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29 November 2009

Space Coast Marathon

Jon ist den Halbmarathon gelaufen und ich habe Wasserbecher an Läufer ausgegeben.

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28 Dezember 2008

März, April und Mai 2008

Der lange Lauf heute war kalt, aber nett und ich bin schon froh, es nun geschafft zu haben. Der naechste wirklich lange Lauf wird nun der Marathon, denn jetzt geht es ans Tapern!
Nun aber erstmal weiter mit dem Jahresrückblick.

März 2008
298 Meilen oder 481 km gelaufen
25 Meilen oder 41 km geritten
34 Meilen oder 56 km geradelt

Der Monat fing gleich gut an meiner einer Florida-Rundreise in den sonnigen Sueden mit meinen Eltern. Auf dieser Reise bin ich in Sarasota mit 1:34:59 einen richtig guten Halbmarathon gelaufen und zweite in meiner Altersgruppe geworden. Ich war richtig fit und immer noch mitten im Marathon Training.
Auch mit Brownie habe ich viel trainiert, auf dem Reitplatz und im Gelaende.
Die Laufsaison war in vollem Schwung und ich bin fast jedes Wochenende gerannt: Beim Brevard Zoo's Dino Dash 3K gab es eine neue Bestzeit von 11 min 48 sec und den zweiten Platz in meiner Alterklasse, beim Eye of the Dragon 10k mit 44 min 33 sec den Sieg in der F30-34 und den Croom Trail 15 Mile Fool Run habe ich mit 1 h 59 min 29 sec sogar gewonnen.
Ende Maerz waren Jon und ich dann noch mit meinen Eltern auf einer weiteren einwöchigen Rundreise durch Nordflorida und Georgia.

April 2008
222 Meilen oder 358 km gelaufen
49 Meilen oder 80 km geritten
148 Meilen oder 238 km geradelt

Man merkt schon an den Zahlen, dass der Boston Marathon näher rückte und das Tapering begann. Jon musste zu einer Konferenz nach Washington, zu der ich ihn wieder begleitete und dadurch die Gelegenheit hatte, die amerikanische Hauptstadt kennen zu lernen.
Zurueck in Florida wurde es Zeit, mich von meinen Eltern zu verabschieden, die sich wieder auf den Weg nach Deutschland machten.
Mit Brownie bin ich mein erstes Turnier in Amerika geritten.
Kurz bevor wir nach Boston aufgebrochen sind, habe ich mich im Fitness-Studio angemeldet und dann kam auch schon der Marathon, bei dem ich mit 3:20:08 eine Punktlandung erzielt habe.
Nach dem Marathon war viel Zeit fuer andere Sachen: Ich hatte meine erste Reitstunde bei Jack Henning, wir waren Kanufahren und Ausreiten in einem Naturpark.

Mai 2008
155 Meilen oder 251 km gelaufen
46 Meilen oder 75 km geritten
582 Meilen oder 937 km geradelt

Laeuferisch fing der Monat gut an. Ich war in Hochform und konnte sowohl beim Two Mile Bulldog Pineapple Run mit 12 min 24 sec als auch beim Run for the Gecko 5K mit 20 min 10 sec meine Altersgruppe gewinnen. Wir waren bei ein paar Gruppentrainings und frohen Mutes, diesen Sommer noch so richtig schnell zu werden.
Mit Brownie habe ich ziemlich erfolglos an einer Working Cow Horse Show teilgenommen und beschlossen, dass das nicht so unser Ding ist.
Dann kam die Verletzung, die fast den Rest des Jahres bestimmen sollte. Eine Art Muskelzerrung in der linken Hüfte legte mich so lahm, dass ich kaum noch laufen konnte. Dafür konzentrierte ich mich voll aufs Triathlon Training und Radfahren. Das Kraulschwimmen wurde zwar ein bisschen besser, aber niemals schneller als Brustschwimmen.
Ein langes Wochenende Ende Mai nutzten wir fuer eine viertaegige Radtour nach Tampa, bei der mein Entschluss reifte, dass Jon ein Rennrad braucht.

14 Dezember 2008

Run for Tomorrow

Einen Halbmarathon wollte ich vor Arizona noch laufen und da bot sich der Run for Tomorrow heute in der Naehe von Fort Lauderdale an. Fuer nur $30 pro Person waren wir dabei, dafuer kommen da aber noch Sprit fuer fast 700 km, Carbo-Loading bei Cheddar's und das Hotelzimmer in Fort Lauderdale hinzu.
Naja, was macht man nicht alles fuer seine Lauferei und so fuhren wir schon Samstag in den nicht ganz so sonnigen Sueden. Warm ja, schwuel ja, windig ja, aber keine Sonne.
Obwohl der Lauf schon ins elfte Jahr ging schien die ganze Organisation nicht so 100% zu klappen. Das erste "Problem" war, dass es beim Startnummer Abholen kein Shirt mehr in meiner Groesse gab. Dabei waren wir schon lange angemeldet und wollten eigentlich nur unseren Kram am Tag vorher abholen. Na gut, nehme ich eben ein groesseres. Ist ja nicht so schlimm.
Am naechsten Morgen startete der Lauf wie geplant um sieben. Jon hatte versprochen die ganze Strecke mit mir zu laufen. Das fand ich prima, denn er haette auch viel schneller sein koennen. Andererseits ist er natuerlich schon lange keine solche Strecke mehr gelaufen und konnte auch nicht wirklich einschaetzen welches Tempo er durchhalten wuerde. Die Strasse, auf der gelaufen wurde, war vierspurig, heute fuer den Verkehr gesperrt, leicht gewunden und fuehrte durch Golfplaetze und ein paar Haeuser. Der Mittelstreifen und beide Seiten waren mit gruenem Gras - das wahrscheinlich jeden Tag exzessiv bewaessert wird - und Palmen bepflanzt. Insgesamt eine schoene, teure Gegend, aber leider vollkommen tot. Keine Zuschauer, keine Anwohner, nur ein paar Geier entdeckte ich, die auf den Strassenlaternen Platz genommen hatten und auf vor Erschoepfung liegengebliebene Laeufer warteten. Irgendwie unheimlich.

Die erste Haelfte lief prima. Jon und ich immer zusammen, gut in der Zeit, und ueberhaupt. Ich war an fuenfter Stelle bei den Frauen, wie ich von einem Helfer erfuhr. Sehr schoen.
Was ich nun aber nicht bedacht hatte war der Wind. Nach der Haelfte gab es eine 180 Grad Wendung und man lief die gleiche Strecke wieder zurueck. Direkt nach der Wendung traf mich der Wind wie eine Faust und ich lief wie vor eine Wand. Mein Gehirn schlug Alarm: "Das schaffst du nie! Das Tempo kannst du niemals halten! Gib auf! Gib auf! Gib auf!" Ich verlor die Kontrolle ueber meine Atmung und geriet fast ins Hyperventilieren. Meine Guete, was war das denn jetzt? Die Frau hinter mir nutzte den Moment zum Ueberholen. Ich musste sie ziehen lassen.
Jon schaffte es mich zu beruhigen und wir liefen weiter. Das ging eine Zeitlang gut, aber schon bald kamen diese Stimmen wieder: "Ich kann das nicht schaffen! Der Wind ist zu stark! Es ist zu schwuel! Ich schaff das nicht! Ich bin zu langsam!" Ich bekam es mit der Angst und musste fast stehen bleiben, kriegte mich aber doch wieder einigermassen ein, wenn ich auch deutlich langsamer laufen musste. Meine Beine schienen mir ploetzlich nicht mehr zu gehorchen. Die Zahlen auf dem Forerunner schrien mir die bittere Wahrheit ins Gesicht, dass ich deutlich ueber dem Tempo lag das ich mir vorgenommen hatte. Ich versuchte mit allen Mitteln gegen mein Gehirn anzukaempfen, aber es klappte kaum. "Relaxed and strong" klappte nicht, "I won't back down" klappte nicht und die Gewissheit, dass es nicht mehr weit war half mir auch nicht weiter. Jon versuchte ebenfalls sein Bestes, aber ich glaubte einfach nicht mehr an mich. Mit einem 5:06er Schnitt war die elfte von dreizehn Meilen deutlich die langsamste. Dabei tat nichts weh, ich war einfach nur schwach. "Relax! Relax!". Das half ein bisschen, wenn ich es ganz laut sagte.

Dann kam die letzte Meile. Bald vorbei! Noch mal anstrengen!
Eine halbe Meile im 4:45er Schnitt. Nicht gut, aber besser. Endlich gelang es mir ansatzweise mich davon zu ueberzeugen dass es fast geschafft war. Um mich nicht wieder von den Zahlen runterziehen zu lassen drueckte ich die Runden-Taste. 650 m im 4:40er Schnitt. Es wurde Zeit, noch mal so richtig anzuziehen, denn nun wurde eine Dreiviertel Runde ueber den Sportplatz gelaufen. Eine schoene schwarze Tartanbahn, wunderbar zum Laufen. Schaffen wir es trotzdem noch unter 1:40? 320 m in 1:21 (4:15er Schnitt). Geschafft! Ins Ziel stolpern, Wasserflasche nehmen, auf den Rasen fallen lassen. Meine Guete, was fuer ein Lauf. Woher kamen nur diese Angstzustaende? Das war ja schrecklich! Ich haette es geschafft, wenn nur mein Kopf mitgespielt haette. Das war nun gar nicht schoen und mit 1:39:36 bin ich auch nicht wirklich zufrieden. Hab ich mir zu viel Stress gemacht?
Ich war nur froh, dass Jon dabei war. Sonst haette ich sicher aufgegeben und waere einfach gegangen oder noch langsamer gelaufen.
Das Beste war nun, den Halbmarathon abzuhaken und mir zu sagen, dass ich einfach vorher zu viel gelaufen bin, nicht wirklich ausgeruht war, der Wind doch zu stark war und die recht schwuele Luft Suedfloridas doch nicht so wirklich gut zum Laufen geeignet. Und dass ich zusehen muss, meinen Kopf unter Kontrolle zu kriegen. Ihn bis zum Rand anfuellen mit positiven Gedanken von denen ich zehren kann wenn es hart wird. Jawoll, das mache ich!

Bei der Siegerehrung dann das naechste Problem: Erster Platz in der Altersgruppe 30-34 sollte auf einmal eine Dame gewesen sein, die mit 1:55:03 ins Ziel kam. Moment mal, das kann ja wohl nicht stimmen! Wir beschwerten uns beim Zeitnehmer und es stellte sich heraus, dass mein Chip falsch programmiert war und fuer den gleichzeitig mitlaufenden 5-km-Lauf gewertet wurde. Toll! Zum Glueck war Jons Chip richtig gelesen worden, sodass meine Zeit wenigstens direkt in der Ergebnisliste korrigiert werden konnte. Wir waren ja genau zur gleichen Zeit ins Ziel gelaufen. Nun wollte ich gerne meinen Pokal, aber der war schon weg. Nach weiterem Beschweren wird mir nun ein Neuer graviert und zugeschickt. Trotzdem, ich glaube nicht, dass wir den Lauf noch mal mitmachen. War schon ein ganz schoen weite Fahrt und dann sowas!

Wenigstens sind wir auf dem Rueckweg noch in Fort Lauderdale vorbeigefahren und dann am Strand entlang wieder Richtung Norden. Das Meer war von dem Wind, der hier natuerlich noch staerker war, aufgewuehlt und Surfer freuten sich ueber die hohen Wellen, waehrend sich die Palmen am Strand im Wind bogen. Das war schon ein tolles Bild!



Die letzte Woche in Zahlen:
5 Wochen bis zum Marathon
Montag Morgen: Regenerationslauf 6 Meilen - 1646m Schwimmen - Indoor + 5.26km in 30:00 - Outdoor
Montag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - 6.53km in 35:23 - Outdoor
Dienstag: VO2max 12 Meilen mit 6x1000m @ 5k Renntempo, 2 min. Trabpause - 19.59km in 1:34:57 - Indoor
Mittwoch: Mittellanger Lauf 15 Meilen - 24.22 km in 2:04:05 - Outdoor
Donnerstag Morgen: Regenerationslauf 6 Meilen - 8.11 km in 47:25 - Outdoor
Donnerstag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - 7.8 km in 43:33 - Outdoor
Freitag Morgen: Mittellanger Lauf 12 Meilen - 19.44 km in 1:35:57 - Indoor
Freitag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - 5.57 km in 30:00 - Outdoor
Samstag: Regenerationlauf 7 Meilen - 5.5 km in 27:15 - Outdoor
Sonntag: Marathonspezifischer Lauf 18 Meilen mit 15 Meilen @ Marathon Renntempo - 21,0975 km in 1:39:36 + 2.41 km in 13:20 - Run for Tomorrow Half Marathon mit Jon

27 Oktober 2008

Recovery Week

12 Wochen bis zum Marathon, der erste Trainingszyklus ist abgeschlossen und endete mit einer "Erholungswoche", also weniger Strecke als in den vorhergegangenen Wochen.
Der Urlaub ist vorbei und ich bin die mittellangen Laeufe wieder schneller gelaufen, zweimal war ich auf dem Band und ansonsten haben mich kuehlere Temperaturen auch wieder mehr nach draussen getrieben.
Ueberschattet wurde die Woche leider von neuen Hueftschmerzen, wieder links aber zur Abwechslung diesmal eher aussen in der Huefte. Das diese Schmerzen Donnerstag im Laufe des Tages zum ersten Mal aufgetreten sind nehme ich an, dass ich doch haette dehnen sollen nach dem Lauf. Das ist ja immer der Teil, den man bei Zeitmangel als erstes weg laesst.
Zu Beginn jedes Laufes oder eigentlich auch jedes Mal, wenn ich aufstehe und anfange zu gehen tut es besonders weh, wenn ich mich eingelaufen habe wird es immer besser und nach einer Weile merke ich es gar nicht mehr. Beim Halbmarathon am Sonntag waren Hueftschmerzen nach gruendlichem Aufwaermen kein Thema. Das gilt also nicht als Entschuldigung. Wobei ich schon zugeben muss, dass es durch die Rennerei nicht gerade besser geworden ist...
Als Massnahme gibt es jetzt Yoga-Uebungen vor jedem Lauf, ich achte vermehrt auf sorgfaeltiges Auf- und Abwaermen und jeden Tag wieder die Dehnuebungen, die mir damals der Physioterapeut verschrieben hat. Ich merke schon, wie es hilft. Wenn ich dann auch wieder weniger Kilos mit mir rumschleppen muss, werden sich meine Gelenke sicher auf bedanken. Naechstes Wochenende werde ich ausserdem mal kein Rennen laufen, sondern es langsamer angehen lassen. Das sollte wohl auch helfen.

Das war die letzte Woche in Zahlen.

12 Wochen bis zum Arizona Rock'n'Roll Marathon
Montag: Dauerlauf 10 Meilen mit 10x100m Steigerungen - 16.25 km in 1:17:44 - Indoor
Dienstag: Mittellanger Lauf 13 Meilen - 20.92 km in 1:40:07 - Indoor
Mittwoch: Regenerationslauf 6 Meilen - 9.66 km in 53:19 - Outdoor
Donnerstag: Mittellanger Lauf 11 Meilen - 17.7 km in 1:25:33 - Outdoor
Freitag Morgen: Regenerationslauf 6 Meilen - 6.44 km in 34:39 - Outdoor
Freitag Abend: Regenerationslauf 4 Meilen - 9.66 km in 51:37 - Outdoor
Samstag: Regenerationslauf 6 Meilen - 8.05 km in 43:26 - Outdoor
Sonntag: Daytona Beach Halbmarathon - 2.4 km in 13:07 + 21.08 km in 1:37:42 + 2.4 km in 13:16 - Race

26 Oktober 2008

Daytona Beach 1/2 Marathon

Bin ich heute am Sonntag mal wieder um vier Uhr morgens aufgestanden und nach Daytona Beach zum Halbmarathon gefahren. Jon hatte leider Bereitschaft und musste zu Hause bleiben.
Es war schon klasse, eine Runde - die ersten 4 km - auf dem International Speedway zu laufen, wo normalerweise Autorennen ausgetragen werden. Wir haben bei solchen Gelegenheiten schon oefter Bier verkauft.
Jedenfalls wurde es puenktlich zum Start um sieben langsam hell. Ein strahlend schoener Herbsttag mit herbstlichen Temperaturen kuendigte sich an. Es waren nur 16 Grad und trocken, also schon ziemlich ideale Bedingungen. Ein bisschen stoerend nur der Wind, aber im Prinzip haette das Wetter kaum besser sein koennen.
Es gab tolle Preise fuer die ersten drei Maenner und Frauen zu gewinnen: Man durfte im Rennauto mitfahren! Das haette ich ja auch gerne gemacht, also war ich schon motiviert, unter die ersten drei zu kommen.
Anfangs sah es auch noch gut aus. Der dritte Platz schien in Reichweite. Ich lief ganz gut und konstant ein relativ flottes Tempo, das sich ganz gut anfuehlte. Aber nach etwa zehn Kilometern musste man zum ersten Mal ueber eine hohe Bruecke laufen. Da schwaechelte ich zum ersten Mal und - zack - wurde ich von einer anderen Dame ueberholt. Ich konnte sie zwar auf der Bergabstrecke noch mal ueberholen, aber die Bruecke hatte doch zu viel Kraft gekostet und ich konnte das Tempo nicht mehr halten. Dann musste ich auch noch in die Buesche, zwei andere Frauen liefen an mir vorbei. So ein Aerger! Kurz darauf kam ich zum Strand, hier wurde umgedreht und nun wehte mir auch noch der Wind ins Gesicht. Kurz darauf wieder ueber die Bruecke und ich hatte eigentlich nun die Nase voll.
Ich konnte keinen Meter auf die beiden Frauen mehr gut machen, sondern musste zusehen, nicht zu viel Boden zu verlieren. War ja schliesslich noch ein Drittel oder so zu laufen.
"Relaxed and strong" rettete mich ein bisschen und ich probierte auch noch andere Tricks aus. Den Forerunner stellte ich nach jeder Meile wieder zurueck, damit ich meine Splits erkennen konnte. Ich handelte mit mir selber: Diese Meile noch unter 7:30, dann darf ich die naechste langsamer. Das klappte fuer die vorletzte Meile tatsaechlich und natuerlich bin ich die letzte dann doch nicht langsamer gelaufen, sondern konnte mit der Sicherheit es bald geschafft zu haben, noch mal ein paar Sekunden gutmachen.
Kurz vor dem Ziel kam dann NOCH eine Frau von hinten angelaufen und ueberholte mich so sicher, dass ich nur ein paar Meter lang mithalten konnte und sie auf den letzten Metern noch ziehen lassen musste.
Wieder auf der Autorennstrecke dann noch einen Endspurt, um es unter 1:38 zu schaffen und die Uhr zeigte schliesslich 1:37:42. Keine besonders gute Zeit und auch kein besonders guter Platz bei nur 600 Teilnehmern, aber immerhin war es geschafft. Wenn man zu viele ueberfluessige Pfunde mit sich rumschleppt - ich bin ein Phaenomen, dass ich im Marathontraining zunehme! - kann man natuerlich auch keine Bestzeiten erwarten.

Insgesamt war es trotzdem ein netter Lauf und das fruehe Aufstehen wert. Um die wenigen Teilnehmer wurde sich sehr gut gekuemmert, man konnte ganz nah am Start und Ziel parken, es gab genug zu essen und trinken und die Strecke war komplett fuer den Verkehr gesperrt. Ueber die Autorennbahn zu laufen war auf jeden Fall ein besonderes Erlebnis und der anschliessende Strandspaziergang, den ich noch unternommen habe troestete mich ueber das schlechte Ergebnis hinweg. Ich habe ja schliesslich immer noch nicht besonders viel Tempoarbeit geleistet, sondern mit meinem Trainingsprogramm gerade erstmal die Konditionsaufbauphase abgeschlossen. Das wird schon! Nur nicht aufgeben, sondern immer schoen weiter trainieren und dabei ein paar Kilo loswerden, dann klappt das auch mit dem Rennen!

Ergebnisse HIER KLICKEN

08 Oktober 2008

Dea Running Team




Jon und ich nach dem DeLand Halbmarathon

28 September 2008

2nd Annual DeLand Run Club Invitational 13.1

Ganz schoen langer Name fuer einen Lauf mit nur 18 Teilnehmern. Aber wie schon im letzten Jahr ein Lauf, der fuer den sich die 1 1/2 stuendige Anfahrt und damit verbunden Aufstehen um vier Uhr morgens trotzdem wieder gelohnt haben.
Diesmal habe ich mich nicht verlaufen, musste mich aber dafuer einmal in die Buesche schlagen was mich den Anschluss an die Spitzengruppe, bestehend aus Jon und zwei anderen Laeufern gekostet hat. Eine Zeitlang sah es noch so aus als koennte ich die drei vielleicht noch einholen, aber dann forderte doch die erhoehte Kilometerzahl dieser Woche ihren Tribut und ich konnte nicht mehr beschleunigen.
Das Wetter war wunderbar, der bisher kuehlste Morgen dieses Sommers, dazu trocken und sonnig. Einfach herrlich.
Die Route war in diesem Jahr besser, man hatte aus meinem Verlaufen gelernt und sie so einfach wie moeglich gestaltet. Das kam natuerlich allen Laeufern sehr entgegen.
Das Laufen selber war auch ein Genuss und obwohl ich nicht schneller konnte/wollte, habe ich mich doch nicht wirklich kaputt gemacht sondern empfand es die meiste Zeit als sehr angenehm. Ein paar Huegelchen - die z. B. ein Pfaelzer oder Eifler oder so gar nicht gemerkt haette - sorgten fuer Abwechslung. Ich liebe es ja, bergab so richtig Gas zu geben!
Wenn ich die ganze Zeit mit den drei anderen gelaufen waere, haette das Ergebnis vielleicht noch ein bisschen besser ausfallen koennen, aber auch so bin ich zufrieden. Jon kam als zweiter Mann mit 1:36:27, ich als zweite Frau mit 1:38:00 ins Ziel. Obwohl es eigentlich mit der Erleberin anders abgesprochen war, hatte ich mir einfach nur eine Zeit unter 1:40 vorgenommen. Ich hab ja immer noch ein bisschen Schiss, wieder so richtig schnell zu laufen, aber das wird mit jedem Rennen besser.

Nach dem Halbmarathon folgte, ebenfalls wie im letzten Jahr, der entspannte Teil des Wochenendes, bei dem wir im nahgelegenen Blue Spring State Park badeten, grillten, zelteten und es uns einfach nur gut gehen liessen.




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17 August 2008

Bei Vollmond durch die Wueste rennen


Unseren zweiten Wuestenhalbmarathon in Nevada haben wir letzte Nacht hinter uns gebracht.
Nach einem langen Flug mit stressigem Umsteigen in Phoenix, Arizona sind wir am spaeten Vormittag in Las Vegas gelandet. Der Extraterrestrial Marathon, Half Marathon & 10k fand mitten in der Nacht auf der Strasse der meisten UFO-Sichtungen der USA statt. Die ist 240 km von Las Vegas entfernt, aber der Veranstalter hatte Busse organisiert, die uns zum Start bringen sollten.
Der Marathon fing genau um Mitternacht an, die Halbmarathon-Teilnehmer wurden noch 12 km weiter gefahren und starteten um 0:30. Da war leider keine Zeit mehr zum Aufwaermen, aber nach der Reise, in der duennen Hoehenluft und bei der ungewohnten Steigung waren sowieso keine Bestleistungen zu erwarten. Wir sind ja im Prinzip auch noch gar nicht richtig fuer einen Halbmarathon trainiert.
Egal, uns ging es diesmal einfach um das unvergessliche Erlebnis, mitten in der Nacht durch die Wueste zu rennen. Und es war unvergesslich. Leider hatte ich mit dem Carbo Loading mal wieder uebertrieben und dann habe ich auch das Iso-Getraenk nicht vertragen. Die staendigen Stopps am Strassenrand - zum Glueck war es dunkel - trugen natuerlich auch nicht zu einer schnellen Zeit bei.
Die ersten 10 km ging es bergauf. Wir mussten Taschenlampen mit uns tragen, aber die konnte man auch ausgeschaltet lassen, denn der Mond erleuchtete die Landschaft so hell, dass man alles sehen konnte. Die Luft war trocken und nicht zu heiss, gerade richtig zum Laufen. Auch wenn mein Hals innerhalb kuerzester Zeit ganz schoen ausgetrocknet war.
Jon lief am Anfang zu schnell fuer mich und ich wollte auch nicht, dass er waehrend meiner staendigen Stopps auf mich warten musste, so schickte ich ihn voran und lief alleine weiter.
Der Berg war nicht so schlimm wie gedacht. Im Gegenteil, ich fand die Herausforderung richtig klasse und trotz der Muedigkeit konnte ich mich die ganze Zeit aufs Laufen konzentrieren. Hier merkte ich, wie das Yoga und Bauchmuskeltraining der letzten Zeit halfen. Nach kurzer Zeit konnte ich mich entspannen, die Wuestennacht geniessen und mich auf die vor mir liegende Aufgabe konzentrieren. Vor allem wusste ich aber auch, dass es nach der Haelfte der Strecke nur noch bergab gehen wuerde.
Immer wieder horchte ich in mich hinein, kontrollierte Angstrengung, Atmung, Beine, alles was wichtig war und merkte, dass ich noch gut weiterlaufen konnte. Den Forerunner liess ich dabei mal ganz aussen vor und kontrollierte nur ab und zu wie weit ich schon war.
Als ich schliesslich oben auf dem Berg angekommen war haette ich sogar lieber noch weiter bergauf laufen koennen. Sowas kennen wir in Florida ja gar nicht mehr.
Es ging nun mit leichtem Gefaelle abwaerts, zuerst ganz sacht und dann etwas steiler. Nach etwa 15 km, als ich doch schon etwas muede wurde und die Meilen bis zum Ende zaehlte, dann eine freudige Ueberraschung. Der Laeufer, der vor mir auftauchte und zu dem ich nun immer weiter aufschloss, kam mir doch bekannt vor!
Ich naeherte mich langsam und tatsaechlich, ich hatte mich nicht getaeuscht!
Auch Jon hatte das Sportgetraenk nicht vertragen und in die Buesche springen muessen und so kam es, dass ich ihn doch noch einholen konnte. So ein Glueck!
Wir blieben zusammen und rannten in flottem Tempo den Berg hinunter.
Ich kenne das schon von mir, dass mir die letzten 1-2 Meilen am laengsten vorkommen und ich auf dem letzten Stueck mit erheblichen Motivationstiefs zu kaempfen habe. Da kam es nicht ueberraschend, dass ich auf einmal ueberhaupt keine Lust mehr hatte zu laufen. Waere Jon nicht gewesen haette ich meinen Lauf vielleicht verlagsamt, aber ich ermahnte mich immer wieder, nicht nachzulassen. Wir haetten die 1:45 vielleicht noch schaffen koennen, also mussten wir uns doch auch bis zum Ende anstrengen.
Kurz vor dem Ziel ergriff ich seine Hand und wir liefen gemeinsam dem hell erleuchteten Platz zu. Leider war nicht gleich ersichtlich wo die Matten fuer die Zeitnahme waren, sodass wir auf den allerletzten Metern noch einen kleinen Umweg machen mussten. Das war schon ziemlich aergerlich, vor allem weil wir den Leuten die Frage zuriefen, wo wir hin muessten, aber erstmal keine Reaktion kam.
Egal, wir fanden die Ziellinie doch noch und liefen mit 1:46:25 (oder so, die offizielle Ergebnisliste ist noch nicht online) ins Ziel.
Das bedeutete fuer mich den zweiten Platz bei den Frauen und fuer Jon den vierten in seiner Altersklasse.
Nach dem kostenlosen Fruehstueck im A"Le"Inn, einer etwas schaebigen Kneipe, und nachdem ich ganz formlos meine haessliche 2. Siegerplakette abgeholt hatte, fuhren wir mit dem Bus wieder nach Las Vegas zurueck, wo wir gegen halb sieben morgens wieder am Hotel ankamen.

Der Lauf war klasse und auf jeden Fall alle Strapazen wert. Die Organisation haette aber doch weit weniger chaotisch sein koennen, dann waere es noch besser gewesen.
Wir sind froh, mitgemacht zu haben! So ein Halbmarathon in der naechtlichen Wueste ist doch was anderes, als ein 5-km-Lauf in Florida, wie wir ihn jedes Wochenende haben koennten.

Bis Samstag bleiben wir noch in Las Vegas. Es ist so dermassen heiss hier - ueber 40 Grad im Schatten - dass das Laufen wohl noch interessant wird.

02 März 2008

Sarasota Half Marathon

BILDER HIER!


Ha, ich wusste es doch schon immer: Der Halbmarathon ist die beste Laufdistanz, die am meisten Spass macht! Man muss nicht so furchtbar extrem schnell rennen wie bei 5 oder 10 km und es nicht so extrem furchtbar weit wie ein Marathon.

Der Sarasota Halbmarathon jedenfalls war einfach klasse, und auch wenn es mit 1:34:59 nicht zu einer neuen Bestzeit gereicht hat, habe ich den Lauf doch rundum genossen. Es gab genug Teilnehmer, dass ich so gut wie nie ganz alleine unterwegs war, die Strecke war sehr schoen mit einem atemberaubenden Sonnenaufgang, den ich von der einzigen Erhebung, einer hohen Bruecke ueber die Bucht von Sarasota, geniessen konnte, das Wetter war mit ca. 15 Grad gerade richtig und ich hatte Jon und meine Eltern zum Anfeuern dabei. Am Ende gab es lecker Muffins, Joghurt mit Fruechten und sogar Freibier und Zweite in meiner Altersgruppe bin ich auch noch geworden. Was will man mehr?
Eine rundum gelungene Veranstaltung, wenn man von dem etwas schwul klingenden Saenger am Anfang mal absieht, aber irgendwie schaffen es die Organisatoren zu solchen Gelegenheiten sowieso nie, gute Saenger fuer die Nationalhymne aufzutreiben.




Ergebnisse gibt es hier!

31 Dezember 2007

Rennen 2007

30. 12. Kinda-Full-Luna 50k - Platz 3 - 4 h 54 min 57 sec
15. 12. Running Zone Race Series: Jingle Bell 2 Miler - 12 min 56 sec
14. 12. Jingle Bell 5K (3mile) Run - Platz 1 Frauen - 19 min 46 sec
25. 11. Space Coast Marathon - Platz 7 Frauen - 3 h 35 min 10 sec
17. 11. Titusville Racing Series: Chain of Lakes 5X XC - Platz 1 Frauen - 19 min 44 sec
27. 10. Twilight Zone Tower of Terror 13k - Platz 40 von 2591 - 57 min 7 sec
26. 10. Running Zone Race Series: Pumpkins in the Park 5K - Platz 7 Frauen - 20 min 59 sec
20. 10. Fall into Winter 5k - Platz 29 - 22 min 9 sec
13. 10. John Holmes 50K Trail Run - Platz 1 Frauen - 4 h 54 min 2 sec
6. 10. Marine Corps Half Marathon - Platz 12 von 452 Frauen - 1 h 38 min 29 sec
23. 9. Omaha Half Marathon - Platz 41 von 1022 - 1 h 34 min 4 sec
15. 9. RICE AND ROSE TOMOKA FOUR MILER - Platz 2 Frauen - 26 min 54 sec
8. 9. The Inaugural DeLand Run Club Half Marathon - Platz 8 - 1 h 55 min 21 sec (2 Meilen Umweg durch Verlaufen)
31. 8. BEACH FUN RUN 1.5 miles - Platz 1 - 10 min 37 sec
24. 8. 5K BEACH RUN - Platz 1 Frauen - 25 min 3 sec
18. 8. Running Zone Race Series: I Run for Pizza - Platz 4 Frauen - 20 min
4. 8. Moss Park Forest Run 10k - Platz 1 Frauen - 42 min 45 sec
28. 7. Astronaut Family Challenge Triathlon - 31 min 24 sec
20. 7. Red White & Blue 5k Squadron Run - Platz 3 Frauen - 19 min 54 sec
15. 7. Heartland Triathlon - Platz 4 von 111 Frauen - 1 h 18 min 20 sec
4. 7. Watermelon 5K - 21 min 10 sec
1. 7. 5K & 10K Firecracker Challenge - Platz 1 von 19 Frauen - 23 min 13 sec + 45 min 7 sec
16. 6. Adult/Youth Mini Triathlon 300yd-5mile-1.5mile - Platz 2 von 4 - 34 min 6 sec
9. 6. Seaside Scurry 5k - Platz 8 von 115 - 21 min 17 sec
26. 5. 18th Annual Space Coast Sports Festival 5k Race - Platz 24 von 134 - 21 min 59 sec
19. 5. Run for Wakulla Springs 5k - Platz 22 von 204 - 22 min 40 sec
15. 5. Warrior Run 3 Meilen - 20 min 49 sec
12. 5. 16th Annual Pancake Run for Missions 1 Meile - Platz 6 von 108 - 7 min 21 sec
12. 5. 16th Annual Pancake Run for Missions 5 km - Platz 19 von 216 - 21 min 36 sec
5. 5. 33rd Fiesta Run 10k - Platz 91 von 448 - 47 min 17 sec
28. 4. Jubilee CityFest Run 8K - Platz 43 von 258 - 36 min 39 sec
24. 4. Court Square Race 1 Meile - Platz 21 von 117 - 6 min 35 sec
14. 4. United Way of St. Charles Bridge Run 5 km - Platz 8 von 302 Frauen - 22 min 19 sec
31. 3. Laughlin Half Marathon - Platz 2 von 88 Frauen - 1 h 43 min 16 sec
17. 3. Romancing the Island 25 km - Platz 24 von 74 - 2 h 8 min - 12 sec
4. 3. Napa Valley Marathon - Platz 310 von 1236 - 3 h 43 min 43 sec
4. 2. Pacific Shoreline Half Marathon - Platz 1247 von 7386 - 1 h 50 min 35 sec
20. 1. Pacifica Trail Run 30 km - Platz 10 von 47 - 3 h 18 min 59 sec
14.1. Angel Island New Year's Trail Run 25 Km - Platz 30 von 100 - 2 h 18 min 13 sec
1. 1. 36. Berliner Neujahrslauf 4 km

09 Oktober 2007

World Wide Half Marathon



Von einer netten Veranstaltung habe ich in meinem neuesten Lauf-Podcast erfahren.
Beim Weltweiten Halbmarathon und 5km kann jeder mitmachen, der vom 6. bis 22. Oktober einen offiziellen Halbmarathon oder am Wochenende des 13. und 14. Oktobers eine selbst vermessene Halbmarathonstrecke gelaufen ist bzw. laeuft.
Das Ganze ist voellig kostenlos, man kann sich seine eigene Startnummer ausdrucken und ab dem 13. Oktober seine Ergebnisse eintragen.

Da ich ja am 6. Oktober den Marine Corps Marathon in Jacksonville gelaufen bin, hab ich mich natuerlich gleich da angemeldet. Wie ich finde, eine super Sache, die Laeufer auf der ganzen Welt vereint!
Vielleicht machen ja auch ein paar deutsche Laeufer mit?

Phedippidations “World Wide Half Marathon” and "Kick the Couch 5K"

08 Oktober 2007

Halbmarathon Tourismus am Tag des Columbus

Samstag war der Marine Corps Halbmarathon in Jacksonville, Montag war Feiertag.
Das schreit natuerlich gerade nach einem verlaengerten vergnueglichen Campingwochenende im Norden von Florida, und es war alles dabei:

  • Ein richtig harter, anstrengender Halbmarathon, der dank des extrem schwuelen Wetters und einiger fieser hoher Bruecken auf der Strecke nicht besonders lustig zu laufen war und auch keine neuen Bestezeiten hervorgebracht hat:


708 52 10 Jonathan Dea, 29, Rockledge, FL 1:42:24 7:49 1:42:33
709 12 4 Kerstin Dea, 30, Rockledge, FL 1:38:29 7:31 1:38:37

  • Eine sehr nette Post-Race-Party mit jeder Menge Bier, Eis, Sandwiches, Cookies, Live Musik und allem was dazu gehoert.
  • Entspannung pur am Meer und im Dschungel auf dem Campingplatz.


Mehr Bilder hier!

  • "Night-Life" in einer etwas schaebigen Bar am St. Mary's River.


  • Sightseeing auf Amelia Island.


  • Lagerfeuer und ein wunderbarer tropischer Sonnenuntergang.


  • Laufen im Dschungel bei Sonnenaufgang.


Mehr Bilder hier ... und hier!

  • Eine Kayaktour durch die Suempfe zwischen den Talbot Islands zu einer Sandbank am Meer.


Mehr Bilder hier!

  • Rueckfahrt mit Faehrueberfahrt ueber die Muendung des St. Mary's River und Essen im Waffle House.



Eine wunderbare Reise, auch wenn der eigentliche Grund - der Halbmarathon - nicht wie gewuenscht ausgefallen ist. Man sollte eben am Abend vor dem Rennen besser nicht zu fettige Lasagne futtern und der besonders lange Lauf letzten Sonntag hat sicher auch nicht zu neuen Bestzeiten beigetragen. Wenigstens waren wir schon vor dem Lauf darauf gefasst, dass es kein Zuckerschlecken werden wuerde und solche Laeufe muss es auch immer wieder mal geben. Der Rest des Wochenendes hat uns auf jeden Fall hundertfach fuer die Anstrengungen entschaedigt!

Fotos vom Halbmarathon folgen hoffentlich bald!

27 September 2007

Bilder aus Omaha

Ob ich nun offiziell 3. oder 4. bin weiss ich immer noch nicht, aber dafuer sind endlich die Bilder online.

Kurz-Bericht auf SpaceCoastmultisport.com

24 September 2007

Omaha Half-Marathon


3. Platz von 565 Frauen , 41. Platz Gesamt von 1022 Teilnehmern.
Guntime: 1:34:04
Chiptime: 1:34:00


Das Wetter war definitiv auf unserer Seite am fruehen Sonntag Morgen. Es war zu warm fuer viele, die nicht in Florida trainiert haben und angenehm kuehl und trocken fuer Jon und mich. Die Huegel waren lang nicht so schlimm wie ich gefuerchtet hatte und auf einer langen, nicht zu steilen Bergab-Strecke konnte ich so richtig loslegen und viel mehr Zeit gutmachen, als ich bergauf verloren hatte. Leider konnte Jon bergauf am Ende nicht mehr mithalten und als ich ihn fragte, ob ich warten sollte, schickte er mich weiter, denn wir waren so weit vorne, dass es wirklich nicht besonders schlau gewesen waere, nicht um die ersten Plaetze zu kaempfen.

Das Laufen war das reinste Vergnuegen und kurz vor dem Ziel konnte ich noch einige Frauen ueberholen. Besonders spannend wurde es im Zieleinlauf, als ich sprintenderweise eine kleine Asiatin ueberholte und mich schon in Sicherheit wiegte. Zum Glueck konnte ich aus dem Augenwinkel erkennen, wie sie auf den letzten Metern noch mal versuchte ihren Platz wieder gut zu machen und so rasten wir beide wie angestochen durchs Ziel. Ich war tatsaechlich eine Kopflaenge vor ihr da und bekam am Ende auch den dritten Preis ausgehaendigt, aber sie muss sich am Start viel weiter hinten eingereiht haben, denn ihre Chiptime ist ein paar Sekunden schneller als meine, dafuer ist aber meine Guntime um eine Sekunde besser (logischerweise).
Auf der Webseite und in der Zeitung ist sie als Dritte aufgelistet, aber ich habe den Preis bekommen.
Was denn nun? Scheinbar war ein so knappes Ergebnis so weit vorne nicht vorgesehen.
Ich faende es natuerlich besser, wenn die Guntime zaehlen wuerde und habe dem Veranstalter schon eine E-mail geschrieben und um Klaerung gebeten. Ich moechte ja auch keinem seinen Preis wegnehmen, aber wenn man weiss, dass man schnell ist, kann man sich ja auch weiter vorne aufstellen am Start, so wie wir es gemacht haben.
Ich bin auf jeden Fall mal gespannt, was das noch gibt und ob ich wirklich allen Grund zur Freude hatte wie man auf diesem Bild von der Siegerehrung sehen kann.

Jon ist kurz nach mir ins Ziel gekommen und hat mit 1:35:40 ebenfalls eine neue PB erreicht. Als 7. seiner Altergruppe und 45. Mann kann er mit seinem Ergebnis wirklich zufrieden sein, zumal er nicht so viel Zeit zum Trainieren hat wie ich.
Jim (links im Bild), ein Freund, der mit Jon in Kalifornien in einer Kasse war und bei dem wir vor dem Rennen uebernachtet haben, war noch schneller und ist mit einer Zeit von 1:30:17 Dritter in seiner Altersklasse und 19. Mann geworden, obwohl auch er nicht besonders viel Zeit zum Trainieren hatte.

Eins ist aber schon mal sicher: Mit der Halbmarathon-Zeit hochgerechnet sollte die Qualifikation fuer den Boston Marathon (3:40) im April doch relativ locker drin sein und wenn ich richtig gut bin (und sich nicht noch zu viele schnelle Frauen anmelden...) koennte ich beim Space Coast Marathon im November sogar die 3:20 unterbieten und platziert werden. Ich bin mir jedenfalls nach diesem Lauf wieder ein bisschen sicherer, dass ich ein Tempo von 4:38min/km einen Marathon lang durchhalten kann. Der 4:27er Schnitt war jedenfalls gestern gut zu laufen und kam mir nicht zu schnell vor, auch wenn ich doch sehr erstaunt war, wie einfach es ging.

09 September 2007

DeLand 1/2 Marathon

Das war ja mal wieder ein besonders schoenes Wochenende, angefangen am Samstag Morgen um 4 Uhr, als ich aufgestanden bin, um mein Halbmarathon-Fruehstueck rechtzeitig drei Stunden vor dem Lauf in den Magen zu kriegen.
Ich wollte ja nicht wieder waehrend des Rennens in die Buesche muessen wie beim Marathon und mir meine Zeit versauen.
Das hab ich dann auch ohne Durchfall ganz gut hingekriegt, denn der Lauf war vom Veranstalter eigentlich nur als Training fuer den Chicago-Marathon fuer 6 Mitglieder des oertlichen Laufclubs geplant.
Irgendwie hat dann aber der Daytona Beachcombers Running Club Wind von der Sache bekommen und den Halbmarathon auf ihrer Homepage gepostet. Diese Seite ist auf meiner Liste, die ich regelmaessig fuer Rennen in der Gegend absuche. Den ganzen Sommer haben wir uns mit 5km-Laeufen herumgeplagt und dieser Lauf war endlich mal etwas Laengeres in noch akzeptabler Entfernung von 120km und so musste ich uns natuerlich gleich anmelden.
Das selbe dachten auch noch ca. 20 andere Laeufer und so wurde der Lauf dann doch etwas groesser als geplant.
Es gab Wasserstationen und groesstenteils war der Kurs auch ganz gut markiert, aber an ein paar Stellen sollten uns die Freiwilligen an den Wasserstationen weiterhelfen und sagen, wo wir abbiegen mussten. Das war dann leider auch mein Problem.

Der Start kam ein bisschen verspaetet, aber der Kurs war wunderschoen. Es war nicht zu heiss morgens um kurz nach sieben und blieb auch waehrend des ganzen Rennens in einem sehr annehmbaren Rahmen.
Jon hatte sich noch nicht ganz von den Meilen-Intervallen am Dienstag Abend erholt - irgendwie braucht er da immer etwas laenger - und so sollte ich eben einfach vorlaufen. Sehr schnell nach dem Start hatte ich nur noch zwei Maenner vor mir, die schneller liefen als ich. Da ich ja schon seit Maerz in Nevada keinen Halbmarathon gelaufen war und meine Zeit so gar nicht einschaetzen konnte, lief ich in einem recht vorsichtigen Tempo los, das ich eigentlich spaeter noch steigern wollte. Ich hatte einfach Angst, zu schnell loszurennen und dann nach einiger Zeit nicht mehr weiter zu koennen. Die beiden Maenner vor mir waren nur ein bisschen schneller und entfernten sich langsam aber sicher. Etwas schneller aber sicher entfernte auch ich mich immer weiter von den hinter mir Laufenden.
Ganz leichte Huegel - etwas ziemlich Ungewohntes fuer uns - begleiteten den Weg. Die gerade erst aufgegangene Sonne verbreitete ein ganz besonderes Licht. Meine Race Flats fuehlten sich gut an, so ohne Gewichte an den Fuessen. Das Laufen war ein einziger Genuss.
Wenn sich nicht meine Vorlaeufer immer weiter entfernt haetten und wenn die Markierungen besser gewesen waeren. Die ersten 6 Meilen (9,7 km) ging es noch gut, auch wenn ich ab und zu langsamer werden und Markierungen suchen bzw. Passanten fragen musste, ob sie zwei Laeufer gesehen haetten. Die Wasserstationen kamen planmaessig, planmaessig nahm ich nach 4 Meilen mein erstes Geltuetchen und erreichte die 6-Meilen-Station.
Die Freiwilligen hier feuerten mich an wie wild und waren ganz begeistert von meinem Tempo. Leider so begeistert, dass sie vergassen mir zu sagen, wo ich abbiegen musste.
An der naechsten Kreuzung gab es naemlich keine Markierung und so hielt ich es wie in der Fahrschule: Wenn keiner was sagt, immer geradeaus.
Ich rannte eine Meile geradeaus, bis ich am Ende der Strasse endlich eine Spaziergaengerin mit Hund fragen konnte, ob sich Laeufer gesehen haette. Hatte sie nicht. Ich hatte mich schon immer wieder umgedreht und geschaut, ob mir jemand folgte - es kam keiner.
Das alles trug natuerlich nicht gerade zu einem erhoehten Tempo bei.
Schliesslich entschied ich mich, zur Kreuzung zurueck zu laufen. Dort sah ich dann endlich auch zwei andere Laeuferinnen, die mich wieder auf den richtigen Weg schickten. Na klasse! Zwei Meilen (oder ueber 3km) war ich zu weit gelaufen.
Das hiess natuerlich auch, dass ich zwei weitere Meilen bis zur naechsten Wasserstation hatte. Zum Glueck war es immer noch nicht zu heiss, sodass ich mein Tempo auch ohne Wasser gut halten konnte - ich war erstaunt, wie einfach das ging - und nun ging es darum, langsamere Laeufer "einzusammeln" Es dauerte ewig, bis ich die naechste Laeuferin eingeholt hatte. Fast nie konnte ich ganz sicher sein, ob ich wirklich auf dem richtigen Weg war.
Trotzdem, das Laufen fiel mir immer noch leicht und die Strecke blieb sehr schoen. Wie viele Laeufer ueberholte ich noch? Vielleicht 6 oder 7, keine Ahnung.
Jon konnte ich nicht mehr einholen.
Kurz vor dem Ziel, als der Kurs sich durch Anwohnerstrassen schlaengelte, um die noetigen 13,1 Meilen zu erreichen, verlief ich mich schliesslich noch mal kurz und das vereitelte den letzten Versuch einer Endbeschleunigung.
Durch einen Schlusssprint mit Sicht auf das Ziel konnte ich fuer die letzte Meile gerade noch einen halbwegs akzeptablen Split herausholen und dann war es vorbei.
Vier Maenner und zwei Frauen waren vor mir ins Ziel gekommen, unter ihnen Jon, der zehn Minuten vor mir mit einer Stunde und 45 Minuten gefinisht hatte.
Mein Forerunner verriet mir Zeit und Streckenlaenge: Fuer 15,38 Meilen (27,74km) hatte ich eine Stunde, 55 Minuten und 16 Sekunden gebraucht. Das ist eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 4:39min/km, langsamer als mein Marathon-Zielzeit und ich weiss jetzt auch nicht genau, ob ich damit zufrieden sein soll. Einerseits war es schon etwas zu langsam, aber andererseits muss man auch sehen, dass ich schneller haette laufen koennen, wenn ich nicht stehen geblieben und Markierungen gesucht haette. Die kompletten 15 Meilen fuehlten sich gut an, ich musste mich zu keiner Zeit quaelen, um das Tempo zu halten. Auch war ich einen grossen Teil der Strecke ganz alleine und hatte niemanden, der mich gepusht haette (das hilft normalerweise bei Rennen ziemlich gut...). Ich habe mich ausserdem in dieser Woche keineswegs geschont, sondern bin am Dienstag ueber 22km gelaufen, davon 7x1600 Intervalle. Donnerstag dann ein Brueckenlauf vom Strand nach Hause von fast 20km in 1:43.
Das wird vor dem Marathon natuerlich alles anders gehandhabt.
Es war ein schoener Lauf, das zaehlt ja auch!

Die Erholung sah dieses Mal auch besonders nett aus. Wir sind zum Blue Springs State Park gefahren, um dort zu zelten, in der Quelle zu baden und ein bisschen im Urwald spazieren zu gehen. Gegrillt haben wir auch, aber hauptsaechlich einfach im Schatten auf dem Campingplatz gesessen und es uns gut gehen lassen.
Heute Morgen bin ich dann noch mal 6 Meilen gaaaanz langsam auf dem wunderschoenen Wanderweg des Parks gelaufen, ein Weg, den wir auf jeden Fall noch mal komplett laufen wollen. Danach zum Abkuehlen in den Fluss und nach dem Abbauen des Zeltes noch mal mit Jon schwimmen. Heute Abend will ich auch noch reiten gehen, dann gibt es noch mal herrliche Sandwege, nur dass ich nicht selber laufen muss.

So stelle ich mir ein perfektes Wochenende in Florida vor!

06 April 2007

Ergebnisse Laughlin Half Marathon

Ein bisschen Zeit haben sie sich ja gelassen, aber nun sind doch endlich die offiziellen Ergebnisse online.
Überraschungen gibt es aber keine mehr, die Zeit hat sich nicht verändert und auch nicht der 2. Platz bei den Frauen bzw. der Sieg in meiner Altersklasse.

Ansonsten kann ich nun auch Texas zu den amerikanischen Staaten aufnehmen, in denen ich gelaufen bin. Nicht durch die Wüste, sondern zweimal durch die Großstadt El Paso. Den Grenzübertritt nach Mexiko habe ich mir laufenderweise aber dann doch erspart - nach Ciudad Juarez sind Jon und ich gegangen - und bin auf amerikanischer Seite geblieben. Immerhin wurde ich bei einem Bergauf-Lauf mit einer schönen Aussicht über die Zwei-Nationen-Stadt belohnt.


Hier in Fort Stockton, einem hässlichen heruntergekommenen Kaff mitten in den Great Plains werde ich morgen wohl nicht laufen gehen, sondern lieber warten, bis wir in Del Rio ankommen, denn die Fahrt ist nicht endlos weit und schöner als hier ist es eigentlich überall...

Das nächste Rennen steht ja bald auch wieder an. Jon und ich wollen in einer Woche in New Orleans beim 5-km-Lauf über eine Mississippi-Brücke mitmachen. Da bin ich ja auch mal gespannt.

Meine Reiseberichte aus Mexiko und von den Carlsbad Caverns!

01 April 2007

Heimatlos durch die Wueste rennen oder Laughlin Halbmarathon

Bilder vom Halbmarathon!

Gewonnen! Gewonnen! Gewonnen!
Naja, jedenfalls in unserer jeweiligen Altersgruppe (Jon M 20-29 und ich W 20-29).
Ich wollte ja gerne unter 1:50 bleiben und das Ziel habe ich dank der wahrscheinlich flachsten Rennstrecke der Welt auch geschafft. Es war zwar schon um 9 Uhr, als das Rennen angefangen hat, recht warm in der Wueste, aber die Luft war trocken und klar und zum Laufen besser als an der Kueste.

Natuerlich war es ein ziemlich kleines Rennen und die Organisatoren haben sich scheinbar alle Muehe gegeben, den Startplatz zu verheimlichen - jedenfalls gab es keinerlei Hinweisschilder. Auch die freiwilligen Helfer, die das Rentenalter restlos schon seit laengerer Zeit erreicht bzw. ueberschritten hatten, trugen nicht unbedingt zum reibungslosen Ablauf bei.
Aber dafuer war der Start auf unserem Hotelgelaende, wir konnten laenger schlafen und direkt nach dem Rennen in unserem Zimmer duschen. Der Colorado River, an dem die Halbmarathonstrecke entlang fuehrte, war dann doch noch etwas zu kalt zum baden, aber es gab einen schoenen Pool, den wir auch noch aufsuchen konnten und insgesamt war es ein tolles Rennen.
Ich bin von Anfang an ziemlich schnell gelaufen, weil ich gleich gemerkt habe, dass ich das Tempo auch auf der langen Strecke durchhalten kann. Zuerst gab es natuerlich wieder einiges zu ueberholen, aber da nur an die 300 Teilnehmer am Start waren und die Staubstrasse doch breiter war als ein Wanderweg, war das schnell geschafft und es war genug Platz zum rennen.
Alle 1,5 Meilen gab es Wasser und Gatorade und am Umkehrpunkt dann auch noch Energie-Gel, aber kurz bevor ich den erreichte, rief mich mal wieder Mutter Natur zu sich. Mein altbekanntes Problem mit dem Durchfall, das mich mal wieder eine kostbare Minute kostete. Na gut, ich haette eben doch nicht am Abend vorher die Mandeln essen sollen. Und auch der Mitternachts-Bagel war vielleicht unnoetig.
Immerhin schaffte ich dann doch noch eine Zeit von 1:43:16.9 und das schnellste Tempo, das ich je gelaufen bin (ausser beim Intervalltraining auf dem Sportplatz). Ich konnte Jon vor mir sehen und er kam auch nicht mal eine Minute vor mir ins Ziel (1:42:35.0), aber einholen konnte ich ihn nicht mehr, obwohl er ja wegen seiner Masterarbeit keine Zeit zum Trainieren hatte.
Dafuer konnte ich die ganze Zeit ueber und sogar noch auf den letzten Meilen immer wieder andere Laeufer ueberholen, was beweist, dass ich doch eine ganz gute Ausdauer habe und auch laengere Strecke recht flott zuruecklegen kann. Auf jeden Fall schneller als fast alle anderen Frauen, denn nur eine andere kam vor mir ins Ziel, und die war schon 35, was mir den 2. Platz bei den Frauen und den Sieg in meiner Altersklasse bescherte.
Auch Jon war in seiner Altersklasse Gewinner und bei den Maennern auf dem 10. Platz.


Inzwischen haben wir die Wueste wieder verlassen und sind in Flagstaff in der Naehe des Grand Canyons, den wir morgen besuchen wollen, gelandet. Einen Reisebericht und ein paar Fotos gibt es hier! Ein Fotoalbum gibt es auch zu bewundern.
Ankündigung des Colorado River Weekender

21 Februar 2007

Bergwertung

Ich habe mich ja in letzter Zeit seit dem Pacifica Trail Run fast ausschließlich auf ebener Strecke bewegt, zuerst mal, weil der Halbmarathon in Huntington Beach auch total flach war, dann, weil wir die langen 20-Meilen-Läufe auch nicht in den Bergen machen wollten und seitdem eigentlich einfach nur noch, weil ich es schon so gewöhnt war und es so schön einfach ist und man furchtbar schnell rennen kann.

Der Napa Valley Marathon in 11 Tagen wird zwar auch nicht gerade im Hochgebirge stattfinden, aber ein paar Hügel sind am Anfang doch zu überwinden.
Die jeden Morgen zu laufenden Strecken werden jetzt auch immer kürzer und ich muss nicht mehr im Dunkeln losrennen. Es wird ja endlich wieder früher hell und für kürzere Strecken kann ich später starten.

Also bin ich heute Morgen schon zum zweiten Mal in dieser Woche nicht am Meer entlang, sondern nach Osten in die Berge gelaufen. Das ist ja das Gute an der Halbinsel von Monterey: Ich kann mir immer aussuchen, ob ich Flachland oder Hügel will, Wald oder Meer. Natürlich ist das Gebiet ziemlich stark bebaut, so dass ich bei meinen Bergläufen größtenteils durch Wohngebiete renne, aber ein bisschen Urwald ist auch dabei.

In der Bergwertung bin ich natürlich schon langsamer als auf flacher Strecke und heute Morgen waren mir die Beine auch ein bisschen schwer. Deswegen ist es gut, dass ich mich noch gerade rechtzeitig daran erinnert habe, auch mal wieder ein paar Hügel mit einzubauen.
Für 4,6 Meilen habe ich gestern 48 Minuten gebraucht und heute für 3,4 Meilen (oder 5,5 km) 27:40 min. Auf den Bergabstrecken konnte ich natürlich einiges an Zeit wieder gut machen, die ich bergauf langsamer war.

Damit ich nach diesen Anstrengungen auch gut gestärkt in den Tag gehen kann, gab es danach erstmal lecker Frühstück: Sesame Chicken Wraps mit Zucchini, eine Nektarine und Wackelpudding (zuckerfrei).

16 Februar 2007

Trainingsplan bis zum Napa Valley Marathon

Bis zum Marathon ist es jetzt auch nicht mehr lange hin. Bis dahin halte ich mich mit folgendem Sportprogramm fit.
Der laengste Lauf vor dem Marathon steht jetzt am Sonntag mit 12 Meilen an.

DatumMontagDienstagMittwochDonnerstagFreitagSamstagSonntag
19.-25.Reiten 1h
Schwimmen 1600m
Laufen 4 Meilen
Radfahren mind. 6 Meilen
evt. Klettern
Pilates for Abs
Laufen 3 Meilen
Reiten 1h
Krafttraining
Laufen 5 Meilen
Reiten 1h
Yoga for Abs
Laufen 5 Meilen
Reiten 1-2h
Radfahren mind. 6 Meilen
Pilates for Abs
Laufen 3 Meilen
Reiten 1-3h
Krafttraining
Laufen 10 Meilen
Reiten 1h
Yoga for Abs
26.2.-4.3Reiten 1h
Schwimmen 1600m
Laufen Fartlek 5 Meilen
Radfahren mind. 6 Meilen
evt. Klettern
Pilates for Abs
Laufen 4 Meilen
Reiten 1h
Krafttraining
Laufen 5 Meilen
Reiten 1h
Yoga for Abs
Radfahren mind. 6 Meilen
Fahrt zum Napa Valley
Pilates for Abs
Laufen 2 Meilen
Sports & Fitness Expo
Krafttraining
Napa Valley Marathon

Wie es dann nach dem Rennen weitergeht, sehen wir dann.
Ich moechte aber so schnell wie moeglich wieder regulaer trainieren, denn am 31. Maerz wollen wir den Laughlin Halbmarathon laufen. Doch nach dem Marathon geht wohl auch langsam der Umzugsstress los, denn am 30. Maerz machen wir uns auf die lange Reise quer ueber den amerikanischen Kontinent um in Florida bei Orlando unsere Zelte neu aufzuschlagen.

04 Februar 2007

Pacific Shoreline Marathon

Mein zweiter Halbmarathon ist gelaufen.
Und wir waren zum ersten Mal in L.A.

Das waren so die Haupterlebnisse eines netten Wochenendausflugs, bei dem wir sechs- oder siebenhundert Meilen mit dem Auto gefahren und 13 Meilen gelaufen sind. Naja, ich bin am Samstag Morgen auch noch 3 Meilen gelaufen, aber wir wollen ja mal nicht so genau sein.
Freitag Mittag hat Jon mit von der Arbeit abgeholt und wir haben uns auf den langen Weg nach Los Angeles gemacht. "Driving down the 101" hieß es für die nächsten Stunden.
Driving down the 101 Pismo Beach

Und weil wir ja für das Rennen am Sonntag unsere Kohlenhydratspeicher auffüllen mussten - carbo loading nennt man das hier - ging es kurz vor dem Ziel dann auch gleich in ein sehr nettes mexikanisches Restaurant, wo wir uns an Enchiladas gütlich taten und die Guacamole direkt an unserem Tisch frisch zubereitet wurde. Noch nicht mal das Auto durften wir selber parken, das erledigten Mitarbeiter für alle
Restaurantbesucher. Sowas sind wir ja nun gar nicht gewöhnt.
Das Hostel in Hermosa Beach, in dem wir uns einquartierten, liegt direkt in einem Kneipenviertel, dem Bochumer Bermudadreieck nicht unähnlich aber auch direkt am Strand und alles erinnerte uns hier ein bisschen an Barcelona. Überhaupt ist Südkalifornien viel mehr das, was man sich gemeinhin unter "Sunny California" vorstellt. Irgendwie leichtfertiger und bunter als der Norden und eben mit seinen ganzen Palmen (statt Zypressen wie in Monterey) und dem Baustil irgendwie spanischer und südlicher. Mir hat es sehr gut gefallen.
Wir waren von der langen Fahrt ziemlich müde und so gingen wir nur noch in einen Pub, tranken ein Bier und fielen dann ins Bett. Netterweise hat man uns nämlich ein Doppelzimmer gegeben, obwohl wir eigentlich zwei Betten im Schlafsaal reserviert hatten und auch nur diesen Preis bezahlen mussten. Aber da das Zimmer sowieso leer stand...
Trotz des Partylärms von draußen konnten wir ganz gut schlafen und am nächsten Morgen hielt mich um halb acht nichts mehr im Haus. Ich wollte ja noch meine drei Meilen laufen und war außerdem furchtbar neugierig, wie die Gegend im Hellen aussah. Ich lief also auf dem Pier und der Strandpromenade und war ganz erstaunt, wie viele Leute trotz der frühen Morgenstunde schon unterwegs waren. Es war jedenfalls so warm, dass ich im T-Shirt laufen konnte. Das genoss ich natürlich sehr.
Nach dem Frühstück fuhren Jon und ich dann nach Huntington Beach, wo das Rennen stattfinden sollte. Dabei hatten wir noch Gelegenheit, einen Blick auf Long Beach, den größten Hafen der Westküste, zu werfen.
Long Beach Kreuzfahrtschiff im Hafen von Long Beach

In Huntington Beach fand die Fitness-Messe statt, auf der wir unsere Startnummern und T-Shirts abholen konnten. Dass ich bei dieser Gelegenheit auch noch ein neues Laufshirt und ein paar Energy Chews kaufte, war ja mal wieder klar.
Jon auf der Fitness Expo Lifestyle und Fitness Expo
Meine Schwester war ja von Huntington Beach nicht besonders beeindruckt, aber wir bekamen den besten Teil zu sehen: Auf der Strandpromenade zum Pier, den Pier auf und ab und schließlich die Main Street, wo wir draußen in der Sonne sitzend unser "carbo loading" mit jeder Menge Pasta fortsetzten.
Huntington Beach - Surf City USA Jon in Huntington Beach Main Street Huntington Beach Mittagessen im Longboard Restaurant Kerstin in Huntington Beach Jon und Kerstin auf der Strandpromenade Bunte Windräder auf dem Pier Endloser Sandstrand Endloser Sandstrand Huntington Beach im Marathon Fieber Pazifischer Ozean Surf City USA Surfer paddelt zur perfekten Welle Surfer in Huntington Beach Samstag auf dem Pier Segelboot auf dem Pazifik Smog über L.A. Februar in Kalifornien Jon auf der Strandpromenade

Den Rest des Tages verbrachten wir im Auto, fuhren nach Hollywood,
Angeberauto in Beverly Hills Beverly Hills, CA 90210 Kreuzung mit dem Rodeo Drive Einkaufen im Luxus Rodeo Drive in Beverly Hills Beverly Hills Gebäude mit Turm Hier können ausländische Möchtegernfilmstars ihren Akzent loswerden. Hollywood hinter Stromleitungen
steckten im Stau, kamen nach Santa Monica und schließlich nach Venice Beach - gerade rechtzeitig zum Abendessen.
Sonnenuntergang in Venice Beach Jon in Venice Beach Kerstin in Venice Beach Pier bei Sonnenuntergang Venice Beach Romantische Bucht, Berge und Meer

Wir gingen früh ins Bett, denn der Halbmarathon begann um 7:30 Uhr, wir hatten bis Huntington Beach noch eine Stunde zu fahren und mussten dann in einem Shuttle Bus zum Start gekarrt werden. Das hieß also aufstehen um 4:45 Uhr, Abfahrt vom Hostel um fünf. Ganz schön früh, aber das Leben ist hart für echte Läufer!
Obwohl der Busfahrer sich verfuhr und uns eine Viertelstunde länger als nötig durch die Gegend kurschierte, kamen wir immer noch rechtzeitig auf dem Renngelände an und konnten den Start des Marathons um sieben Uhr mitverfolgen, eine kleine Runde laufen und unsere warmen Sachen abgeben.
Jon in Huntington Beach Geschäftiges Treiben am frühen Morgen Hinter dem Start werden letzte Vorbereitungen getroffen. Menschenmassen Die warme Kleidung kann man beim Sweat Check abgeben. Start zum Marathon Die Marathonläufer legen los. Der Marathon fängt eine halbe Stunde früher an. Warten auf den Halbmarathon Start Kerstin vor dem Rennen Einteilung in Geschwindigkeitsgruppen

Schlauerweise war der Halbmarathonstart in Wellen ausgelegt, bei denen man seines eigenen Tempos gemäß in einer Gruppe lief - oder laufen sollte, denn die meisten hatten sich überschätzt und liefen viel langsamer. Jon reihte sich bei 8:30 Minuten pro Meile ein, ich bei 9 Minuten pro Meile und drei Minuten nach ihm konnte ich dann auch endlich loslaufen.

Jon am Start

Das Rennen war schon länger ausverkauft. Fast 8000 Leute allein beim Halbmarathon, mit dem Marathon und 5km-Rennen zusammen 11000 Teilnehmer! Wir sind auf dem vierspurigen Pacific Coast Highway gelaufen und man sah nichts als Menschen. Verrückt!

Zum Start spielte Musik und Zuschauer jubelten uns zu. Ich lief die ersten Meter langsam, aber immerhin war es ja ein Rennen und ich hatte jede Menge Energie, also fing ich an zu ueberholen. Es war noch ziemlich kalt am fruehen Morgen und im Schatten der grossen Apartmenthaeuser und Hotels, die die Strasse saumten und ich war eigentlich zu leicht bekleidet. Um warm zu werden half nur eins: Laufen! Noch nach zwei Meilen fragte ich mich, ob ich jemals anfangen wuerde zu schwitzen und ob meine Haende jemals auftauen wuerden - fuer den Marathon werde ich wohl ein Paar billige Wegwerfhandschuhe kaufen, die ich nach den ersten Meilen einfach von mir schmeissen kann - und ueberholte schweissgebadete Laeufer. Rechts und links flogen die warmen Sachen in den Strassengraben und als wir endlich in die Sonne kamen, war ich doch ueber meine Kleiderwahl froh.
Kerstin läuft.

Es ging immer am Meer entlang auf dem Pacific Coast Highway. Viel konnte man vom Pazifik allerdings nicht sehen, da sich zwischen Strand und Strasse kilometerlang die Parkplaetze reihten. Im Vergleich zu den Pacific Coast Trail Runs war die Landschaft nicht besonders anregend (links war es flach, Oelfelder, Wohngebiete und Sumpfgebiete boten nicht viel Abwechslung) und die ersten paar Meilen kamen mir lang vor.
Doch dann hatte ich mich eingelaufen und als uns die ersten Halbmarathonlaeufer in einem irren Tempo entgegen kamen, wurde es wieder interessanter, denn jetzt konnte man sich die anderen Laeufer anschauen. Huntington Beach machte seinem Beinamen "Surf City" alle Ehre und hatte ein paar sehr appetitlich aussehen junge Maenner, ganz dem braungebrannten Surfer-Klischee entsprechend - auf die Strecke geschickt, die mit freiem Oberkoerper liefen.
Ausserdem war die Verpflegung waehrend des Laufs ausgezeichnet. nach fast jeder Meile streckten uns unzaehlige freiwillig Helfer, wohl meist Schueler aus Huntington Beach, Becher mit Wasser und einem Sportgetraenk entgegen und alle halbe Stunde gab es Energie-Gel. Perfekt, dachte ich und nahm von allem.
Nach etwa 4-5 Meilen kam schon der erste Umkehrpunkt und nun kamen mir die langsameren Laeufer entgegen. Psychologisch ist das von einigem Wert, denn wenn einem mehr Langsamere als Schnellere entgegen kommen, wirkt das schon anspornend und beruhigend.
Ich lief ein ziemlich flottes Tempo und hatte jede Menge Energie, aber auch ein Problem. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, vor dem Lauf noch mal einen Toilettenbesuch einzulegen, aber die Schlangen waren so lang und die Zeit zu knapp, sodass ich das nicht mehr geschafft hatte. Auch auf der Strecke waren in regelmaessigen Abstaenden Dixie-Klos aufgestellt, aber auch hier gab es Schlangen und ich wollte eigentlich keine Zeit verlieren, aber irgendwann zwischen Meile 6 und 7 musste ich dann doch kurz anhalten. Alle wollten natuerlich schnell wieder auf die Strecke, sodass sich die Wartezeit in Grenzen hielt, aber genau dieser Stopp liess mich letztendlich mein Ziel, unter 1:50 h anzukommen, verfehlen.
Nach der Zwangspause war ich nervoes und lief noch ein bisschen schneller, doch ich konnte die Zeit nicht mehr aufholen, also beruhigte ich mich und lief einfach so schnell ich konnte. Ein Abzweig ins Inland und es ging durch Wohngebiete, wo mehr Zuschauer standen und uns zujubelten. Das war natuerlich noch mal besonders motivierend. Weiterhin hatte ich genug Energie, die ich bei jeder Versorgungsstation neu auftankte.
Als die letzten 2 oder 3 Meilen anbrachen, dachte ich noch, dass ich es unter 1:50 h schaffen konnte, denn das GPS zeigte die Toilettenpause nicht mit an (die Zeit stoppt, wenn ich anhalte). Jetzt war es nicht mehr weit und ich legte noch mal im Tempo zu. Ich sah Laeufer, die auf dem Mittelstreifen gingen und sich wohl verausgabt hatten und einen, der am Rand sass und von seinen Bekannten mit Wasser uebergossen wurde.

Neben den langen Laeufen wurde auch noch ein 5-km-Run/Walk veranstaltet und die Ziellinie war fuer alle gleich. Eigentlich sollten die langsamen Spaziergaenger (oder Walker) links gehen, damit die Laeufer rechts freie Bahn hatten, aber leider hielten sich nicht alle daran. Immer wieder sind wir auf solchen Veranstaltungen und besonders toll ist es nicht, beim Endspurt alles zu geben, wenn man gleichzeitig noch gemuetlich vor sich hin wanderndes Volk umkurven und ueberholen muss. Da sollte die Organisation geaendert werden!
Im Ziel zeigte das GPS 1:49:18, doch meine offizielle Zeit war 1:50:35. Das ist zwei Minuten schneller als bei meinem ersten Halbmarathon, doch das Ziel hatte ich damit nicht erreicht. Naechstes Mal muss ich auf jeden Fall vorher aufs Klo gehen!
Jon im Ziel Kerstin kommt ins Ziel. Kerstin im Ziel

Das Procedere im Ziel: Jeder bekam eine Flasche Wasser gereicht, eine Urkunde, den Chips vom Schuh geschnitten und eine Alu-Decke, um nicht auszukuehlen. Letztere nahm ich zwar, aber noetig war sie nicht, denn inzwischen war es herrlich warm. Lange Reihen von Kisten mit Bananen, Aepfeln, Bagels, Sportgetraenken und Energieriegeln warteten auf die hungrigen Laeufer und dann traf ich auch Jon, der 11 Minuten schneller war als ich. Auf gerader Strecke ist er einfach nicht zu schlagen! Nur bei Berglaeufen naehere ich mich ihm allmaehlich an.
Wir holten unsere warmen Sachen ab und verschafften uns Zutritt in das abgegrenzte Gebiet, in dem wir unsere zwei Bier pro Person bekamen und wo nur Erwachsene ueber 21 Jahren Zutritt hatten.
Jon und Kerstin nach dem Rennen Kerstin nach dem Rennen Jon mit Bier nach dem Rennen Man kann Surf-Skateboard ausprobieren. Eine Band sorgt für die passende musikalische Unterhaltung.

Es war fast Zeit, nach Hause zu fahren, doch vorher wollten wir noch ein bisschen in Hollywood rumlaufen und die vielen im Boden eingelassenen Sterne sehen.
Straßenbau in L.A. In Hollywood schreibt dauernd irgendein Flugzeug was in den Himmel. Sterne auf dem Hollywood Boulevard Jon auf dem Hollywood Boulevard Mexikanisch Essen in Hollywood Jimi Hendrix Eines der vielen Hollywood Kinos Guinness Museum und McDonald's Disney in Hollywood Starwars Fußstapfen vor dem Chinesischen Theater Chinesisches Theater Steven Spielberg Clint Eastwood Hollywood und Shopping Jon und Johnny Cash

Den Super Bowl musste Jon auf der Fahrt im Radio hören und gegen neun Uhr abends waren wir dann auch wieder zu Hause.
Sonnenuntergang am Pacific Coast Highway Heimweg

Hier ist mein Resultat!