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19 März 2008

Ein Goldstück

Genau das ist Brownie.
Die viele Kreiselei auf dem Reitplatz in letzter Zeit macht sich immer mehr bezahlt. Nachdem er es ja letzte Woche mal wieder mit Bocken probiert hatte und wohl seine Lektion gelernt hat, dass ihm das absolut nichts bringt, war er heute absolut kooperativ, hat hervorragend mitgemacht, aufgeweckt und klasse auf alle Hilfen reagiert. Es macht einfach Spaß ihn zu reiten.
Stoppen klappt auch immer besser und Pole Bending können wir mittlerweile komplett im Galopp, selbst wenn die Stangen viel naeher beieinander stehen als beim Turnier.

Auch seinen guten Ruf als Familienpferd hat Brownie am Samstag wieder hergestellt, als Jon und ich mit ihm spazieren gegangen und abwechselnd ohne Sattel geritten sind.
Ich sag’s ja, das Pferdchen ist einfach ein Goldstück


07 Januar 2008

Abflug

Das kommt davon, wenn man den Schlüssel zum Sattelschrank zu Hause liegen lässt: Dann muss man sich eben mit dem behelfen was man trotzdem hat und das war heute in meinem Fall ein Halfter und Führstrick von Stephanie.
Also bin ich nach dem Ausmisten mit Brownie spazieren gegangen, damit er ein bisschen raus kommt. In letzter Zeit hat er rausgefunden wie er sein Tor aus den Angeln drücken kann. Es wird Zeit, dass wir einen Elektrozaun kaufen damit er wieder auf die Weide darf!
Jedenfalls habe ich ihn heute ausgeführt und auf dem Rückweg wollte ich dann eigentlich ohne Sattel zum Stall zurück reiten.
Leider hat Brownie sich aber als wir schon fast wieder da waren vor einem alten Reifen, der auf dem Randstreifen lag, erschreckt und ist zur Seite gesprungen. Da konnte ich mich so ohne Sattel und Zaumzeug nicht mehr halten und lag auf der Straße.
Ich war zuerst wütend auf ihn, aber im Prinzip konnte er ja auch nichts dafür. Mit Sattel wäre der Mini-Hüpfer auch kein Problem gewesen.
Ich bin dann zu Fuß zum Stall zurück gegangen und habe mir fest vorgenommen, beim nächsten Mal an den Schlüssel zu denken!

27 Dezember 2007

Zwischen den Jahren


... hat Jon mal nicht so viel Arbeit und einige Nachmittage frei.
Da sind wir heute mal zusammen zu Brownie gefahren, haben seinen Paddock abgeäppelt und sind ein Stück spazieren gegangen.

Leider hatte ich meinen Schlüssel zum Sattelschrank zu Hause vergessen, sodass Jon ihm kein Leckerlie geben konnte - das macht er am liebsten - und wir ein Halfter von Stephanie ausleihen mussten.
Schön war es aber trotzdem.

Hier klicken um alle Fotos zu sehen!

28 September 2007

Easy Boots

Mit Hufschuhen habe ich schon in Deutschland gute Erfahrungen gemacht und ein einfacher Preisvergleich liess mich auch in Florida wieder zu den Easy Boots greifen.
Hufeisen sind hier noch teurer als in Kalifornien.
Der Boden ist weicher, sodass Brownie nicht rund um die Uhr Hufschutz braucht.
Ich reite so viel und oft auch auf Asphalt, dass die Hufe nicht schnell genug nachwachsen koennen.
Easy Boots sind hier billiger als in Deutschland.
Sie sind wirklich "easy" an- und auszuziehen und brauchen keine ewig lange Eingewoehnungsphase.

Am Mittwoch habe ich Brownie zum ersten Mal Hufschuhe angezogen und einen ersten Spaziergang bzw. kurzen Ausritt ohne Sattel damit unternommen. Auch bei kurzen Trabversuchen und in etwas sumpfigerem Gelaende haben die Boots gehalten, was ja schon mal ein gutes Zeichen ist.
Leider hatte der Anbieter nur noch zwei Schuhe vorraetig, aber die Hinterhufe brauchen im Moment sowieso mehr Schutz, und so kann ich sie vorne erstmal weglassen. Auf der Schotterstrasse vom Hof weg geht Brownie damit williger und nicht mehr so fuehlig. Das heisst wohl, dass er wirklich etwas Hufschutz braucht, ohne dass ich ihn deswegen gleich beschlagen lassen muss.

20 Juli 2007

Reiten verbindet


Im neuen Stall ist immer was los und das ist auch gut so.
Es gibt jede Menge kleine Mädchen wie eigentlich überall, die jede Menge Quatsch mit ihren Ponys anstellen, aber es gibt auch ein paar erwachsene Pferdebesitzerinnen und darunter sind mindestens schon mal zwei, die auch gerne ausreiten. Eine von ihnen, Stephanie, ist wie es der Zufall so will vor einem Dreiviertel Jahr mit ihrer Appaloosa-Stute aus Kalifornien gekommen. Da ist es nur natürlich, dass wir uns gut verstehen.
Bislang hatte ich mich immer nur mit ihnen unterhalten, aber als ich heute von meinem 30-Minuten-"Ausritt" zurückkam und gerade Brownies Box soweit fertig hatte, kam die Freundin von Stephanies Bruder an und fragte, ob ich ein Stück ohne Sattel mit ihnen die Straße runter reiten wollte.
Da musste Brownie dann doch noch mal ran, auch wenn er ohne Sattel momentan recht unbequem ist. Er muss jetzt einfach mal ordentlich zunehmen, dann wird das auch besser.
Jedenfalls sind wir zu dritt nochmal eine halbe Stunde geritten und wie es aussieht, werden wir das sicher nun öfter tun.
Sehr schön, nicht mehr immer alles alleine zu machen!

12 Juli 2007

Reiten im Regen


Eigentlich wollte ich diese Woche ja noch nicht reiten, aber dann konnte ich doch einfach nicht widerstehen. Wobei man die 10 Minuten im Schritt ohne Sattel ja auch nicht wirklich reiten nennen kann...
Als ich gestern nach einem furchtbar heißen Tag zum Stall kam und gerade dabei war, Brownies Wassereimer aufzufüllen - das mache ich immer als erstes - ging auch schon der Regen los. Tropischer Regen ist etwas stärker als man das so gewohnt ist und er ist auch nicht so unangenehm, sondern kühlt einen schön ab. Von 33 Grad ging die Temperatur innerhalb von Minuten auf angenehme 25 Grad runter und sämtliche Schweißausbrüche wurden direkt gestoppt.
Im Gegensatz zu den Reitmädels, die ins Trockene flüchteten, ließ ich mich durch den Regen also nicht stören, sondern brachte Brownie sein Wasser und holte in aus der Box, um grasen zu gehen. Da standen wir also nun mitten im tropischen Regenschauer. Die anderen schauten uns etwas seltsam an, aber Brownie fand die Abkühlung glaube ich auch ganz nett. Weil es ja nun nicht mehr zu heiß war, beschloss ich, mit ihm die Straße runter zu gehen und weil mir das schnell zu langweilig wurde und Brownie flott unterwegs und gut drauf war, fing ich an zu laufen, Brownie trabte am Führstrick neben mir her. Sowas macht ja immer Spaß!
Kurz bevor wir zur großen Straße kamen machte ich lieber wieder kehrt und eh ich mich versah, saß ich plötzlich nach monatelanger Abstinenz endlich wieder auf dem Pferd! Herrlich! Leider ist Brownie noch ziemlich dünn und die Wirbelsäule steht raus, sodass mein Hintern ein bisschen zu leiden hatte, aber schön war es trotzdem.
Ich ritt im Schritt zurück zum Stall, wo er zur Belohnung noch ein bisschen grasen durfte. Der Regen hatte mittlerweile auch nachgelassen.

27 August 2006

Der erste Tag auf der Sycamore Farm

Der erste Tag am neuen Stall brachte für unseren Neuankömmling aus dem Mittleren Westen natürlich erstmal viel Spannung und Aufregung. Zum Glück ist Brownie aber ein sehr neugieriges und aufgeschlossenes Pferd, das alles um ihn herum interessant findet. Nichts darf in seiner Nähe stehen und liegen gelassen werden, denn sein spezielles Hobby scheint es zu sein, Putzkästen auszuräumen und Pullover zu essen.
Die Nacht im Einzelpaddock hatte er gut überstanden und kam uns schon zum Tor entgegen, als wir ihn am Morgen begrüßten. Heu hatte er schon bekommen und war somit zufrieden.
Hingelegt oder zumindest gewälzt hat er sich wohl auch, denn er war recht staubig und schmutzig, also erstmal putzen.
Während ich dann den Mietvertrag mit unseren Daten ausfüllte und bescheinigte, dass ich schon weiß, wie furchtbar gefährlich so ein Pferd sein kann und dass der Umgang mit diesen Monstern im Prinzip lebensgefährlich ist, steckte er den Kopf durch den Zaun und las mit. Ein sehr intelligentes Pferd!

Zu dritt machten wir schließlich einen kleinen Spaziergang zum Carmel River, den wir nun jeden Tag überqueren müssen, wenn ich ausreiten will. Zu Fuß haben wir uns das aber gespart. Immerhin ist Brownie aber freiwillig ins Wasser gegangen und hat auch getrunken. Da werden wir wohl keine Probleme mit ihm haben.

Dann ging es aber endlich in die Herde! Stuten und Wallache sind getrennt auf zwei großen Paddocks untergebracht, groß genug, dass sich die acht Wallache zur Not gut aus dem Weg gehen können und auch ein flotter Galopp wäre da mal drin. Damit hatte ich ja auch gerechnet und Jon angewiesen, die Kamera bereit zu halten - überflüssig eigentlich, er fotografierte sowieso alles - aber da kam nichts. Brownie spazierte im Schritt über den Paddock, beschnüffelte die anderen Pferde, ging den Zaun ab, schnüffelte wieder, trank mal einen Schluck Wasser, testete, ob nicht doch irgendwo ein Hälmchen Gras wächst und wandte sich wieder den anderen Pferden zu.
So eine ruhige Eingliederung habe ich überhaupt noch nie gesehen. Obwohl Brownie einen großen braunen Wallach immer wieder zu beißen versuchte und zum Spielen aufforderte, blieb der ganz ruhig und schnappte kaum mal zurück. Die schnellste Gangart, die die Pferde einlegten, waren ein paar Meter Zockeltrab. Ich denke aber, das kam auch daher, dass Brownie noch ziemlich kaputt von dem langen Transport war. Irgendwie schienen das die anderen auch einzusehen, aber erstaunlicherweise war er mehr interessiert an den anderen Pferden als diese an ihm.
Sehr schön finde ich, dass es in der Herde noch einen Appaloosa gibt, der die gleiche Größe und das gleiche Muster hat nur in grau. Überhaupt sind die Pferde hier farbenfroher, wie mir scheint. Drei braune Wallache teilen sich den Paddock mit zwei Appis, einem ganz hellen Palomino und zwei Füchsen.

Dazu gibt es noch die Stutenherde, einige Pferde, die in überdachten Einzelpaddocks gehalten werden und die Quarter Horses des Stallbesitzers, insgesamt also um die 25 Pferde.
Brownie scheint es dort gut zu gehen, bis zum Garland Ranch Park ist es eine Viertelstunde im Schritt über schöne Wege, es gibt einen großen Reitplatz, die Pferde werden zweimal am Tag mit Alfalfa Heu gefüttert und einen Platz für meinen Sattel habe ich auch schon. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist auch das bessere Wetter. Monterey liegt am Meer und es ist oft bewölkt und kühl, doch im Carmel Valley scheint fast immer die Sonne. Durch den Wind und den immer noch relativ nahen eiskalten Pazifik wird es aber auch hier nicht zu heiß.

Morgen will ich dann zum ersten Mal ein bisschen reiten, nur ohne Sattel auf dem Platz und auch nur eine halbe Stunde oder so, je nachdem was Brownie dazu sagt.
Morgen kommt außerdem Besuch aus Deutschland, meine Schwester und ihr Freund, auf die wir uns schon sehr freuen und bringen den Sattel mit.
Alles super also!

02 Juli 2006

Beschnuppern vor dem Kauf

Richtig reiten kann ich mit meinem Rücken zwar noch nicht wieder, aber wir schauen uns Brownie trotzdem noch mal genau an, bevor wir ihn kaufen. Die endgültige Entscheidung kann aber erst in Kalifornien fallen, wenn wir einen Pensionsstall mit Anschluss an Reitwege gefunden haben.