Schon wieder so ein irrefuehrender Titel!
Nein, ich bin keinen Marathon gelaufen. Dazu waere ich im Moment ja gar nicht in der Lage.
Ich rede von der 42 km langen Strasse durch Wildnis und Kuhweiden, jede der 26 unsagbar langen Meilen gross und gelb auf den Asphalt gepinselt, die man mit dem Fahrrad nehmen muss um nach St. Cloud zu kommen.
Sie ist so lang, dass man einen Marathon auf ihr veranstalten koennte und so einsam, dass ausser ein paar Kuehen und Rancharbeitern keiner zum Zuschauen und Anfeuern anwesend waere.
Leider muessten die Laeufer ausserdem unterwegs verdursten - was mir gestern fast passiert waere - denn auf den kompletten 42 km gibt es keinerlei Moeglichkeit, seine Wasserflasche aufzufuellen. Wenn man nicht gerade an wildfremde Wohnwagentueren oder einsamen Farmhaeusern mit grimmigen Bewohnern anklopfen moechte. Aber sooo schlimm war mein Durst dann auch wieder nicht als dass ich es mit Rottweilern, Pitbulls und Schrotflinten haette aufnehmen wollen. Ich sollte nur naechstes Mal dran denken, 2 oder mehr volle Wasserflaschen mit auf die Reise zu nehmen.
Was hatte ich nun auf dieser Strasse zu suchen?
Zuerst mal: Ich war auf dem Rad und nicht laufend unterwegs. Da bin ich zum Glueck auf der Marathondistanz doch ein wenig schneller als der gelaufene Weltrekord. Und ich bin natuerlich auch noch weiter gefahren als nur auf der unsaeglichen Nova Road, vor der ich mich durch frueher Erfahrung gepraegt schon vor Antritt der Fahrt gegruselt habe. Sie ist einfach zu lang, zu geradeaus, zu einsam und zu eintoenig. Bei Gegenwind kommt sie einem noch mal doppelt so lang vor.
Also, am Sonntag ist Triathlon und damit fuer mich so ziemlich das Ende meiner Rennradsaison. Ab Montag muss ich mich endlich wieder mehr aufs Laufen konzentrieren, um mich fuer den Halbmarathon in Ohio im September fit zu machen und dann endlich ins Marathontraining einzusteigen. Eine gute Gelegenheit gestern also fuer eine letzte Ueberlandfahrt, denn die Strecke ist einfach zu finden und mit 69 Meilen (111 km) gerade richtig fuer eine Tagestour. Ich bin auch extra Freitag schon gefahren, um mich Samstag fuer den Triathlon noch ein bisschen ausruhen zu koennen.
Um 12 Uhr mittags bin ich also losgefahren, nach 800m hat mein Tacho den Geist aufgegeben, aber davon habe ich mich dann auch nicht weiter beeindrucken lassen. Der erste Stop nach einer halben Stunde wie immer an der County (= Kreis) Grenze am St. Johns River. Als Weggefaehrten hatte ich wie immer meinen kleinen Waschbaeren aus Provincetown (Cape Cod) dabei, den ich von Jon zum Geburtstag bekommen hatte.
Vor der Nova Road haette ich noch mal meine Trinkflasche auffuellen und mir eine zweite Flasche Wasser besorgen sollen, denn es war auch ganz schoen warm (wenn auch bewoelkt), aber ich dachte ich komme schon hin.
Das war ein Fehler!
Die Strasse zog sich in die Laenge wie immer und ich brauchte alle meine Ablenkungsspielchen um durchzuhalten. Zum Glueck hatte ich mein iPod mit Laufpodcasts mit, die ich anhoeren konnte. Nach jeder Meile rechnete ich mir aus, wie lange ich bei einem bestimmten Schnitt a) bis zur naechsten Meile und b) bis zum Ende der Strasse brauchen wuerde.
Ab und zu verzweifelte ich, denn natuerlich hatte der Wind, der die ganze Woche lang fleissig aus Osten geweht hatte gedreht und kam nun aus Suedwesten, also genau daher wo ich hinwollte.
Aber immerhin: Wenn man diesen Marathon dann endlich geschafft hat kommt einem eine einfache Shell-Tankstelle am Ende der Strasse vor wie eine Oase in der Wueste.
Eine Flasche Wasser und eine Flasche Coke Zero waren schnell geleert und schon ging es mir wieder viel besser. Nach einer Kaffeepause mit zwei Donuts etwas spaeter fuehlte ich mich schon wieder ganz frisch und wohl und als ich wieder eine Stunde spaeter endlich ein Starbucks fand war die Welt wieder komplett in Ordnung und nicht mal der Platten, den ich mir 10 km vor Ende der Tour noch einhandelte konnte mich noch sonderlich aufregen.
Im Hotel angekommen sprang ich als erstes in den Pool, auch wenn es mittlerweile regnerisch und frisch war, und legte mich dann fernsehend ins Bett um auf Jon zu warten, der mit dem Truck, zwei weiteren Fahrraedern und unserer kompletten Triathlon-Wochenendausruestung gegen acht Uhr abends endlich auch angereist kam.
19 Juli 2008
Nova Road Marathon
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Kerstin
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17 Juli 2008
Steig auf dein Rad und fahre!
Die Idee ist aus einem anderen Blog geklaut, aber das Video und das Lied haben mir so gut gefallen, dass ich das hier auch noch mal vorstellen muss.
Zumal ja sowieso das Fahrradfieber ausgebrochen zu sein schein!
Morgen fahr ich mit dem Rad nach Clermont, wo Sonntag Triathlon ist.
Und danach wird endlich wieder richtig gelaufen!
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Kerstin
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10 Juli 2008
Mein Triathlon-Training
... neigt sich dem Ende zu.
Nur noch 10 Tage bis zum Sprint-Triathlon in Clermont und damit geht auch die Zeit mit der YMCA-Triathlon-Gruppe zu Ende.
Das bedeutet auch nur noch zweimal Schwimmen morgens um sechs und danach kann ich die fruehe Zeit und Morgen"kuehle" wieder zum Laufen nutzen. Ich muss ja sagen, dass ich mich in den letzten 10 Wochen schon um einiges verbessert habe im Kraulen, aber schnell ist was anderes.
Auch wenn ich nicht superschnell brustschwimmen kann, ich bin immer noch wesentlich schneller als beim Kraulen, und das mit weniger Anstrengung.
Beispiel gefaellig?
23. 6.
400m Brust: 9:45
400m Kraul: 11:48
26. 6.
100m Kraul: 2:34; 2:31; 2:35; 2:46; 2:44
100m Brust: 2:24; 2:23; 2:18
Dann der Road Trip und damit eine Woche Schwimmpause, bis ich Dienstag wieder "ran" musste.
8. 7.
300m Brust: 7:09; 6:56
50m Kraul: 1:22; 1:14; 1:08
50m Brust: 1:09; 1:06; 1:03
10. 7.
100m Brust: 2:18; 2:21; 2:21
100m Kraul: 2:54; 2:47; 2:49
50m Brust: 1:07; 1:06; 1:08
50m Kraul: 1:22; 1:23; 1:18
Diese Zeiten sind fuer mich ein absolut vernuenftiger Grund, im Rennen auf jegliche Kraulversuche zu verzichten.
Auch beim Radfahren habe ich mich waehrend des Trainings verbessert, was ich vor allem auf die langen, mehrtaegigen Touren zurueckfuehre.
Nur als Beispiel hier die erste Fahrt nach dem Boston Marathon, die erste Fahrt nach der viertaegigen Tampa-Tour, die erste Fahrt nach der dreitaegigen Hontoon-Island-Tour und die erste Fahrt nach der Kalifornien-Tour
25 Apr 08; 9.62 Miles; 40:08; 14.38 Mph
27 May 08; 14.18 Miles; 53:23; 15.94 Mph
24 Jun 08; 20.61 Miles; 1:12:18; 17.10 Mph
9 Jul 08; 12.06 Miles; 45:59; 15.74 Mph
Dazu muss ich sagen, dass ich gestern die letzten 5 Minuten absichtlich ganz langsam gefahren bin, denn schliesslich stand ja direkt im Anschluss noch der Lauf an.
Allein vom Gefuehl her ist das Radfahren leichter und nicht mehr so anstrengend wie zu Beginn des Trainings. Ich bin mal gespannt, was ich da im Rennen fuer einen Schnitt rausholen kann! Clermont besitzt so ziemlich die einzigen Huegel von ganz Florida, aber nach dem Bergtraining in Kalifornien und Tennessee brauche ich mir da wirklich keine Sorgen zu machen.
Uebers Laufen brauchen wir im Moment gar nicht zu sprechen. Ich bin zum Heulen langsam und es ist ziemlich anstrengend. Vor dem Road Trip musste ich mehrere Laeufe, die eigentlich 11 km (7 Meilen) werden sollten, abbrechen, weil ich nicht mehr konnte. Nicht aus Schmerzen von meiner Verletzung, die laesst mich naemlich relativ in Ruhe, sondern weil ich zu kaputt war. Das finde ich besonders traurig, weil im Marathontraining meine einfache Standardrunde 13,5 km lang war, die ich in etwas ueber einer Stunde geschafft habe ohne weiter darueber nachzudenken. So seltsam es klingt, aber bei diesem Triathlon wird wohl das Laufen limitierender Faktor sein. Andererseits sollte ich froh sein, dass meine Kondition so im Keller ist und es als Schutz vor Ueberlastung meiner Verletzung sehen. Frustrierend ist es aber trotzdem!
Geuebt haben wir heute mit der Gruppe noch den Wechsel vom Schwimmen zum Radfahren und anschliessend zum Laufen. Dabei sind wir nur einmal um den Parkplatz gefahren und auch nur ein paar Meter gelaufen, um das Ganze zweimal durchspielen zu koennen. Und siehe da, alle hatten beim zweiten Mal bessere Zeiten. Es lohnt sich also doch, sich ein bisschen mehr auf den Wechsel zu konzentrieren als ich es bisher getan habe.
Insgesamt muss ich sagen, dass ich mir von der Gruppe mehr erhofft hatte. Die meisten Versprechungen, die am Anfang gemacht wurden, sind nicht eingehalten worden. Ernaehrungsseminar? Laufschuhanalyse? Anpassen des Fahrrads? Gruppentreffen alle zwei Wochen? Fehlanzeige.
Die Gruppenfahrten und -laeufe am Wochenende konnte ich selten mitmachen, weil wir staendig unterwegs waren und selbst zum Schwimmtraining dienstags und donnerstags in aller Herrgottsfruehe ist der Trainer oft nicht erschienen, ohne vorher (oder nachher) abzusagen. Da sind wir alle schon recht enttaeuscht. Aber auch die Gruppe selber ist nicht besonders regelmaessig zum Training erschienen, mehr als 5 waren wir aeusserst selten, eher 2 oder 3 Leute. Gruppenlaeufe waehrend der Woche gab es nicht. Wenn der Trainer eine email aussendet und die Leute bittet, einen Gruppenlauf zu organisieren, dann kann das doch eigentlich gar nicht funktionieren.
Sehr schoen waren und sind aber meine Laeufe mit Brittany, die wir etwa einmal pro Woche zusammen durchfuehren. Wir haben schon beschlossen, dies auch nach Beendigung des Trainings beizubehalten.
Schon wieder so ein langer Eintrag. Sieht ganz so aus als haette ich im Moment einfach zu viel Zeit. Aber das wird sich sicher bald auch wieder aendern und so geniesse ich es besonders, mich ganz auf mein Training konzentrieren zu koennen.
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Kerstin
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09 Juli 2008
Ein Trainingstag in Florida
So sieht vielleicht in etwa auch der Tag eines Profi-Laeufers aus. Dessen Laeufe sind natuerlich wesentlich weiter und schneller, aber ansonsten koennte ich mir vorstellen, dass es so aehnlich ist wie bei mir heute. Alles darauf ausgelegt, besser zu laufen.
Als erstes hatte ich morgens endlich meinen ersten Termin beim Physioterapeuten. Eigentlich hatte ich den schon am Montag, aber durch die ganze Reiserei hatte ich den vollkommen vergessen. Egal, heute war ich jedenfalls zum ersten Mal da und wurde nach einer langen Aufwaermphase auf dem Ergometer richtig gut durchgedehnt. Alles lief darauf aus, meine schiefen und steifen Hueften schoen geschmeidig und gerade zu bekommen und tatsaechlich war die Therapeutin am Ende der Stunde sehr zufrieden mit mir. Eine Kraeftigungsuebung war auch dabei, bei der ich auf der linken Seite liegend das linke Bein 5 Sekunden lang anheben musste, das ganze 3x20 Mal und mit 2 Pfund Gewicht am Bein.
Ausserdem habe ich Hausaufgaben bekommen und muss die Dehnuebungen jetzt zweimal pro Tag durchturnen.
Ich war also so richtig schoen locker, genau richtig fuer ein nettes Laeufchen. Um halb zehn war ich mit Brittany verabredet. Wir liefen eine halbe Stunde auf dem Cocoa Beach Causeway, der die vorgelagerte Insel mit dem Festland verbindet. Dadurch dass wir auf beiden Seiten vom Wasser umgeben waren, war es zwar natuerlich heiss und schwuel, aber nicht zu schrecklich. Ausserdem hatte sich die Sonne hinter Wolken versteckt. Fuer Florida-Verhaeltnisse gut zu laufen.
Zu zweit laeuft es sich leichter, wir hatten uns viel zu erzaehlen und konnten sogar noch negative Splits rausholen. So soll es sein!
Vorher und nachher gehen wir immer je fuenf Minuten zum Warmwerden. Die Physiotherapie direkt vorher tat ihr uebriges, den Lauf angenehm und schmerzfrei zu gestalten.
Zum Abkuehlen haette ein Profi nun wohl ein Eisbad genommen, aber ich hatte ja den Atlantik direkt vor der Nase. Das muss man ausnutzen, also bin ich statt in eine mit Eiswuerfeln gefuellte Badewanne lieber in den noch einigermassen kuehlen Ozean gesprungen. Wunderbar erfrischend, auch wenn ich schon nach ein paar Minuten am Strand wieder anfing zu schwitzen. Ein kleiner Post-Run-Snack (Muesliriegel und Grapefruit), nochmal ins Wasser und ich machte mich wieder auf den Weg nach Hause.
Unterwegs noch ein paar Lebensmittel fuers Abendessen einkaufen und tanken.
Nach dem Mittagessen (zwei Foccacia-Broetchen mit Calamares und eine rote Paprika) und dem Eintragen meines Laufes ins Trainingslog war ich so muede, dass ich mich erstmal ein Stuendchen hingelegt habe und tatsaechlich tief und fest eingeschlafen bin.
Durch das Mittagsschlaefchen gut ausgeruht und gestaerkt war ich bereit fuer eine Koppeleinheit. Der naechste Triathlon ist nicht mehr weit, am 20. Juli in Clermont, und ich wollte doch vorher noch mal ein bisschen den Wechsel ueben.
Was ich nun absolut nicht verstehe ist ein etwas unpraktisches Phaenomen, das sich seit meinem letzten Sturz an einer roten Ampel immer wieder zeigt. Ich bin mal wieder nicht richtig aus den Pedalen gekommen und einfach zur Seite umgefallen. Normalerweise ja kein Problem und ich selbst war auch nicht verletzt, aber aus dem Vorderreifen war die Luft raus. Kein Loch im Schlauch, nichts was auf einen Platten hinweist. Also aufgepumpt und weitergefahren. Das war schon vor zwei Monaten oder so und seitdem kann der Vorderreifen keine Luft mehr halten. Das heisst, fuer eine Fahrt geht es, auch fuer eine lange Fahrt, sogar die beiden Drei-Tages-Touren in letzter Zeit waren kein Problem. Aber dann ist die Luft wieder komplett raus. In Tennessee und auch heute wieder war keine Luft mehr im Reifen und ich musste ihn komplett neu aufpumpen. Man koennte jetzt mit veraendertem Luftdruck auf der Reise ueber den Kontinent argumentieren, aber damit waere das Raetsel, warum es immer nur das Vorderrad betrifft, auch nicht geloest. Ich habe seitdem immer wieder den Druck im Hinterreifen gemessen und er war immer in Ordnung. Hinten verliere ich keine Luft, nur vorne. Da ich absolut kein Spezialist auf dem Gebiet bin, werde ich das Rad wohl schon wieder zur Reperatur geben muessen.
Immerhin sorgte das Aufpumpen des Rennradreifen, der praller sein muss als ein "normales" Fahrrad, auch heute dafuer, dass ich schon vor Antritt der Fahrt ein bisschen aufgewaermt war. Die Laufschuhe standen in der Garage bereit und nach 45 Minuten unspektakulaerer Fahrt kehrte ich nach Hause zurueck. Ich achtete darauf, die letzten 5 Minuten nicht mehr zu viel Gas zu geben, oeffnete schon mal die Klettverschluesse der Radschuhe und zog die Fuesse nur mal so zum Ausprobieren noch beim Fahren aus den Schuhen, die ich an den Pedalen angeklippt liess. Ich glaube allerdings, dass mich diese Technik doch zu viel Zeit kostet, vor allem weil ich nicht mehr viel Zeit zum Ueben habe. Im Rennen sollte ich dann doch lieber die Schuhe erst in der Wechselzone ausziehen.
Heute Nachmittag schluefte ich flink in die Laufschuhe, die ich dank der Gummi-Schnuersenkel nicht mal mehr schnueren musste und war eine halbe Minute spaeter schon wieder unterwegs.
Da ich ja langsam wieder anfangen muss, heute Morgen schon eine halbe Stunde gelaufen bin und die Radtour doch in den Beinen spuerte hatte ich mir zwei Meilen (3.2 km) vorgenommen, die ich in unter 16 Minuten schaffen wollte. Zur Halbzeit sah es mit 8:11 noch nicht so aus, aber ich hatte mich inzwischen vom Radeln erholt und konnte noch einen Zahn zulegen. Nach 15:52 Minuten kam ich gluecklich und zufrieden wieder zu Hause an. Natuerlich darf man danach die 5 Minuten Joggen und 5 Minuten gehen nicht vergessen, auch wenn das bei dem Wetter nicht wirklich zur Abkuehlung beitraegt. Immerhin geht der Puls runter und das ist ja auch schon mal was.
Das Wasser aus dem Gartenschlauch, mit dem ich mich schliesslich abduschte, war nicht kalt genug um mich wirklich komplett abzukuehlen, aber das war im Prinzip auch gar nicht schlimm, denn so waren meine Muskeln zum anschliessenden Yoga immer noch gut angewaermt. Ich hatte schon gedacht, es nicht mehr bis 5 zum Fitness Center zu schaffen, aber dann hat es doch geklappt und zum zweiten Mal am Tag wurde ich eine Stunde lang so richtig schoen durchgedehnt und entspannt. Eine neue Lehrerin gestaltete die Stunde etwas anstrengender als sonst, aber sehr effektiv. Neben dem Dehnen kam die Kraeftigung nicht zu kurz und ich kam sogar wieder ins Schwitzen. Hier verstand mal wirklich jemand sein "Handwerk".
Wunderbar entspannt kam ich nach Hause, wo Jon schon auf mich wartete und machte mich an die Zubereitung des Abendessens.
Ein Vorteil an dem Road Trip ist, dass ich durch das ganze Fast Food, das wir auf der Reise an Truck Stops und Tankstellen gefuttert haben, wieder sehr motiviert bin, selber zu kochen und gutes, gesundes Essen auf den Tisch zu bringen. Es geht doch nichts ueber frische Zutaten und Porzellangeschirr!
Das Rezept fuer die Fajitas, ein leckeres mexikanisches Gericht, hab ich vor Ewigkeiten aus einer Kaesepackung ausgeschnitten und in Kalifornien ziemlich oft gemacht, weil es eins der wenigen Gerichte ist, die Jon auch mag.
Es geht so:
1 Zwiebel und 2 Paprika in duenne Streifen schneiden
Zwiebel mit 1 Essloeffel Olivenoel bei mittlerer Hitze 4-5 Minuten in der Pfanne braten, bis sie glasig wird. Oft umruehren.
Die Paprika hinzugeben und 2-3 Minuten lang weich kochen.
1 Pfund (0.45 kg) Shrimp (ich habe Krebsimitat genommen) hinzugeben und 3-5 Minuten weiter kochen, bis das Fleisch durchgebraten ist.
Salz, Pfeffer, Chilipulver und 3 Essloeffel Zitronensaft hinzugeben und umruehren.
10-12 Tortillas (wir hatten nur vier Vollkorntortillas) in der Mikrowelle aufwaermen und mit Kaese, kleingeschnittenen Salatblaettern und Tomaten, Salsa, Sauercreme (wir hatten die fettfreie Variante) und Guacamole (habe ich aus einer Avocado und Guacamole Mix frisch gemacht) servieren.
(Dazu gab es bei uns noch schwarze Bohnen und braunen Reis)
Wenn das nicht ein idealer Lauf- und Triathlontag war, dann weiss ich auch nicht. Langweilig war es auf jeden Fall schon mal nicht und dann noch mal nicht zu anstrengend! Morgen frueh muss ich wieder um 6 in den Pool huepfen, deswegen wird dieser Tag wohl sehr bald fuer mich zu Ende sein.
Zwischendurch habe ich noch ein interessantes Video gefunden, in dem der Aufbau der Wechselzone beim Triathlon erklaert wird und worauf man besonders achten muss. Sehr interessant!
<-KLICK->
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Kerstin
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17:08
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02 Juli 2008
Die reinste Berg- und Talfahrt
... war die dreitaegige Radtour zum Yosemite National Park.
Nicht gerade einfach fuer meine bergentwoehnten Beine, aber Kalifornien ist einfach so wunderschoen - die Schoenheit springt einem foermlich ins Gesicht und schreit einem ins Ohr - dass man die ganzen Strapazen dafuer gerne auf sich nimmt. 205 Meilen oder 330 km, ungezaehlte Hoehenmeter rauf und runter habe ich seit Montag mit dem Rennrad zurueck gelegt.
Dem Triathlon in den laecherlichen Huegelchen von Florida in ein paar Wochen kann ich nach diesem Bergtraining in der Sierra Nevada jedenfalls nun recht gelassen entgegen sehen. Turlock liegt etwa auf Meereshoehe, waehrend der hoechste Punkt im Yosemite Valley bei 1220 Hoehenmetern liegt. Teilweise habe ich Steigungen von 8% und steiler bewaeltigt. Natuerlich war ich da nicht mehr besonders schnell und haette mich selber vielleicht sogar laufend ueberholt, aber dafuer waren auch die Abfahrten einfach nur klasse. Mit ueber 50 km/h die Berge hinunter zu sausen hat schon was! Die Strassen waren dabei nie so steil und die Kurven nie so eng, dass ich Angst haben musste aus der Kurve zu fliegen.
Ich bin immer noch in Kalifornien, aber morgen Nachmittag werden wir vier Pferde verladen und uns wieder aufmachen auf den Weg nach Florida. 5000 km liegen vor uns, die wir bis Sonntag Abend schaffen muessen. Mit dem Auto natuerlich. Und danach brauch ich erstmal Ferien!
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Kerstin
um
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30 Mai 2008
Auf dem Weg zur Besserung
Ach, was tat das gut!
Eine Stunde Stretching heute Morgen - dabei gut aufgepasst, dass ich den gezerrten Muskel nicht reize - und ich war vollkommen entspannt und geloest. Wenn das nicht mal gute Voraussetzungen fuer einen kleinen Testlauf sind. Eigentlich hatte ich ja gedacht, ich besuche noch mal den Crosstrainer, aber vor allem nach dem Dehnen fuehlte ich mich so gut und schmerzfrei, dass ich es doch glatt drauf ankommen lassen habe. Die vom Arzt verordnete Woche Laufpause ist schliesslich rum und die Versuchung einfach zu gross.
Also ab aufs Laufband, damit ich jederzeit abbrechen konnte falls es doch noch weh taete.
Und meiner neuen, verbesserten Laufroutine getreu habe ich auch ganz langsam angefangen, erstmal 5 Minuten gehen, dann 5 Minuten joggen und dann wurde es spannend: Wiederum ganz langsam habe ich die Geschwindigkeit erhoeht, angefangen bei 9.8 km/h und jede Minute ein bisschen schneller, bis ich bei 11.7 km/h war. Das sind fuer mich jetzt nicht wirklich rasende Geschwindigkeiten, aber die Idee war ja auch, den Muskel nicht weiter zu reizen, sondern den Kreislauf anzuregen und mehr sauerstoffreiches Blut durch den Koerper zu schicken um die Heilung zu beschleunigen.
Naja, gut, ich gebe zu, die Idee war eher, dass ich einfach wieder laufen wollte, es aber gleichzeitig nicht uebertreiben, vor allem auch im Hinblick auf den Triathlon am Sonntag. Aber die Theorie mit dem Kreislauf und so hoert sich gut an und ist bestimmt auch nicht ganz verkehrt.
Jedenfalls ging das Ganze erstmal 18 Minuten lang so weiter, ich war bereits wieder dabei die Geschwindigkeit zu reduzieren - immer noch keine nennenswerten Schmerzen - bis die Verdauung soweit angeregt war, dass ich eine kleine Pause einlegen musste. Was mir natuerlich in dem Moment ein besserer Grund war als den Lauf auf Grund von Schmerzen abbrechen zu muessen.
Auch beim zweiten Teil blieb ich furchtbar vernuenftig, fing wieder mit 9.8 km/h an und steigerte mich diesmal alle zwei Minuten, bis hin zu 11.3 km/h. Ich konnte mir das Grinsen nicht verkneifen. Ich lief! Ab und zu zwickte es noch ein bisschen, aber das war nicht der Rede wert.
7,3 km in 39:50 waren es am Ende, nicht mitgerechnet die Aufwaerm- und Abkuehl-Geh- und Jog-Phasen. Damit war ich ja sowas von zufrieden und gluecklich, das glaubt man gar nicht.
Mein weiterer Plan sieht nun so aus, es auch weiterhin langsam angehen zu lassen und erstmal auch nicht jeden Tag zu laufen, sondern weitgehend dem Marathon-Erholungsplan meines neuen schlauen Buches "Advanced Marathoning" zu folgen, bei dem das Laufen schrittweise innerhalb von 5 Wochen wieder auf "Normalstand" gebracht wird. Ein Schritt, denn ich direkt nach Boston haette unternehmen sollen. Aber ich denke mir auch, besser spaet als nie.
Bis auf den Triathlon am Sonntag, zu dem wir schon angemeldet sind und bei dem ich den Laufteil auch gaaaaanz ruhig angehen will habe ich alle Rennen fuer Juni gecancelt und werde mich voellig auf die Genesung konzentrieren. Die Laufbahn muss ich natuerlich auch erstmal meiden und ueberhaupt soll das Tempo 5min/km nicht ueberschreiten. Danach habe ich immer noch genug Gelegenheit, wieder schneller zu laufen. Ich werde auch in der naechsten Zeit weiterhin viel auf dem Laufband laufen oder auf nicht-asphaltierten Wegen, um den Aufprall zu daempfen.
Aber im Prinzip bin ich jetzt einfach nur froh, dass ich wieder laufen kann! Ich hoffe dieser Vorfall hat mich gelehrt, das Ganze nicht mehr zu selbstverstaendlich hinzunehmen, sondern besser auf meinen Koerper zu achten damit solche Verletzungen nicht zur Tagesordnung werden. Schliesslich will ich schneller und besser werden und das bringt nun mal ein groesseres Risiko mit sich. Ich muss lernen, dieses Risiko soweit wie moeglich einzudaemmen und mein Training intelligenter zu gestalten!
Zum Lesen:
So kommt man nach Olympia
Eingestellt von
Kerstin
um
11:10
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Labels: Internet, Training, Triathlonplanung, Wehwehchen
02 Mai 2008
Cocoa YMCA "TrYathlon" Training Camp
Ich habe ja noch nie in einer Gruppe trainiert, immer nur für mich alleine oder mit Jon, aber ich bin auch immer auf neue Erfahrungen aus und habe mich deswegen zum Triathlon Training angemeldet.
Im Sommer ist es so heiß in Florida, dass Radeln und Schwimmen eine willkommene Abkühlung und Alternative zum Laufen sind - was ich natürlich auch weiterhin täglich tun werde.
Triathlon bietet mir die Möglichkeit, meinen hohen Fitnessgrad aufrecht zu erhalten ohne dabei vor Hitze zu zerfließen.
When: May 1 - July 20
Where: The Cocoa YMCA Family Center
Race: July 20, 2008 - Central Florida Triathlon Series Race #2
Race Location - Waterfront Park, Clermont Florida
Camp outline:
The Cocoa YMCA TrYathlon Camp is designed for beginner to advanced Triathletes. Your Camp Registration fee will include the following:
· Race Registration
· YMCA TrYathlon Team Shirt
· Team Water Bottle
· USAT Registration for that days race
· Scheduled workouts as well as online workouts if you can not make one of the sessions.
· Experienced and highly motivated coaches and teammates
· Seminars on nutrition, bike maintenance, training safety, transitions and more!!
· Fun and motivated group
· Challenging but not impossible workouts
· Great way to stay in shape
Dieses Angebot kam da natürlich gerade recht und gestern Abend hatten wir das erste Gruppentreffen. Ich bin wirklich mal gespannt wie das wird. Es sind Anfänger dabei die noch nicht mal eine Bahn schwimmen können, aber auch zwei Ironman Veteranen. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf das erste Training am Montag, auch wenn ich dafür unglaublich früh aufstehen muss, da es wohl voraussichtlich schon um 5:30 morgens im Pool losgeht!
Vom Laufen her konzentriere ich mich bis Anfang August mehr auf die kurzen Strecken und möchte bis dahin meine 5-km-Zeit deutlich verbessern. Am liebsten ja auf unter 19 Minuten, aber da muss man erst mal sehen ob ich das hinkriege. Jedenfalls laufe ich im Moment ganz viel auf dem Sportplatz und mache ein High School Trainingsprogramm, das ich im Internet gefungen habe. Zur Abwechslung macht dieses sehr strukturierte Training auch sehr viel Spaß und ich bin sicher dass es mir helfen wird, noch um einiges schneller zu werden. Durch die kürzeren Strecken auch bei normalen Trainingsläufen kann ich mich gut an ein flotteres Tempo gewöhnen. Auch Jon kommt dieses Programm sehr gelegen, denn so hat er in der Schule trainiert und er freut sich auch, wenn das Training nicht mal eine Stunde dauert. Leider hat er sich Dienstag auf dem Sportplatz einen fiesen Krampf in der Wade geholt, der ihn immer noch schmerzhaft am Laufen hindert. Ich hoffe, dass er morgen trotzdem mit mir am 2-Meilen-Lauf in Melbourne Beach teilnehmen kann.
Außerdem werde ich zusehen, dass ich wenn es richtig heiß wird einige Läufe aufteile und lieber morgens alleine und abends mit Jon oder auch mal auf dem Laufband laufe. Um Kondition brauche ich mir im Moment nicht so viele Gedanken zu machen, die ist vom Marathon immer noch gut vorhanden und wird durch das Triathlon Training aufrecht erhalten.
Das wird ein schöner Sommer. Ich freu mich schon!
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Kerstin
um
05:24
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Labels: Cross Training, Intervalltraining, Schwimmen, Training, Triathlonplanung
27 April 2008
Marathon bestätigt Relativitätstheorie
Ich bin schon aufgeregt.
Denn ich mache mich jetzt auf zu meinem ersten langen Lauf nach dem Marathon.
Ui, da will ich mal nicht zu schnell losrennen, denn wer weiß ob ich sonst durchhalte.
Die Oberschenkelmuskeln kann ich zwar immer noch ein bisschen spüren, aber seit der Stretching-Stunde Freitag Morgen im Fitness Center kann ich sogar wieder völlig problemlos treppab laufen. Das ist ja das schönste Geschenk, wenn man sich nicht mehr am Geländer runterhangeln muss.
Jedenfalls ist es lustig, wie sich die Perspektiven verschieben nach so einer Anstrengung.
Mein langer Lauf heute wird nämlich kürzer ausfallen als meine normalen Trainingsläufe vor dem Marathon.
50 Minuten will ich unterwegs sein. Das kommt mir unheimlich lang vor heute, während ich über solche Strecken vorher nur lachen konnte. Da kann man mal sehen. Aber ich freu mich schon. Ich hab von der Regeneration jetzt schon die Nase voll und will endlich wieder richtig laufen. Aber diesmal werde ich alles langsam wieder aufbauen.
Immerhin gibt mir der Sommer nun Zeit für andere Sachen: Ich habe mich zur Triathlon-Trainingsgruppe des YMCA angemeldet, die am 1. Mai losgeht und will auch noch bei einem oder zwei Reitturnieren mitmachen. Der nächste 5km-Lauf steht fest am 10. Mai, der letzte Lauf der Running Zone Race Series. Es wird also nicht langweilig.
Der nächste Marathon ist natürlich auch schon wieder angedacht, und zwar im Winter in Arizona. Da gibt es am 7. Dezember den Tuscon Marathon und am 19. Januar den Rock'n'Roll Marathon in Phoenix. Jon tendiert im Moment mehr zu Tuscon und das hört sich für mich auch ganz gut an.
In Arizona ist es auch im Winter warm, aber dafür ist das trockene Klima in der Wüste viel besser und angenehmer zum Laufen. Außerdem hat der Marathon insgesamt 670m Gefälle und ist daher für schnelle Zeiten bekannt. Meine Oberschenkel werden sich bedanken, aber das ist mir dann auch egal.
Vielleicht wird es dann ja was mit 3:09?
So, jetzt muss ich mich aber mal langsam aufmachen zu meinem langen Lauf. Wir wollen nämlich heute auch noch Kayakfahren und darauf freue ich mich schon seit langem!
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Kerstin
um
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Labels: Cross Training, Marathonplanung, Pferde, Training, Triathlonplanung, Wehwehchen
03 April 2008
swimplan.com
That’s a neat website that creates customized swim workouts for free.
Gone shall be the days of just doing lap after lap after lap after… and so on.
This might actually be more effective and help for triathlons later in the summer.
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Kerstin
um
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Labels: 43 Dinge, Cross Training, Internet, Schwimmen, Triathlonplanung, Video
01 April 2008
Laufen im März - Rückblick und Vorschau
Der dritte Monat des Jahres ist um. Ich bin 298.76 Meilen (480.8 km) in einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 7:57/Meile gelaufen, was einem 4:56er Kilometerschnitt entspricht.
Wenn man sich dagegen den März 2007 mit 194.6 Meilen (313.2 km) bei einer Pace von 9:15/Meile (5:44/km) anschaut könnte man fast meinen, ich hätte mich noch viel mehr gesteigert als es in Wirklichkeit der Fall ist.
Während ich letztes Jahr schon Anfang März den Napa Valley Marathon, meinen allerersten Marathon überhaupt, gelaufen bin und mich den Rest des Monats davon erholt habe, stand der März 2008 vollkommen im Zeichen der Marathonvorbereitung für Boston. Klar, dass ich da schneller und mehr laufe als im Regenerationsmonat vor einem Jahr.
Allerdings muss ich sagen, dass ich im Januar und Februar letztes Jahr auch nicht schneller war als im März und mehr gelaufen bin ich auch nicht.
Na gut, dann also zurück zum März 2008.
Mit 78.61 Meilen (126.5 km) war die letzte Woche wohl für mich ein Streckenrekord. Ich glaube nicht, dass ich jemals so viele Meilen in einer Woche gelaufen bin. Aber ich habe auch gemerkt, dass so ein Pensum ganz schön auf die Kraft geht und viel Zeit in Anspruch nimmt.
Ich laufe ja gerne, aber jeden Sonntag diese langen Läufe und man kann an dem Tag nichts anderes mehr machen, das wird doch langsam ein bisschen viel. Ich freue mich schon auf die Zeit nach dem Marathon, wenn ich auch wieder mehr Zeit für andere Aktivitäten, lange Ausritte, Radtouren mit Jon, Klettern, Ausflüge usw. habe. Dann fängt das Triathlon-Training wieder an und auch darauf freue ich mich schon ganz besonders, vor allem weil auch Jon, obwohl er nur ein Mountain Bike hat, so einen Spaß am Triathlon hat. Aber er ist ein recht flotter Schwimmer, beim Radeln so stark, dass er viele Rennradfahrer einholen kann und wenn er sie da nicht kriegt, beim Laufen hat er sowieso wieder die Nase vorn.
Im März bin ich jedenfalls nur lächerliche 34.84 Meilen (56 km) geradelt und 2.48 Meilen (keine 4 km) geschwommen.
Im Gegensatz zum März 2007 mit seinen 192.2 geradelten (309.3 km) aber auch nur 2 geschwommenen Meilen ist das natürlich extrem wenig. Zu der Zeit bin ich jedoch auch oft mit dem Rad zur Arbeit gefahren, weil wir noch in Kalifornien gewohnt haben, das zählt natürlich auch mit.
Das Laufen hat mich letzten Monat so in Anspruch genommen, dass ich auch nur 25.43 Meilen (41 km, im Vorjahr 43.2 Meilen oder 69.5 km) geritten bin, aber dafür habe ich diese Einheiten intensiver genutzt als sonst und habe viel Neues gelernt und mich mit meinem Pferd weiter entwickelt, anstatt immer nur in der Gegend “rumzudaddeln”. Am Samstag werde ich sogar statt an einem Laufwettkampf teilzunehmen mein erstes Turnier in Amerika und mit diesem Pferd reiten. Da bin ich auch schon mal gespannt!
Vor genau einem Jahr, am 30. März 2007, sind wir aus Kalifornien abgereist. Am 31. März habe ich in Laughlin zum ersten Mal beim Halbmarathon mit 1:43:16 (7:52/Meile) die 1:45er-Grenze geknackt.
Dieses Jahr gab es trotz einiger Rennen (Halbmarathon in Sarasota 1:34:59, 3 km im Zoo 11:48, 10 km in Melbourne 44:33, 15 Meilen in Brooksville und zwei Air Force Läufe) nur neue Bestzeiten, weil ich die Strecke noch nicht oder noch nicht im Flachland gelaufen bin. Einerseits schiebe ich das auf das harte Training, andererseits kommt es mir aber auch so vor, dass ich nun nach fast zwei Jahren so eine Art Plateau erreicht habe, von dem es von jetzt an deutlich schwieriger wird, noch schneller zu werden. Letztes Jahr fielen die Bestzeiten mit jedem neuen Rennen, diesmal werde ich da wohl ein bisschen mehr für tun müssen.
Trotzdem, ich glaube, es bleibt spannend. Das Laufen macht mir nach wie vor großen Spaß und es ist herrlich, dass ich es mit meinem Mann zusammen machen kann. Wir haben uns für dieses Jahr einiges vorgenommen, unter anderem wollen wir Mitte Juni in Miami an einem offenen Leichtathletik-Fest teilnehmen, eine Erfahrung die für mich komplett neu ist, Jon aber sicher an seine Zeit als High School Läufer erinnern wird.
Aber erstmal geht es nach Boston und darauf freue ich mich natürlich schon ganz besonders, auch wenn ich in der langsamen Startgruppe, dafür dort aber unter den ersten, starten werde.
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Kerstin
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07 März 2008
Southernmost Intervals
Scheinbar habe ich immer nur im Urlaub wunderbare Laufbahnen, so wie letzten Dienstag die herrliche rote Tartanbahn der Key West High School. Damit sich das auch richtig lohnt, sollte ich 7x1000m laufen. Und das bei der Hitze, die in der südlichsten Stadt Amerikas jahrein, jahraus herrscht. Ich muss ja sagen, da ist mir sogar unser Asphaltplatz hier im Ort, den ich mit penetranten Innenbahn-Walkern und Roller-Kindern, die mir fast über die Füße fahren, teilen muss, schon fast lieber. Solange moderate Temperaturen herrschen, nehme ich das alles in Kauf.
Natürlich hat mein Läuferherz beim Anblick des Sportplatzes in Key West höher geschlagen und den ersten 1000er bin ich dann auch gleich viel zu schnell gerannt. Aber spätestens nach der ersten Runde wurde ich doch wieder daran erinnert, WIE schrecklich der Sommer in Florida ist. Und erneut habe ich mir geschworen, diesen Herbst KEINEN Marathon zu laufen, sondern lieber für kürzere Sachen und Triathlons zu trainieren. Das hält ja keine Sau aus!
Bestätigt wurde der Entschluss am nächsten Morgen, als mir die 4 Meilen länger vorkamen als meine sonst üblichen 8. Das kann ja wohl nicht sein!
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Kerstin
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09:17
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22 Februar 2008
Mein Schwimmtrainer
... ist gleichzeitig auch mein Vater und endlich haben wir es heute mal zusammen ins Schwimmbad zu gehen und ich hatte meine erste Kraulstunde.
Meine Güte, auf was man da alles achten muss! Arme, Beine, Atmen und dabei versuchen kein Wasser zu schlucken und nicht zu ertrinken. Das ist gar nicht so einfach. Wenn es mit den Armen einigermaßen ging, haben die Beine nur so vor sich hin gezappelt, wenn ich auf die Beine geachtet habe, bin ich fast erstickt, weil ich nicht genug Luft bekommen habe und wenn ich dann doch mal atmen wollte, hat der Kopf natürlich wieder zu weit aus dem Wasser geschaut.
Zum Glück hatte ich einen sehr geduldigen Lehrer und früheren Leistungsschwimmer dabei, der mit mir Bahn um Bahn gezogen hat.
Ich muss mir jetzt doch mal ein Schwimmbrett besorgen, damit ich diese vielen verschiedenen Aufgaben aufteilen und getrennt üben kann.
Weitere Trainerstunden werden aber auf jeden Fall gemacht, schließlich muss ich das ja ausnutzen!
Und wenn meine Eltern im April wieder abreisen, bin ich hoffentlich fast Profi im Kraulen und kann in der nächsten Triathlonsaison vielleicht auch wenigstens mal mithalten.
Bis dahin werde ich aber wohl noch so einige Kacheln zählen müssen!

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Kerstin
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02 Januar 2008
Ziele 2008
Das erste große Ziel des Jahres ist natürlich der Boston Marathon am 21. April, einen Tag vor meinem 31. Geburstag.
Ich habe am 31. Dezember mit dem Training angefangen, genauer mit dem VETERAN TRAINING PROGRAM der Boston Athletic Association
Die richten das Rennen ja nun schon seit 112 Jahren aus und müssen jetzt wissen, was sie tun und wie man am besten dafür trainiert.
Ich möchte auch versuchen, mich so genau wie möglich an den Plan zu halten.
Beim letzten Mal habe ich vielleicht ein bisschen zu oft Umstellungen vorgenommen. Diesmal soll das besser werden.
Als Zielzeit setze ich wieder die 3:20. Schwüle und Hitze werden mir diesmal wohl nicht in die Quere kommen, dafür hoffe ich, dass mir der Heartbreak Hill nicht das Herz (oder die Beine) bricht.
Vor dem Marathon stehen noch zwei Halbmarathons auf dem Trainingsplan. Ich bin mir noch nicht 100% sicher, welche das sein werden, aber die 1:30 zu knacken wäre schon klasse. Wenn es damit im Frühjahr nicht klappt, bleiben aber auch im Herbst noch ein paar Halbmarathons um das zu schaffen. Einen Herbstmarathon möchte ich nach Möglichkeit nicht laufen, aber vielleicht wieder einen Trail Ultra. Mal sehen.
Meine 5 km Zeit würde ich ja schon gerne bis Ende des Jahres auf sub 19 verbessern. Dafür werde ich im Sommer hart trainieren und man wird mich vermutlich des Öfteren auf dem Sportplatz beim Intervalltraining antreffen.
Außerdem ist im Sommer wieder Triathlon-Time. Wir wollen bei einem größeren Triathlon olympischer Distanz mitmachen, nicht wieder so ein Popel-Ding mit nur 150 Teilnehmern oder so. Ich habe noch nichts gefunden, bleibe aber dran. Das heißt, ein Ziel muss auch darin bestehen, Kraulen zu lernen. Mein Vater war früher Leistungsschwimmer und wird mir das hoffentlich von Januar bis April beibringen können.
Die 10 km laufe ich eigentlich nicht so gerne, aber auch da möchte ich gerne eine neue Bestzeit erreichen und unter 40 Minuten bleiben. Das kommt mir schon sehr schnell vor, aber auch dieses Ziel gilt bis Ende des Jahres. Ich habe also noch viel Zeit.
Ich möchte 2008 nicht mehr wahllos viele Rennen laufen, sondern besser aussuchen und nur bei größeren Sachen mitmachen, bei denen man idealerweise auch noch Geldpreise gewinnen kann. Nicht, dass ich auf einem gierig würde, aber bei diesen Läufen gibt es mehr Konkurrenz und Ansporn und es kann ja auch nicht sein dass ich, wie letztes Jahr, bei fast allen Rennen irgendwie platziert werde. Sei es in meiner Altersklasse oder überhaupt. Einen 5 km Lauf mit 21 Minuten zu gewinnen kann ja echt nicht sein!
Ziel: Nicht mehr als zwei Läufe pro Monat, sorgfältig ausgesucht.
Davon ausgenommen sind aber die 5 km Läufe auf der Base, bei denen man kein Startgeld bezahlen muss.
Ein weiteres Ziel betrifft mein Gewicht, dass ich gerne endlich wieder unter 58 kg hätte. Mit weniger Ballast läuft es sich eben doch schneller.
Und jetzt geh ich erstmal laufen. Es hat sich gewaltig abgekühlt und das Thermometer zeigt heute morgen nur 3 Grad an. Das finde ich bitterbitterkalt!
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Kerstin
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04 November 2007
In der Hitze des Gefechts
Den ganzen Sommer und einen grossen Teil der Herbstes lang habe ich mich immer wieder gewundert und auch ein bisschen geaergert, dass ich bei Rennen zwar recht flott unterwegs bin, aber im Training meist immer noch furchtbar vor mich dahingeschlichen bin und ausser beim Intervalltraining ganz selten mal auf ein Durchschnittstempo unter 5 min/km gekommen bin. Dabei hatte ich diese "magische" Grenze zumindest fuer kurze Laeufe eigentlich schon im Fruehjahr in Alabama erreicht bzw. war kurz davor.
Dann ich mir aber etwas in die Quere gekommen, und erst jetzt, da auch hier in Florida die Hitze endlich nachlaesst und die Luft trockener wird, weiss ich, was es ist.
Ich dachte eigentlich, ich haette mich recht gut an die Hitze gewoehnt und mir hat es auch gar nicht so viel ausgemacht, bei Hitze zu laufen, aber normale Trainingslaeufe gingen eben meist nur im Schleichtempo - verglichen mit Rennen und Intervalltraining.
Wahrscheinlich ist es nur den ganzen Wettkaempfen zu verdanken, dass ich trotz dieser erschwerten Bedingungen doch noch einigermassen voran gekommen bin.
Seit ein paar Tagen hat sich das Wetter geaendert. Es wird vor allem nachts kuehler und die Luftfeuchtigkeit ist nur noch halb so hoch. Das hatte gestern Nachmittag den fuer mich genialsten 20-Meilen-Lauf aller Zeiten zur Folge. Die ersten 21 km - also bis zum Halbmarathon bin ich mit Jon gelaufen und zwar in 1:59 relativ langsam und verhalten. 
Danach ist er beim Truck geblieben und ich bin noch mal fast 11 km alleine gelaufen. Eine Endbeschleunigung wie sie Vater Greif nicht besser hingekriegt haette, sogar ein bisschen schneller als im geplanten Marathontempo. Und das Ganze auch noch mit Trinkrucksack auf dem Buckel. Alle Bedingungen waren ideal: Der Weg war eine breite gerade Staubstrasse, der ideale Untergrund zum Laufen, nicht zu hart und nicht zu weich. Wir hatten vorher mit lecker Spaghetti, Weissbrot und Salzbrezeln ordentlich Carboloading betrieben. Ich war durch die Olympic Trials der Maenner am Morgen total motiviert und konnte mir beim Laufen immer Ryan Halls grossartigen Siegeslauf vor Augen halten und seine Freude fast koerperlich spueren als er auf den letzten Meilen schon wusste, dass die Reise fuer ihn bald nach Peking geht. Und dann der wichtigste Faktor, das Wetter. Es war einfach herrlich, in den Sonnenuntergang zu laufen, es wurde immer kuehler und besser. Ich wurde immer schneller und schneller, auch um so schnell wie moeglich zurueck bei Jon zu sein, der im Truck wartete.
Diese letzten 11 km sind mir leichter gefallen als bei jedem andere 20-Meilen-Lauf zuvor, vielleicht mal abgesehen von dem Ultra-Marathon.
Ich habe fuer die 32,19 km - Pausen rausgestoppt - genau 2:49:52 gebraucht. Das ist sogar schneller als mein Marathontempo vom Napa Valley Marathon im Maerz.
Mir hat nachher nichts wehgetan und auch meine Huefte, die mir in letzter Zeit schon mal ein bisschen Sorgen bereitet hat, habe ich bei diesem Lauf und auch hinterher nicht gespuert. Aber deswegen sind wir ja auch extra nicht auf Asphalt gelaufen.
Jedenfalls war es ein einfach total genialer Lauf. Und das Beste: Heute, am Tag danach, konnte ich an dieser Stelle auch direkt wieder anknuepfen. Obwohl ich den ganzen Tag auf einem Reitturnier rumgelaufen bin und einen laengeren Ausritt gemacht habe, fand ich die 6,6 km heute Abend in - fuer mich - superschnellen 29:51 weniger anstrengend als fruehere Laeufe der selben Distanz, die wesentlich langsamer waren.
Man kann jetzt sagen, dass sich das ganze harte Marathontraining eben einfach ausgezahlt hat und ich genau im richtigen Augenblick in Hochform bin. Noch drei Wochen sind es bis zum Space Coast Marathon und wenn jetzt alles wie geplant laeuft, dann duerfte ich die Boston-Qualifikation (3:40 oder schneller) ganz locker in der Tasche haben. Im Prinzip bin ich natuerlich jetzt sehr zuversichtlich durch den perfekten langen Lauf gestern.
Auf der anderen Seite finde ich es aber auch schade, dass ich wegen der Hitze im Sommer nicht in der Qualitaet trainieren konnte, die mich zu dem besten Marathon gebracht haette, den ich haette laufen koennen. Da hab ich mich in der Hitze im "Schneckentempo" abgequaelt und war einfach nicht in der Lage, regelmaessig das Tempo zu laufen, das noetig gewesen waere.
Vielleicht bin ich deswegen unverletzt davon gekommen und das Ganze hatte auch was Gutes, keine Ahnung.
Jedenfalls muss ich mir eine neue Strategie ueberlegen, wenn ich nicht meine Kraft mit qualitativ nicht ausreichendem Training verpulvern und richtig gut werden will.
So habe ich mir die Zeit nach dem Marathon und das naechste Jahr also vorgestellt:
Im Dezember will ich mich ausruhen, vom Marathon erholen und Sachen machen, die bei der ganzen Lauferei - diese Woche bin ich 128,75 km gelaufen - zu kurz gekommen sind. Dazu gehoeren lange Radtouren, Wanderungen, Ausfluege. Ausserdem fange ich endlich an zu arbeiten, was natuerlich auch erst mal jede Menge Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt. Ich will trotzdem weiterhin taeglich laufen, aber ausnahmsweise mal nicht nach einem Plan, sondern einfach wie mir gerade danach ist. Ausnahme: Wenn beim Space Coast Marathon irgendwas furchtbar schief geht und ich die Qualifikation nicht schaffen, gibt es am 29. Januar noch einen Marathon, bei dem ich es versuchen koennte.
Von Januar bis April soll mein Training dann ganz im Zeichen des Boston Marathons stehen. Da gibt es einen speziellen Trainingsplan, der jede Menge Intervall- und Tempotraining beinhaltet und ausserdem wird wohl meine altbekannte Bruecke wieder als Bergersatz herhalten muessen. Da das Wetter relativ kuehl und trocken sein wird, wird das Training sicherlich um einiges effektiver sein als das, was ich bis jetzt gemacht habe. Ausserdem moechte ich mit meinen Eltern, die uns in dieser Zeit besuchen, fuer einen 5km-Lauf trainieren. Ziel soll sein, dass wir ihn zusammen komplett durchlaufen ohne Gehpausen. Ich bin sicher, das schaffen sie!
Nach der Boston-Regeneration faengt hier wieder der Sommer an. Und Sommerzeit in Florida bedeutet Triathlon-Zeit. Wir wuerden gerne im August oder Anfang September bei einer Massenveranstaltung mitmachen, einem richtig grossen Triathlon (olympische Distanz) mit allem Drum und Dran. An unserem olympischen Triathlon letztes Jahr hat uns nicht so gut gefallen, dass es so eine kleine unbedeutende Veranstaltung war. Also diesmal was richtig Tolles, ein Highlight sozusagen. Auf dem Trainingsweg dorthin wird es wohl wieder so einige 5km-Laeufe und kuerzere Triathlons geben. Ich moechte endlich die 20-Minuten-Grenze unterschreiten. Wenn die 19-Minuten-Grenze auch noch faellt, faende ich das um so besser.
Im Herbst wollen wir in Deutschland einen Halbmarathon laufen und vielleicht noch ein paar weitere in Florida. Einen Herbstmarathon soll es aber nicht geben, dann schon lieber wieder einen ruhigen, langsamen Ultra-Marathon im Wald.
Insgesamt wollen wir weniger Rennen laufen, dafuer aber die Wettkaempfe sorgfaeltiger aussuchen und am liebsten natuerlich auch schneller laufen. Es ist wohl an der Zeit, mehr auf Qualitaet zu achten und nicht mehr wahllos drauflos zu rennen. Ich wuerde auch lieber von den winzigen lokalen Rennen etwas Abstand nehmen und dafuer nach Orlando fahren und bei groesseren Laeufen mit mehr Teilnehmern und mehr Konkurrenz mitmachen. Auch wenn ich da nicht wieder staendig platziert werden sollte, ist es fuer mein Ziel, eine richtig gute Laeuferin zu werden und es bis zu den Olympic Trials zu schaffen, sicher foerderlicher.
So hab ich mir das zumindest mal als Grobplanung fuer naechstes Jahr gedacht. Bin mal gespannt, wie das alles so hinhaut!
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Kerstin
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30 September 2007
Rennen und Laufen - Rueckblick und Plaene
So viel bin ich ja noch nie in einem Monat gelaufen.
Insgesamt bin ich im September auf 286,7 Meilen (461,4 km) gekommen. Dafuer habe ich einen Tag, 16 Stunden, 20 Minuten und 13 Sekunden gebraucht.
Das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 5:14/km, ein bisschen langsamer als im August. Das liegt vor allem an dieser Woche, in der ich soviel wie noch nie (76,3 Meilen oder 122,8 km) aber wegen einer Erkaeltung, die ich mir wohl im etwas kuehleren Klima des Mittleren Westens zugezogen habe, auch so langsam wie schon lange nicht mehr gelaufen bin.
Die einzige Tempoeinheit der Woche konnte ich erst heute, am Sonntag Abend laufen. Vorher war meine Nase zu verstopft und Donnerstag hatte ich ziemliche Probleme, die 24 km trotz Schneckentempo zuende zu bringen.
Das war heute beim langen Lauf, fuer den Jon und ich mal wieder zum Hal Scott Regional Preserve & Park gefahren sind, zum Glueck nicht mehr zu merken.
Mit meinen Gedanken war ich oefter allerdings nicht in einem tropischen Park, sondern eher in der deutschen Hauptstadt bei den Teilnehmern des Berlin Marathons.
Herzlichen Glueckwunsch allen Finishern! Ich bin schon gespannt auf viele interessante Blog-Berichte!
Bei uns sind es heute 21,5 Meilen (34,7 km) geworden, witzigerweise ziemlich genau in meiner Marathon-Zielzeit von 3:15:30. Das ist fuer 35km nicht besonders schnell, aber immerhin war es auch eine ganz schoen weite Strecke und dann noch auf festen Sand- und Wiesenwegen. Da kann man ja nicht so schnell laufen wie auf Asphalt. Jedenfalls weiss ich jetzt, wie lange ich beim Marathon unterwegs sein will, nur muss ich in der gleichen Zeit noch ueber 7 km weiter laufen. Aber das krieg ich auch noch hin.
Trotz des etwas verunglueckten Laufs am Donnerstag, den ich einfach mal komplett auf die Erkaeltung schiebe, war der September in Sachen Marathontraining schon mal ziemlich erfolgreich. Strecken ueber 19km machen auch mehrmals in der Woche keine grossen Schwierigkeiten mehr und ich erhole mich immer sehr schnell, auch von laengeren schnellen Laeufen wie dem Halbmarathon.
Meine neue Halbmarathon-Bestzeit von letzter Woche ist ein grosser Fortschritt fuer mich und als neues Ziel wuerde ich gerne naechstes Jahr unter 1:30 laufen. Ueberhaupt finden Jon und ich die Halbmarathon-Distanz sehr nett und laufen sie sehr gerne. Wir ueberlegen, naechsten Herbst keinen Marathon zu laufen, sondern uns noch mehr darauf zu konzentrieren, unsere Halbmarathon Zeit zu verbessern. Mal schauen, bis dahin ist es ja noch lange hin. Aber ich finde den Plan gar nicht mal so schlecht.
Dann koennte ich naechstes Jahr im April den Boston Marathon laufen (wenn ich mich denn qualifiziere, aber 3:40 oder schneller sollte wohl drin sein), danach koennten wir, wenn es in Florida wieder so richtig heiss wird, mal so richtig fuer einen Spaetsommer-Triathlon trainieren und dann im Herbst/Winter einige Halbmarathons laufen, einen davon hoffentlich in Deutschland.
Ich moechte natuerlich auch weiterhin viele kuerzere Rennen laufen, das beste Mittel, um schneller zu werden, aber dann lieber eher groessere Veranstaltungen mit mindestens 1000 Teilnehmern. Dieses Jahr haben wir bei den kleinen Rennen ja ziemlich gut abgeraeumt, da wollen wir uns mal neue Herausforderungen suchen.
Man sieht schon, waehrend der vielen langen, langsamen Laeufe vor allem in dieser Woche hatte ich viel Zeit, ueber meine Ziele beim Laufen nachzudenken.
Wir wuerden gerne auch in dem Park, in dem wir heute waren, einen Trail Run veranstalten, aber das muss noch genauer ausgearbeitet werden.
Der Oktober wird natuerlich jetzt der Monat des intensivsten Marathontrainings.
Naechstes Wochenende fahren wir nach Jacksonville und laufen dort den Marine Corps Halbmarathon, am Samstag darauf habe ich mich doch tatsaechlich fuer meinen ersten Ultra-Marathon angemeldet, einen Trail Run bei Brooksville, den ich gaaanz langsam und gemuetlich laufen will. Mein Trainingsplan gibt naemlich sowieso einen 30-Meilen-Lauf vor und wenn ich schon so weit laufen muss, kann ich das auch gleich offiziell machen. Die beiden richtig langen Laeufe, die dann noch uebrig bleiben, sollen 26 und 28 Meilen lang werden und die teile ich mir wieder auf.
Ganz besonders freue ich mich schon auf den 13-km-Lauf Ende Oktober, einen der hier ganz seltenen Abendlaeufe, der in Disney World abgehalten wird. Danach soll die Party noch bis 1 Uhr nachts gehen - da bin ich wahrscheinlich schon eingeschlafen - und einige Attraktionen bleiben extra fuer uns geoeffnet. Das wird ein Spass!
Dass am Abend vorher ein 5km-Lauf der Running Zone Race Series stattfindet ist natuerlich etwas unguenstig, aber das kriegen wir auch hin.
Am 11.11. gibt es dann noch einen 10km-Lauf in Orlando, der schon wieder in den Beginn der Taperingphase faellt und am 25.11. ist es dann endlich soweit:
Der zweite Hoehepunkt der Jahres, unser zweiter Marathon, steht an.
Ich bin ja mal gespannt, wie das alles wird.
Ich freu mich schon!
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Kerstin
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11 August 2007
Radtour zum Strand

Nächsten Sonntag sind Jon und ich auf unserem ersten olympischen Triathlon und da mussten wir heute doch mal ein bisschen länger mit dem Rad fahren um mal zu sehen, wie weit 40 km sind. Dass die Tour dann insgesamt doch fast 40 Meilen lang geworden ist, war dann ja auch nicht schlimm. Radfahren kann man ja zum Glück auch dann, wenn es zum Laufen zu heiß ist. Wir konnten also ausnahmsweise mal ausschlafen.
Auf dem Hinweg mussten wir noch schnell bei Brownie vorbei, die Pferde reinholen und den Auslauf säubern.


Wir wollten zum Meer und dafür mussten wir erstmal zur Brücke über den Indian und den Banana River.
Bis wir zum Strand kamen, hatten wir schon über 25 Meilen auf dem Tacho stehen und uns ein kühles Bad redlich verdient.

Auf dem Rückweg gab es dann noch Mittagessen in meinem Lieblings-Café in Cocoa Village.

Nur noch über die Bahngleise, ein paar Kilometer mehr und wir waren wieder zu Hause.
Eine sehr schöne Tour, vor allem, weil Jon dabei war und ich mal nicht alleine fahren musste. Das wollen wir jetzt öfter machen, wenn es die Zeit erlaubt.
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Kerstin
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11:09
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17 Juli 2007
Wie Männer so sind...
... tut es ihnen doch weh, ausge"chickt", d.h. von einer Frau überholt zu werden. Auch wenn sie das natürlich niemals zugeben werden.
Mein Jon bildet da natürlich keine Ausnahme.
Beim Triathlon war ich 7 Minuten schneller und bei vielen Rennen in der letzten Zeit bin ich auch öfter mal vor oder nur ganz knapp hinter ihm ins Ziel gekommen. Kein Wunder, ich trainiere ja auch viel mehr und ernähre mich besser. Er isst zwar auch nicht mehr so ungesund wie früher - dafür sorge ich schon - aber die Verteilung der Mahlzeiten über den Tag ist bei ihm immer noch sehr eigenwillig mit eindeutig zu großem Fleischanteil.
Er meint immer, dass ihm die Rennen sowieso egal sind und er einfach nur mitläuft. Ich hab ihm seine Ergebnisse schon ein bisschen unter die Nase gerieben um ihn zum Training zu animieren, ich geb es ja zu.
Gestern kam dann die "Rache". Ganz unschuldig verkündete er als er von der Arbeit kam, dass er jetzt laufen gehen wolle. Ich war an dem Tag selber noch nicht gelaufen, sondern nur mit dem Rad gefahren und geschwommen und laufe sowieso immer gerne mit ihm zusammen, also war klar, dass ich mitkommen wollte.
Auf dem Plan standen drei Meilen (5km) und es hätte mich schon stutzig machen müssen, als er sagte, dann wären wir ja in 22 Minuten wieder zu Hause. Ich dachte, das wäre ein Witz und meinte, ich hatte eigentlich nicht vor, ein Rennen zu laufen.
Na gut, wir traten also in Laufsachen aus dem Haus, ich schaltete den Forerunner ein und er fand auch gleich einen Satelliten.
Wir liefen los, Jon vorweg und ich hinterher. Die allerersten Meter noch in ganz humanem Tempo, aber dann legte er los. Er wurde immer schneller und ich immer hinterher. Ich wollte mich erst schon ärgern und ihm zurufen, dass das Tempo viel zu schnell war für mich, aber dann nahm ich die Herausforderung an. Wie angestochen rannten wir durch unsere Siedlung und nur wenn ich wirklich nicht mehr schneller konnte - das hörte er an meinem Atem - erbarmte er sich und lief ein bisschen langsamer. Mit Betonung auf "ein bisschen".
Eine Unterhaltung war natürlich bei dem Tempo nicht möglich, aber die schnelle Runde war auch so einfach klasse. Wir haben die 5km tatsächlich in 22 Minuten geschafft, genauso schnell wie ich am Vortag im Rennen. Alleine wäre ich im Leben nicht so schnell gelaufen.
Ich glaube, er wollte mir einfach doch mal zeigen, dass er immer noch sehr flott unterwegs ist, obwohl er nicht so viel Zeit zum Trainieren hat.
Der Triathlon hat ihn außerdem wieder motiviert und gezeigt, dass man nicht unbedingt nur laufen muss, um sich fit zu halten. Im Moment ist er zwei Tage auf Dienstreise und ist freiwillig und alleine 25 Minuten im Hotelpool geschwommen. Außerdem kam die Idee, bei einem längeren (olympischen) Triathlon mitzumachen, von ihm und er hat außerdem verkündet, dass ein paar Kollegen sich jeden Samstag Morgen zum Radfahren treffen. Da können wir auch mitfahren. Diese Kollegen haben auch Interesse angemeldet, an Triathlons teilzunehmen.
Ich muss jetzt mal sagen, dass Jon vorher noch nie Interesse am Schwimm- oder Radtraining gezeigt hat und vor dem Triathlon beides ewig nicht gemacht hat.
Ich hab uns nun am 19. August in Orlando zum Moss Park Triathlon Festival (1.5 km swim, 40 km bike, 5.5 mile run) angemeldet, wovon Jon auch ganz begeistert ist.
Die nächsten Anschaffungen werden dann wohl eine Radlerhose für ihn sein und glattere Reifen für sein Moutain Bike, denn ein Rennrad zu kaufen, damit kann er sich dann doch noch nicht so ganz anfreunden. Mal sehen, ob er seine Meinung nach der nächsten Veranstaltung ändert...
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Kerstin
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06 Juli 2007
Probe-Triathlon im Blue Springs State Park
Jon hat sich heute frei genommen. Das war eine gute Idee, denn wenn man in Florida wohnt, kann man an einem wunderschönen Freitagmorgen seine Fahrräder in den Truck laden...
... eine Stunde nach Nordwesten fahren, in den Blue Springs schwimmen...
... raus aus dem Wasser, 15 Meilen mit dem Rad fahren (leider nicht ganz so idyllisch durch die Straßen von Orange City) und dann noch 5 km durch den Dschungel laufen.
Zur Abkühlung geht es dann wieder zurück in den Fluss, ein Winterquartier für Seekühe.
Danach schmecken die Butterbrote zum Mittagessen noch mal so gut (Tailgating nennt man das, was Jon da macht)...
... und bei Temperaturen über 27 Grad Celsius ist der nun einsetzende tropische Regen dann auch gar nicht so unangenehm.
Was für ein schöner Tag!
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Kerstin
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21 Juni 2007
100 Tage Laufen am Stück
Nach dem Napa Valley Marathon und den damit verbundenen Ruhetage nach dem Rennen habe ich mich entschieden, täglich zu laufen.
Einmal sind daran natürlich diverse Streakrunner schuld - ich wusste vorher gar nicht, dass es sowas überhaupt gibt - und dann vor allem mein eigenes Unbehagen, wenn ich mal einen Tag nicht gelaufen bin.
Seit ich Ende Mai 2006 ernsthaft mit dem Laufen angefangen habe, hatte ich immer diverse Trainingspläne, immer ein Ziel, auf das ich sozusagen zugelaufen bin. Und so gut wie immer beinhalteten diese Trainingspläne Ruhetage. Ziemlich schnell habe ich Ruhetage gehasst und versucht, mit vermehrtem Schwimmen, Radfahren, Reiten und Spazierengehen zu kompensieren, aber geholfen hat das auch nicht.
Ich will laufen, und zwar jeden Tag!
Bei den Streakrunnern hab ich dann gelesen, dass man nach irgendwelchen ominösen Regeln mindestens eine Meile pro Tag laufen muss, damit der Streak nicht abreißt. Eine Meile am Tag ist nicht viel und die kriegt man im Prinzip immer hin. Der Erholung schadet sie auch nicht, wenn ich an einem Ruhetag ein bisschen langsam laufe.
Ich bin ja nun ziemlich fit und so schaden mir auch eine halbe Stunde oder drei Meilen laufen nicht, ich bekomme immer noch genug Erholung und so laufe ich auch montags und freitags, wenn eigentlich "Ruhetag" sein sollte, meine 20 bis 30 Minuten.
Also laufe ich seit 100 Tagen oder seit dem 13. März jeden Tag.
Es ist immer noch nicht so, dass ich mich zum Laufen aufraffen muss. Ich kann es meist kaum erwarten, laufen zu gehen und es macht Spaß, jeden Tag die gelaufenen Meilen und die Zeit anwachsen zu sehen.
Cool Running
Außerdem macht es Spaß, viel zu essen, denn ich verbrenne ja unheimlich viele Kalorien. Im Restaurant habe ich immer Mitleid mit vollschlankeren Damen, die nur eine halbe Portion essen dürfen und trotzdem nicht abnehmen. Ich esse mittlerweile so viel und gesund, dass ich auch endlich wieder meine Tage hatte und zusätzlich zum Laufen auch noch genug Energie habe, um mein Rennrad auszuführen und im Pool bzw. im Meer zu plantschen. Bald wird auch Brownie aus Kalifornien abgeholt und dann kann ich
endlich wieder reiten. Wenn ich dann noch hoffentlich bald Arbeit finde, werde ich das Radfahren und Schwimmen wohl wieder reduzieren müssen, aber erstmal habe ich ja genug Zeit und kann neben dem Marathontraining für unseren ersten Sprint-Triathlon am 15. Juli trainieren. Das ist endlich mal wieder ein etwas größeres Event mit eigener Homepage, Pasta-Party und allem drum und dran und auch wenn wir dort wohl keine Platzierung landen können, freue ich mich schon darauf, endlich mal wieder an einem Rennen mit mehr als 200 Teilnehmern mitzumachen. Hauptsache, wir finden bei den Menschenmassen auch unsere Fahrräder schnell wieder...
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Kerstin
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16 Juni 2007
Swim - Bike - Run

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Mein erster Mini-Triathlon auf der Air Force Base war nicht gerade gut besucht: Gerade mal vier Teilnehmer haben sich am Samstag Morgen um halb sieben eingefunden, um 300 yard zu schwimmen, 5 Meilen zu radeln und 1,5 Meilen zu laufen.
Das half nicht gerade, meine Nervositaet zu verringern, denn ich konnte mich nun nicht mehr in der Masse verstecken.
Dass die einzige andere Frau schon fleissig und in bestem Kraulstil ihre Bahnen im Pool zog, machte mich noch nervoeser. Aber egal, da musste ich nun durch. Wenigstens war genug Platz und jeder hatte seine eigene Bahn.
Wider Erwarten kam ich nicht als letzte aus dem Wasser, sondern hatte einen noch langsameren Schwimmer hinter mir. Das half schon mal, obwohl es wahrscheinlich lustig aussah, wie ich mich brustschwimmend mit Nasenklammer (ich kann nicht so gut ohne und Eitelkeit war hier nicht angebracht) meine Bahnen zog.
Schnell aus dem Wasser springen und aufs Fahrrad. Um Zeit zu sparen, sparte ich mir auch die Socken. Ich hatte das diese Woche schon zweimal geprobt und nie hatte ich Probleme. Beim Radfahren nun auch erstmal nicht.
Ganz im Gegenteil, ich konnte meine miese Schwimmzeit gut machen und kam zeitgleich mit dem zweiten Teilnehmer zurueck. Gut, dass ich auf dem Fahrrad meine Trinkflasche hatte, das half und sparte Zeit. Ich riss nur meinen Helm und Sonnenbrille runter, haengte mein Fahrrad auf und rannte los.
So langsam hat sich das Laufen noch nie angefuehlt, aber immerhin war ich auf Platz 2 vorgerueckt, denn die Schwimmerin wechselte noch ihre Schuhe und zog ein T-Shirt an. Das dauerte natuerlich ewig und sie verlor viel Zeit, waehrend der vormals zweite und ich einfach losliefen. Eine Zeitlang lief ich hinter ihm, doch er wurde nach einer halbem Meile oder so langsamer und ich konnte ueberholen. Leider lief ich aber auch nicht mein schnellstes Tempo, denn schon beim Loslaufen merkte ich, dass ich einen Fehler gemacht hatte: Eine Scheuerstelle bildete sich an meiner linken inneren Ferse und wurde naturgemaess immer schlimmer, je weiter ich lief.
Augen zu und durch! Aber schnell laufen ging damit einfach nicht mehr. Meine Beine waren auch schon muede vom Radfahren.
Kurz vor dem Ziel - ich traeumte schon vom Gewinnen - war es dann soweit. Die Letzten werden die ersten sein und so wurde ich in einem Tempo ueberholt, dass mir Hoeren und Sehen verging. So ein Triathlon sorgt doch immer fuer Ueberraschungen! Der letzte Schwimmer hatte sich weiter und weiter nach vorne gearbeitet und flog nun ins Ziel. Ich konnte nicht mal versuchen mitzuhalten, so schnell war er.
Immerhin, zweiter Platz (von vier Teilnehmern...) ist auch was. Ich war nicht Letzte und das fand ich schon mal gut.
Den ganzen Triathlon habe ich in 33:06 Minuten geschafft und es hat trotz blutender Scheuerstelle am Fuss unheimlich Spass gemacht. Ausserdem habe ich als FFF (first female finisher) noch einen schoenen Pokal zum Angeben bekommen.
Abschliessend kann ich sagen, dass es schon richtig klasse war und viel Spass gemacht hat - das naechste Mal ziehe ich Socken an - aber ich bin trotzdem immer noch mehr ein Laeufer als Triathlet und moechte schon gerne weiterhin an kleineren Sachen in der Umgebung teilnehmen, solange es mein Lauftraining nicht beeinflusst. Ich will jetzt erstmal kraulen lernen und dazu nimmt Jon mich morgens mit zur Base, wo ich umsonst den Pool nutzen kann. Dann fahre ich mit dem Rad nach Hause und das muss als Triathlon Training reichen. Wir haben das schon die ganze letzte Woche so gemacht und es klappt ganz hervorragend. Nachmittags oder am fruehen Abend, wenn Jon nach Hause kommt, gehen wir dann zusammen laufen und ich kann mich vor allem fuer die langen, harten Laeufe dienstags und donnerstags den ganzen Nachmittag lang ausruhen. Ja, so machen wir das!
Jetzt fahren wir erstmal zum Camping nach Clearwater. Da koennen wir dann morgen frueh unseren langen Lauf unternehmen.
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Kerstin
um
05:47
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