07 Januar 2007

31. Berliner Silvesterlauf

31.12.2006
In der Hauptstadt meines Heimatlandes am letzten Tag des Jahres ein Rennen zu laufen - das ist schon was Besonderes und wir wollten uns es auf keinen Fall nehmen lassen, das Jahr sportlich ausklingen zu lassen.
Für den 9,9 km langen Silvesterlauf - auch Pfannkuchenlauf genannt - hatten wir uns schon im November angemeldet und machten uns jetzt am Silvestermorgen mit der S-Bahn von unserem Hostel in der Stadtmitte aus auf den Weg zum Momsenstadion am Grunewald.
S-Bahn zum Momsenstadion Vor dem Rennen Jon kämpft mit der Startnummer
Zu diesem Lauf kommen viele Leute in bunten Kostümen und schon vor dem Rennen wurde die Platzierung für das beste Kostüm vorgenommen.
Die Maus hat nicht gewonnen. Eine Kapelle sorgt für Musik. Die drei besten Männerkostüme
Bevor der Hauptlauf, an dem wir teilnehmen wollten, überhaupt losging, gab es noch verschiedene kürzere Rennen, unter anderem spezielle für Kinder und Frauen.
Streckenradler und Ansager vor dem Kinderlauf Start auf die 2km-Strecke 9,9 km über zwei Berge Jon im Stadion Fleißige Helfer händigen Berliner an die Teilnehmer aus.
Meine Verwandten wollten sich unseren Lauf nicht entgehen lassen und trafen uns am Start.
Das Rennen selber fing langsam an, weil wir uns zu spät am Start aufgestellt haben und zehn Minuten lang erstmal damit beschäftigt waren, andere Läufer zu überholen. Bei 1005 Teilnehmer ist das auch so eine Sache für sich, vor allem, wenn es über relativ schmale Straßen und Waldwege geht. Die Strecke führte uns über zwei ziemlich gemeine Berge, die man in Berlin so eigentlich kaum erwartet hatte und fast durchgängig durch den Wald, auch eine für die Großstadt eher untypische Angelegenheit. Außerdem gab es unterwegs zwar viele Zuschauer, die uns anfeuerten, aber keine Wasserstation. Nach der Hälfte der Strecke konnte ich nur noch an das kühle Nass denken und lief wohl wahrscheinlich schon deswegen schneller, um eher etwas trinken zu können. Mit dem Ergebnis, 52:04 Minuten, kann ich jedenfalls zufrieden sein.
Am Start Kerstin und Jon vor dem Rennen Es geht los! Bergauf Jon kommt ins Ziel Jon mit Urkunde Kerstin kommt ins Ziel Kerstin mit Urkunde nach dem Rennen
Die Verpflegung allerdings war auch nach dem Rennen recht mager: Für jeden Teilnehmer gab es genau einen Berliner und - nach längerem Schlangestehen - auch einen Becher Tee. Man konnte im Stadion duschen, aber wir hatten keine Hadntücher dabei. Alles etwas anders, als wir es aus Kalifornien gewohnt sind.
Wir hatten sowieso keine Zeit, lange zu bleiben,
Jon auf der Spreebrücke Blick nach Osten von der Spreebrücke Friedrichstadtpalast Einzigartiges Berliner Ampelmännchen Graffiti Charlottenburger Straße
denn wir waren noch mit Melanie verabredet, die ebenfalls auf Verwandtenbesuch in Brandenburg war und am Nachmittag mit ihrem Freund Volker nach Berlin kam.
Es war nicht so einfach, am Silvestertag ein offenes Cafe zu finden - alles bereitete sich schon auf den Abend vor - aber irgendwann konnten wir doch unsere heiße Schokolade trinken und um die Wette quasseln. Wir haben uns ja schon ewig nicht gesehen.
Den Jahreswechsel verbrachten wir schließlich bei meinem alten Kollegen Frank und seiner Frau Katrin beim Thailänder und in ihrer Wohnung, da Söhnchen Paul wie immer um sieben ins Bett musste. Vom Fenster aus konnten wir das riesige Spektakel des Berliner Feuerwerks bewundern.
Happy New Year! Happy New Year! Happy New Year! Happy New Year! Happy New Year! Happy New Year! Happy New Year! Happy New Year!

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