. Das diese Schmerzen Donnerstag im Laufe des Tages zum ersten Mal aufgetreten sind nehme ich an, dass ich doch haette dehnen sollen nach dem Lauf. Das ist ja immer der Teil, den man bei Zeitmangel als erstes weg laesst.
Zu Beginn jedes Laufes oder eigentlich auch jedes Mal, wenn ich aufstehe und anfange zu gehen tut es besonders weh, wenn ich mich eingelaufen habe wird es immer besser und nach einer Weile merke ich es gar nicht mehr. Beim Halbmarathon am Sonntag waren Hueftschmerzen nach gruendlichem Aufwaermen kein Thema. Das gilt also nicht als Entschuldigung. Wobei ich schon zugeben muss, dass es durch die Rennerei nicht gerade besser geworden ist...
Als Massnahme gibt es jetzt Yoga-Uebungen vor jedem Lauf, ich achte vermehrt auf sorgfaeltiges Auf- und Abwaermen und jeden Tag wieder die Dehnuebungen, die mir damals der Physioterapeut verschrieben hat. Ich merke schon, wie es hilft. Wenn ich dann auch wieder weniger Kilos mit mir rumschleppen muss, werden sich meine Gelenke sicher auf bedanken. Naechstes Wochenende werde ich ausserdem mal kein Rennen laufen, sondern es langsamer angehen lassen. Das sollte wohl auch helfen.
Das war die letzte Woche in Zahlen.
12 Wochen bis zum Arizona Rock'n'Roll Marathon
Montag: Dauerlauf 10 Meilen mit 10x100m Steigerungen - 16.25 km in 1:17:44 - Indoor
Dienstag: Mittellanger Lauf 13 Meilen - 20.92 km in 1:40:07 - Indoor
Mittwoch: Regenerationslauf 6 Meilen - 9.66 km in 53:19 - Outdoor
Donnerstag: Mittellanger Lauf 11 Meilen - 17.7 km in 1:25:33 - Outdoor
Freitag Morgen: Regenerationslauf 6 Meilen - 6.44 km in 34:39 - Outdoor
Freitag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - 9.66 km in 51:37 - Outdoor
Samstag: Regenerationslauf 6 Meilen - 8.05 km in 43:26 - Outdoor
Sonntag: Daytona Beach Halbmarathon - 2.4 km in 13:07 + 21.08 km in 1:37:42 + 2.4 km in 13:16 - Race
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Kerstin
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08:37
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03 September 2008
Kerstin allein zu Haus
Das Militär ist im Prinzip ein guter und sicherer Arbeitgeber mit Krankenversicherung, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, genug Urlaubstagen im Jahr, die angesammelt werden können. Alle jobbedingten Umzüge werden komplett bezahlt, es gibt eine gute Rente und man kann steuerfrei einkaufen und Einrichtungen wie Bibliothek und Fitness Center kostenlos nutzen.
Doch alle diese Annehmlichkeiten, die gerade in Amerika alles andere als selbstverständlich sind, müssen bezahlt werden. Mit Zeit von der Familie entfernt, gerade wenn es eigentlich am nötigsten wäre zu Hause zu sein.
Um seine Arbeit auch im Falle einer Evakuierung der Base während eines Hurricanes durchführen zu können ist Jon heute Morgen ins Inland abgereist und nun sitze ich hier und warte auf Hanna.
Da ich aber um halb sechs, als er von einem Kollegen abgeholt wurde, sowieso schon mal wach war, konnte ich auch gleich aufstehen, frühstücken - Margitta hatte ganz recht, es läuft einfach besser "mit" - und den mittellangen Lauf in Angriff nehmen.
Mit dynamischen Dehnübungen und fünf Minuten Gehen wärme ich mich auf und laufe um halb sieben los. Was heute mein mittellanger Lauf ist war noch vor ein paar Wochen mein Langer: 12 Meilen oder 19 km stehen auf dem Programm. Heute Abend muss ich Hurricane-Vorbereitungen im Stall treffen, also doch am besten früh morgens laufen.
Ich habe die Strecke so gewählt, dass ich eine große Runde laufe mit vielen Trinkmöglichkeiten und öffentlichen Toiletten unterwegs. Dann brauche ich wenigstens keine Wasserflasche mitzuschleppen.
Mein IPod hat ja schon vor einiger Zeit den Geist aufgegeben, deswegen habe ich meinen alten MP3-Player ausgegraben. Ich dachte schon, der funktioniert auch nicht mehr, aber es fehlt nur das Kabel um ihn mit dem Computer zu verbinden. Muss ich eben die alten Lieder wieder hören. Die erinnern mich an Kalifornien und ich werde immer ganz sehnsüchtig, aber mit Musik läuft es sich doch besser. Jedenfalls habe ich eine wasserdichte Hülle, sogar das Kabel für den Kopfhörer muss man außen einstecken. Da hoffe ich einfach mal, dass das Ding jetzt doch länger hält.
Damit ich es nicht die ganze Zeit in der Hand halten muss trage ich heute mein superluftiges ärmelloses Radlershirt mit Taschen auf dem Rücken. Passt perfekt und ein Gel und Schlüssel kann ich auch noch mitnehmen.
Ich laufe in den Sonnenaufgang, halte oft zum Trinken an, denn es ist warm und schwül aber zum Glück auch windig. Der Wind kühlt mich ein bisschen, aber trotzdem bin ich schon nach wenigen Minuten tropfnass. Nach ein paar Meilen steht mir das Wasser in den Schuhen, aber die Strecke ist schön, teilweise am Indian River entlang und dort sehe ich noch eine andere Läuferin. Es dauert recht lange bis ich sie überholt habe und ich wundere mich, wie flott sie unterwegs ist.
Der Rückweg nach Hause wird mühsam. Ich habe den Forerunner so eingestellt, dass ich nur meinen Puls sehen kann und wie weit ich es noch habe. Mit Zeiten will ich mich mal gar nicht verrückt machen.
Noch zweimal halte ich an Tankstellen an zum Trinken und bin froh, als ich endlich wieder zu Hause bin. Meine Güte, das war ganz schön anstrengend, obwohl ich ziemlich langsam unterwegs war. Das schwüle Wetter macht es eben nicht einfacher.
Dann mein Regenerationsprogramm: Trinken, 15 Minuten Gehen, Gartendusche, statische Dehnübungen.
Die Waage zeigt trotz des vielen Trinkens zwei Kilo weniger an als direkt nach dem Aufstehen. Da sieht man mal, wieviel ich geschwitzt habe!
Mit dem Auto hole ich aus dem nächsten Laden zwei große Säcke Eis, lasse kaltes Wasser in die Badewanne, koche mir einen heißen Kaffee und "genieße" - obenrum warm angezogen und mit einem Apfel, Jogurt und Vollkornkeksen bewaffnet - ein zehnminütiges Eisbad. Ich kann nicht sagen, dass das Spaß macht, aber es hilft unheimlich, die müden Beine zu erfrischen.
Den Rest des Tages verbringe ich bis auf eine kleine Radtour zu Starbucks ganz faul zu Hause. Den Yogakurs schenke ich mir heute mal, denn gleich muss ich noch Sand schüppen, damit mein Brownie es auch bei intensiven Regenfällen einigermaßen trocken hat. Die Hurricane Nacht morgen werde ich auch nicht alleine verbringen, sondern bei meiner Freundin wo auch mein Pferd untergebracht ist, schlafen. Das wäre mir sonst doch ein bisschen zu unheimlich.
Jetzt hoffe ich nur, dass Hanna sich wie vorhergesagt von der "Space Coast" fernhält und keinen Baum auf unser Dach schmeißt. Ich bin ja mal gespannt und freue mich jetzt schon wenn Jon endlich wieder kommt!
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Kerstin
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22 August 2008
Charleston Peak
Der achthoechste Berg Nevadas ist 3600m hoch und nur 50 km von Las Vegas entfernt und da ich nach einer Woche dann doch langsam genug von der kuenstlichen Glitzerwelt der Kasinos und Shopping Centers hatte, habe ich ein Auto gemietet und bin in die Spring Mountains gefahren.
Die Wanderung in ungewohnten Hoehen war schon anstrengend, denn immerhin waren ueber 1500 Meter Hoehenunterschied zu ueberwinden, um den Gipfel zu erklimmen. Da haben meine Beine doch teilweise nach Sauerstoff geschrien.
Jeder Schritt hat sich mehr als gelohnt. Die Berglandschaft ist wunderschoen und hat mich doch sehr an die Sierra Nevada erinnert. Kiefernwaelder, Bergwiesen, Felsen, Schluchten, Wildblumen: Eine herrliche Natur, angenehme Temperaturen und trockene klare Luft entschaedigten mich fuer alle Strapazen.
Vom Gipfel aus hatte ich einen weiten Rundblick bis nach Kalifornien zum Death Valley, Las Vegas tief unten im Tal, und Arizona auf der anderen Seite des Lake Mead und Colorado River.
Atemberaubend!
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Kerstin
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11 August 2008
Yoga Class Session
- A Routine of 20 Yoga postures
Meine Yoga-Stunde im Fitness Center habe ich heute mal durch ein Video, das ich im Internet gefunden habe, zu Hause ersetzt. Die Posen sind sehr schoen erklaert, besser als alles was ich in dem Kurs gelernt habe, und wohl besonders fuer Anfaenger geeignet. Mir hat das Video gut gefallen und wenn ich mal wieder keine Lust habe, extra nach Cocoa zu fahren, werde ich das sicher wieder so machen. Herrlich entspannend!
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Kerstin
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Labels: Cross Training, Internet, Video
06 August 2008
Laufen macht Spaß!
Endlich scheint die harte Arbeit, die ich in den letzten Wochen in meine Regeneration gesteckt habe, mehr und mehr anzuschlagen.
Von Woche zu Woche wird mein Laufen ein bisschen besser und gestern Abend hatte ich einen besonders netten Lauf. Für diese Woche habe ich mir als Ziel gesetzt, 6 Meilen unter 50 Minuten zu laufen. Das war vor dem Marathon ja gar kein Thema - ich bin da selten unter 8 Meilen gelaufen - aber in letzter Zeit lag ich immer gut über 50 Minuten:
03 Jul 08 6.34 Miles 58:08
16 Jul 08 6.00 Miles 50:06 (Intervalle)
21 Jul 08 6.05 Miles 52:24
22 Jul 08 6.27 Miles 53:39
23 Jul 08 6.00 Miles 48:42 (Tempolauf)
24 Jul 08 6.00 Miles 51:36
29 Jul 08 6.10 Miles 50:26
31 Jul 08 6.05 Miles 51:07
01 Aug 08 6.27 Miles 53:24
Das war an sich ja nicht weiter tragisch, aber nun wird es - Hitze und Schwüle hin oder her - doch langsam Zeit, wieder "richtig" zu laufen.
Wie es wohl nur in einem Läuferhaushalt möglich ist haben wir das Abendessen gestern aufgeteilt in vor und nach dem Laufen: Gegen halb sechs, als Jon von der Arbeit und ich vom Bauchmuskeltraining kam, gab es leckeres Foccacia-Brot mit gegrilltem Gemüse und einer Scheibe Käse, als Nachtisch eine Banane. Eine ganz leicht verdauliche Mahlzeit also, damit wir später noch gut laufen konnten.
Mit Blogs und Videos von Profiläufern habe ich mich in Stimmung gebracht und motiviert für meinen abendlichen 6-Meilen-Lauf.
Um acht Uhr verließ ich das Haus. Jon wollte noch später am Abend sein Rennrad-Lauf-Koppeltraining erledigen, sodass ich nicht mal einen Schlüssel mitnehmen musste.
Ich glaube ja, er hat extra so lange gewartet bis ich wieder da war, damit er den Forerunner ausleihen konnte...
Jedenfalls fühlte ich schon beim Aufwärmen, dass meine Beine besonders gut in Form waren. Sie brannten förmlich darauf, loszulaufen. Es waren zwar immer noch 29 Grad draußen, aber natürlich brannte die Sonne mir nicht mehr auf den Kopf, sondern machte sich daran, hinter dem Horizont zu verschwinden.
Ich lief also los und es war die reinste Freude. Ich war flott unterwegs, aber nicht zu schnell und fühlte mich einfach herrlich. Wo ich mich in letzter Zeit gequält hatte, ein gewisses Tempo zu halten, lief es an diesem Abend praktisch wie von alleine. So toll!
Es wurde langsam dunkel, als ich meine Runde durch den Ort drehte und dank des Forerunners endlich mal wieder eine neue Strecke ausprobieren konnte.
Wegen der Hitze laufe ich jetzt im Sommer viel auf dem Band, deswegen genoss ich es diesmal wieder ganz besonders, beim Laufen voran zu kommen.
Nach einer Weile wurde es doch wieder anstrengend, aber lange nicht so schlimm wie noch vor ein paar Wochen. Der etwas frischere Wind sorgte für ein bisschen Abkühlung und ich brauchte diesmal nicht zum Trinken anzuhalten.
48 Minuten und 27 Sekunden später hatte ich die 6 Meilen geschafft. Ziel erreicht und dabei auch noch Spaß gehabt. Wunderbar! Damit bin ich einen Schnitt von genau 5min/km gelaufen. Das bedeutet natürlich noch lange keine Hochform, aber es ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.
Abkühlen, Gartendusche und ein in der Mikrowelle aufgewärmtes Fertig-Quesadilla beendeten das erfolgreiche Abendprogramm. Während Jon sich auf sein Rennrad schwang und später noch eine Runde lief war ich schon im Bett und eingeschlafen.
Heute Abend geht es endlich mal wieder auf die Bahn: 4x1600m in 7:13 stehen auf dem Programm. Ich bin ja mal gespannt, wie ich das hinkriege! Beim letzten Mal konnte ich den letzten 1600er nicht zu Ende bringen, aber ich hoffe doch dass ich mittlerweile wieder in besserer Verfassung bin!
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Kerstin
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31 Juli 2008
Rockledge Park Exercise Trail
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Kerstin
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Space Coast Ice Plex
Auf meiner 8-Meilen-Laufrunde "Run the Rock" komme ich regelmaessig an der Eishalle vorbei. Nur 5 km von unserem Haus entfernt kann man dem Sommer, der Hitze und Schwuele entfliehen und Wintersport treiben.
Ich weiss, eine unglaubliche Energieverschwendung, so eine Eishalle in Florida und normalerweise unterestuetze ich das auch nicht unbedingt. Aber ausprobieren muss man alles mal und so war ich heute schlittschuhlaufen.
Schoen war's, Spass hat's gemacht und dank der weddinghofener Eishalle, in der wir als Kinder und Jugendliche oft eislaufen waren, konnte ich mich auch nach ein paar Minuten Einlaufen immer noch gut und sicher auf dem Eis halten. Wie Radfahren verlernt man das wohl nie!
Einziger Wermutstropfen waren die unglaublich unbequemen schlecht gepolsterten Leihschlittschuhe, die meine Knoechel Hoellenquallen erleiden liessen. Aber wirklich konnte das die Freude des Gleitens nicht trueben.
Drei Tage sind noch uebrig von dieser Woche und mir fallen auch noch drei dazu passende Aktivitaeten ein: Wandern, Kajak- und Rennradfahren. Mal schauen, ob ich das auch noch hinbekomme.
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Kerstin
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30 Juli 2008
Mein neues Spielzeug
"The Latest and the Greatest" waere auch noch ein passender Titel gewesen.
Der Forerunner 305 hat ja leider auf der Hontoon Radtour endgueltig den Geist aufgegeben und sich auch nicht wieder erholt.
Der geneigte Leser ahnt nun wahrscheinlich schon, von welchem Wunder der Technik dieser Beitrag handeln soll. Kleiner Tipp: Er sieht einer normalen Armbanduhr schon wieder aehnlicher das der eckige 305er, er uebertraegt die Daten direkt drahtlos auf meinen Computer und er ist der neueste Traum jedes zahlenverliebten Laeufers.
Richtig, ich rede von meinen neuen Garmin Forerunner 405, den ich heute endlich, endlich kaufen durfte.
Eigentlich hatte Jon mir dieses wunderbare neue Geraet ja erst zum Beginn des Marathontrainings versprochen, doch seit wir es Samstag steuerfrei im Geschaeft gesehen haben wollte ich es am liebsten gleich mitnehmen. Wir wollten uns aber dann doch lieber noch mal im Internet umschauen, ob es den 405 irgendwo noch guenstiger gibt. Gibt es - zumindest mit Pulsmesser - aber nicht und so war es heute Morgen soweit.
Drei Stunden musste ich das Ding aufladen bevor ich es endlich benutzen durfte. Die Zeit bis dahin verbrachte ich recht ungeduldig mit Einkaufen, bei Starbucks und schliesslich in der Kletterhalle, wo ich auch schon ewig nicht mehr war. Das habe ich natuerlich direkt in den Armen gemerkt. Wann braucht man schon jemals seine Unterarmmuskeln? Meine waren/sind jedenfalls total unterentwickelt und schon nach kurzer Zeit hatte ich keine Kraft mehr mich die Wand hochzuziehen.
Immerhin, inzwischen war auch der Forerunner aufgeladen und ich konnte ihn im Wickham Park erstmal ausprobieren. Dort gibt es einen "Exercise Trail", den ich entlang spazierte. Aber zunaechst mal musste ich die richtigen Einstellungen vornehmen. Ganz schoen gewoehnungsbeduerftig der Touch-Ring drumherum. Bis ich das einigermassen raus hatte musste ich doch etwas ueben, aber schliesslich hatte ich wenigstens die wichtigsten Daten eingestellt.
Ich glaube schon, dass es mit der Zeit einfacher wird, aber es gibt eben nur noch 2 Knoepfchen zu druecken, die anderen Funktionen stellt man ueber einen Ring um die Uhr ein. Jedenfalls spricht er nun sogar deutsch, nachdem ich ihn doch noch ueberzeugen konnte, dass ich kein polnisch wollte.
Nach meinen Spaziergang hatte ich genug Daten gesammelt, um das Ganze auf den Computer zu uebertragen. Das funktionierte auch ziemlich auf Anhieb, da ich die Software ja schon vom 305er hatte. Sehr schoen!
Am Abend wurde es dann ernst. Ich wollte den ersten Lauftest mit dem neuen Spielzeug vornehmen. Passenderweise hatte ich auch gleich einen Tempolauf auf dem Plan stehen. Ich stellte mir am Computer den Workout zusammen: 5 Minuten gehen, 5 Minuten joggen, 1 Meile einlaufen, 5 Meilen Tempo (alles unter 5min/km sollte heute mal schnell genug sein), 1 Meile auslaufen, 5 Minuten joggen, 5 Minuten gehen.
Ich hatte mir das so schoen ausgedacht und wollte wieder in der Nachbarschaft laufen, um zwischendurch trinken und wenn noetig ins Haus gehen zu koennen.
Nach den ersten 10 Minuten fiel mir ein, dass ich doch gerne ein Kaugummi haette - damit laufe ich irgendwie besser - drueckte die Stopptaste und ging ins Haus zurueck.
Als ich weiterlaufen wollte hatte ich die drahtlose Datenuebertragung vergessen.
Alle bis dahin gesammelten Daten waren bereits an den Computer geschickt worden und ich haette noch mal ganz von vorne anfangen muessen. Na toll! Das wollte ich natuerlich auch nicht.
Also lief ich erstmal meine langsame Meile und stellte mir dann als neuen Workout die 5 Meilen (8 km) Tempo ein. Das klappte auch erstmal ganz gut, bis ich nach 1,74 Meilen doch leider noch mal ins Haus musste. Wieder hatte ich die Datenuebertragung vergessen und als ich weiterlaufen wollte waren wiederum alle Daten weg und ich musste von vorne anfangen. Das darf ja wohl nicht wahr sein!
Dieses Geraet verlangt wohl doch eine etwas laengere Lernzeit, bis man (ich) es endlich beherrscht.
Mein Lernerfolg heute: Zieh den USB Stick vor dem Laufen aus dem Computer oder komme dem Computer nicht zu nah!
Die gute Nachricht bezueglich des Tempolaufs will ich aber auch nicht verschweigen: Ich habe zwar noch nicht ganz mein altes Marathontempo geschafft, bin aber dafuer mit einem 4:48er Schnitt deutlich unter 5min/km geblieben. Damit kann ich doch schon mal wieder arbeiten! Ich werde langsam wieder etwas flotter und mit Hilfe modernster Technik bin ich sicher bald wieder da wo ich mit dem Boston Marathon aufgehoert habe. Jetzt hoffen wir mal ganz stark, dass Jon fuer das 10km-Team beim Air Force Marathon ausgewaehlt wird und wir im September nach Ohio reisen koennen. Da wuerde ich schon gerne bei trockenem Wetter einen schnellen Halbmarathon laufen bevor es mit dem Marathontraining losgeht.
Und da diese Woche bei mir jeden Tag eine andere Ausgleichssportart dran ist duerft ihr raten, welche fuer Florida doch recht ungewoehnlich scheinende Aktivitaet ich morgen ausprobieren will.
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Kerstin
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28 Juli 2008
Nach dem Gewitter
Diese Woche wollte ich mal wieder was anderes ausprobieren und meinen "Stundenplan" ein bisschen umstellen.
Der Mitternachtslauf am Samstag hat ja doch relativ gut geklappt und es auch sehr nett, endlich mal wieder mit Jon zu laufen.
Also bin ich statt morgens frueh zu laufen als allererstes zum Stall gefahren und geritten. Es wurde zwar auch schon heiss, als ich gegen acht aufs Pferd gestiegen bin, aber wenigstens brauchte ich da nicht selber zu laufen, sondern konnte mich tragen lassen und hatte sogar einen Teil der Strecke im schattigen Urwald. Die Sandwege dort sind leider zum Laufen total ungeeignet und scheiden als zu tief aus.
Um halb zehn war Yoga und ich habe es tatsaechlich geschafft, noch rechtzeitig zum Fitness Center zu kommen. Das liegt auf halbem Weg zwischen Reitanlage und zu Hause, also ist es immer sehr praktisch, wenn man beides auf einem Weg erledigen kann.
Nach einer Stunde Dehnen und Kraeftigen konnte ich mich eine Etage tiefer direkt in meinen Bikini schmeissen und ins Freibad springen. Auch wenn die Triathlonsaison fuer mich vorbei ist moechte ich doch auf jeden Fall weiterhin mindestens einmal in der Woche schwimmen gehen. Am liebsten wie auch schon waehrend des Marathontrainings am Montag nach dem langen Lauf am Wochenende. Die 1300m, aufgeteilt in 200m Einschwimmen, 3x300m schnell und 200m Entspannen waren heute genau richtig, nicht zu anstrengend und natuerlich bin ich alles im Bruststil geschwommen. Lustig fand ich es, wie der Pool gesprinkelt wird, um die Wassertemperatur bei 27 Grad einigermassen kuehl zu halten. Bei strahlendem Sonnenschein im "Regen" zu schwimmen hat schon was.
Puenktlich zum Mittagessen war ich wieder zu Hause und konnte mich auch fast direkt schon wieder auf den Weg machen. Ich hatte einen Arzttermin mit Blutabnehmen auf der Base und musste Jons Rennrad zum kostenlosen Check-Up einen Monat nach dem Kauf - eigentlich sind es schon zwei, aber wer will da kleinlich sein? - bringen.
Noch ein bisschen einkaufen fuers Abendessen und ab nach Hause. Der Himmel hatte sich auch schon die ganze Zeit verdunkelt und auf dem Heimweg musste ich dann doch Licht und Scheibenwischer einschalten, denn nun ging der allnachmittaegliche Regen mit Blitz und Donner aufs Land nieder.
Das Gute am Gewitter jeden Tag ist natuerlich, dass sich die Luft abkuehlt und relativ frisch ist. Jedenfalls frischer als den ganzen Tag ueber. Hatte das Thermometer um 14:30 noch 35.1°C angezeigt waren es um 17:40 nur noch 25.7°C.
Die besten Voraussetzungen also zum Laufen.
Ausserdem kam, gerade als ich meine Schuhe aus der Garage holte, Jon nach Hause. Er wollte nur zwei Meilen laufen, also machte ich mich erstmal alleine auf den Weg, denn ich hatte 7 auf dem Plan.
Da ich nicht wusste ob es nochmal gewittern wuerde - jedes Jahr hat Florida Blitztote zu beklagen, mit Gewittern ist hier nicht zu spassen - hatte ich eine 3.2 km lange Route in der Nachbarschaft ausgemessen, die ich dreimal laufen wollte.
Dazu noch eine kuerzere Runde von 2 km und meine Strecke war komplett.
Meine Beine fuehlten sich gut an, das merkte ich gleich. Die 45-Meilen-Radtour von gestern hatte keine Folgen hinterlassen bzw. alle moeglichen Folgen waren durch Yoga und Schwimmen getilgt. Wunderbar!
Und das Beste: Ich wurde immer schneller je laenger ich unterwegs war.
Die erste Runde lief ich in 16:17, die zweite in 16:04 und die dritte Kurzrunde in 9:59.
Inzwischen hatte sich Jon umgezogen und warmgelaufen, ich traf ihn vor unserem Haus und zusammen liefen wir die letzten 2 Meilen. Eigentlich war ich nun schon ein bisschen muede, aber nicht so dass ich es mir zu sehr haette anmerken lassen wollen. Ich konnte tatsaechlichen sein Tempo einigermassen mithalten und so kamen wir nach flotten 15:34 wieder an unserem Briefkasten an.
Wenn man nun bedenkt, dass ich noch vor ein paar Wochen Schwierigkeiten hatte, ueberhaupt sieben Meilen zu laufen, kann man diesen Lauf als vollen Erfolg werten. Ich bin einen 5:01er Schnitt gelaufen und war noch nicht mal voellig kaputt am Ende. Dabei habe ich nur ein einziges Mal zum Trinken angehalten und bin sonst komplett durchgelaufen.
Ausserdem habe ich mein Ziel, sieben Meilen in unter einer Stunde zu schaffen, erreicht und mich die ganze Zeit gut dabei gefuehlt.
Ich glaube, ich bin doch ein "High Mileage Runner". Je mehr Strecke ich in der Woche mache desto leichter faellt mir das Laufen und desto schneller werde ich, auch wenn das erstmal unlogisch klingt. Aber eins freut mich besonders: Ich habe wieder Spass am Laufen! Es werden ganz sicher wieder Laeufe kommen, bei denen ich mich abquaelen muss, aber das heutige Training hat mir wieder neuen Auftrieb gegeben und mir gezeigt, dass ich es doch noch kann. Ich war zwar natuerlich schon mal schneller und konnte mich dabei sogar noch unterhalten, aber ich bin ganz zuversichtlich, dass das auch in Kuerze wiederkommt.
Die Tageszeit, also am spaeten Nachmittag bzw. fruehen Abend ist auch sehr angenehm und ich will versuchen, nun oefter um diese Zeit zu laufen. Dann kann ich naemlich auch wieder oefter mit Jon zusammen!
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Kerstin
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17:29
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19 Juli 2008
Nova Road Marathon
Schon wieder so ein irrefuehrender Titel!
Nein, ich bin keinen Marathon gelaufen. Dazu waere ich im Moment ja gar nicht in der Lage.
Ich rede von der 42 km langen Strasse durch Wildnis und Kuhweiden, jede der 26 unsagbar langen Meilen gross und gelb auf den Asphalt gepinselt, die man mit dem Fahrrad nehmen muss um nach St. Cloud zu kommen.
Sie ist so lang, dass man einen Marathon auf ihr veranstalten koennte und so einsam, dass ausser ein paar Kuehen und Rancharbeitern keiner zum Zuschauen und Anfeuern anwesend waere.
Leider muessten die Laeufer ausserdem unterwegs verdursten - was mir gestern fast passiert waere - denn auf den kompletten 42 km gibt es keinerlei Moeglichkeit, seine Wasserflasche aufzufuellen. Wenn man nicht gerade an wildfremde Wohnwagentueren oder einsamen Farmhaeusern mit grimmigen Bewohnern anklopfen moechte. Aber sooo schlimm war mein Durst dann auch wieder nicht als dass ich es mit Rottweilern, Pitbulls und Schrotflinten haette aufnehmen wollen. Ich sollte nur naechstes Mal dran denken, 2 oder mehr volle Wasserflaschen mit auf die Reise zu nehmen.
Was hatte ich nun auf dieser Strasse zu suchen?
Zuerst mal: Ich war auf dem Rad und nicht laufend unterwegs. Da bin ich zum Glueck auf der Marathondistanz doch ein wenig schneller als der gelaufene Weltrekord. Und ich bin natuerlich auch noch weiter gefahren als nur auf der unsaeglichen Nova Road, vor der ich mich durch frueher Erfahrung gepraegt schon vor Antritt der Fahrt gegruselt habe. Sie ist einfach zu lang, zu geradeaus, zu einsam und zu eintoenig. Bei Gegenwind kommt sie einem noch mal doppelt so lang vor.
Also, am Sonntag ist Triathlon und damit fuer mich so ziemlich das Ende meiner Rennradsaison. Ab Montag muss ich mich endlich wieder mehr aufs Laufen konzentrieren, um mich fuer den Halbmarathon in Ohio im September fit zu machen und dann endlich ins Marathontraining einzusteigen. Eine gute Gelegenheit gestern also fuer eine letzte Ueberlandfahrt, denn die Strecke ist einfach zu finden und mit 69 Meilen (111 km) gerade richtig fuer eine Tagestour. Ich bin auch extra Freitag schon gefahren, um mich Samstag fuer den Triathlon noch ein bisschen ausruhen zu koennen.
Um 12 Uhr mittags bin ich also losgefahren, nach 800m hat mein Tacho den Geist aufgegeben, aber davon habe ich mich dann auch nicht weiter beeindrucken lassen. Der erste Stop nach einer halben Stunde wie immer an der County (= Kreis) Grenze am St. Johns River. Als Weggefaehrten hatte ich wie immer meinen kleinen Waschbaeren aus Provincetown (Cape Cod) dabei, den ich von Jon zum Geburtstag bekommen hatte.
Vor der Nova Road haette ich noch mal meine Trinkflasche auffuellen und mir eine zweite Flasche Wasser besorgen sollen, denn es war auch ganz schoen warm (wenn auch bewoelkt), aber ich dachte ich komme schon hin.
Das war ein Fehler!
Die Strasse zog sich in die Laenge wie immer und ich brauchte alle meine Ablenkungsspielchen um durchzuhalten. Zum Glueck hatte ich mein iPod mit Laufpodcasts mit, die ich anhoeren konnte. Nach jeder Meile rechnete ich mir aus, wie lange ich bei einem bestimmten Schnitt a) bis zur naechsten Meile und b) bis zum Ende der Strasse brauchen wuerde.
Ab und zu verzweifelte ich, denn natuerlich hatte der Wind, der die ganze Woche lang fleissig aus Osten geweht hatte gedreht und kam nun aus Suedwesten, also genau daher wo ich hinwollte.
Aber immerhin: Wenn man diesen Marathon dann endlich geschafft hat kommt einem eine einfache Shell-Tankstelle am Ende der Strasse vor wie eine Oase in der Wueste.
Eine Flasche Wasser und eine Flasche Coke Zero waren schnell geleert und schon ging es mir wieder viel besser. Nach einer Kaffeepause mit zwei Donuts etwas spaeter fuehlte ich mich schon wieder ganz frisch und wohl und als ich wieder eine Stunde spaeter endlich ein Starbucks fand war die Welt wieder komplett in Ordnung und nicht mal der Platten, den ich mir 10 km vor Ende der Tour noch einhandelte konnte mich noch sonderlich aufregen.
Im Hotel angekommen sprang ich als erstes in den Pool, auch wenn es mittlerweile regnerisch und frisch war, und legte mich dann fernsehend ins Bett um auf Jon zu warten, der mit dem Truck, zwei weiteren Fahrraedern und unserer kompletten Triathlon-Wochenendausruestung gegen acht Uhr abends endlich auch angereist kam.
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Kerstin
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10 Juli 2008
Mein Triathlon-Training
... neigt sich dem Ende zu.
Nur noch 10 Tage bis zum Sprint-Triathlon in Clermont und damit geht auch die Zeit mit der YMCA-Triathlon-Gruppe zu Ende.
Das bedeutet auch nur noch zweimal Schwimmen morgens um sechs und danach kann ich die fruehe Zeit und Morgen"kuehle" wieder zum Laufen nutzen. Ich muss ja sagen, dass ich mich in den letzten 10 Wochen schon um einiges verbessert habe im Kraulen, aber schnell ist was anderes.
Auch wenn ich nicht superschnell brustschwimmen kann, ich bin immer noch wesentlich schneller als beim Kraulen, und das mit weniger Anstrengung.
Beispiel gefaellig?
23. 6.
400m Brust: 9:45
400m Kraul: 11:48
26. 6.
100m Kraul: 2:34; 2:31; 2:35; 2:46; 2:44
100m Brust: 2:24; 2:23; 2:18
Dann der Road Trip und damit eine Woche Schwimmpause, bis ich Dienstag wieder "ran" musste.
8. 7.
300m Brust: 7:09; 6:56
50m Kraul: 1:22; 1:14; 1:08
50m Brust: 1:09; 1:06; 1:03
10. 7.
100m Brust: 2:18; 2:21; 2:21
100m Kraul: 2:54; 2:47; 2:49
50m Brust: 1:07; 1:06; 1:08
50m Kraul: 1:22; 1:23; 1:18
Diese Zeiten sind fuer mich ein absolut vernuenftiger Grund, im Rennen auf jegliche Kraulversuche zu verzichten.
Auch beim Radfahren habe ich mich waehrend des Trainings verbessert, was ich vor allem auf die langen, mehrtaegigen Touren zurueckfuehre.
Nur als Beispiel hier die erste Fahrt nach dem Boston Marathon, die erste Fahrt nach der viertaegigen Tampa-Tour, die erste Fahrt nach der dreitaegigen Hontoon-Island-Tour und die erste Fahrt nach der Kalifornien-Tour
25 Apr 08; 9.62 Miles; 40:08; 14.38 Mph
27 May 08; 14.18 Miles; 53:23; 15.94 Mph
24 Jun 08; 20.61 Miles; 1:12:18; 17.10 Mph
9 Jul 08; 12.06 Miles; 45:59; 15.74 Mph
Dazu muss ich sagen, dass ich gestern die letzten 5 Minuten absichtlich ganz langsam gefahren bin, denn schliesslich stand ja direkt im Anschluss noch der Lauf an.
Allein vom Gefuehl her ist das Radfahren leichter und nicht mehr so anstrengend wie zu Beginn des Trainings. Ich bin mal gespannt, was ich da im Rennen fuer einen Schnitt rausholen kann! Clermont besitzt so ziemlich die einzigen Huegel von ganz Florida, aber nach dem Bergtraining in Kalifornien und Tennessee brauche ich mir da wirklich keine Sorgen zu machen.
Uebers Laufen brauchen wir im Moment gar nicht zu sprechen. Ich bin zum Heulen langsam und es ist ziemlich anstrengend. Vor dem Road Trip musste ich mehrere Laeufe, die eigentlich 11 km (7 Meilen) werden sollten, abbrechen, weil ich nicht mehr konnte. Nicht aus Schmerzen von meiner Verletzung, die laesst mich naemlich relativ in Ruhe, sondern weil ich zu kaputt war. Das finde ich besonders traurig, weil im Marathontraining meine einfache Standardrunde 13,5 km lang war, die ich in etwas ueber einer Stunde geschafft habe ohne weiter darueber nachzudenken. So seltsam es klingt, aber bei diesem Triathlon wird wohl das Laufen limitierender Faktor sein. Andererseits sollte ich froh sein, dass meine Kondition so im Keller ist und es als Schutz vor Ueberlastung meiner Verletzung sehen. Frustrierend ist es aber trotzdem!
Geuebt haben wir heute mit der Gruppe noch den Wechsel vom Schwimmen zum Radfahren und anschliessend zum Laufen. Dabei sind wir nur einmal um den Parkplatz gefahren und auch nur ein paar Meter gelaufen, um das Ganze zweimal durchspielen zu koennen. Und siehe da, alle hatten beim zweiten Mal bessere Zeiten. Es lohnt sich also doch, sich ein bisschen mehr auf den Wechsel zu konzentrieren als ich es bisher getan habe.
Insgesamt muss ich sagen, dass ich mir von der Gruppe mehr erhofft hatte. Die meisten Versprechungen, die am Anfang gemacht wurden, sind nicht eingehalten worden. Ernaehrungsseminar? Laufschuhanalyse? Anpassen des Fahrrads? Gruppentreffen alle zwei Wochen? Fehlanzeige.
Die Gruppenfahrten und -laeufe am Wochenende konnte ich selten mitmachen, weil wir staendig unterwegs waren und selbst zum Schwimmtraining dienstags und donnerstags in aller Herrgottsfruehe ist der Trainer oft nicht erschienen, ohne vorher (oder nachher) abzusagen. Da sind wir alle schon recht enttaeuscht. Aber auch die Gruppe selber ist nicht besonders regelmaessig zum Training erschienen, mehr als 5 waren wir aeusserst selten, eher 2 oder 3 Leute. Gruppenlaeufe waehrend der Woche gab es nicht. Wenn der Trainer eine email aussendet und die Leute bittet, einen Gruppenlauf zu organisieren, dann kann das doch eigentlich gar nicht funktionieren.
Sehr schoen waren und sind aber meine Laeufe mit Brittany, die wir etwa einmal pro Woche zusammen durchfuehren. Wir haben schon beschlossen, dies auch nach Beendigung des Trainings beizubehalten.
Schon wieder so ein langer Eintrag. Sieht ganz so aus als haette ich im Moment einfach zu viel Zeit. Aber das wird sich sicher bald auch wieder aendern und so geniesse ich es besonders, mich ganz auf mein Training konzentrieren zu koennen.
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Kerstin
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09 Juli 2008
Ein Trainingstag in Florida
So sieht vielleicht in etwa auch der Tag eines Profi-Laeufers aus. Dessen Laeufe sind natuerlich wesentlich weiter und schneller, aber ansonsten koennte ich mir vorstellen, dass es so aehnlich ist wie bei mir heute. Alles darauf ausgelegt, besser zu laufen.
Als erstes hatte ich morgens endlich meinen ersten Termin beim Physioterapeuten. Eigentlich hatte ich den schon am Montag, aber durch die ganze Reiserei hatte ich den vollkommen vergessen. Egal, heute war ich jedenfalls zum ersten Mal da und wurde nach einer langen Aufwaermphase auf dem Ergometer richtig gut durchgedehnt. Alles lief darauf aus, meine schiefen und steifen Hueften schoen geschmeidig und gerade zu bekommen und tatsaechlich war die Therapeutin am Ende der Stunde sehr zufrieden mit mir. Eine Kraeftigungsuebung war auch dabei, bei der ich auf der linken Seite liegend das linke Bein 5 Sekunden lang anheben musste, das ganze 3x20 Mal und mit 2 Pfund Gewicht am Bein.
Ausserdem habe ich Hausaufgaben bekommen und muss die Dehnuebungen jetzt zweimal pro Tag durchturnen.
Ich war also so richtig schoen locker, genau richtig fuer ein nettes Laeufchen. Um halb zehn war ich mit Brittany verabredet. Wir liefen eine halbe Stunde auf dem Cocoa Beach Causeway, der die vorgelagerte Insel mit dem Festland verbindet. Dadurch dass wir auf beiden Seiten vom Wasser umgeben waren, war es zwar natuerlich heiss und schwuel, aber nicht zu schrecklich. Ausserdem hatte sich die Sonne hinter Wolken versteckt. Fuer Florida-Verhaeltnisse gut zu laufen.
Zu zweit laeuft es sich leichter, wir hatten uns viel zu erzaehlen und konnten sogar noch negative Splits rausholen. So soll es sein!
Vorher und nachher gehen wir immer je fuenf Minuten zum Warmwerden. Die Physiotherapie direkt vorher tat ihr uebriges, den Lauf angenehm und schmerzfrei zu gestalten.
Zum Abkuehlen haette ein Profi nun wohl ein Eisbad genommen, aber ich hatte ja den Atlantik direkt vor der Nase. Das muss man ausnutzen, also bin ich statt in eine mit Eiswuerfeln gefuellte Badewanne lieber in den noch einigermassen kuehlen Ozean gesprungen. Wunderbar erfrischend, auch wenn ich schon nach ein paar Minuten am Strand wieder anfing zu schwitzen. Ein kleiner Post-Run-Snack (Muesliriegel und Grapefruit), nochmal ins Wasser und ich machte mich wieder auf den Weg nach Hause.
Unterwegs noch ein paar Lebensmittel fuers Abendessen einkaufen und tanken.
Nach dem Mittagessen (zwei Foccacia-Broetchen mit Calamares und eine rote Paprika) und dem Eintragen meines Laufes ins Trainingslog war ich so muede, dass ich mich erstmal ein Stuendchen hingelegt habe und tatsaechlich tief und fest eingeschlafen bin.
Durch das Mittagsschlaefchen gut ausgeruht und gestaerkt war ich bereit fuer eine Koppeleinheit. Der naechste Triathlon ist nicht mehr weit, am 20. Juli in Clermont, und ich wollte doch vorher noch mal ein bisschen den Wechsel ueben.
Was ich nun absolut nicht verstehe ist ein etwas unpraktisches Phaenomen, das sich seit meinem letzten Sturz an einer roten Ampel immer wieder zeigt. Ich bin mal wieder nicht richtig aus den Pedalen gekommen und einfach zur Seite umgefallen. Normalerweise ja kein Problem und ich selbst war auch nicht verletzt, aber aus dem Vorderreifen war die Luft raus. Kein Loch im Schlauch, nichts was auf einen Platten hinweist. Also aufgepumpt und weitergefahren. Das war schon vor zwei Monaten oder so und seitdem kann der Vorderreifen keine Luft mehr halten. Das heisst, fuer eine Fahrt geht es, auch fuer eine lange Fahrt, sogar die beiden Drei-Tages-Touren in letzter Zeit waren kein Problem. Aber dann ist die Luft wieder komplett raus. In Tennessee und auch heute wieder war keine Luft mehr im Reifen und ich musste ihn komplett neu aufpumpen. Man koennte jetzt mit veraendertem Luftdruck auf der Reise ueber den Kontinent argumentieren, aber damit waere das Raetsel, warum es immer nur das Vorderrad betrifft, auch nicht geloest. Ich habe seitdem immer wieder den Druck im Hinterreifen gemessen und er war immer in Ordnung. Hinten verliere ich keine Luft, nur vorne. Da ich absolut kein Spezialist auf dem Gebiet bin, werde ich das Rad wohl schon wieder zur Reperatur geben muessen.
Immerhin sorgte das Aufpumpen des Rennradreifen, der praller sein muss als ein "normales" Fahrrad, auch heute dafuer, dass ich schon vor Antritt der Fahrt ein bisschen aufgewaermt war. Die Laufschuhe standen in der Garage bereit und nach 45 Minuten unspektakulaerer Fahrt kehrte ich nach Hause zurueck. Ich achtete darauf, die letzten 5 Minuten nicht mehr zu viel Gas zu geben, oeffnete schon mal die Klettverschluesse der Radschuhe und zog die Fuesse nur mal so zum Ausprobieren noch beim Fahren aus den Schuhen, die ich an den Pedalen angeklippt liess. Ich glaube allerdings, dass mich diese Technik doch zu viel Zeit kostet, vor allem weil ich nicht mehr viel Zeit zum Ueben habe. Im Rennen sollte ich dann doch lieber die Schuhe erst in der Wechselzone ausziehen.
Heute Nachmittag schluefte ich flink in die Laufschuhe, die ich dank der Gummi-Schnuersenkel nicht mal mehr schnueren musste und war eine halbe Minute spaeter schon wieder unterwegs.
Da ich ja langsam wieder anfangen muss, heute Morgen schon eine halbe Stunde gelaufen bin und die Radtour doch in den Beinen spuerte hatte ich mir zwei Meilen (3.2 km) vorgenommen, die ich in unter 16 Minuten schaffen wollte. Zur Halbzeit sah es mit 8:11 noch nicht so aus, aber ich hatte mich inzwischen vom Radeln erholt und konnte noch einen Zahn zulegen. Nach 15:52 Minuten kam ich gluecklich und zufrieden wieder zu Hause an. Natuerlich darf man danach die 5 Minuten Joggen und 5 Minuten gehen nicht vergessen, auch wenn das bei dem Wetter nicht wirklich zur Abkuehlung beitraegt. Immerhin geht der Puls runter und das ist ja auch schon mal was.
Das Wasser aus dem Gartenschlauch, mit dem ich mich schliesslich abduschte, war nicht kalt genug um mich wirklich komplett abzukuehlen, aber das war im Prinzip auch gar nicht schlimm, denn so waren meine Muskeln zum anschliessenden Yoga immer noch gut angewaermt. Ich hatte schon gedacht, es nicht mehr bis 5 zum Fitness Center zu schaffen, aber dann hat es doch geklappt und zum zweiten Mal am Tag wurde ich eine Stunde lang so richtig schoen durchgedehnt und entspannt. Eine neue Lehrerin gestaltete die Stunde etwas anstrengender als sonst, aber sehr effektiv. Neben dem Dehnen kam die Kraeftigung nicht zu kurz und ich kam sogar wieder ins Schwitzen. Hier verstand mal wirklich jemand sein "Handwerk".
Wunderbar entspannt kam ich nach Hause, wo Jon schon auf mich wartete und machte mich an die Zubereitung des Abendessens.
Ein Vorteil an dem Road Trip ist, dass ich durch das ganze Fast Food, das wir auf der Reise an Truck Stops und Tankstellen gefuttert haben, wieder sehr motiviert bin, selber zu kochen und gutes, gesundes Essen auf den Tisch zu bringen. Es geht doch nichts ueber frische Zutaten und Porzellangeschirr!
Das Rezept fuer die Fajitas, ein leckeres mexikanisches Gericht, hab ich vor Ewigkeiten aus einer Kaesepackung ausgeschnitten und in Kalifornien ziemlich oft gemacht, weil es eins der wenigen Gerichte ist, die Jon auch mag.
Es geht so:
1 Zwiebel und 2 Paprika in duenne Streifen schneiden
Zwiebel mit 1 Essloeffel Olivenoel bei mittlerer Hitze 4-5 Minuten in der Pfanne braten, bis sie glasig wird. Oft umruehren.
Die Paprika hinzugeben und 2-3 Minuten lang weich kochen.
1 Pfund (0.45 kg) Shrimp (ich habe Krebsimitat genommen) hinzugeben und 3-5 Minuten weiter kochen, bis das Fleisch durchgebraten ist.
Salz, Pfeffer, Chilipulver und 3 Essloeffel Zitronensaft hinzugeben und umruehren.
10-12 Tortillas (wir hatten nur vier Vollkorntortillas) in der Mikrowelle aufwaermen und mit Kaese, kleingeschnittenen Salatblaettern und Tomaten, Salsa, Sauercreme (wir hatten die fettfreie Variante) und Guacamole (habe ich aus einer Avocado und Guacamole Mix frisch gemacht) servieren.
(Dazu gab es bei uns noch schwarze Bohnen und braunen Reis)
Wenn das nicht ein idealer Lauf- und Triathlontag war, dann weiss ich auch nicht. Langweilig war es auf jeden Fall schon mal nicht und dann noch mal nicht zu anstrengend! Morgen frueh muss ich wieder um 6 in den Pool huepfen, deswegen wird dieser Tag wohl sehr bald fuer mich zu Ende sein.
Zwischendurch habe ich noch ein interessantes Video gefunden, in dem der Aufbau der Wechselzone beim Triathlon erklaert wird und worauf man besonders achten muss. Sehr interessant!
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Kerstin
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08 Juli 2008
Road Trip
10000 km in 10 Tagen, da sitzt man doch recht viel im Auto rum.
Dann noch die Radtour zum Yosemite National Park in Kalifornien, durch die das Laufen an diesen Tagen auch flach fiel und schon bin ich doch ein bisschen erleichtert, zumindest im Moment kein Streak-Runner mehr zu sein.
Ein bisschen gelaufen bin ich aber doch auf der Reise, immer wenn Zeit war, und das war genau zwei Mal.
Donnerstag haben wir uns erst gegen Nachmittag wieder auf die Reise gemacht und ich konnte am fruehen Morgen eine Stunde an einem Bewaesserungskanal entlang laufen. Ganz langsam nach den vielen bergigen Radkilometern der drei vorhergehenden Tage, aber trotzdem war es ein herrlicher Lauf von etwas ueber 10 km.
Auf der Rueckfahrt hatte ich wieder bis Tennessee absolut keine Gelegenheit zum Laufen. Freitag Morgen haben wir drei Stunden Pause bei Stephanies Vater, einem Missionar in einer Indianerreservation, gemacht. Die gingen natuerlich komplett fuer Schlafen, Fruehstuecken und Pferde Versorgen drauf. Nach einer langen Fahrt nach Oklahoma, wo wir um 11 Uhr nachts unser Hotel erreichten, konnte ich noch fuer ein paar Minuten in den Pool springen bevor wir wieder wie tot ins Bett fielen und vor dem Aufbruch um 5 war auch keine Zeit mehr fuer irgendwelche sportlichen Aktivitaeten.
Ganz anders sah es dann in Tennessee aus. Stephanies Ex-Mann, mit dem sie immer noch gut befreundet ist, hatte sich bereit erklaert, uns ueber Nacht aufzunehmen und da sie auch noch ein bisschen Zeit mit ihm verbringen wollte, hatten wir schon um kurz nach sechs die Pferde in einem Mietstall untergebracht und in seiner Wohnung angekommen. Ein etwas flotterer Lauf von einer halben Stunde war da fuer mich drin, waehrend sie sich nach der langen Fahrt die verspannte Rueckenmuskulatur massieren liess.
Am Sonntag Morgen trennten sich unsere Wege dann erstmal. Ich stieg um 6 Uhr auf mein Rennrad, waehrend sie noch ein bisschen weiter schlief, die Pferde versorgte und in den Haenger lud und sich dann ebenfalls auf die Reise machte. Wie verabredet trafen wir uns an der Ausfahrt 78B der Autobahn I-24. So konnte ich noch ein bisschen Huegeltraining bekommen, meine Beine bewegen und ein kleines Stueck Tennessee kennenlernen. Fuer die 43 km habe ich eine Stunde und 48 Minuten gebraucht und sage und schreibe DREI Aldi-Laeden gesehen, die leider noch geschlossen waren. Das einzige Aldi, das ich bisher in Amerika gesehen habe, war in Omaha, Nebraska. Normalerweise sind die hier also nicht so furchtbar dicht gesaeht. Aber wie's aussieht soll hier im Ort auch bald einer gebaut werden. Ich bin mal gespannt!
Hier noch eine Kurzbilanz der Reise
10000 km im Auto
376 km auf dem Rennrad
16 km gelaufen
Benzin insgesamt $3000 (musste ich zum Glueck nicht bezahlen...)
Insgesamt 2 Frauen, 6 Pferde und 2 Hunde unterwegs
Zu wenig Schlaf
Zu wenig Bewegung
Zu viel Fast Food, Studentenfutter, Chips und Schokolade (Wir mussten Schlaf durch Fett, Zucker und Koffein ersetzen...)
Zu viele Tankstellen (nach einer Weile sehen alle gleich aus)
3 kg zugenommen
Florida, Georgia, Tennessee, Arkansas, Oklahoma, Texas, New Mexico, Arizona und Kalifornien gesehen
Stephanies Familie und Freunde kennen gelernt
Unheimlich viel erlebt
Unzaehlige Vegetations- und Klimazonen durchfahren
Zum ALLERERSTEN Mal in meinem Leben einen Vierpferdeanhaenger mit lebender Last bewegt
Jon vermisst
Eine wunderbare, herrliche, einzigartige Reise und ich bin froh, dass sie zu Ende ist!
Eine einmalige Erfahrung und ich bin froh, sie gemacht zu haben!
Fotos von den Radtouren gibt's hier:
Vierter Tag: Radtour nach Midpines
Fuenfter Tag, Teil 1 und Teil 2: Radtour zum Yosemite National Park
Sechster Tag: Radtour zurueck nach Turlock
Zehnter Tag: Radtour in Tenessee, weiter nach Florida
Fotos vom Rest der Reise in Brownies Blog
Stephanies Sicht der Dinge in Spotted T's Riding Blog
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Kerstin
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