26 Januar 2007

Um den See rennen

Sonnenverwöhnt wie ich bin fehlte mir doch heute Nachmittag so ziemlich die Motivation, mich zum Laufen aufzuraffen. Denn endlich hat es getan, was es schon den ganzen Januar über getan haben sollte: Es regnete. Das Reiten hab ich aus dem Grund schon mal gestrichen - Brownie kommt auch gut ohne mich aus, er spielt sowieso lieber mit den anderen Pferden. So verbrachte ich also meinen freien Nachmittag zu Hause, sah immer mal wieder aus dem Fenster, ob es denn nicht mal aufhört, aber ein Ende war erstmal nicht in Sicht. Eigentlich finde ich es ja auch gar nicht schlimm, im Regen zu laufen, aber wenn es dann noch draußen mit 10 Grad so ungemütlich ist?
Dann verzieht sich der schlaue Läufer - auf die Idee kam ich plötzlich - doch einfach aufs Laufband ins Fitness Center! Da war sie, meine Idee und gesagt, getan, ein paar Minuten später hatte ich meine Laufsachen an. Das GPS hatte ich vorsichtshalber auch dabei, denn wenn man schon keine rechte Lust hat, ist es noch schwieriger, sechs Meilen auf dem Laufband zu rennen.
Ich wollte also zum Fitness Center laufen, ruhig nicht auf ganz direktem Weg und dabei schon mal die Strecke abziehen, die ich brauchte. Dann ein paar Meilen aufs Band, dabei endlich mal meine Lauftechnik filmen und wieder zurück laufen.
Kaum war ich aus dem Haus, hörte der Regen auch schon auf. Umso besser!
Das Fitness Center befindet sich auf Jons Schulgelände und ich lief in einer größeren Runde, immer innen am Zaun entlang zum Baseballfeld. Das sah so leer und nach dem Regen ziemlich trist aus.
Zuschauertribüne am Baseballfeld der NPS Baseballfeld der NPS Zuschauerränge am Baseballfeld
Jetzt war ich schon fast da, aber da es immer noch trocken war, beschloss ich, einfach so lange um den kleinen See auf dem Gelände zu laufen, bis ich entweder die Nase voll hatte, es wieder anfing zu regnen oder die sechs Meilen voll waren.
Die ersten Runden waren schon etwas mühsam, das muss ich zugeben. Ich laufe einfach lieber bei Sonnenschein und meine Beine fühlten sich ziemlich müde an, aber ich konnte mich nach jeder Runde selber überreden, noch eine weitere Runde zu laufen.
Del Monte Lake Exotische Pflanzenwelt am See Kanadagänse fühlen sich in Monterey zu Hause.
Es wurde langsam dunkel und meine einen Kilometer langen Runden konnte ich tatsächlich so weit durchhalten, dass ich nur noch Richtung Heimat laufen musste, um die sechs Meilen voll zu machen.
Na also, geht doch!
Beim abschließendem Eintrag ins Cool Running Log merkte ich sogar noch, dass ich gerade meinen schnellsten Trainingslauf über sechs Meilen absolviert hatte, nämlich 9.9 km in 52 min 29 sec. Schneller war ich bisher nur bei Rennen!
Auf dem Rückweg nach dem Lauf traf ich Jon, der noch gearbeitet hatte und wir gingen zusammen nach Hause.

Kommentare:

Manu hat gesagt…

Hallo Kerstin,

Dein Blog macht unheimlich Spaß! Schreib' weiter so fleißig über Dei Training und andere interessante Begebenheiten - ich find's sehr spannend!
Als Trainingslaug mal eben so 52 min auf knapp 10 km - Respekt!
Hier hat's heute Nacht mächtig geschneit - aber Schnee ist mir lieber als Regen!
Grüße von
Manu

Mik hat gesagt…

Hi Kerstin,

dann reihe ich mich mal hinter Manu ein, über deren Blog ich nämlich zu Deinem gefunden hat, der mir außerordentlich gut gefällt. Schön auch, dass Du so viele Fotos zwischen den Texten reihst.
Ich lese jetzt schon ein paar Tage hier und es macht wirklich richtig Spaß. Sehr interessant und Du bist ganz schön flott unterwegs.

Liebe Grüße
Michi

PS: Gibt es auch noch ältere Einträge von 2006 oder so?

Martin hat gesagt…

Wenn ich dein blog lese bekomme ich direkt Fernweh ! Na ja wenigstens regnet es auch mal im Arnie-Land. Und deine Zeit ist wirklich gut, einfach mal so aus dem Ärmel geschüttelt !
Werde deinen blog mit Interesse weiter verfolgen.
Viel Grüße

Martin (der jetzt raus in den Schnee muss )

Kerstin hat gesagt…

Vielen Dank für das Lob! Das Schreiben hat mir schon immer Spaß gemacht...
Ich hab mit diesem Tagebuch gerade erst angefangen, weil die ganze Lauferei so Überhand genommen hat, dass sie in mein "Amerikanisches Tagebuch" nicht so gut reinpasst. Da gibt es dann aber auch ältere Geschichten zu lesen. Auf meiner Homepage "Wandern zu Pferd" findet man alle amerikanischen Geschichten und Wanderritte (darunter auch den 5monatigen Pilgerritt nach Santiago de Compostela) schön geordnet unter "Berichte". Wer also Interesse hat, kann noch jede Menge von mir lesen *trallala*

Dieses Blog hier macht mir auch unheimlich Spaß und ich freue mich, dass ich so viele Kommentare bekomme. Da schreibe ich doch gleich noch lieber.
Außerdem finde ich es klasse, dass es so viele andere Laufblogs gibt. Die hab ich auch erst vor ein paar Tagen gefunden, lese aber schon ganz regelmäßig mit. Das ist für mich auch eine gute (weitere) Möglichkeit, mit dem Deutschen in Kontakt zu bleiben.
Viele Grüße aus Sunny California
Kerstin