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24 Januar 2008

Audubon Aquarium of the Americas





Ich bin heute Morgen wieder auf der anderen Seite des Mississippis gelaufen, habe mir am Riverwalk Mittagessen besorgt und mich im Whirlpool aufgewaermt.
Nachmittags war ich im Aquarium direkt nebenan, habe viele Fische gesehen und Stingrays gefuettert und gestreichelt und habe mir nachher noch die Magazine Street genauer angeschaut.
Abends waren wir mit John, der mit Jon zusammen in Monterey studiert hat und den wir auch in Montgomery wiedergetroffen haben, lecker Seafood essen und dann - wie immer - auf der Bourbon Street.

14 Mai 2007

Fleamarket Montgomery

Ein lokaler Werbespot fuer eine Art Moebelhaus ist durch eine Fernsehsendung bekannt geworden und hat sowas wie Kultstatus erlangt.


Wir sind am Samstag nach dem 5-km-Lauf in Montgomery zufaellig an dem Laden vorbei gekommen und da mussten wir uns natuerlich erstmal umschauen. Ich hab auch fleissig mitgefilmt und festgestellt, dass es dort mehr zu kaufen gibt als nur Moebel. Nichts davon wollten wir aber wirklich haben...

07 Mai 2007

Ein Wochenende am Strand

03 Mai 2007

Abenteuer in Alabama

30 April 2007

Bartram National Recreation Trail

Alabama hat tatsaechlich auch schoene Seiten und viel Natur zu bieten.
Aber die schoenen Seiten erschliessen sich einem nicht von selber. Man muss sie suchen und man muss bereit sein, auch mal ein Stueck zu fahren. Sie springen nicht ins Auge wie in Kalifornien und sind auch nicht spektakulaer.

So bin ich heute 80 km weit gefahren, um im Tuskegee National Forest wandern zu gehen. Das ist ein grosser Wald oestlich von Montgomery und es gibt tatsaechlich auch drei markierte Wanderwege. Mein neuer Alabama-Atlas hat aber nur einen aufgelistet: den 8.6 Meilen langen Bartram National Recreation Trail.
Das Wetter ist seit ein paar Tagen nicht mehr so furchtbar schwuel, sondern einfach schoen sommerlich warm und der Weg fuehrt die ganze Zeit durch den Wald, liegt also groesstenteils im Schatten und so hatte ich keine Probleme mit der Hitze.

Wie ich ja schon vorher bemerkt hatte, haben es die Alabamer nicht so mit dem Wandern und auch in anderen Teilen der Welt ist Montag Nachmittag fuer die meisten Leute nicht die Zeit fuer Outdoor-Aktivitaeten und so hatte ich den Trail die meiste Zeit fuer mich alleine. Es gibt keine schweren Steigungen und auch sonst bis auf ein paar zu ueberkletternde umgefallene Baumstaemme keine weiteren Schwierigkeiten und so konnte ich flott gehen und dabei vollkommen entspannen.
Nach sieben Meilen kam ich an ein Flussufer mit weissem Sandstrand, dem perfekten Ort fuer eine Pause und zum Umkehren.

Der Rueckweg war noch entspannender, denn nun musste ich kaum noch auf den Weg achten und konnte meine Gedanken in alle Richtungen schweifen lassen. Ich kam mir wieder vor wie auf dem Weg nach Santiago. Beim Wandern kann ich eben doch immer noch am besten relaxen. Meine Fuesse muessen nur in Bewegung sein, am besten in der Natur und dann kommt alles andere wie von selber. Diese Wanderung war ganz besonders gut fuer meine Seele.

Mehr Bilder!

Als ich dann wieder in Montgomery war, war es auch schon Zeit zum Abendessen. Jon wartete schon auf mich und wir fuhren zum Montgomery Brew Pub, wo leckeres Essen und lokale Bierspezialitaeten serviert werden.

24 April 2007

Ein Kreisel für Montgomery

Die Amis kennen Verkehrskreisel ja nicht so wirklich gut, weil es kaum welche gibt. Statt dessen wird der Verkehr oft durch seltsame Konstruktionen wie 4-Way-Stops geregelt. Und so hat die Geschichte des frisch renovierten und zum "Roundabout" umfunktionierten Court Square in Montgomery es in die lokalen Nachrichten im Fernsehen geschafft.
Zu Ehren der Wiedereröffnung gab es außerdem ein 1-Meilen-Rennen, bei dem ich einen Pflasterstein gewonnen habe und auch meine 3 Sekunden in der Flimmerkiste hatte. Leider wurde das Rennen und damit auch die schnellste Frau mit keinem Wort erwähnt.

20 April 2007

Parks in Montgomery

Wenn man so wie ich jahrelang oder eigentlich immer in einer Kleinstadt oder auf dem Dorf gelebt hat, kommt einem Montgomery mit 200.000 Einwohnern schon ganz schoen gross und weitlaeufig vor. Wir haben es hier mit der Hauptstadt des Bundesstaates Alabama zu tun, also gibt es einige imposante Regierungsgebaeude in der Innenstadt, die ich auf einer Radtour erkundet habe.
Bilder!

Ansonsten gefaellt mir die Stadt ehrlich gesagt nicht so gut und in der Innenstadt muss man zu sehr aufpassen, dass man nicht in ein Ghetto geraet. Also habe ich mir eine andere Annaeherung an Montgomery ueberlegt: Ich moechte versuchen, so viele der groesseren Parks wie moeglich zu besuchen und kennen zu lernen. Dem Internet sei Dank konnte ich sie gut aufspueren und mit dem GPS im Auto ist es auch kein Problem, sie zu finden. Autofahren macht hier keinen Spass: Zu viel Verkehr, zu viele Ampeln, zu viele Spuren auf den Strassen. Aber ich will auch nicht die ganze Zeit auf der Base verbringen.
Ein paar Parks (fett gedruckt) habe ich schon gesehen, die anderen will ich im Laufe der naechsten vier Wochen anfahren:

3. AUM/Ron Nunn Montgomery East 25.0 acres 250 Brown Springs Road - 36117
7. Blount Cultural Park 77.0 acres 3 Festival Drive - 36117

8. Brewbaker CC 35.0 acres 4450 Brewbaker Drive - 36116
9. Buddy Watson 30.0 acres 1801 Taylor Road - 36117
11. Carver CC 20.0 acres 3180 Oak Street - 36108
22. Dean Fain Park 40.4 acres 8700 Minnie Brown Road - 36117
31. Gateway Park 180.0 acres 3800 Davenport Parkway-36108
35. Goodwyn CC 55.0 acres 205 Perry Hill Road - 36109
43. Ida Belle Young Park 24.0 acres 5400 Vaughn Road - 36117
48. Lagoon Park 410.0 acres 2855 Lagoon Park Drive - 36109
62. Oak Park 40.0 acres 1010 Forest Avenue - 36106
64. Overlook Park 2.0 acres 544 Bell Street - 36108

68. Peter Crump 21.0 acres 3480 Woodley Road - 36116
69. Powder Magazine 52.0 acres 228 Eugene Street - 36104
74. Sheridan Heights CC 19.3 acres 3501 Faro Lane - 36108
75. Smiley Court C.C. & Park 35.0 acres 3200 Otis Lane - 36108
76. Southlawn Park 19.0 acres 389 Greenleaf Street - 36108
78. Thompson Park 54.0 acres 1655 Ray Thorington Road - 36117
82. Vaughn Road Park 21.0 acres 3620 Vaughn Road - 36106

86. Wares Ferry Park 18.5 acres 6425 Wares Ferry Road - 36117
89. Woodcrest Park 21.8 acres 4325 Thornwood Road - 36108
90. Woodmere Park 19.9 acres 5881 Woodmere Blvd. - 36117

15 April 2007

Hurricane Country


Katrina und Rita haben ganze Arbeit geleistet, aber Aufgeben ist was fuer Nicht-Amerikaner und so werden die Haeuser, die von Wind und Wasser zerstoert worden sind, wieder aufgebaut. Wer Geld hat, hat schon lange ein neues Haus. Wer kein Geld hat, lebt immer auch fast zwei Jahre nach dem Sturm noch im Wohnwagen und baut sein Haeuschen drumherum bzw. drueber hinweg, denn das ist wenigstens eine Vorsichtsmassnahme, die die Leute hier an der Kueste ergreifen: Sie bauen ihre Haeuser auf Stelzen. Das sieht lustig aus, aber wenn das Wasser keine Angriffsflaeche hat, kann es sein, dass ein einfach nur das Untergeschoss umspuelt und das Haus stehen bleibt.
Das Land ist flach und die Haeuser stehen direkt am Strand. Eigentlich sollte das alles Wildnis sein, so denkt mein europaeisches Herz. Alles ist sumpfig und mit einem dichten Netz von Fluessen, Baechen und Mooren ueberzogen. Die Baeume wachsen selbst in flachen Seen, aber viele haben Katrina nicht ueberlebt und ragen als tote Stuempfe und Mahnmahle aus dem Wasser. Schilder fuer Geschaefte und Restaurants stehen noch, aber die Laeden selber sind weg. Entweder hat man die Reste schon abgerissen oder sie sind einfach weggespuelt worden. Wir essen im Hurricane Cafe, einem grossen schaebigen Wohnwagen, dem einzigen Restaurant des winzigen Kaffs an der Golfkueste, 80 Meilen von der naechsten Stadt entfernt. Die Laeden, die das GPS anzeigt, gibt es nicht mehr. Wenige Haeuser sind schon wieder neu gebaut, die meisten liegen aber noch immer in Truemmern.
Von New Orleans nach Biloxi dann, wo Katrina gewuetet hat, ganze Strassenzuege verlassener Mietskasernen ohne Fenster, die nur darauf warten, abgerissen zu werden. Zu nichts anderem mehr zu gebrauchen. Halb abgerissene Haeuser, seltene Neubauten. Leerstehende Einkaufszentren, Geisterstaedte. Es ist ein bisschen unheimlich und ziemlich deprimierend und Jon, der sechs Monate in Biloxi gewohnt hat - vor dem Sturm - vergleicht: Hier stand das und das Gebaeude. Dies ist noch da - selten - dies ist weg - oft. Und dann schleicht sich bei mir wieder Unverstaendnis ein. Die Strasse fuehrt direkt am Strand entlang. Rechts und links waren Geschaefte, Hotels und Restaurants, die nun langsam wieder aufgebaut werden. Einige auf Stelzen, andere nicht. Jeder wie er meint. Warum wird hier kein Damm gebaut? Ich denke an die hollaendische Kueste. Platz ist genug vorhanden, dafuer hat Katrina gesorgt.
Aber das ist nicht die amerikanische Mentalitaet. Hier ist jeder fuer sich selbst verantwortlich. Warum sollte der Staat seine Buerger vor Naturgewalten schuetzen und einen Damm bauen? Dann muesste man ja mehr Steuern nehmen. Individualismus wird so gross geschrieben. Das passt zur fehlenden Krankenversicherungspflicht und so vielem anderen hier. Das ist eben auch Freiheit. Die Kehrseite der Medaille.

Wir sind in den letzten Tagen endlich Texas entkommen und ueber Louisiana und Mississippi nach Alabama gelangt. Hier in Montgomery werden wir die naechsten fuenf Wochen im Hotel wohnen. Erst im Mai geht die Reise weiter nach Florida. Dass wir im Sueden sind, merkt man heute an den Temperaturen aber nicht. Es ist ganz schoen kalt und zum Laufen hatte ich zum ersten Mal seit Flagstaff mal wieder Handschuhe an.

Zum Rennbericht aus New Orleans