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18 Januar 2009

War wohl nichts...

... fuer mich mit der neuen persoenlichen Bestzeit, die ich mir erhofft hatte.
Jon dagegen hat sein Ziel genau erreicht und ich bin sehr stolz auf seinen 1:31:38er Halbmarathon. Damit hat es fuer den 246. Platz von 7939 Maennern gereicht.

Jons Ergebnis HIER KLICKEN!
Mein Ergebnis HIER KLICKEN!

Erstmal moechten wir uns bei allen bedanken, die die Daumen gedrueckt und uns Glueck gewuenscht haben. Ihr wart waehrend des Laufens in unseren Gedanken.

Mein eigener Lauf fing eigentlich ganz gut an, aber ich war - mal wieder - am Anfang zu schnell und habe nach der Halbzeit bitter dafuer bezahlen muessen.
Bis zum Halbmarathon war naemlich noch alles in Ordnung, aber dann fing auf einmal wieder die rechte Huefte an, so richtig fies weh zu tun. Ich schiebe es, bis auf die alte Verletzung natuerlich, die da bestimmt eine Rolle spielt, vor allem auch darauf, dass ich die ganze Zeit auf der rechten Strassenseite laufen musste. Links war fuer den Verkehr frei, und so herrschte staendig eine nach rechts abfallene Schiefe. Es tat so weh, dass ich immer langsamer wurde. Zuerst nicht ganz so dramatisch, aber durch die erhoehte Anstrengung brauchte ich wohl auch mehr Energie und so knallte ich zwar nicht vor die Wand, sondern es war eher ein gradueller Kraftverlust.
Ich war froh, dass ich den Forerunner nicht dabei hatte, sodass ich mein Schneckentempo nicht auch noch digital vor mir hatte. So gab ich auch nach ein paar erzwungenen Gehpausen nicht auf, sondern versuchte immer noch mein Bestes zu geben. Ich war nicht die Einzige, die auf den letzten 10 km langsamer wurde. Nur als ich von der 3:20-er Pacegruppe ueberholt wurde, musste ich mal kurz heulen.

Egal, ich habe es geschafft, bin meinen fuenften Marathon gelaufen, und auch wenn ich mit der Zeit von 3:27 nicht zufrieden bin, muss ich auch bedenken, dass das Training alles andere als optimal gelaufen ist und ich ja erst seit Mitte Dezember in chiropraktischer Behandlung bin. Ausserdem bin ich immerhin 105. Frau von 2970 Finisherinnen geworden.

Ich aergere mich jedenfalls nicht (mehr), sondern geniesse unseren Urlaub in Arizona.
Wir haben uns gleich nach dem Marathon auf den Weg nach Tucson gemacht und werden nun in den naechsten Tagen hier die Umgebung erkunden.

Eins steht fuer mich jedenfalls erstmal fest, und Jon hat es mir heute auch wieder vorgeschlagen: Ich werde mich ein Jahr lang auf kuerzere Rennen, 5 km bis zum Halbmarathon konzentrieren und an meinem Tempo arbeiten. Hab auch ehrlich gesagt erstmal genug vom Marathonlaufen...

BILDER HIER KLICKEN!

16 Januar 2009

Marathon Messe

Jon and I went on a trail run in the Phoenix South Mountain Park, visited the health and fitness expo and drove the marathon course.


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15 Januar 2009

Grüße aus der Wüste

Ich hab schon langsam das Gefühl, auf dem Flughafen von Orlando mein zweites Zuhause zu haben, so oft waren wir schon da. Heute Morgen war es leider zu früh, sodass wir niemanden mit Micky-Maus-Ohren gesehen haben. Das nahm der ganzen Reise natürlich gleich den ersten Höhepunkt, aber man kann ja nicht alles haben.
Über Altana Georgia, wo wir eine Stunde Aufenthalt hatten, flogen wir weiter nach Phoenix, Arizona. Schon auf dem Flughafen fiel uns gleich auf, dass wir
1. im Südwesten und
2. in einer Touristenstadt
gelandet waren. Überall Indianerschmuck und Ornamente, ein mexikanisches Restaurant nach dem anderen und überhaupt alles sehr schön zurecht gemacht. Als wir aus dem Fenster auf Palmen, Großstadt und Wüste blickten konnte ich kaum glauben, dass es sich wirklich um mein Leben handelte, dass wir tolle Marathonreisen unternehmen und ständig auf Reisen sind und überhaupt. Ich bin mir schon bewusst, wie toll das ist.
Arizona ist, wie wir gleich erfuhren, ebenso wie Florida ein Rentnerparadies. Alte Leute frieren leicht, aber bei Tagestemperaturen von 24 Grad im Januar lässt es sich gut aushalten. Nachts kühlt es sich ab, aber normalerweise wird es auch nicht kaelter als 4 oder 5 Grad Celsius. Die trockene Luft ist prima für Leute, die die Schwüle in Florida nicht vertragen.
Palmen und riesige, bestimmt 4-5 Meter hohe Kakteen sind allgegenwärtig, Gras dagegen absolute Mangelware. Daran muss man sich auch erstmal gewöhnen.

Gelaufen sind wir natürlich auch noch, und zwar 6 Meilen (ca. 10 km) Regenerationslauf in einen faszinierenden Wüstensonnenuntergang hinein. Wenn man mal an Lucky Luke denkt, der in den Sonnenuntergang reitet, Berge im Hintergrund, Kakteen im Gegenlicht, dann sind diese Bilder nicht übertrieben, sondern spiegeln ganz gut die wirklichen Gegebenheiten wider. Die Übergänge zwischen Tag und Nacht sind glaube ich die schönste Tageszeit, wenn die Wüste golden schimmert.
Ein Problem tauchte beim Laufen auf, an das ich gar nicht gedacht hatte: Obwohl wir relativ gemütlich unterwegs waren, hatten wir ganz schnell einen trockenen Mund und tierischen Durst. Die trockene Luft sind wir einfach nicht gewöhnt. Das kann Sonntag beim Marathon noch interessant werden.
Genossen haben wir dagegen, dass der Schweiß ziemlich direkt einfach vom Körper verdunstet und man nicht so klatschnass geschwitzt ist. Das ist schon sehr angenehm.
Es hat sich dann auch schnell abgekühlt, sobald die Sonne weg war.


Wir sind froh, auf diese Reise gegangen zu sein. Uns gefällt es hier sehr gut und wir freuen uns schon ganz besonders auf das Rennen am Sonntag. Der Marathon startet um 7:40 morgens (15:40 in Deutschland) und der Halbmarathon, den Jon läuft - seine Erkältung ist so gut wie vergessen - um 8:30 (16:30 MEZ). Da müssen wir mal wieder früh aufstehen!

Morgen ist erstmal Marathonmesse und wir wollen die Strecke abfahren. Dann gibt es auch besser Bilder!

05 April 2007

Wilder Westen inklusive

Wie das auf Reisen so ist: Manchmal hat man Internet, manchmal nicht. Weder gestern in Tombstone, Arizona noch heute in El Paso, Texas haben wir Wireless Internet, also wird dieser Bericht wohl mit Verspaetung erscheinen muessen.
Wir sind jedenfalls nach der Grand Canyon Besichtigung wieder in die Wueste gekommen, immer noch relativ hoch ueber dem Meeresspiegel, aber doch einiges niedriger als Flagstaff, weiter suedlich und daher auch waermer und trockener.
Tombstone, "The Town to tough to die", ist eine erstaunlich gut erhaltene und trotzdem lebendige richtige alte Westernstadt mit staubiger Main Street - gluecklicherweise fuer den Autoverkehr gesperrt, was in Amiland ja selten vorkommt - auf der sich beruehmte historische Schiessereien abgespielt haben. Die Gebaeude auf der Main Street sind original erhalten, mit Saloons, in denen sich echte und verkleidete Cowboys und Touristen tummeln, Andenkenlaeden, Museen, aber auch Banken, Apotheken und einem Lebensmittelgeschaeft. Als wir gegen 6 Uhr ankamen, waren allerdings die meisten Geschaefte und Sehenswuerdigkeiten bereits geschlossen, Restaurants und Saloons hatten aber noch auf und wir mussten weder verhungern noch verdursten. Unser schoenes, uriges Motel war ausserdem nur einen Block entfernt von der Hauptstrasse.


Am naechsten Morgen konnte ich es kaum abwarten laufen zu gehen, denn das ist in der Wueste immer ein besonderes Erlebnis. Es war um halb sieben morgens noch angenehm kuehl und die Sonne war gerade erst aufgegangen. Ich lief aus der Stadt hinaus in die Wueste, Staubstrassen folgend und erstmal immer bergab, denn Tombstone liegt am Hang und nach Norden geht es bergab. Doch die klare Luft half, den Weg nach zwei Meilen auch wieder hoch zu laufen. Zum Schluss noch durch die historische Innenstadt, auch ein geniales Erlebnis und dann Fruehstueck draussen vor dem Hotel auf einer Bank im Sonnenschein. Herrlich.


Mit Jon war ich dann auch noch mal auf Stadtrundgang und wir besichtigten den beruehmten Boothill Friedhof, auf dem viele Opfer legendaerer Schiessereien und Justizirrtuemer aus dem Wilden Westen begraben sind.


Wir hatten genug gesehen und fuhren weiter, heute mal komplett ueber Nebenstrassen durch eine Gegend, die fuer jeden Western Kulisse spielen koennte - wir sind schliesslich auch mitten im Wilden Westen. Sogar die ueber 15 m hohen Saguaro-Kakteen, bei Lucky Luke ein unverzichtbarer Bestandteil der Landschaft, kommen eigentlich nur hier vor und wir hatten schon gestern auf der Fahrt nach Tombstone die Gelegenheit, diese im Saguaro National Park ganz aus der Naehe zu bewundern.


Das Thema der heutigen Fahrt war die Grenze zu Mexiko. Wir fuhren so weit suedlich wie moeglich und erlebten neben atemberaubender Landschaft, Leere, Weite, Trockenheit und immer weniger Bergen die Naehe zur mexikanischen Grenze in Form von unzaehligen "Border Patrol" Fahrzeugen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die 3000 Meilen lange Grenze zu bewachen. Als Europaeer offene Grenzen gewohnt war es fuer mich doch irgendwie seltsam, stundenlang an einer gesicherten und streng bewachten Grenze entlang zu fahren.


Wir fuhren durch New Mexiko nach Texas und landeten am fruehen Abend in El Paso, dem amerikanischen Teil einer binationalen und bilingualen Grossstadt auf beiden Seiten der Grenze - in diesem Fall des Rio Grande, der die Grenze markiert. Das Hotel ist relativ alt, besitzt viel "Atmosphaere" und einen Concierge, der sich als ungeheuer geschwaetzig erwies. Stundenlang wurden wir vollgequatscht und als wir dann endlich essen gehen wollten, waren alle Restaurants geschlossen, obwohl es doch erst sieben Uhr war. Wir trafen auf unserem Stadtrundgang nur hunderte von Mexikanern, die mit Einkaufstueten beladen Richtung Grenze marschierten. Die Laeden waren vollgestopft mit billigen Ramsch und das Ganze erinnerte uns doch sehr an den Flohmarkt in San Jose.
Essen die Leute hier etwa kein Abendbrot? Schliesslich fanden wir doch noch ein nettes Restaurant, das tatsaechlich bis Mitternacht auf hat. Da muss ich doch grad mal anmerken, dass es hier zwar kein Ladenschlussgesetz gibt, aber trotzdem alle Laeden und Cafes und ueberhaupt alles zwischen 5 und 6 Uhr dicht macht.
Morgen wollen wir uns dann mal auf Besichtigungstour nach Ciudad Juarez, der mexikanischen Seite der Stadt, machen. Ich bin ja mal gespannt, was fuer Abenteuer da wieder auf uns warten.

02 April 2007

Grand Canyon


Wir waren ja schon mal am Grand Canyon, aber wenn man in der Naehe ist, schaut man sich den gerne auch ein zweites Mal an.
Heute war ich auch nicht krank und wir konnten eine kurze Wanderung auf dem Bright Angel Trail machen. Es wurde aber so dermassen davor gewarnt, wie steil und anstrengend der doch waere, dass wir uns nicht mal bis zum Drei-Meilen-Haus getraut haben. Lag auch an den anderen Leuten, die uns voellig abgekaempft entgegen kamen, als wir auf dem Weg nach unten waren. Als wir dann umgekehrt sind, war es nicht halb so steil und anstrengend wie wir gedacht haetten und mit Sicherheit wesentlich weniger steil als die Berge, die Brownie sich immer geweigert hat hochzutraben. Da hat es mich schon ein bisschen geaergert, dass wir nicht weiter gegangen sind.
Dafuer sind wir dann noch ein bisschen auf dem Rim Trail entlang spaziert - nicht ohne uns ueber die doch recht unpassende Fussbekleidung einiger weiblicher Besucher zu wundern - und vorher haben wir uns auch noch den Watch Tower am westlichen Ende des Parks angeschaut, der beim letzten Mal schon geschlossen war.
Bilder vom Watch Tower und vom Canyon Rand
Jons Bilder von der Wanderung folgen!

01 April 2007

Nevada und Arizona





Das sind - neben Kalifornien natuerlich - die beiden Staaten, die wir auf unserer Reise durch Amerika nun schon gesehen haben. Von Nevada allerdings nur ein winziges Stueck, denn Laughlin, wo wir die letzten beiden Naechte verbracht haben, liegt im Dreilaendereck zwischen Kalifornien, Arizona und eben im suedlichsten Zipfel Nevadas in der Wueste am Colorado River.
An dem Fluss fuehrte auch der Laughlin Half Marathon entlang, den Jon und ich am Samstag morgen gelaufen sind und den wir beide, jeweils in unserer Altersklasse, gewonnen haben. Bericht hier!
Den Rest des Tages verbrachten wir am und mit den Fuessen im Fluss, im Pool und im Kasino, ein richtiger Urlaubstag eben, den vor allem Jon sich nach dem ganzen Stress mit seiner Master Arbeit und dem Umzug auch verdient hat.

Heute haben wir mit dem Fluss auch die Grenze nach Arizona ueberquert und verbringen die naechsten beiden Naechte in Flagstaff. Diese historische Westernstadt nutzen wir als Ausgangspunkt fuer einen Besuch am Grand Canyon, der morgen auf dem Programm steht. Die Stadt liegt mit ueber 2000 m so hoch ueber dem Meeresspiegel, dass es nach der Hitze in der Wueste richtig kuehl ist, aber immer noch sonnig und angenehm.